Die SATA3-Schnittstelle gilt schon seit geraumer Zeit als mehr oder weniger ausgereizt, weshalb die Hersteller versuchen so langsam immer mehr SSD PCIe Datenträger für den Mainstream-Markt herauszubringen. Nichts desto Trotz werden aber weiterhin auch neue SATA-SSDs vorgestellt. Nach über drei Jahren hat auch Samsung wieder ein Update vorbereitet, welches beide Serien, also Evo und Pro, betrifft. Welche Vorteile diese bieten und ob sich ein Wechsel lohnt, erörtern wir im folgenden Artikel anhand der Samsung 860 Evo 500GB und 860 Pro 512GB.
Bei der Namensgebung ist man sich also treu geblieben und ordnet die neuen SATA-SSDs wieder in die 800er Serie ein. Ebenfalls hat man die Unterscheidung in Evo und Pro Serie beibehalten. Somit wird erneut ein Modell für den Mainstream-Markt und eines für Prosumer angeboten. Die uns zur Verfügung gestellten Modelle entsprechen beide dem 2,5“ Format, aber auch als mSATA- und M.2 SATA Laufwerk sollen Datenträger der neuen 860 Evo Serie erhältlich sein.
Wie wir eingangs erwähnten, sind im allgemeinen keine bahnbrechenden Performance-Schübe bei Laufwerken für die SATA-Schnittstelle zu erwarten. Dies räumt Samsung auch zum Teil selber ein. Trotzdem spricht der Hersteller von einer verbesserten Leistung gegenüber der Vorgängergeneration. Vor allem sollen die neuen Laufwerke ihre Leistung aber ausdauernder halten können. Auch bei der Zuverlässigkeit hat man noch einmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Zudem spricht der Hersteller davon, dass die Kompatibilität verbessert werden konnte. In der Vergangenheit klagten Linux-Nutzer über Probleme mit den alten Datenträgern bzw. der Funktion „queued trim“, was nun durch den neuen MJX-Controller der Geschichte angehören soll.
Der Lieferumfang der beiden Laufwerke ist wie zuvor recht karg, zumindest in der Verpackung. Denn als Käufer einer Samsung SSD erhält man natürlich weiterhin den kostenlosen Zugriff auf Samsung Magician und Data Migration Software. Während ersteres für die Verwaltung des Laufwerks verwendet werden kann, liefert zweiteres die optimale Software-Lösung zum Umzug auf die neue Samsung SSD.
Technische Daten & Lieferumfang
Die Eigenschaften bzw. Spezifikationen der beiden Serien lesen sich ziemlich ähnlich, denn die beiden Serien Rücken technisch sehr nah aneinander. Denn sowohl Evo als auch Pro verwenden den neuen Samsung MJX-Controller und auch der LPDDR4 DRAM Cache ist bei äquivalenten Größen identisch ausgelegt. Bei der 860 Evo Serie kommt nun auch kein V-NAND mit TLC Technologie zum Einsatz. Beide Serien greifen auf Samsung V-NAND Speicher mit 64-Layern und MLC-Technologie zurück. Hier liegt aber wohl auch der größte bzw. auch der einzige Unterschied der Serien. Denn während die Evo SSDs 3-Bit-MLC (aka TLC) verwenden, kommt auf den Pro SSDs 2-Bit-MLC zum Einsatz.
Durch die Weiterentwicklung der Prozesse und dem hohen Vertrauen in die eigene Fertigung, konnte man die Zuverlässigkeit enorm steigern. Bei der Samsung 860 Evo 4TB gibt der Hersteller somit eine TBW (Total Bytes Written) von 2.400TB an. Dies top die Samsung 860 Pro mit 4.800TB TBW noch einmal deutlich. Insgesamt wurde die Zuverlässigkeit im Gegensatz zu den direkten Vorgängern damit auch um das bis zu Achtfache erhöht. Alle Daten der beiden Serien haben wir zu besseren Übersicht in Tabellenform zusammengefasst.
