Luftkühlung

Test: be quiet! Dark Rock Pro 4

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Geschrieben von Henrik Potzler
Veröffentlicht: 23. Mai 2018
  • be quiet!

be quiet Dark Rock Pro 4 NewsbildAbermals hat man die Dark Rock Pro Reihe fortgeführt. Nachdem der Dark Rock Pro 3 etwa vier Jahre lang die Vormachtstellung des Lineups inne hatte, konnte man schon davon sprechen, dass es auch an der Zeit für ein Update war. Kühlleistungstechnisch hinkte man zwar immer noch nicht hinter der aktuellen Konkurrenz her, jedoch war besonders die Montage ein Dorn im Auge vieler Nutzer. Der be quiet! Dark Rock Pro 4 soll diesen Punkt nun wesentlich besser absolvieren und auch bei der Lautstärke, respektive Leistung, einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben. Klärungsbedarf, dem wir nachgegangen sind.

 

Nachdem wir dem be quiet! Dark Rock 4 auf den Zahn gefühlt haben, sollte auch der große Bruder in unserem Test antreten. Der Kühler ohne Pro-Namenszusatz baut als Single-Tower, wohingegen das Pro-Modell weiterhin als Dual-Tower ausgelegt wird. Dabei legt er nicht nur in der Zahl der Türme und Lüfter zu, sondern erhält auch eine weitere, siebte Heatpipe.

be quiet Dark Rock Pro 4 Opener

Insgesamt macht der Hersteller aber beim Generationen-Sprung auch beim Top-Modell kaum Experimente. Optisch sind Unterschiede nicht direkt ersichtlich, wenn auch der Dark Rock Pro 4 den neuen schwarzen Keramiklack erhalten hat. Da wir den direkten Vorgänger bereits im Test hatten, waren wir natürlich auch gespannt, ob es leistungstechnisch wirklich einen Unterschied zu vermelden gibt. Preislich rangiert be quiet`s aktuelles Top Modell bei rund 70 EUR Straßenpreis.

 

 

Lieferumfang / Technische Daten

Bevor wir den extra Karton mit dem Zubehör auspackten, befürchteten wir, dass man den selben Inhalt wie beim Dark Rock 4 vorfinden würde. Einzig aus dem Grund, weil dies bedeutet hätte, dass der Kühler auf AMD Sockeln nur vertikal montiert hätte werden können. Zum Glück sind hier andere, kürzere Brücken enthalten. Ansonsten ist der Inhalt aber identisch. Zwei Montagesets, pro CPU Hersteller eines, vier weitere Lüfterklammern (man kann am Heck einen weiteren 120mm optional montieren), Wärmeleitpaste und der vom Dark Rock 4 bekannte Schraubendreher, welcher hier noch wichtiger ist.

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Was die technischen Informationen angeht, machen wir es kurz: Der Kühlkörper weist kaum Unterschiede zum Vorgänger auf. Die Beschichtung wurde geändert sowie die Aufnahme der Montage-Brücke ergänzt. Die Lüfter sind scheinbar auch identisch, weisen jedoch geringere maximal Drehzahlen auf. Statt maximal 1.700 U/min (Silent Wings 3 120mm PWM) und 1.400 U/min (Silent Wings 3 135mm PWM) sind es nun nur noch 1.500 bzw. 1.200 U/min. Der Lautstärkepunkt, bezogen auf die maximale Lautstärke, geht als an das neue Modell.

Nachtrag: Wir wurden vom Hersteller darauf hingewiesen, dass es sich beim größeren der beiden Lüfter nicht um einen Silent Wings 3 handelt, auch wenn dies auf der Nabe steht. Er teilt sich zwar die gleiche Elektronik, Lager und Rotordesign, jedoch hat er nicht das trichterförmige Rahmenkonzept des Silent Wings 3.

