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Aufgrund der seiner Optik konnte sich der Netgear Nighthawk AX6000 AX12 (RAX120) bei uns bereits den Beinamen Einflügler sichern. Auch Ufo wäre eine passende Bezeichnung. An einen Router erinnert er nämlich eigentlich auch gar nicht mehr. Wie auch der Netgear XR500 Gaming Router ist der vorliegende Router ein echter Trümmer. Die eingenommene Fläche entspricht beinahe einem DIN A4 Blatt. Zusätzlich baut er mit aufgestellten Antennen auch ordentlich in die Höhe. Im Gegensatz zu bpsw. dem Nighthawk X6S sind diese in keiner Weise verstellbar und sollten für die beste Performance, aber auch die Optik, auf jeden Fall aufgestellt werden.
Natürlich kann man es sich aussuchen, ob man den Router aufstellt oder aufhängt. Aus subjektiver Sicht ist die Integration in den Wohnraum in beiden Fällen aber eher gewöhnungsbedürftig. Rein vom optischen Standpunkt aus, dürfte der Router die Meinungen teilen. Wichtiger sollten aber die technischen Aspekte sein. Die "Flügel" erfüllen nämlich den wichtigen Zweck, die acht "Hochleistungs-Antennen" zu beherbergen. Diese sollen dazu beitragen, dass eine sehr große Reichweite abgedeckt wird. Eine Zahl wird hier nicht angeführt, die Rede ist allerdings von "sehr großen Wohnflächen". Für die kabellose Datenübertragung kommt Dual-Band zum Zuge. Das 2.4 GHz 2x2 Band arbeitet mit 1024 QAM sowie 20/40 MHz. Hierdurch werden hier bereits bis zu 1,2 Gbit/s geboten. Das 5 GHz 8x8 Band arbeitet natürlich auch mit 1024 QAM und 20/40/80/160 MHz. Vor allem durch die Kombination aus 1024 QAM und 160 MHz konnte bei WiFi 6 gegenüber WiFi 5 die Geschwindigkeit gesteigert werden. Mit dem vorliegenden Aufbau sollen somit 4,8 Gbit/s erreicht werden. MU-MINO und OFDMA (Orthogonal Frequency-Division Multiplexing) ist es zu Verdanken, dass viele WLAN-Nutzer gleichzeitig mit hoher Datenrate beliefert werden können. OFDMA teilt dazu den Frequenzbereich des jeweiligen Kanals in Blöcke (bis zu 2 MHz schmal), sodass auch kleine Datenmengen nicht als "Bremsklotz" vorliegen. Gerade beim Thema Smart-Home nicht unbedingt zu vernachlässigen und auch Streaming profitiert hier von. Insgesamt wird WiFi 6 damit auch effizienter in der Datenübertragung.
Aber auch kabelgebunden ist der Nighthawk RAX120 sehr gut aufgestellt. Er bietet fünf Gigabit Anschlüsse, von denen einer regulär als WAN-Anschluss fungiert. Zusätzlich ist noch ein sogenannter Multi-Gig-Anschluss vorhanden, welcher wahlweise mit 5 Gbit, 2.5 Gbit und 1 Gbit arbeiten kann. Zwei der Gigabit-Anschlüsse können zudem auch per Aggregation zusammengelegt werden. Eine NAS könnte mit entsprechendem oder entsprechenden Anschluss/Anschlüssen hier also ihre Muskel richtig spielen lassen. Abgerundet wird das Terminal von zwei USB 3.2 Gen1 Buchsen, welche Datenträger nicht nur im Netzwerk einfach zugänglich machen können (Readyshare), sondern auch von außerhalb des Netzwerks erreicht werden können.
Damit die schnelle Netzwerktechnik nicht durch die Hardware gebremst wird, verbaut Netgear einen 64-bit Prozessor mit 2,2 GHz. Konkreter wird man dabei nicht, spricht aber davon, dass dieser speziell für WLAN-AX optimiert ist. Dass die neue Übertragungstechnologie leistungshungriger zu seinen scheint, offerierte nicht nur das Netzteil, welches mit 19V und 3,16A (~60W) spezifiziert ist. Durch das Lochgitter in der Oberfläche erkennt man auch einen kleinen Lüfter, welche die erwärmte Luft aus dem Gehäuse befördern soll. Nach Monitoren und Mainboards, könnten die Quirle ihr Comeback nun scheinbar auch in Routern feiern.
An Tasten findet man am Gerät auf der Rückseite den obligatorischen Powerknopf und Reset-Taster. Positiv tritt hier aber auch der Schalter für die Beleuchtung in Erscheinung. Einmal umgelegt, leuchtet an der Front nur noch die Diode der Betriebsanzeige. Alle anderen erlöschen. Auch die WPS- und WLAN-Taste verlieren ihre Beleuchtung. Sollte man den Router im Schlafzimmer oder auch in TV-Nähe aufstellen eine sehr gute Umsetzung.