| Samsung 860 Evo & 860 Pro Lineup | ||||
| Serie | Samsung 860 Evo | Samsung 860 Pro | ||
| Kapazität | 250GB, 500GB, 1TB, 2TB, 4TB | 256GB, 512GB, 1TB, 2TB, 4TB | ||
| Schnittstelle | SATA 3.0 (6 Gbit/s) | |||
| Leistungsangaben | ||||
| Leseleistung | 550 MB/s | 560 MB/s | ||
| Schreibleistung | 520 MB/s | 530 MB/s | ||
| IOPS 4K lesen / schreiben | 98.000 / 90.000 | 100.000 / 90.000 | ||
| Total Bytes Written (TWB) | 150TB, 300TB, 600TB, 1.200TB, 2.400TB | 300TB, 600TB, 1.200TB, 2.400TB, 4.800TB | ||
| Spezifikationen | ||||
| NAND-Flash | Samsung V-NAND mit 3-Bit MLC | Samsung V-NAND mit 2-Bit MLC | ||
| Cache (LPDDR4) | 512MB, 512MB, 1GB, 2GB, 4GB | 512MB, 512MB, 1GB, 2GB, 4GB | ||
| Controller | Samsung MJX-Controller | |||
| Garantiezeit | 5 Jahre | |||
| Leistungsaufnahme | 2,2W, 2,5W, 3,0W, 3,0W, 3,0W | 2,0W, 2,0W, 2,2W, 2,2W, 2,2W | ||
Folgende Tabelle zeigt die UVP der einzelnen Datenträger und ihrerer Vorgänger. Anmerken muss man, dass die 860 EVO Formfaktorunabhängig identisch viel kostet. Als M.2 SATA Laufwerk ist allerdings bei 2TB und als mSATA Laufwerk bei 1TB schluss. Im Vergleich sieht man, dass die 860 Evo kaum teurer wurde bzw. bei den größeren Kapazitäten sogar günstiger angeboten wird. Gleiches gilt bei der 860 Pro. Auch hier sind die UVPs niedriger angesiedelt. Wie sich die Straßenpreise einpendeln bleibt anzuwarten. Mit den aktuellen Preisen kann man die UVP sicherlich nicht vergleichen, da sich die "alten" Serien im Abverkauf befinden.
| Preisvergleich der Serien | |||||
| Samsung Evo-Serie | 250GB | 500GB | 1TB | 2TB | 4TB |
| 850 Evo | 109€ | 189€ | 369€ | 749€ | 1.589€ |
| 860 Evo | 109,99€ | 189,99€ | 369,99€ | 729,99€ | 1.559,99€ |
| Samsung Pro-Serie | 256GB | 512GB | 1TB | 2TB | 4TB |
| 850 Pro | 149€ | 269€ | 529€ | 1.039€ | - |
| 860 Pro | 145,90€ | 259,90€ | 499,90€ | 989,90€ | - |
Detailansicht / PCB der SSD
Samsung 860 Evo 500GB
Auch wenn die SSDs von Samsung seit der 840-Serie optisch kaum noch zu unterscheiden sind, verdeutlicht das graue Quadrat direkt die Zugehörigkeit. Als Vertreter der 860 Evo-Serie für den Consumer-Markt betrachten wir folgend das 500GB Modell. Das Gehäuse wird weiterhin aus Aluminium gefertigt und schwarz beschichtet. Bei der Bestückung, aber auch der Software sowie Firmware greift man komplett auf eigene Entwicklungen zurück. Auch dieses Vertrauen in die eigenen Produkte führt dazu, dass Samsung die neuen Laufwerke mit einer so immensen Erhöhung der TBW versehen hat. Beim vorliegenden Modell ist diese mit 300TB angegeben und damit doppelt so hoch wie beim direkten Vorgänger. Insgesamt liegt man damit nun also noch weiter vor der Konkurrenz.
Natürlich liegt das aber auch an den Bauteilen selber. Öffnet man den Deckel, erblickt man zunächst nur einen der V-NAND-Chips. Dabei handelt es sich um 3D V-NAND mit 3-Bit MLC Technologie und 64 Layern, also mit der doppelten Packdichte als zuvor. Der zweite NAND-Chip befindet sich auf der Rückseite. Zu je 250GB liefern die zwei Chips in Summe also 500GB.
Weitere Bauteile sind in Form des neuen MJX-Controllers und des 512MB große LPDDR4 Caches vorzufinden, wie gesagt auch aus eigenem Hause. Lesend leistet die neue Generation damit nun 10MB/s mehr und kommt somit insgesamt auf 550MB/s lesend und weiterhin 520MB/s schreibend. Um diese hohe Leistung zu erzielen, wurde der TurboWrite durch den Intelligent TurboWrite, welchen man von der 960 Evo kennt, ersetzt. Beim vorliegenden 500GB Modell liegt dessen Default-Größe bei 4GB, kann aber bei auftretender Last auf bis zu 22GB erweitert werden. Sollte dies überschritten werden, greift die After TurboWrite Schreibrate, welche dann nur noch 300MB/s zur Folge hätte.
