Die CES 2018 nutzte Corsair nicht nur, um neue Gehäuse vorzustellen, sondern auch neues Gaming-Peripherie. In diesem Artikel widmen wir uns einer Kombination aus Maus und passendem Mauspad. Passend daher, da die Corsair Dark Core RGB SE per QI kabellos geladen werden kann. Das Corsair MM1000 Mauspad stellt die zugehörige Ladefunktion bereit. Weitere Vorzüge der Maus sind verschiedene Verbindungsmodi, welche sie zum regelrechten Allrounder macht. Der PixArt 3367, neun programmierbare Tasten und RGB Beleuchtung zeigen jedoch, dass sie sich beim Spielen besonders wohl fühlt. Ob dies auch auf den Nutzer zutrifft, zeigt der folgende Test.
Um es vorwegzunehmen, der folgende Test kann als Teil der Corsair Unplug & Play Serie verstanden werden welche wir zuletzt schon mit dem Corsair K63 Wireless & K63 Lapboard eingeleitet haben. Die nachfolgende Konstellation aus Maus (Dark Core RGB SE) und Pad (MM1000) schlägt mit jeweils 109,- EUR und 83 EUR zu Buche. Satte Preise (...)
Kabellose Mäuse hatten in der Gaming-Szene in der Vergangenheit oft einen eher schlechten Ruf. Bemängelt wurde nicht nur, dass man häufig die Akkus laden oder Batterien wechseln müsse, sondern auch, dass die Latenz der Übertragung spürbar sei. Corsair hat sich beide Probleme auf die Agenda gesetzt. Herausgekommen ist schlussendlich die Dark Core RGB Special Edition, welche nicht nur kabellos per QI geladen werden kann, sondern per 2.4GHz Verbindung auch eine geringe Latenz von 1ms bieten soll.

Um die QI Ladefunktion nutzen zu können, hat man mit dem Corsair MM1000 einen passenden Begleiter für die Maus entwickelt. Das Mauspad beinhaltet einen Ladespot welcher die Maus wieder betriebsbereit macht. Zudem kann man hier auch andere QI-fähige Endgeräte aufladen. Um zu sehen, wie das in der Praxis funktioniert und ob die Maus hält, was der Hersteller verspricht, haben wir beide Geräte ausgiebig getestet.
Lieferumfang und Verpackung der Maus
Die Corsair Dark Core RGB SE kommt in einer mittlerweile typischen Klapp-Box daher. Neben der Maus selber, findet man natürlich eine Anleitung im Karton vor. Des Weiteren ist ein 1,8m langes, mit textilem Sleeve versehenes USB-Kabel, ein USB-Typ A zu Micro USB sowie der 2.4GHz Empfänger enthalten. Ein austauschbarer Seitengriff rundet das Paket ab.
| Die Maus im Überblick | |
|---|---|
| Maus-Typ | Gaming, Optisch |
| Bezeichnung | Corsair Dark Core RGB SE |
| DPI Einstellung | 100 - 16.000 DPI, in 1ner Schritten |
| Preis | ~ 110 EUR |
| Hersteller-Homepage | www.corsair.com |
| Wichtige Features | |
| Interface | USB 2.0 / Bluetooth 4.2 / 2.4 GHz |
| Beleuchtung | Ja, RGB-LEDs (3 Zonen) |
| Material | Kunststoff |
| Abtastrate | 1000Hz |
| Kabel | 1,8m lang |
| Abmessungen | 127 × 89 × 43 mm |
| Sensor | Pixart PMW 3367 |
| Weitere Eigenschaften | 9 programmierbare Tasten QI-Ladefunktion OnBoard Speicher (3 Profile) Software: Corsair Utility Engine (CUE) zusätzlicher Seitengriff |
Lieferumfang und Verpackung des Mauspads
Der Lieferumfang des Corsair MM1000 beinhaltet nicht nur eine Gebrauchsanweisung, sondern auch ausführliche Sicherheitsbestimmungen. Zudem befindet sich neben dem Mauspad selber noch ein QI-Ladedongle mit Mikro-USB Anschluss sowie zwei Adapter, welche ihn für USB Typ-C und Lightning kompatibel machen, mit im Karton.
