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Test: Samsung Portable SSD T1

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Geschrieben von Marcel Büttner
Veröffentlicht: 05. Mai 2015

Samsung Portable SSD T1 newsGroße USB-Sticks, also gemessen an der Kapazität, werden immer erschwinglicher und nachhaltiger im Gebrauch. Immer mehr Features halten Einzug. Geht es dann beim Anspruch des Kunden richtig ins Eingemachte, verzagen viele Anbieter mit ihren Produkten. Genau an dieser Stelle möchte Samsung mit der neuen Portable SSD T1 ansetzten. Im Grunde genommen steckt unter der Haube eine 850 EVO im mSATA-Format, welche aber noch ein paar Features extra spendiert bekommen hat.

Die Schrumpfkur des kleinen USB-3.0-Datenträgers lässt sich Samsung einmal mehr gebührend bezahlen. Das 1 TB große Modell geht aktuell für circa 470 EUR über den virtuellen Ladentisch, was knapp unter dem Preis einer Desktop 850 Pro liegt. Wie bereits angesprochen, befindet sich in dem 7 x 5 x 0,9 Zentimeter „großen“ Gehäuse eigentlich eine Samsung 850 Evo im mSATA-Format. Mittels eines Zusatz-Chips, kann diese SSD auf eine AES-Datenverschlüsselung mit 256 Bit zurückgreifen.

Samsung Portable SSD T1 opener

Technische Daten

Geliefert wird das kleine aber feine Stück Technik in einem ebenso filigranen Karton, welcher im Grunde genommen keinen nennbaren Lieferumfang zu bieten hat. Einzig ein kleines Booklet und das USB-3.0-Anschlusskabel mit Micro-B-Stecker befinden sich mit dabei.

Samsung SSD T1 1 Samsung SSD T1 2 Samsung SSD T1 3

Das Chassis selbst ist recht leicht und stellt keinen großen Gewichtspunkt in der Hosen- oder Jackentasche dar. Das Design ist sauber und im Ansatz sogar leicht ergonomisch gestaltet worden. Das kurze USB-3.0-Anschlusskabel kommt mit Flachbandkabel, wirkt hochwertig verarbeitet und stört auf Grund der Kürze auch nicht wenn man die SSD mal am Notebook angeschlossen hat.

Samsung SSD T1 4 Samsung SSD T1 5 Samsung SSD T1 8

Aber nochmal zurück zu den technischen Keyfacts: Auf Grund von ersten Bildern weiß man definitiv, dass unter der Haube eine 850 Evo im mSATA Format mit Zusatz-Karte für die Verschlüsselung verbaut ist. Als Primärcontroller setzt man (bei der 500GB-Version) auf den bewährten MGX-Controller. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass Samsung einmal mehr auf den V-NAND der zweiten Generation gesetzt hat. Dieser kommt mit 32 Lagen mit 3 Bit pro Speicherzelle daher, genau wie bei der 850 Evo. Andere Angaben wie TWB-Werte lassen sich leider nicht in Erfahrung bringen, da sich Samsung dazu ausschweigt.

 

 Samsung Portable SSD T1
  250 GB 500 GB 1 TB
Modellbezeichnung MU-PS250B  MU-PS500B  MU-PS1T0B
Schnittstelle  USB 3.0 (USAP)
NAND-Typ 3D V-NAND (TLC mit 3 Bit/Zelle)
Controller Samsung MGX (500 GB)
Verschlüsselung  AES 256 Bit Datenverschlüsselung
Features  NCQ, TRIM, SMART
Total Bytes Written (TWB) n.a.
Garantiezeit
 3 Jahre Garantie
Abmessungen und Gewicht
Breite x Höhe x Länge (mm)  27 x 9,5 x 78,5
Gewicht
 < 30 g
Abmessungen  71 × 9,2 × 53,2 mm

 


 

Ersteinrichtung - Windows 8.1

Beim ersten Einstecken der SSD am USB-Port ploppt sofort die 128 MB große Einrichtigungspartition auf, welche sofort in die Installation der Verschlüsselungs-Software leitet. Auf die „Kernpatition“ mit den restlichen 456 GB kann erst nach der Einrichtung zugegriffen werden. Ähnliches Verhalten zeigte sich auch bei der WD Black².

