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Test: OCZ Vector 180 - 240GB

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Geschrieben von Marcel Büttner
Veröffentlicht: 11. Juni 2015

OCZ Vector 180 newsMit der Vector 180 läutet OCZ nun mehr die dritte Generation der Enthusiasten-SSD-Reihe ein. Mit gesunden und sinnvollen Weiterentwicklungen will die SSD überzeugen. Zum einen wäre die Kapazitätserhöhung bzw. verfügbaren 960GB Ausführungen, sowie weitere „Daten-schützende“ Features. Mit dem Shield-Plus genannten Garantie-Service will der Hersteller einen Dienst anbieten, den bisher so niemand im Angebot hatte. Auch was sich im Performance-Bereich getan hat wird tiefgehend untersucht. Die vollständige Auflösung liefert wie immer der nachfolgende Testbericht.

Seit der Übernahme von Toshiba eröffneten sich neue Wege für den Hersteller. So ist man nun nicht mehr darauf angewiesen Komponenten für die eigenen SSD zukaufen zu müssen, sondern kann alles aus der „eigenen Fabrik“ verwenden. Das Ergebnis daraus sind einige Produkte, zu denen unter anderem der Consumer-Ableger ARC 100 und Vertex 460 zählen. Für AMD bzw. als AMD-gekennzeichnete SSD steht auch die Radeon R7 SSD im Verkaufsregal. Die Positionierung der neuen Vector 180 ist daher klar, denn sie soll die hauseigene Vector 150 als bisheriges Top-Modell beerben.

OCZ Vector 180 opener

Ein weiteres Schmankerl hält mit der Vector 180 Einzug im Consumer-Bereich. Das von OCZ getaufte Shield-Plus Programm ist ein Garantie-Austausch-Service, bei dem der Anwender sich direkt an OCZ wenden kann / soll und mit lediglich der Serien-Nummer eine neue SSD zugeschickt bekommt (innerhalb der 5 Jahre Garantiezeitraum). Nach Erhalt kann die alte / defekte für den Kunden kostenfrei zurückgesandt werden. So sollen lange Warte- und Ausfallzeiten des Systems vermieden werden.

 

Technische Daten & Lieferumfang

Beim genauen Blick auf das Datenblatt fällt die Innovations- und Neuheiten-Flut doch eher gering aus. Der verwendete Controller kommt auch schon bei etlichen Modellen aus dem Vorjahr zum Einsatz (ARC 100, Vertex 460, Radeon R7 SSD). Hinsichtlich der vermeintlichen Laufwerks-Endurance hat OCZ nur marginal zugelegt und beziffert die Vertex 180 jetzt mit einem TBW-Wert von 91,3 TB. Zum Vergleich: Die Performance-Konkurrenz gibt 150 TB bei der Samsung 850 Pro an. Alle weiteren Entry-Level-Modelle (BX100 oder MX100) liegen meist unter diesem Wert. Wirklich neu bei der Vector 180 ist der Stromausfallschutz Power Failure Management Plus (PFM+), welcher beim plötzlichen Stromverlust dafür sorgen soll, dass die Daten auf dem Laufwerk nicht verloren gehen. Eine Hardware-Verschlüsselung mit AES 256 Bit zählt ebenfalls zum Repertoire.

OCZ Vector 180 1 OCZ Vector 180 2 OCZ Vector 180 3

Nett zu sehen ist der Umstand, dass OCZ als einer der wenigen Hersteller überhaupt noch einen wirklich nennbaren Lieferumfang dem Kunden mitgibt. Neben der 3,5 Zoll Laufwerkshalterung samt Schrauben, befindet sich im Karton noch ein Gutschein / Serienschlüssel für Acronis True Image HD – eigentlicher Kostenpunkt circa 30 EUR.

 