Die Maus im Detail
Die Dark Core RGB SE hat optisch mehrere dominante Erkennungsmerkmale. Fangen wir aber mit der Form an. Sie ist für Rechtshänder ausgelegt und wirkt etwas buckelig und nach links geneigt. An sich gibt es Größentechnisch beispielsweise nur geringfügige Unterschiede zur Tt eSPORTS Ventus X PLUS, dennoch wirkt sie durch das zulaufende Ende kleiner als diese.
Als Materialien setzt der Hersteller fast ausschließlich auf schwarzen Kunststoff, verwendet aber unterschiedliche Oberflächen-Beschaffenheiten. Auffällig ist vor allem die noppige Rückseite, welche zudem leicht gummiert (Soft-Touch) ist. Den Abschluss bildet dort auch ein glänzender Streifen, welche auf beiden Seiten in eine Beleuchtungszone übergeht. Die Daumenauflage auf der linken Seite hat eine Gummi-Auflage spendiert bekommen. Diese ist aber nicht sehr griffig, sondern eher hart.
Auf dieser Seite befinden sich weitere Highlights der Maus. Dominant prangert hier der große „Sniper-Button“, welchen man mittlerweile an mehreren Nagern vorfindet (z. B. ASUS ROG Gladius II). Bei Betätigung wird die Abtastrate auf einen definierten Wert herabsenkt. Davor und dahinter befinden sich die üblichen Vorwärts- und Rückwärtstasten. Diese Funktion besitzen die drei Tasten standardmäßig. Sie können jedoch, wie alle anderen auch, frei programmiert werden. Noch vor den Tasten befindet sich eine dreistufige DPI-Anzeige. Dies haben wir bspw. auch schon bei der Cougar Revenger gesehen, ist aber immer wieder willkommen. Hier hat sie aber noch weitere Aufgaben und wird daher auch als Multi-Purpose LED Indicator (Mehrzweck LED Anzeige) bezeichnet.
Oberhalb der Anzeige, befinden sich, mehr oder weniger in der linken Maustaste integriert, zwei weitere Tasten, welche als DPI Switch fungieren (können). Hinter dem leicht gummierten Mausrad befindet sich ein weiterer Taster. Hier kann zwischen hinterlegten Profilen umgeschaltet werden und somit die Auslegung der Maus on-the-fly auf einen Klick komplett verändert werden. Das Mausrad bildet die zweite RGB Beleuchtungszone. Die dritte bildet das Corsair-Logo auf dem Rücken. unter allen Tasten befinden sich im übrigen Schalter von Omron, welche mit bis zu 50mio Auslegungen sehr haltbar ausgelegt sind. Die nötige Kraft zum Auslösen liegt bei 60gf und der Auslöseweg bei 0,45mm.
Die rechte Seite scheint eher unspektakulär. Die mit Soft-Touch versehene Seite ist jedoch tauschbar. Die beiliegende Alternative bietet eine Ablage für den kleinen Finger. Per Magnete werden beide Teile kräftig angeheftet.
Neben der Funk-Verbindung via 2.4GHz (Latenz 1ms) oder Bluetooth 4.2 LE (Latenz 7,5ms) beherrscht die Maus auch eine Verbindung per USB Kabel. Der Anschluss befindet sich mittig in der Front. Das lange Kabel wirkt durch das Stoff-Sleeve sehr hochwertig.