T1 config 1 T1 config 1

Die optisch ansprechend gestaltete GUI ist einfach zu bedienen und leicht verständlich in der Einrichtung. Die wenigen Schaltflächen geben keinen Anlass zu Unklarheiten. Im Zusammenspiel mit dem von uns verwendeten Windows 8.1 x64 kam es zu keinerlei Ungereimtheiten während des Betriebes.

T1 config 3 T1 config 4

T1 config 5 T1 config 6

T1 config 7

Das von der Software verlangte Kennwort ist unumgänglich. Beim Verlust dieses, kann kein Zugriff die auf der SSD gespeicherten Daten mehr erfolgen und eine Formatierung wird notwendig.

 

Betrieb

Interessierte Käufer mit etwas betagteren Systemen sollten an dieser Stelle genau lesen. Das die T1 eine USB-3.0-Schnittstelle voraussetzt um die hohen Schreib- und Leseraten zu erreichen sollte klar sein. Dies erfolgt aber auch nur unter bestimmten Bedingungen: Die maximalen Transferraten werden laut Hersteller nur in Verbindung mit dem so genannten USAP (USB Attached SCSI Protocoll) erzielt. Dieses Übertragungsprotokoll sorgt insbesondere dafür, dass ein sehr schneller Datentransfer bei externen USB-Laufwerken von Statten gehen kann.

 


 

Unser Datenträger Testsystem

Auf der Basis eines aktuellen Testsystems mit möglichst hohem Praxisbezug stellen wir die Messergebnisse des Samsung Portable SSD T1 vor. Wir verwenden dabei bewusst das Ende Oktober 2012 erschienene Microsoft Windows 8 als Betriebssystem, da es zukünftig auf den meisten PC-Systemen zum Einsatz kommen wird. Die ausführliche Konfiguration kann im Artikel zum Datenträger Testsystem für SSDs nachgelesen werden. Angeschlossen wurde die SSD den USB 3.0 Port an der Rückseite des Mainboards.

 

 

Intel Z77-Datenträger-Testsystem

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Prozessor:
Intel Core i7-3770K (Retail)
Mainboard: Gigabyte Z77MX-D3H
Kühlung: EKL-Stock Kühler
SSD: Corsair Neutron XT 480 GB
RAM:
2 x 4 GB Kingston HyperX (KHX1600C9D3/4G) @ 1600 MHz
Netzteil: beQuiet Pure Power L8-CM 430W
Grafikkarte:
Intel HD 4000 (onboard)
Betriebssystem: Microsoft Windows 8.1 Pro x64
 

 

Testverfahren

Unser Testsystem ist so aufgebaut, dass wir von einer am SATA III Port angeschlossenen SSD mit sehr hoher Leistung Kopier-Benchmarks durchführen werden. Zum einen kommt dabei eine 3,5 GB große Image-Datei zum Einsatz. Des Weiteren ziehen wir eine Mischung aus JPEG- und NEF-Dateien heran, die Größen von ca. 4 MB (JPEG) und 10 MB (NEF) besitzen. Als Letztes haben wir eine MP3-Kollektion mit einer Gesamtgröße von 2 GB vorbereitet, mit der den externen Medien ebenfalls zu Leibe gerückt werden soll. Die unterschiedliche Beschaffenheit dieser Dateimuster wird Stärken und Schwächen des Testkandidaten aufzeigen, welche realitätsnah sind und uns ein repräsentatives Fazit ermöglichen.

Samsung SSD T1 7

Es wird zuerst eine 3,5 GB große ISO-Datei auf den Stick kopiert, um die Schreibgeschwindigkeit zu ermitteln. Anschließend wird diese Datei wieder vom Stick gelesen und auf die SSD zurückgeschrieben. Als Nächstes wird dieser Vorgang mit einer 4 GB großen Mischung aus JPGE (4 MB) und NEF (10 MB) Dateien durchgeführt. Zuletzt ziehen wir eine 2 GB große MP3-Sammlung heran und führen die Kopiervorgänge durch. Dabei ermitteln wir jeweils die benötigte Zeit und schlussfolgern daraus die erreichte Transferrate. Da wir bei den drei angewandten Datenmustern starke Unterschiede vorfinden gehen wir davon aus, dass sich Stärken und Schwächen gut demonstrieren lassen.

