Detailansicht
Der Radiator selbst hat keine Änderung erfahren und entspricht quasi auch dem, was wir bei der Thermaltake Water 3.0 Ultimate bereits gesehen haben, ergo wurde das gleiche Asetek OEM Modell verwendet. Der rund 30mm hohe Slim-Radiator erweckt einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Die Kühlfinnen verfügen über einen recht engen Abstand, was relativ schnell drehende Lüfter "erfordert" um die maximale Kühlleistung abrufen zu können. Die beiden Schläuche wurden erfreulicher Weise etwas länger dimensioniert, was dem Einbau auf jeden Fall zu gute kommen kann und auch wird.
Ein Nachfüllen oder Erweitern ist nicht möglich, da beide Schläuche fest an Pumpe und Radiator sitzen. Die Schläuche selbst zeigen hinsichtlich der möglichen Biegungswinkel eine passable Flexibilität. Des Weiteren sind diese mit einem sehr hochwertig anmutenden Stoff bezogen, was in ähnlicher Form schon Corsair mit der H110i GT umgesetzt hat.
Die Pumpe ist ovaler Form gefertigt exakt das gleiche Modell wie beim Vorgängerprodukt. Die beiden Schlauchenden münden in der Pumpe in flexibel einstellbare Winkel, so dass die Montage leichter von Statten gehen soll bzw. auch kann. Ab Werk ist auf dem Kupferboden der Kühlfläche bereits eine dünne Schicht Wärmeleitpaste aufgetragen, die der Konsistenz unserer Standardpaste (Arctic MX-4) sehr nahe kommt. Im Test kam trotzdem die angesprochene Arctic MX-4 zum Einsatz.
Die drei 120mm Lüfter werden von Thermaltake im Normalbetrieb mit einer Drehzahl von 500 – 1500 Umdrehungen pro Minute spezifiziert. Der alternative Low Noise Modus reicht dann noch von 400 – 1000 U/min. Der Schalldruck soll bei voller Drehzahl (1500 U/min) bei 26,4 dB(A) liegen. Des Weiteren verfügen die drei jeweils über einen PWM-Stecker. Um auch alle Funktionen der Lüfter nutzen zu können, müssen diese an die Steuereinheit angeschlossen werden.
Die Lüfter selbst hinterlassen und einen hochwertigen Eindruck. An die vier Auflagepunkten des Chassis befinden sich auf beiden Seiten kleine Gummipuffer welche als Entkopplung dienen sollen. Bunte oder schlecht isolierte Kabel sucht man ebenfalls (glücklicher Weise) vergebens. Allen voran steht aber, neben einem leisen Betrieb, natürlich auch die Farbgebung eines „RGB-spezifierten“ Lüfters.
Und diese ist, wie unsere Bilder auch darstellen, wirklich gut und intensiv. Möglichkeiten hat der Anwender schier endlos, oder besser gesagt 256 zur Auswahl. Auf der nächsten Seite haben wir die Kühler nochmal im eingebauten Zustand und mit Beleuchtung abgebildet.
Montage des Kühlers
Die gut bebilderte Anleitung erleichtert den Zusammenbau der Kühlung immens. Trotzdem war es ein wenig knifflig den Kühler samt Radiator ins System zu bekommen. An dieser Stelle erwiesen sich die Lösungen von Corsair (H110i GT) oder Fractal Design (Kelvin S36) als etwas ausgereifter. Den größten Kritikpunkt des immer abfallenden Retentionmodul bei der Montage, hat man mit zwei kleinen Klebestreifen abstellen können. Zeitlich lagen wir bei rund einer halben Stunde, bis alles fest im Phanteks Enthoo Luxe verbaut war.
Aber nochmal ganz von vorn: Die Vorderseitige Halterung wird den vier Stiften zum Verschrauben am Retentionmodul versehen, welches dann anschließend auf die Pumpe gelegt bzw. gesteckt wird. Im Anschluss kommt ein weiterer Haltering von unten hinzu der zugleich verhindern soll, dass alles wieder auseinander fällt. Im nächsten Schritt empfiehlt es sich, den Radiator als erstes einzubauen, die Pumpe auf den Gehäuseboden zu legen (sofern möglich) und dann samt Backplate den Kühler auf das Mainboard zu schrauben. Im Falle unseres Testgehäuses ist es ohne weiteres möglich, da ein sehr großzügiger Ausschnitt im Mainboard-Tray dafür vorhanden ist.
In Summe gestaltet sich der Zusammenbau recht einfach. Auch die recht flexiblen Schläuche machen einem vernünftigen Einbau keinen Strich durch die Rechnung. Dank der flexiblen Enden an der Pumpe lassen sich die Winkel je nach Bedarf anpassen. Kommen wir nun zum Praxistest bzw. der Temperatur und Lautstärkemessung.