OCZ Vector 180
   120 GB  240 GB  480 GB  960 GB
Modellbezeichnung  VTR180-25SAT3-120G  VTR180-25SAT3-240G  VTR180-25SAT3-480G  VTR180-25SAT3-960G
Schnittstelle  SATA 3.0 (6 Gbit/s)
 SATA 3.0 (6 Gbit/s)  SATA 3.0 (6 Gbit/s)   SATA 3.0 (6 Gbit/s)
Leistungsangaben
Leseleistung  550 MB/s  550 MB/s  555 MB/s  555 MB/s
Schreibleistung  450 MB/s  530 MB/s  530 MB/s  530 MB/s
IOPS 4K lesen / schreiben  85.000 / 90.000  95.000 / 90.000  100.000 / 95.000  100.000 / 95.000
Total Bytes Written (TWB)  91,25 TB  91,25 TB  91,25 TB  91,25 TB
Spezifikationen
NAND-Flash  Toshiba A19 MLC
 Toshiba A19 MLC
 Toshiba A19 MLC
 Toshiba A19 MLC
Cache
 512MB  512MB  1GB  1GB
Controller  Indilinx Barefoot 3
 Indilinx Barefoot 3  Indilinx Barefoot 3  Indilinx Barefoot 3
Garantiezeit
 5 Jahre  5 Jahre  5 Jahre  5 Jahre
Leistungsaufnahme  3,7W  (Betrieb)
 0,85W (Leerlauf)
 3,7W  (Betrieb)
 0,85W (Leerlauf)
 3,7W  (Betrieb)
 0,85W (Leerlauf)
 3,7W  (Betrieb)
 0,85W (Leerlauf)
Abmessungen und Gewicht
Breite x Höhe x Länge (mm)  99,7 x 69,7 x 7mm
 99,7 x 69,7 x 7mm  99,7 x 69,7 x 7mm  99,7 x 69,7 x 7mm
Gewicht  115g  115g  115g  115g

 

Wo sich die OCZ Vector 180 momentan preislich und auch leistungstechnisch platziert, verrät unsere Übersichtstabelle. Neu an dieser Stelle ist auch die von OCZ genannte SSD-Guru-Software, mit der man seine SSD überwachen und ggf. auch updaten kann / soll. Die Toolbox steht zum Download bereit.

 

SSD`s in der Übersicht - Preise gelten für 240GB Modelle
Bezeichnung Crucial MX 100
Crucial BX100 Samsung 850 EVO Crucial MX 200 SanDisk Extreme Pro OCZ Vector 180 Samsung 850 Pro
Schnittstelle SATA 3.0 6G SATA 3.0 6G SATA 3.0 6G
SATA 3.0 6G SATA 3.0 6G SATA 3.0 6G SATA 3.0 6G
Kapazitäten 128/256/512 120/250/500/1TB 128/240/480/1TB 250/500/1TB 240/480/960
128/240/480/1TB 128/240/480/1TB
Preis
95,00 € 85,00 €  103,00 € 97,00 € 125,00 €
135,00 € 140,00 €
Leistungsangaben
Leseleistung 550 MB/s 535 MB/s 540 MB/s 555 MB/s 550 MB/s 550 MB/s 550 MB/s
Schreibleistung 500 MB/s 450 MB/s  520 MB/s 500 MB/s 515 MB/s  530 MB/s 520 MB/s
IOPS4K (R/W)
90k/85k 90k/70k 98k/90k 100/87k 100/90k 95k/90k 100k/90k
TWB 72 TB 72 TB  150 TB 160 TB 80 TB 91,3 TB 150 TB
Spezifikationen
NAND-Flash Micron 16nm MLC ONFI Micron 16nm MLC ONFI 3D V-NAND 3-Bit MLC  Micron 16nm MLC ONFI SanDisk 19nm (MLC) 2. Gen.  19nm MLC (Toshiba) 3D V-NAND MLC Toggle
Cache
Micron LP DDR2 512 MB n.a. Samsung LP DDR2 512 MB  n.a. Micron 2x256MB (DDR3-1600 n.a. Samsung LP 512 MB (DDR2)
Controller Marvell 88SS9189-BLD2 Silicon Motion SM2246EN Samsung MGX Marvell 88SS9189 Marvel 88SS9187 Barefoot 3 M00 Samsung MEX (400MHz)
Garantiezeit
3 Jahre 3 Jahre  5 Jahre
3 Jahre 10 Jahre 5 Jahre +
Shield Plus
10 Jahre
Verbrauch
usage / idle
3,7 W / 0,1 W 
n.a 3,3 W / 0,4 W
n.a 3,5 W / 0,15 W 3,7 W / 0,85 W
3,3 W / 0,4 W

 


 

Detailansicht

OCZ-SSDs sind bei uns in der Redaktion seit je her bekannt als Verarbeitungs-Monster – im positiven Sinne. Die Form an Wertigkeit vermittelt selten ein Gehäuse bzw. Laufwerk. Wie auch bei den Vector-Modellen (Ur-Vector, Vector 150), findet sich auch beim aktuellen Ableger wieder ein massives Aluminum-Cover vor. Die Oberseite steht klar im neuen Design und Farbgebung von OCZ.