Da der Hersteller mit SSD Performance wirbt, stellen wir zugleich die uns als sinnvoll erscheinenden SSD Benchmarks an, um zu überprüfen, inwieweit diese Aussage an Gültigkeit besitzt. Des Weiteren wurde die Standard-Partition mit exFAT belassen, da dies auch den Werkeinstellungen entspricht

 


 

Benchmark: Lesen und Schreiben unter Praxisbedingungen

Zur Ermittlung der Schreib- und Leserate unserer Teilnehmer verwenden wir das Tool robocopy. Dieses nützliche Programm, welches eine Komponente von Windows darstellt, ermöglicht sehr präzise Auswertungen der Kopiervorgänge. Neben der benötigten Dauer wird außerdem die Transferrate sehr genau ausgegeben, sodass am Ende zumindest die menschlichen Messfehler ausgeschlossen werden können. Für den Test haben wir das command "robocopy C:\Quelle E:\Ziel /e /copyall" angewendet. Da robocopy inkrementelle Kopien anfertigt muss nach jedem Durchlauf das Ziel gelöscht werden, damit es anschließend ganz neu erstellt wird.

Kopieleistung Lesen

Bei den Lesewerten kann die Samsung T1 nicht wie erwartet die Konkurrenz hinter sich lassen. So positioniert sich die T1 hinter dem Corsair Voyager GTX (128GB), SanDisk Extreme Pro (128GB) und Kingston DT HyperX 3.0. Bei der Schreibleistung offenbart sich dann das Potential der verbauten SSD und die Samsung T1 stampft die (USB-Stick) Konkurrenz in den Boden – ein Vergleich mit Äpfel und Birnen. Gemessen an der Leistung ohne Berücksichtigung der verbauten Technik, stimmt unsere Aussage aber.

Kopieleistung Schreiben

Auf Grund der Ausrichtung des Produkts haben wir uns dazu entschieden, von weiteren Benchmarks aus dem bisher angewandten Testparcours abzusehen. Die ermittelten Werte geben einen recht guten Eindruck der machbaren Leistung ab. Synthetische Benchmarks würden sich zwar im vorderen Testfeld einordnen, bringen in der Praxis aber nichts. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.

 


 

Fazit

Die Samsung Portable T1 hat durchaus ihre Daseinsberechtigung, berücksichtigt man eigene Ansprüche und Fakten unter bestimmten Voraussetzungen. Als externes Laufwerk ist die T1 in Punkto Leistung der Konkurrenz weit voraus. Eine von zwei Alternativen wäre hier eine Desktop-SSD mit entsprechendem USB-3.0-Gehäuse, die andere Möglichkeit stellen schnelle USB-Sticks wie der Corsair Voyager GTX (128GB) mit verbautem SSD-Controller oder der recht günstige SanDisk Extreme Pro (128GB) dar.

Ein von Samsung angepriesener Keyfact ist die mögliche Verschlüsselung des Datenträgers. Beim ersten Anschließen der SSD wird der Anwender direkt durch ein Konfigurationsmenü geführt, bei dem ein Passwort hinterlegt werden muss. Einfaches Anstecken und mal eben schnell Daten vom Kollegen „mopsen“ sollten damit der Vergangenheit angehören. Geht das Kennwort „verloren“, sind die mit AES 256 Bit gesicherten Daten aller Voraussicht nach verloren – eine Formatierung ist der einzig mögliche Weg in dieser Situation.

Das Samsung Modell kommt im Kreditkarten großen Format beim Kunden an und macht sich auch beim Gewicht kaum bis gar nicht bemerkbar. An dieser Stelle heißt es einmal mehr, "alles muss kleiner werden" nur nicht der Preis . Mit rund 470 EUR (1TB), 240 EUR (500GB) und 150 EUR (250GB) lässt sich der Hersteller das schicke Prestigeobjekt stattlich entlohnen. Die SSDs sind alle bei Amazon https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3erhätlich.

 

Samsung Portable SSD T1 - 1TB
kurzer stichpunktartiger Satz, welcher die Kernmessage das Produkts betitelt, 05.05.2015

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+ sehr gute Schreibleistung in der Praxis
+ gute Leseleistung in der Praxis
+ Datenverschlüsselung (AES 256 Bit)
+ liegt gut in der Hand - klein und handlich
+ leicht und schick in der Gestaltung
+ übersichtliche und einfache Software

- recht teuer im Vergleich





 

 

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