Auf der Unterseite kann man einen Blick auf die Linse des PixArt 3367 werfen. Dabei handelt es sich um einen Hersteller-Exklusiven Sensor, welcher stark dem 3360 ähnelt, jedoch bis 16.000DPI auflösen kann. In der Corsair Gaming Glaive RGB und Corsair Gaming Scimitar Pro RGB konnte dieser bereits überzeugen und bietet damit sicherlich eine gute Ausgangslage. Vorteil gegenüber anderen 336X Sensoren ist, dass man die Abtastrate in Einer-Schritten verändern kann. Auffällig sind aber vor allem die Schalter auf der Unterseite. Es besteht die Möglichkeit, die Maus komplett abzuschalten und zwischen den Wireless-Modi zu switchen. Was man hier auch gut sieht, ist, dass die Gleitflächen relativ großzügig ausfallen. Die zusätzliche Fingerauflage vergrößert diese auch noch einmal. Ab Werk ist die Maus im übrigen für die eigenen Mauspads (MM200, MM300, MM400, MM600, MM800, MM1000) vorkalibiert, man kann die Kalibrierung an das vorhandene Pad aber auch selber vornehmen.
Der integrierte Li-Po Akku fasst 950mAh und soll laut dem Hersteller Energie für 16h Nutzung im Wireless-Mode mit voller Beleuchtung und Geschwindigkeit sorgen. Schaltet man die Beleuchtung aus und in den Eco-Mode, so sollen bis zu 24h möglich sein. Die Ladezeit liegt bei 3h und 15min.
Das Mauspad im Detail
Das Mauspad MM1000 hat Produktgruppenbedingt nicht so viele Highlights zu bieten wie die Dark Core RGB SE. Die Basis bildet eine 350 x 260 mm große Fläche aus rauen Kunststoff. Nach oben hin wird sie durch einen glänzenden Schwarzen Streifen optisch etwas aufgewertet. Eyecatcher sind natürlich der kleine Kasten links oben und die Kreise rechts oben.
Bei den Kreisen handelt es sich um die besagte QI-Ladezone. Per Induktion können hier kompatible QI Geräte geladen werden. Also nicht nur die Dark Core RGB SE profitiert hiervon. Der Kasten oben links ist sozusagen das Anschlussterminal. Unterhalb des Hersteller-Logos befindet sich hier zudem eine Statusanzeige, welche über den Ladezustand informiert. Auf der Rückseite befindet sich ein USB 3.1 Gen1 (5Gbps). Nutzt man die Dark Core RGB SE mit 2.4GHz Empfänger, empfiehlt es sich, diesen hier anzuschließen.
Damit das Qi-Ladegerät mit genügend Leistung versorgen zu können, muss das Mauspad mit gleich zwei USB 3.1 Gen1 oder 2 Ports verbunden werden, da diese mehr Strom zu Verfügung stellen können und dürfen, als dies bei USB 2.0 der Fall ist. Die beiden Anschlüsse sind mit Stoff-Sleeve versehen und münden in ein einzelnes, 6,3mm dickes und insgesamt 1,8m langes Kabel, welches relativ steif ist. Natürlich wird über diese Verbindung auch die Datenleitung zum USB-Ports des Mauspads realisiert. Damit das Mauspad auch in hektischen Situationen nicht rutscht, ist die gesamte Unterseite mit genoppten Gummi versehen. Der Halt ist wirklich sehr gut, jedoch roch das Gummi oder der verwendete Kleber nach dem Auspacken zunächst nach Lösemittel. Der Geruch verfliegt dann aber recht schnell, wenn man das Pad für eine gewisse Zeit aufrecht stehen lässt. Wirklich wahrnehmbar ist der Geruch ansonsten auch nur, wenn man das Pad anhebt.
Der Ladebereich kann nicht nur die Corsair Dark Core RGB SE aufladen, sondern auch andere QI fähige Geräte. Sollte z. B. das Smartphone nicht über diese Funktion verfügen, kann einfach der beiliegende Donlge angesteckt werden.