OCZ Vector 180 4

Die gesamte SSD bringt exakt 115 Gramm auf die Waage, was das Resultat der aus unserer Sicht guten Materialwahl ist. Gerne dürfen sich andere Hersteller ein Beispiel daran nehmen. Auf der Rückseite finden sich ebenfalls alle Informationen sowie die Seriennummer der SSD wieder.

OCZ Vector 180 5 OCZ Vector 180 6 OCZ Vector 180 3 OCZ Vector 180 3

Für Verschraubungen im Gehäuse oder des mitgelieferten 3,5 Zoll Adapter, stehen der SSD zwei Montagemöglichkeiten offen. Einmal auf der Unterseite des Chassis, sowie jeweils an den Seiten. So kann das Laufwerk aufgerichtet verschraubt werden.


PCB der OCZ Vector 180 im Detail

OCZ Vector 180 13

Wie bereits angesprochen, verspricht der Hersteller unter der Haube nicht allzu viel Neues. Der Controller, der Indilinx Barefoot 3 (M00) entspringt dem eigenen Hause und taktet mit 397 MHz. Die Revision M10 (ARC 100 und Vertex 460) läuft mit 352 MHz. Bei den Leistungsdaten gibt OCZ für das 240 GB Modell 550 MB/s (Lesen) und 530 MB/s (Schreiben) an. Die IOPS werden mit 95.000 (Lesen) und 90.000 (Schreiben) bei 4K-Zyklen betitelt. Die tägliche Schreibleistung liegt bei circa 50GB, was in der Summe bei einem TWB-Wert von 91,25 TB mündet.

OCZ Vector 180 9 OCZ Vector 180 6 OCZ Vector 180 3 OCZ Vector 180 3

Der verbaute NAND-Speicher (A19 MLC) stammt von Toshiba und wird wie gewohnt im 19nm-Verfahren produziert. Als Cache verwendet OCZ bei der 120 und 240GB Version 512MB, bei den beiden größeren 480 und 960GB kommen 1GB Cache-RAM zum Einsatz. Der Stromverbrauch wird mit einer Betriebsleistung von 3,7W angegeben, was im Vergleich zur Konkurrenz, als sehr hoch erscheint.

 


 

Unser Datenträger Testsystem für die Messungen

Auf der Basis eines aktuellen Testsystems mit möglichst hohem Praxisbezug stellen wir die Messergebnisse der OCZ Vector 180 - 240 GB vor. Wir verwenden dabei bewusst das Ende Oktober 2012 erschienene Microsoft Windows 8 mit Update auf 8.1 als Betriebssystem, da es zukünftig auf den meisten PC-Systemen zum Einsatz kommen wird. Die ausführliche Konfiguration kann im Artikel zum Datenträger Testsystem nachgelesen werden.

 

 

Intel Z77-Datenträger-Testsystem

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Prozessor:
Intel Core i7-3770K (Retail)
Mainboard: Gigabyte Z77MX-D3H
Kühlung: EKL-Stock Kühler
SSD: Crucial MX200 (1TB)
RAM:
2 x 4 GB Kingston HyperX (KHX1600C9D3/4G) @ 1600 MHz
Netzteil: beQuiet Pure Power L8-CM 430W
Grafikkarte:
Intel HD Graphics 4000 (onboard)
Betriebssystem: Microsoft Windows 8.1 Pro x64
 

 

OCZ SSD Guru Software

Um die maximal mögliche Leistung abrufen zu können, wurde die SSD wie gewohnt mit dem entsprechenden SATA-Kabel an den SATA3 6G Port des Mainboards angeschlossen. Von der Performance-Blase Rapid-Mode distanzieren wir uns. Durchsatzraten von bis zu 1,3 Gbit klingen sehr toll, beweisen sich in der Praxis aber zumeist als Papiertiger und Fehlerquelle.

SSD Guru 1 SSD Guru 1 SSD Guru 1

Die OCZ SSD Guru Software bietet erstmals einen massiven Funktionsumfang, welchen die Toolbox zuvor nicht anbieten konnte. Die vollen Bandbreite an Informationen können abgerufen oder gar Firmware-Updates durchgeführt werden. Es ist eine eigenständige Software, die nicht wie die Crucial Storage Executive, web-basiert arbeitet.

SSD Guru 1 SSD Guru 1 SSD Guru 1

Der Umgang und das Empfinden können als sehr angenehm eingestuft werden. Der Informationsgehalt der Toolbox ist auch dank der integrierten „SMART-Funktionen“ sehr hoch. Neben Temperatur, Firmware-Version oder TBW-Wert, kann der so genannte PSID-Revert ausgelöst werden – die Verschlüsselung der SSD. Alles in Allem eine sehr gelungene und dem ersten Vernehmen nach, stabil laufende Software.