Samsung 860 Pro 512GB
Die Pro-Serie ist weiterhin am orangenen Quadrat erkennbar. Ansonsten kann man sie von der Evo nicht unterscheiden. Bei der 860 Pro Serie kommt natürlich ebenfalls die vertikale Integration zum Tragen. Heißt, auch hier werden ausschließlich Komponenten von Samsung verwendet. Wie erwähnt, kommt hier aber im Gegensatz zur Evo 3D V-NAND mit 2-Bit MLC Technologie zum Einsatz. Den Unterschied erkennt man dabei nicht nur an der Beschriftung, sondern auch an der Dicke. Denn die 2-Bit NANDs sind geringfügig dicker als die 3-Bit NANDs.
Ansonsten sind die beiden Platinen eigentlich nahezu identisch. Das Layout ist komplett gleich und auch die Besstückung ist fast gleich. Nur die NANDs und ein paar Widerstände unterscheiden sich. Ob dies bei den anderen Modellen ebenfalls zutrifft können wir nicht mit sicherheit sagen, sind uns aber relativ sicher, dass dies der Fall ist.
Nichts desto trotz soll sich die Entwicklung bei der 860 Pro-Serie in zwei Punkten positiv von der 860 Evo-Serie hervorheben. Zum einen soll die Leistung bei langer Schreiblast höher ausfallen und zum anderen konnte auch die Lebenserwartung noch einmal gesteigert werden. Diese fällt im Vergleich zur 860 Evo noch einmal doppelt so hoch aus. Auch bei der Alltagsleistung soll sie sie leicht hervorheben können, indem die Random-Read 4K Leistung erhöht wurde.
Da die Unterschiede der beiden Laufwerke eigentlich nur durch die Chips und die Firmware gegeben ist, waren wir sehr gespannt, wie die Unterschiede im Testparcours ausfallen werden.
Unser Datenträger Testsystem für die Messungen
Da wir dem Datenträgertestsystem eine Frischzellenkultur verpasst haben, kommt ein System mit AMD Ryzen zum Einsatz. Hier können nun auch die schnellen M.2 SSDs direkt von der CPU angeprochen werden. Die Basis bildet das ASUS Prime B350-Plus, welches in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Als CPU verwenden wir einen Ryzen 3 1300X, welcher auch auf die vollen Lanes der Ryzen-Technologie zurückgreifen kann und dank des hohen Boost-Taktes zu keinen Engpässen führen dürfte. Als Arbeitsspeicher kommen zwei Module von Corsair mit je 4GB und einer Geschwindigkeit von 2666MHz zum Einsatz. Für die Bildausgabe sorgt eine MSI GeForce GT 1030 2GH LP OC.
AMD Ryzen - Datenträger-Testsystem |
| |
| Prozessor: | AMD Ryzen 3 1300X | |
| Mainboard: | ASUS Prime B350-Plus | |
| Kühlung: | AMD Boxed | |
| RAM: | 2 x 4 GB Corsair Vengeance LPX DDR4 @ 2666 MHz | |
| Netzteil: | Cooler Master MasterWatt 450W | |
| Grafikkarte: | MSI GeForce GT 1030 2GH LP OC | |
| Betriebssystem: | Microsoft Windows 10 Pro (x64) | |
Benchmark: AS SSD
Kommen wir nun zu einem interessanten Test, der für die Durchführung zufällige Daten verwendet. Dadurch lässt sich die Leistung, die der Nutzer im Alltag erwarten kann, schon eher messen. Doch vorher ein kurzes Wort zum AS SSD Benchmark, der ausschließlich für die Bestimmung der Leistung von SSDs gedacht ist.
Neben der Messung von Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zufälliger Daten (nicht besonders gut komprimierbar) steht noch ein Kopier-Benchmark zur Verfügung, der drei Szenarien abbildet: ISO, Programm und Spiel. In jedem Fall werden die Dateien (ISO: 2 große Dateien; Programm: viele kleine und wenige große Dateien; Spiel: viele große und wenige kleine Dateien) gleichzeitig auf der SSD geschrieben und gelesen. Als letztes Werkzeug steht ein Kompressions-Benchmark zur Verfügung. Dieser verdeutlicht anschaulich wie hoch die Lese- und Schreibraten sind, wenn die Daten schlecht komprimierbar (X-Achse: 0%) bis sehr gut komprimierbar (X-Achse: 100%) sind. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.