Die Software
Ähnlich wie Corsair Link bei den Kühlungskomponenten des Herstellers, soll die Corsair Utility Engine (CUE) in der zweiten Revision die Kontrolle der Peripherie in einer Schnittstelle vereinen. Hat man ein kompatibles Gerät angeschlossen, wird dies auf dem Hauptscreen direkt angezeigt. Die Software erlaubt auch direkt Kontakt mit dem Support aufzunehmen oder die Social Media Channels des Herstellers aufzusuchen.
Mit einem Klick gelangt man dann direkt zur Steuerung der Dark Core RGB SE. Hier erwarten einen die vier Unterkategorien "Aktionen", Beleuchtungseffekte", "DPI" und "Optionen", welche folgend erklärt werden.
Unter Aktionen lassen sich die Tasten der Maus konfigurieren. Man kann dabei nicht nur einfache Änderungen an der Belegung der Tasten vornehmen, sondern auch Makros aufnehmen und speichern, Anwendungen an die Tasten binden oder sogar einen Timer starten lassen. Die Auswahl der Tasten erfolgt dabei interaktiv auf der großen Abbildung der Maus.
Die Auswahl "Beleuchtungseffekte" beinhaltet genau das, was man sich darunter vorstellt. Die drei Zonen der Maus können hier individuell angepasst werden. Dabei stehen einem nicht nur alle Farben der Farbtafel zur Verfügung, man hat zudem auch Zugriff auf verschiedene Effekte und kann deren Geschwindigkeit einstellen.
Unter dem Reiter "DPI" kann man die DPI Stufen konfigurieren. Für jedes Profil lassen sich drei Abstufungen definieren sowie zusätzlich die Auflösung für den Scharfschützen-Modus. Dabei kann auch die Beleuchtungsfarbe für die Stufen angepasst werden. Wie auch bei den vorherigen Aktionen, lassen sich mehrere Profile anlegen. Diese können bspw. auch per Klick auf der Maus angewählt werden. Ein Wechsel zwischen Spielen kann also auch erfolgen, ohne zwischendurch die CUE erneut aufzurufen.
Im letzten Auswahlmenu lassen sich noch einmal Funktionen des Sensors anpassen.
Insgesamt macht die Software einen sehr aufgeräumten und gut strukturierten Eindruck. Nach kurzer Eingewöhnung findet man sich schnell zurecht und kann seine Maus an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Was wir hier nicht gezeigt haben, jedoch natürlich auch zum Funktionsumfang gehört, ist das Updaten der Firmware angeschlossener Geräte. Auch dies funktionierte ohne Probleme. Die Dark Core RGB SE arbeitet auch ohne die Software, auch direkt per Funk - was natürlich sehr erfreulich erscheint. Jedoch kommt man dann nicht in den vollen Genuss des gesamten Potentials des Nagers. Für das MM1000 Pad braucht man übrigens keine Software. Die QI-Funktion arbeitet auf anhieb, hat man es an den richtigen USB-Ports verbunden.
Die Beleuchtung
Die Beleuchtungseffekte sind an sich eher schlicht gehalten. Denn jede Zone kann "nur" eine Farbe zur selben Zeit ausgeben. Verlaufseffekte wie bspw. bei der ASUS ROG Pugio oder Cougar Revenger sind daher nicht vorhanden. Nichts desto trotz gefällt uns die Beleuchtung an sich ganz gut. Denn die Zonen weisen keine Farbunterschiede auf, so wie es bei der Tt eSPORTS Nemesis RGB Gaming Maus der Fall ist. Positiv ist es auch zu werten, dass man den Profilen auch Farbprofile zuweisen kann. So kann man sehr schnell erkennen, ob man sich im Spielbetrieb auch im richtigen Modus befindet.