 

be quiet! Dark Rock Pro 4
Kühler-Typ  Dual-Tower
Abmessungen  136 x 162,8 x 145,7 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter
Gewicht  1.130 g (inkl. Lüfter)
Sockel  Intel: 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066
 AMD: FM1, FM2(+), AM2(+) AM3(+), AM4
Material
 Bodenplatte: Kupfer (vernickelt)
 Finnen: Aluminium (beschichtet)
 Heatpipes: Kupfer (7x 6mm; beschichtet)
Lüfter  Bezeichnung  be quiet! SilentWings 3 120mm PWM / 135mm PWM
 Maße  120 x 120 x 25 mm / 135 x 135 x 22 mm
 Drehzahl (max)
 1.500 U/min / 1.200 U/min
 Anschluss  4-Pin / 4-Pin
Garantie  2 Jahre
Homepage  www.bequiet.de
Straßenpreis  ~ 71 EUR

 


 

Detailansicht

Das Double-Tower-Design gilt im Luftkühlungssektor nach wie vor als das effektivste, weshalb in der Regel nur die Top-Modelle der Hersteller auf diesem Prinzip basieren. So auch der Dark Rock Pro 4. Die beiden Türme werden hier aber nicht nur durch die sieben 6mm Heatpipes verbunden, zusätzlich wird auch eine Stützplatte auf dem Top angebracht. Sie verleiht dem Kühler nicht nur mehr Eleganz, sondern vor allem auch Verwindungssteifigkeit.

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Während das Top weiterhin aus gebürstetem und schwarz eloxiertem Aluminium besteht, sind die Aluminium-Finnen nun nicht mehr dunkel vernickelt, sondern mit dem schwarzen Keramiklack versehen. Man könnte sagen, dass man dem Dark-Charakter damit noch ein Stück näher kommt. Die Lamellen sind mit kleinen „Hügeln“ bestückt, welche die Überfläche etwas vergrößern, aber auch für eine Verwirbelung der Strömung sorgen sollen. Ein Update hat aber auch das Top erfahren. Bei zwei "Zylindern" handelt es sich nicht um Heatpipe-Abdeckungen, sondern um eine Art Rändelschrauben. Die freiwerdenden Löcher sind für die spätere Montage essentiell.

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Natürlich wendet man das Dual-Tower Design auch aus dem Grund an, da man somit einen zweiten Lüfter montieren kann, welcher bei evtl. nur leichter Steigerung der Lautstärker den Luftdurchsatz erheblich erhöht. Dabei geht man nicht bspw. wie beim Cooler Master MasterAir MA620P vor und verbaut zwei identische Lüfter, sondern platziert in der Mitte einen größeren Lüfter.

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Trotz der beiden Lüfter und der Top-Platte, kommt der Kühler lediglich auf eine Höhe von 162,7mm. Allerdings ist er sehr tief bzw. breit und ragt auch über die Speicher-Slots. Auf eine asymmetrische Ausrichtung wird also weiterhin verzichtet. Um etwas mehr Raum für hohen Speicher zu lassen, wurden die Finnen an der entsprechenden Position eingekürzt. Zusätzlich muss man aber auch den Lüfter nach oben versetzen.

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Die Bodenplatte besteht natürlich auch hier aus Kupfer und wurde auch vernickelt. Somit ist man vor Korrosion gefeit und auch Flüssigmetall-Wärmeleitpaste kann angewendet werden. Im Gegensatz zum Dark Rock Pro 3 ist der Rand um die Kontaktfläche ebenfalls in dem schwarzen Keramiklack getaucht. Die Ausrichtung der Heatpipes hat sich hingegen nicht geändert.

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Montage

Der Abschnitt der Montage ist in vielen Punkten identisch zum Dark Rock 4. Das benötigte Material für den Sockel 1151 ist sogar komplett gleich. Die Schritte werden folgend dennoch kurz angerissen. Durch das einzelne Eintüten des jeweiligen Materials, hat man das passende schnell gefunden.

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Zunächst bereitet man die Backplate vor, indem man die Gewindebolzen einsetzt und diese mit den O-Ringen fixiert. Danach legt man die Backplate auf, um anschließend von Vorne die Rändelmuttern einzusetzen. Diese werden so ausgerichtetet, dass der Kunststoffring zum PCB zeigt und man von Oben ein wenig mit dem Schraubendreher nachziehen kann.