 


 

Benchmark: AS SSD

Kommen wir nun zu einem interessanten Test, der für die Durchführung zufällige Daten verwendet. Dadurch lässt sich die Leistung, die der Nutzer im Alltag erwarten kann, schon eher messen. Doch vorher ein kurzes Wort zum AS SSD Benchmark, der ausschließlich für die Bestimmung der Leistung von SSDs gedacht ist.

Neben der Messung von Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zufälliger Daten (nicht besonders gut komprimierbar) steht noch ein Kopier-Benchmark zur Verfügung, der drei Szenarien abbildet: ISO, Programm und Spiel. In jedem Fall werden die Dateien (ISO: 2 große Dateien; Programm: viele kleine und wenige große Dateien; Spiel: viele große und wenige kleine Dateien) gleichzeitig auf der SSD geschrieben und gelesen. Als letztes Werkzeug steht ein Kompressions-Benchmark zur Verfügung. Dieser verdeutlicht anschaulich wie hoch die Lese- und Schreibraten sind, wenn die Daten schlecht komprimierbar (X-Achse: 0%) bis sehr gut komprimierbar (X-Achse: 100%) sind. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.

 

sequentielles Lesen / Schreiben

AS SSD seq Lesen AS SSD seq Schreiben

 

sequentielles 4K-Lesen / Schreiben

AS SSD seq Lesen 4K AS SSD seq Schreiben 4K

 

sequentielles 4K-64 Thrd Lesen / Schreiben

AS SSD seq Lesen 4K 64 AS SSD seq Schreiben 4K 64

 

Kopier-Benchmark

AS SSD kopieren

 


 

Benchmark: Crystal Disk Mark

Ergänzend zum AS-SSD Benchmark setzen wir den Benchmark Crystal Disk Mark ein. Mit Crystal Disk Mark kann jede Art von Datenspeicher getestet werde. Nach Belieben kann man dabei zwischen gut komprimierbaren Daten und zufälligen Daten wählen. Ein Unterschied zum AS-SSD Benchmark ist die wählbare Größe der Testdatei, wodurch man beispielsweise wunderbar unterschiedliche Größen bei USB Speicher Sticks bedienen kann. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.

 

sequentielles Lesen / Schreiben

Crystal Disk seq Lesen CrystalDisk Lesen

 

sequentielles Lesen / Schreiben 4K

Crystal Disk seq Lesen 4K Crystal Disk seq Schreiben 4K

 

sequentielles Lesen / Schreiben 4K-32

Crystal Disk seq Lesen 4K 32 Crystal Disk seq Lesen 4K 32

 


 

Benchmark: PCMark 7 Advanced Edition

Wer kennt ihn nicht – den PCMark 7 von Futuremark. Mit ihm lassen sich praxisnahe Benchmarks durchführen, wobei die Ergebnisse weltweit auf der Webseite von Futuremark mit anderen Systemen verglichen werden können. Für unsere Messungen verwenden wir nur einen Teil der zur Verfügung stehenden Optionen, und zwar den Bereich system storage suite. Weitere Infos zu diesem Benchmark kann man auf unserer Datenträger Testsystem Seite nachlesen.

PC Mark 7

 


 

Benchmark: IOmeter mixed workload

Wir sind der Überzeugung, dass es zukünftig nur noch schwer möglich sein wird die Leistung von SSDs anhand einfacher Benchmarks wie AS SSD, ATTO oder Crystal Disk Mark ermitteln zu können. Viel zu komplex sind die Arbeitsweisen moderner Halbleiterlaufwerke geworden, sodass die Ergebnisse mit zuvor genannten Benchmark-Programmen zwar einen grundlegenden Vergleich verschiedener Modelle zulassen, jedoch wenig Aussagekraft bezüglich Langzeitnutzung und Arbeitsleistung im Alltag bieten.

In unseren Tests wollen wir jedoch genau diese Eigenschaften möglichst detailliert untersuchen, was uns zu einem weiteren Benchmark mittels Iometer auffordert. Dabei wollen wir den sogenannten „mixed workload“ betrachten. Darunter versteht man die erbrachte Leistung einer SSD bei der Belastung mit unterschiedlichen Verhältnissen von Lese- und Schreibzugriffen im selben Moment.

Je nach Art des Einsatzes variiert das Verhältnis von Lese- und Schreiblast auf eine SSD, was hiermit nachgestellt wird. Ein normaler workload während des Surfens im Internet könnte bei 65%/35% (Lesen/Schreiben) liegen, wobei ein Action-Shooter eher in Richtung 95%/5% (Lesen/Schreiben) geht. Kopiert man eine Datei, wobei die Quelle und das Ziel auf demselben Laufwerk liegen, entspricht dies einer 50%/50% Belastung, denn dieselbe Datenmenge, welche geschrieben werden muss, wird zuvor gelesen.