Der Praxistest
Die Anschlussmöglichkeiten der Dark Core SE lassen verschiedene Szenarien zu. Im Testzeitraum hat sie sich dabei als sehr praktisch erwiesen, da ein Wechsel zwischen verschiedenen Systemen somit schnell erfolgen konnte. Denn auch ohne Software war sie stehts direkt nutzbar. Ganz frei von Problemen muss die drahtlose Nutzung aber nicht sein. Denn die Maus funkt mit 2,4GHz. Da diese Frequenz auch noch sehr häufig für das WLAN Netz genutzt wird, kann es schon zu Übertragungsproblemen kommen. So konnten wir feststellen, dass ein älterer WLAN Dongle komplett seinen Dienst quittierte, sobald man den Empfänger der Dark Core RGB SE in der Nähe betrieben hat.

Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass die Form der Maus eine relativ lange Eingewöhnungszeit benötigte. Der Hersteller gibt zwar an, dass die Maus mit den drei bekannten Grifftypen nutzbar ist, was auch durch den zusätzlichen Seitengriff ermöglicht werden soll, jedoch wollte der Palm-Gripp auf der Dark Core SE nicht so richtig gefallen finden. Dies liegt an dem ungewöhnlichen Rücken der Maus, welcher nach hinten nicht nur etwas zuläuft, sondern auch leicht nach links kippt. Die Folge ist, dass die Handinnenfläche etwas gekrümmt wird und für einen angenehmen Sitz die Hand insgesamt etwas gedreht auf der Maus landet. Für die verschiedenen Griff-Typen sieht der Hersteller übrigens auch eine unterschiedliche Nutzung der Tasten auf der linken Seite vor. Beim Palm- oder Claw-Grip ist ihnen die „normale“ Belegung vorgesehen.
Als Finger-Tip-Nutzer hingegen, soll der Sniper-Button die Rolle der Vorwärts-Taste übernehmen. Im Groben passt diese Empfehlung ganz gut. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Vorwärts-Taste stets etwas versteckt hinter dem Sniper-Button wirkt. Denn dieser ist deutlich höher, während die „Richtungs-Tasten“ sogar etwas im Gehäuse verschwinden. Hier spielt wohl auch wieder die Ergonomie ein wenig die entscheidende Rolle. Denn für große Hände mit langem Daumen, ist das Gehäuse zu klein und für kleine Hände mit kurzem Daumen ist der Abstand der Tasten zu groß, so zumindest beim Palm-Grip.
Das weitere Verhalten der Maus ist aber sehr gut abgestimmt. Die Tasten haben alle einen präzisen, knackigen Druckpunkt und das Gleitverhalten ist auf dem MM1000 sehr gut. Dabei macht es jedoch einen leicht spürbaren Unterschied, ob man den zusätzlichen Seitengriff montiert oder nicht. Durch die Vergrößerung der Gleitfläche wirkt sie geringfügig träger. Zudem empfehlen wir eine Nutzung eines harten Mauspads. Natürlich funktioniert sie auch auf einem Stoff-Pad, jedoch gleitet sie dort nicht mehr ganz so schön. Auch die Oberflächenstruktur hat uns gut gefallen. Selbst mit leicht schwitzigen Händen, bleibt sie sehr griffig. Es fühlt sich sogar beinahe so an, als würde sie sogar noch mehr Grip aufbauen, sobald die Hand etwas feucht wird. Schade finden wir, dass die gummierten Auflageflächen für die Finger nicht etwas „geschmeidiger“ gestaltet wurde. Die Haptik bleibt selbst nach längerer Zeit sehr „steril“.