Sequentielles Lesen / Schreiben

Sequentielles 4K-Lesen / Schreiben


Sequentielles 4K-64 Thrd Lesen / Schreiben


Kopier-Benchmark
Benchmark: Crystal Disk Mark
Ergänzend zum AS-SSD Benchmark setzen wir den Benchmark Crystal Disk Mark ein. Mit Crystal Disk Mark kann jede Art von Datenspeicher getestet werde. Nach Belieben kann man dabei zwischen gut komprimierbaren Daten und zufälligen Daten wählen. Ein Unterschied zum AS-SSD Benchmark ist die wählbare Größe der Testdatei, wodurch man beispielsweise wunderbar unterschiedliche Größen bei USB Speicher Sticks bedienen kann. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.
sequentielles Lesen / Schreiben

sequentielles Lesen / Schreiben 4K

sequentielles Lesen / Schreiben 4K-32

Benchmark: PCMark 8 Storage
Wer kennt ihn nicht – den PCMark 8 von Futuremark. Mit ihm lassen sich praxisnahe Benchmarks durchführen, wobei die Ergebnisse weltweit auf der Webseite von Futuremark mit anderen Systemen verglichen werden können. Für unsere Messungen verwenden wir nur einen Teil der zur Verfügung stehenden Optionen, und zwar den Bereich system storage suite.
Benchmark: IOmeter mixed workload
Wir sind der Überzeugung, dass es zukünftig nur noch schwer möglich sein wird die Leistung von SSDs anhand einfacher Benchmarks wie AS SSD, ATTO oder Crystal Disk Mark ermitteln zu können. Viel zu komplex sind die Arbeitsweisen moderner Halbleiterlaufwerke geworden, sodass die Ergebnisse mit zuvor genannten Benchmark-Programmen zwar einen grundlegenden Vergleich verschiedener Modelle zulassen, jedoch wenig Aussagekraft bezüglich Langzeitnutzung und Arbeitsleistung im Alltag bieten.
In unseren Tests wollen wir jedoch genau diese Eigenschaften möglichst detailliert untersuchen, was uns zu einem weiteren Benchmark mittels Iometer auffordert. Dabei wollen wir den sogenannten „mixed workload“ betrachten. Darunter versteht man die erbrachte Leistung einer SSD bei der Belastung mit unterschiedlichen Verhältnissen von Lese- und Schreibzugriffen im selben Moment.
Je nach Art des Einsatzes variiert das Verhältnis von Lese- und Schreiblast auf eine SSD, was hiermit nachgestellt wird. Ein normaler workload während des Surfens im Internet könnte bei 65%/35% (Lesen/Schreiben) liegen, wobei ein Action-Shooter eher in Richtung 95%/5% (Lesen/Schreiben) geht. Kopiert man eine Datei, wobei die Quelle und das Ziel auf demselben Laufwerk liegen, entspricht dies einer 50%/50% Belastung, denn dieselbe Datenmenge, welche geschrieben werden muss, wird zuvor gelesen.
Die Messung wird in mehreren Schritten durchgeführt, wobei mit einer 100%igen Leseleistung ohne Schreibleistung begonnen wird. Die darauf folgenden Schritte stehen dann im Verhältnis von 95% zu 5%, 65% zu 35%, 50% zu 50%, 35% zu 65% und 5% zu 95%, bis der abschließende Schritt mit 0% Leseleistung zu 100% Schreibleistung erreicht wurde. In Iometer werden vier Worker angelegt, die gleichzeitig auf die SSD zugreifen. Die Summe der Leistung aller Worker ergibt das dargestellte Ergebnis in unserem Graphen.
Die Leistung einer SSD kann schlussendlich als gut bezeichnet werden, wenn das Verhältnis zwischen Lesen und Schreiben, das dem selbst definierten Einsatz entspricht, möglichst hoch ist. Dafür muss sich der Nutzer aber im Vorfeld darüber im Klaren sein, wie dieser Einsatz aussieht. Die ideale SSD, die jedem Bedürfnis gerecht werden könnte, würde demnach von Anfang bis Ende eine gleichbleibende Gerade bilden, was aus technischer und ökonomischer Sicht (Kunden und Hersteller) jedoch nicht vorkommen wird.


Fazit
Auch wenn es zu Anfang hieß, dass die SATA Schnittstelle ausgereizt sei, so konnten wir dennoch einen Leistungszuwachs attestieren. In allen Disziplinen fällt dieser aber mehr oder weniger sehr gering aus. Einen spürbaren Unterschied dürfte man im Alltag also nicht erwarten, zumindest dann nicht, wenn man eine Samsung SSD der letzten Generation sein Eigen nennt. Kommen wir nun aber zur Einzelbetrachtung.