Die Messung wird in mehreren Schritten durchgeführt, wobei mit einer 100%igen Leseleistung ohne Schreibleistung begonnen wird. Die darauf folgenden Schritte stehen dann im Verhältnis von 95% zu 5%, 65% zu 35%, 50% zu 50%, 35% zu 65% und 5% zu 95%, bis der abschließende Schritt mit 0% Leseleistung zu 100% Schreibleistung erreicht wurde. In Iometer werden vier Worker angelegt, die gleichzeitig auf die SSD zugreifen. Die Summe der Leistung aller Worker ergibt das dargestellte Ergebnis in unserem Graphen.

Die Leistung einer SSD kann schlussendlich als gut bezeichnet werden, wenn das Verhältnis zwischen Lesen und Schreiben, das dem selbst definierten Einsatz entspricht, möglichst hoch ist. Dafür muss sich der Nutzer aber im Vorfeld darüber im Klaren sein, wie dieser Einsatz aussieht. Die ideale SSD, die jedem Bedürfnis gerecht werden könnte, würde demnach von Anfang bis Ende eine gleichbleibende Gerade bilden, was aus technischer und ökonomischer Sicht (Kunden und Hersteller) jedoch nicht vorkommen wird.

Mixed Workload I O

Mixed Workload MB

 


 

Fazit

OCZ schlägt mit der Vector 180, eine aus Kundensicht, sehr gute Richtung ein. Mit der erstmals zum Einsatz kommenden Shield-Plus „Garantie“ hat der Anwender 5 Jahre (Garantizeitraum) die Möglichkeit, sein Laufwerk im Falle eines (vermutlich) anstehenden Defekts schon vorab allein über die Seriennummer bei Hersteller austauschen zu lassen. So geht Kundenservice! Auch unter den Performance-Aspekten bewegt die SSD sich gut. Im Detail betrachtet müssen marginale Einbußen, im Vergleich zum Vorgänger, der Vector 150, hingenommen und verschmerzt werden. In der Summe bewegt sich die Lese- und Schreibleistung im bekannten Produktfeld derer SSDs, die bereits mit dem Barefoot 3 Controller ausgestattet sind.

Kommen wir nochmal auf das Laufwerk allgemein – Das Gesamtprodukt ist sehr überzeugend gestaltet. Begonnen mit der sehr hohen Verarbeitungsqualität, über den vorhandenen Lieferumfang (2,5 auf 3,5 Zoll Adapter, Acronis True Image HD Lizenz-Key) bis hin zur vermeintlich exzellenten Garantieabwicklung, gibt der Hersteller dem Kunden ein großes Stück an Sicherheit mit an die Hand. Apropos Sicherheit, mit dem Stromausfallschutz Power Failure Management Plus (PFM+) sind die Daten nun auch erstmals vor plötzlichen Stromverlust gewappnet. Eine Hardware-Verschlüsselung mit AES 256 Bit sorgt für weitere Datensicherheit.

In Summe hat OCZ ein wirklich sehr, sehr solides Produkt geschaffen, welches sich über synthetische Benchmarks profilieren, sondern als Gesamtpaket gesehen werden will. Preislich liegt die getestete SSD mit knapp 135 EUR Straßenpreis unter der Samsung 850 Pro, muss aber im Performance-Vergleich knapp dahinter einordnen. Unter dem Strich können wir der OCZ Vector 180 eine Alternativ-Empfehlung aussprechen. Erhältlich ist die SSD u.a. bei Amazon.

 

OCZ Vector 180 - 240GB
Sehr gutes SSD-Gesamtpaket mit mehr als überzeugeder Garantie-Abwicklung, 11.06.2015

 Datenträger Testberichte Hersteller-Homepage  Bei Amazon kaufenhttps://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
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+ sehr gute Schreib-Performance
+ gute bis sehr gute Lese-Leistung
+ Hardware-Verschlüsselung
+ Acronis True Image HD Lizenz
+ sehr gute und informative Software-Toolbox
+ erstklassiges Service-Angebot (Shield Plus)
+ Adapter 2,5 auf 3,5 Zoll im Lieferumfang
+ sehr hochwertiges Gehäuse / Verarbeitung

- "Schwache" Lese-Leistung bei kleinen Blöcken







 

redaktionsempfehlung 

 

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