Der optische PixArt 3367 Sensor arbeitet wie angenommen bzw. wie gewohnt fehlerfrei. Zumindest konnten wir im Alltag keine Nachteile feststellen. Die DPI Stufen sind für einen FHD-Monitor an sich bereits gut gewählt, wurden allerdings noch etwas „feingetuned“. Danach stand dem Office, aber vor allem auch dem Gaming Einsatz nichts mehr im Wege. Der Spagat zwischen schnellen Spielszenen und ruhigen, zitterfreien Sniper-Aktionen gelingt der Dark Core RGB SE sehr gut. Hat man sich einmal an den Sniper-Button gewöhnt, will man diesen nicht mehr missen. Gerade in Spielen mit großen Karten und vielen Optionen bzgl. der Visiere, z. B. PUBG, finden wir diesen sehr nützlich. Das MM1000 trägt hier sicherlich seinen Teil dazu bei, dass die Performance der Maus als sehr gut beschrieben werden kann. Dass die Maus beim gleiten leichte Schleifgeräusche macht, mag den einen oder anderen eventuell im Office Einsatz stören. Vor allem wenn sich ein Krümel auf das Pad verirrt, werden diese Geräusche noch lauter.
Die Ladefunktion des MM1000 hat sich im Testzeitraum als besonders nützlich erwiesen. Man muss sich zwar erst dran gewöhnen, dass man die Maus bei Nichtnutzung an der richtigen Stelle parkt, jedoch gab es zu keiner Zeit einen Akku-Notstand. Wurde der Ladespot nicht mit der Maus belegt, konnten auch Smartphones effektiv geladen werden. Weder beim Nokia Lumia 930 mit integrierter QI-Funktion, noch beim Microsoft Lumia 640LTE mit QI-Dongle gab es Probleme. Die Positionierung der Ladefläche gefällt uns auch ganz gut. Lädt man sein Smartphone per Dongle, kann man es auch rechts neben dem Pad platzieren, sodass die Nutzfläche kaum verringert wird. Wir gehen davon aus, dass Corsair den Spot nicht noch weiter an den Rand gerückt hat, weil die Dark Core RGB SE sonst nicht stabil darauf platz gefunden hätte.
Natürlich haben wir geschaut, ob der Nager auch den technischen Spezifikationen des Herstellers entspricht bzw. diese erfüllt. Getestet haben wir die Verbindung via Funk und Kabel. Wirkliche Unterschiede konnten wir dabei eigentlich nicht feststellen, weshalb wir folgend auch lediglich bei der Latenz eine Gegenüberstellung aufführen. Zunächst ging es also darum, die Latenz zu ermitteln. Wir haben wir wieder auf die bewährte Methode mittels des Mouse Rate Checkers gewählt.

Latenz der Datenübertragung bei verschiedener Verbindung: Links Kabel, rechts drahtlos
Wie man sieht, kann die Maus das Versprechen des Herstellers halten. Die Übertragung liegt tatsächlich bei ~1 ms bzw. 1000 Hz. Bei den anderen Einstellungen (750Hz, 500Hz, 250Hz) zeigte sich das gleiche Bild. Einen Beweis sparen wir uns an dieser Stelle. Kommen wir zur Auflösung des Sensors. Im Gaming zeigte er sich als Herr aller Lagen. Die synthetischen Tests zeigten eigentlich nichts anderes, sondern bestätigten diesen Eindruck. Das Ausmessen der DPI zeigte, dass die eingestellten Stufen exakt umgesetzt werden, zumindest im Rahmen der Exaktheit des Messvorgangs. Jittering oder Angle-Snapping konnten wir in den üblichen DPI-Regionen nicht ausmachen. Ab den sehr hohen Stufen ist es immer etwas schwer auszumachen, da bereits leichtes Wackeln deutliche Ausschläge am PC bewirkt.
Auch im Mouse Tester konnten die einfachen Paint-Tests bestätigt werden. Aufgenommen haben wir hier mit 400DPI auch noch einen niedrigeren Wert aufgenommen, da dieser bei der Betätigung des Sniper-Buttons im Serienzustand anliegt.