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Nun sind die passenden Brücken an der Reihe. Sie werden hier anders als beim Dark Rock 4 angebracht, da der Dual-Tower sonst vertikal ausgerichtet wird. Sie werden wieder mit kleinen Schrauben befestigt. Anschließend kann man den Tower bereits aufsetzen. Die Brücke wird zwischen die Türme gelegt und die beiden Schrauben durch die Löcher im Top angezogen. Das geht tatsächlich deutlich einfacher von der Hand als beim Vorgänger. Jedoch muss man anmerken, dass der Kühler etwas auf der CPU gedreht werden kann. Das war beim Dark Rock Pro 3 nicht der Fall. Wir gehen aber davon aus, dass der Anpressdruck dennoch ausreichend ausfallen wird.

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Danach kann man den zweiten Lüfter einbauen, welcher auch mit Klammern befesstigt wird. Diese sind auch hier wieder extrem stramm und verursachten auch hier leichte Spuren bzw. lösten Lack etwas an. Schade, unser Dark Rock 4 Sample scheint also nicht die Ausnahme gewesen zu sein. Zur Kompatibilität lässt sich sagen, dass mit umliegenden Mainboard-Kühlern keine Probleme auftreten sollten. Beim RAM wirds auch trotz der Aussparung eng. Low Profile Speicher wären unsere Empfehlung.

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Testsystem vorgestellt: Hardware

Unser komplettes Testszenario haben wir im seperaten Artikel nochmals aufgelistet. Nachfolgend nochmal ein kurzer Abriss des Ganzen. Beginnen wir zuerst mit dem reinen Hardware-Part. Unsere Wahl beim Gehäuse fiel folgerichtig auf das Phanteks Enthoo Luxe, da diese eine schier unendliche Anzahl von Montagemöglichkeiten für Lüfter und Kühler bietet. Als einer der wenigen ATX-Gehäuse am Markt, kann es im Auslieferungszustand und ohne weitere Anpassung, Radiatoren mit einer Größe von bis zu 360 Millimeter aufnehmen. Also genau richtig für kommende All-in-One-Kühlungen.

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Trotz der scheinbaren Größe wird mit dem Phanteks Luxe ein Gehäusetyp dargestellt, welcher als guter Richtwert für die meisten Leser angesehen werden kann. Neben all den praktikablen Funktionen, bietet das Gehäuse auch einiges fürs Auge. Im Inneren wurde alles auf maximale Flexibilität getrimmt, so dass der Kühlerwechsel ohne weiteres von Statten gehen kann. Das hervorragende Kabelmanagement tut sein Übriges dazu bei. 

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Die Steuerung aller Lüfter wird von einer Scythe Kazemaster übernommen. Die Lüfterumdrehungen sind ebenfalls fixiert, dazu aber später mehr. Für die erste Montage stand der Noctua NH-D15 Modell. CPU-Kühler können im Übrigen mit einer Gesamthöhe von bis zu 193 Millimeter verbaut werden – also mehr als genügend Platz.  Als Gehäuselüfter verwenden wir die ab Werk verbauten Phanteks Lüfter in der Front (200mm), auf der Rückseite (140mm) und im hinteren Top-Bereich (140mm).

 

 

Intel Z77 Lukü-Hardware Setup

lukue setup overview 1

lukue setup overview 2 Micro ATX Netzteil lukue setup overview 3
Prozessor:
Intel Core i5-2500K (Retail)
Mainboard: ASUS P8Z77-V LE
Storage: OCZ Vortex 240
RAM:
8GB Kingston HyperX Genesis (KHX1866C9D3K3)
Netzteil: be quiet! Straight Power 10 - 700W
Grafikkarte:
ASUS HD 7970 DirectCU II
Betriebssystem: Windows 7 x64
Grafiktreiber: -

 

Testverfahren Hardware

Die Belastung des Prozessors übernimmt Prime 95 v27.6 (In-place large FFTs), ein forderndes Belastungsprogramm, welches eine recht gleichbleibende Belastung der CPU bietet. Der Prozessor wird 20 Minuten lang belastet, am Ende der Belastungszeit wird für 5 Minuten die Durchschnittstemperatur der CPU-Kerne eins bis vier durch AIDA64 5.20.3400 ermittelt. Die Steuerung der Lüfter realisieren wir mit einem Scythe Kazemaster. Die im Gehäuse beiden im Gehäuse verbauten 140mm Lüfter werden auf 600 U/min fixiert. Die am Kühler verbauten Lüfter regeln wir ebenfalls auf einen Festwert von 1000 U/min herunter.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die Temperatur der CPU in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, wurden in den Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Somit sind die Angaben in den Tabellen Grad Celsius Angaben. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen, im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich.