Der Samsung 860 Evo hat die Veränderung der Komponenten sehr gut getan. Mit der verwendeten Konfiguration überflügelt sie nicht nur ihren direkten Vorgänger, sondern steht in direkter Konkurrenz zur 850 Pro. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da sich die Zusammenstellung der 860 Evo wie eine Evolution der 850 Pro liest. Aber auch in Hinblick auf die 860 Pro muss sie sich nicht verstecken. Unterschiede zu dieser sind bei gleicher Kapazität nur bei den NAND Chips vorzufinden. Dementsprechend durchplfügen die beiden Serien unseren Testparcours auch beinahe im Gleichflug.
Insgesamt erhält man mit der Samsung 860 Evo also eine SATA SSD, welche aktuell kaum durch ein anderes SATA-Laufwerk überholt werden kann. Dabei geht sie so schnell zu Werke, dass für den normalen PC-Gebrauch vom Griff zur 860 Pro eigentlich abgeraten werden kann. Denn auch was die Zuverlässigkeit angeht, ist man hier nun sehr stark aufgestellt. Der Konkurrenz macht man es mit der 860 Evo als Mainstream-Datenträger auf jeden Fall extrem schwer. Auch der Preis lässt sie sehr stark da stehen. Denn als mehr oder weniger 850 Pro Ablösung ist sie wesentlich günstiger als diese. im Vergleich zum direkten Vorgänger wurde der Preis auch etwas nach unten angepasst.
Samsung 860 Evo 500GB | ||
| Datenträger Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
| Pro | Contra | |
+ Preis/Leistung erscheint sehr gut | - | |
![]()
Nach so viel Lobhudelei fragt man sich, was die Samsung 860 Pro nun noch besser kann. in den meisten Fällen liegt ihre Leistung schreibend und lesend geringfügig höher. Doch dies ist nicht der Entscheidende Unterschied zur 860 Evo. Denn die Zauberworte sind hier Bigdata und Dauerlast. Gesetzt dem Fall, dass die beiden von uns getesteten Laufwerke mit ~500GB eine Datei von mehr als 22GB schreiben sollen, würde die 860 Evo nur noch mit ~300MB/s zu Werke gehen, während die 860 Pro munter ihre Performance beibehält. Bei der Dauerlast verhält es sich ähnlich. Denn hier war die 850 Pro bereits stark vertreten. Die 860 Pro ist hier aber noch einmal um ca. 25% schneller. Dass die Alltagsleistung im Vergleich zur der 860 Evo nahezu identisch ausfällt, ist dem nahezu identischen Aufbau der Laufwerke geschuldet. Lediglich der V-NAND und die Firmware können hier den entschiedenden Unterschied ausmachen.
Wie man also sieht, besitzt die 860 Pro schon Vorteile gegenüber der 860 Evo, jedoch zeigen diese sich eher nicht im Alltag. Für Prosumer hat Samsung jedoch wieder ein neues Flaggschiff mit SATA-Schnittstelle geschaffen. Die Unterschiede zum Vorgänger sind zwar auch nicht enorm, aber wie nur immer wieder betonen können, ist dies bei SATA auch nicht mehr zu erwarten. Jedoch kann die erneut erhöhte TBW der SSDs vollends überzeugen. Denn somit ist die 860 Pro nicht nur schnell, sondern auch sicher zugleich. Schade ist aber, dass Samsung die Garantiezeit von 10 auf 5 Jahre reduziert hat. Ob einem die 70€ Aufpreis zur 860 Evo jedoch lohnenswert sind, sollte man sich genau überlegen.
Samsung 860 Pro 512GB | ||
| Datenträger Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
| Pro | Contra | |
+ sehr schnell in allen Disziplinen | - Aufpreis zur 860 Evo nur | |
![]()
Lesezeichen - Weitere interessante Testberichte:
▪ Test: OCZ Vector 180 (240GB)
▪ Test: Kingston HyperX Predator M.2 PCIE SSD
▪ Test: Crucial BX100 (250 - 500GB - 1TB)
▪ Test: Samsung 850 Pro (256GB)
▪ Test: OCZ Vertex 460 (240GB)
▪ Test: OCZ Vector 150 (240GB)
▪ Test: Kingston HyperX Fury (240GB)
▪ Test: SanDisk Extreme Pro (480GB)