Aber auch nach Oben haben wir die Messungen etwas erweitert. Bei der Hälfte der maximalen DPI und selbst bei der vollen Auflösung macht der Sensor immer noch eine gute Figur. Auch wenn man es hier nicht so eindeutig sieht, Jittering ist hier nun präsent. Ab etwa der Hälfte nimmt dies immer weiter zu. Wirkich Merklich dürfte dies jedoch nicht sein, da auch bereits leichtes Zucken in Bewegungen umgesetzt wird. Ob Ungenauigkeiten also der Hand oder des Sensors entspringen, sollte eigentlich kaum nachvollziehbar sein.
Fazit
Den Einstand in das kabellose Peripherie-Gefilde ist dem Hersteller mit der Corsair Dark Core RGB SE sehr gut gelungen. Die Performance der Maus konnte uns sowohl per Funk als auch per Kabel überzeugen. Hat man sie einmal vom Kabel getrennt, möchte man sie auch nur ungern wieder anketten. Der Einsatz des Kabels ist nämlich schon spürbar beim Bewegen. Das das mit Stoff-Sleeve versehene Kabel wirkt sehr hochwertig, ist allerdings auch etwas steif. Der Akku stellt ebenfalls die beworbene Laufzeit bereit.
Wirklich gut hat uns auch die Programmierbarkeit der Maus gefallen. Die Software arbeitet gut und ist verständlich aufgebaut. Individualisierbarkeiten sind also leicht getroffen und einmal im OnBoard Speicher abgelegt auch komfortabel über eines der drei Profile Abrufbar. Im Gaming-Einsatz konnte sie damit vollends Glänzen, was auch am akkurat arbeitenden Sensor liegt.
Nicht ganz so gut hat uns die Ergonomie gefallen. Hier drüber ein Urteil zu fällen ist aber immer schwierig, denn dieser Punkt unterliegt komplett dem persönlichen Geschmack. Ob einem die Gehäuseform zusagt, kann man also erst für sich beurteilen, wenn man die Maus auch selber in der Hand hatte. Die Anordnung bzw. Umsetzung der Daumentasten gefiel uns ebenso wenig. Während „Rückwärts- und Snipper-Button“ gut erreichbar sind, gilt dies für „Vorwärts“ nur bedingt. Gut hingegen ist die Oberflächenbeschaffenheit. Die Softtouch-Beschichtung mit den Noppen ist auch bei längerem Einsatz angenehm und griffig.
Konkurrenz findet die Dark Core RGB SE z. B. in Form der Tt eSports Level 10M Hybrid Adveanced oder ASUS ROG Spatha, diese liegen preislich jedoch etwas bzw. sehr weit über der Corsair Maus. Man könnte bei der abgelieferten Performance und Ausstattung im Vergleich also sogar von einem günstigen Preis für den vorgestellten Corsar Nager sprechen.
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| Pro | Contra | |
+ viele Individualisierungsmöglichkeiten | - Daumentasten nicht optimal | |

Das MM1000 bietet in Verbindung mit der Dark Core RGB SE gute Gleiteigenschaften, solange das Pad sauber gehalten wird. Dabei klebt es förmlich ab Tisch. Der anfängliche Geruch ist zwar wirklich nicht betörend, aber da dieser recht schnell verfliegt, wollen wir dies nicht allzu schwer gewichten. Zudem würde man ihn auch nur dann wahrnehmen, wenn man das Pad anhebt.
Mit das wichtigste Kern-Feature am MM1000 ist aber eher das QI-Ladegerät. Und das funktioniert wirklich tadellos. Ob man nur den Akku der Maus laden will oder aber das Smartphone, bei uns gab es keine Konflikte. Wichtig ist aber, dass man darauf achtet, dass man das Mauspad an USB 3.1 Anschlüsse anstöpselt. Der hohe Ladestrom kann von einem 2.0 Anschluss nicht geliefert werden. Der Preis des Pads fällt mit einer UVP von ~90€ zwar sehr hoch aus, aber wir nehmen an, dass sich dieser noch etwas am Markt einpendeln wird.
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| Pro | Contra | |
+ gute Gleiteigenschaften | - anfänglich strenger Geruch | |

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