 

 


 

Messwerte: Hardware

Wie bereits eine Seite zuvor geschrieben, wurden alle Kühler unter identischen CPU-Bedingungen getestet. Die ermittelten Testergebnisse entsprechen ausschließlich denen der Komponenten unseres Testsystems. Abweichende Konfigurationen dieser Hardware-Zusammenstellung haben unausweichliche Änderungen der von uns erzielten und dargestellten Messwerte zur Folge. Neben der Fixierung des Takts sowie der Spannung des Prozessors, wurde auch die Drehzahl der Lüfter im Gehäuse auf 600U/min und an den CPU-Kühlern auf 1.000 U/min fixiert, so ergibt sich eine ideale Vergleichsgrundlage aller Modelle.

 

Temperaturen: CPU - 3,40 GHz @ 1,25V

Air temps 3 4 GHz

So richtig hatten wir eigentlich nicht damit gerechnet, dass sich durch die neue Oberflächenbehandlung ein anderes Ergebnis einstellen würde - und wurden prompt beim Test bei Serientakt überrascht. Nicht nur, dass der den Vorgänger um etwas mehr als 2°C schlägt, auch der Abstand zur Spitze ist deutlich geringer als zuvor. Nur zwei Kühler unseres Testfeldes liegen noch vor dem Dark Rock Pro 4.

 

 

Temperaturen: CPU - 4,40 GHz @ 1,390V 

Air Temps 4 4 GHz

Bei Erhöhnung der Abwärme durch Overclocking schwindet das zuvor beobachtete Verhalten nicht. Der Abstand zum Vorgänger ist zwar etwas geringer, jedoch immer noch messbar. Allerdings schieben sich andere Kühler auch wieder vor den Dark Rock Pro 4. Mit den anderen Dual-Towern bzw. Dual-Fan-Kühlern liegt er aber auf fast einem Niveau. Insgesamt also eine gute Darbietung des Kühlers, was die Leistung angeht. Wie es mit der Lautstärke aussieht, beschreiben wir auf der folgenden Seite.

 


 

Messwerte: Lautstärke

Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgerät "PCE 318" und aus 50 Centimeter Abstand zum linken Seitenteil des Gehäuses. Die im Gehäuse beiden im Gehäuse verbauten 140mm Lüfter werden auf 600 U/min fixiert. Die am Kühler verbauten Lüfter regeln wir ebenfalls auf einen Festwert von 1000 U/min herunter.

Air Lautstaerke

Hier hat sich nun wirklich das eingestellt, was wir angenommen hatten. Bei identischer Drehzahl sind der Dark Rock Pro 3 und Dark Rock Pro 4 auch gleich laut bzw. leise wahrzunehmen. Während der mittlere Silent Wings Lüfter keine mechanischen Veränderungen erfahren hat, wurde der Silent Wings 2 durch einen Silent Wings 3 Lüfter ersetzt. Dieser bietet durch das trichterförmige Design eine bessere Balance aus Performance und Lautstärke.

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Anders sieht es aber aus, wenn man den Kühler per PWM Signal vom Mainboard regeln lässt. Denn die maximale Drehzahl der beiden Ventilatoren wurde verringert, sodass sich insgesamt eine andere Lüfterkurve ergibt. Bei gleicher PWM Stufe drehen die Lüfter dadurch langsamer, die leichten Optimierungen am Kühler selber sowie der Einsatz des Silent Wings 3 sollen laut dem Hesteller aber das vermeintlich geringere Fördervolumen  kompensieren. Wir haben das zwar nicht nachgetestet, in Anbetracht dessen, dass der DRP 4 bei gleicher Drehzahl etwas besser performt, für uns aber eine plausible Behauptung. Uns wurde versichert, dass der Kühler in der Wärmekammer bei gleicher PWM Stufe ähnlich performt, aber fühlbar leiser agiert. Wer selber Hand am Lüfterprofil anlegt, der könnte mit dem Dark Rock Pro 3 also noch eventuell noch ein Schnäppchen machen, so lange er sich im Abverkauf befindet (aktuell scheint der Preis aber nicht zu rutschen). Wer weniger aktiv in die Lüftersteuerung eingreift, der sollte in jedem Fall zum Nachfolger greifen.

 


 

Fazit

Wie beim Wechsel von be quiet! Dark Rock 3 zu Dark Rock 4, sind auch die Änderungen von Dark Rock Pro 3 zu Dark Rock Pro 4 eher überschaubar. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass diese zum Teil wirklich Wirkung zeigen. Gemeint ist die Änderung des Montagesystems. Endlich geht diese auch beim Top-Modell wirklich einfach. Musste man teilweise beim Vorgänger noch Kühler vom Mainboard abschrauben um an die Muttern zu gelangen, kann man beim aktuellen System sogar mit geübten Händen den Einbau im Gehäuse vornehmen. Dass der Kühler auch bei fest angezogenen Schrauben noch leicht bewegt werden kann, ist zwar etwas unschön, aber der Test zeigte eigentlich ganz gut, dass dies keine wirklichen negativen Folgen hat.

Die neue Beschichtung der Lamellen und Heatpipes gefällt uns insgesamt noch besser als die vorherige. Auch wenn man verbaut nicht so viel davon sieht, passt der Keramiklack besser in dunkle Systeme. Ob die leichte Performance-Verbesserung auch auf die Beschichtung zurückgeht, lässt sich nur mutmaßen. In der Summe scheinen die Upgrades den Kühler aber noch eine Spur besser darstehen zu lassen als den Vorgänger. Nicht nur Leistungstechnisch ging es einen leichten Schritt nach Vorne, auch bei der Lautstärke wurde etwas Potential zur Optimierung gefunden und angegangen. Die beiden Silent Wings 3 Lüfter sind mechanisch scheinbar identisch, jedoch hat man ihre Steuerung angepasst, wodurch sie eine geringere Maximaldrehzahl sowie andere Drehzalkurve aufweisen. Betreibt man den Kühler per Mainboard-Kontrolle, schneidet der Dark Rock Pro 4 somit lautstärketechnisch besser ab als der Dark Rock Pro 3.

An der Verarbeitung lässt sich eigentlich nicht mosern. Etwas schade ist aber auch hier, dass der Keramiklack durch die enganliegenden Lüfterklammern beschädigt werden kann. Selbst mit etwas Übung gelang es uns nicht die Lüfter zu entfernen ohne dass sich, auch wenn nur minimal, etwas Lack ablöste. Wirklich schade, denn ansonsten wird das neue Top-Modell wirklich Premium-Ansprüchen gerecht. Bei einem Straßenpreis von etwa 71€, darf man das natürlich auch erwarten. Schaut man sich andere Dual-Tower dieser Preisklasse an, erhält man z. B. beim Cooler Master MasterAir MA620P weniger Leistung, dafür aber RGB Beleuchtung. Etwas günstiger wird es z. B. beim Thermaltake Frio Extreme Silent 14 Dual, welcher etwa gleich stark, aber auch lauter ist und zugleich schon einen langen Lebenszyklus aufweist. Etwas mehr Leistung gäbe es mit dem Noctua NH-D15, was allerdings auch noch einmal mit einem Aufpreis verbunden ist.

 

be quiet! Dark Rock Pro 4
Einfachere Montage, geringfügig bessere Leistung und leiser - Ein würdiger Nachfolger, 23.05.2018

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Pro Contra  be quiet dark Rock pro 4 fazit

+ endlich einfache Montage
+ starke Leistung
+ edle Optik
+ leise Abstimmung
+ gute Lüfter
+ Werkzeug enthalten

- leichtes Spiel auf dem Sockel
- Lüfterklammern sehr Stramm
- RAM Kompatibilität eingeschränkt



 

be quiet dark Rock pro 4 award 

 

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