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Test: Cooler Master MasterBox NR400

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Geschrieben von Kay Lubs
Veröffentlicht: 03. Juni 2019
  • Cooler Master

Cooler Master NR400 newsNachdem wir mit dem Cooler Master MasterBox Q300P ein eher eigenwilliges Micro-ATX Gehäuse im Test hatten, folgt nun ein vergleichsweise harmloser Vertreter aus Cooler Masters Repertoire. Mit dem NR400 dringt der Hersteller weiter in das Budget Segment vor und bringt dabei allerhand Features mit. Ob diese greifen wie gedacht und wie sich das Gehäuse in Hinblick auf Temperaturen bzw. Lautstärke schlägt, klärt unser Artikel dazu.

 

 

Eines der Ausstattungsdetails ist ein Glasseitenteil. Mit knapp 58 Euro hat man nur wenige Konkurrenten preislich vor sich, die ebenfalls ein solches Seitenteil liefern. Doch das soll nicht das einzige positiv anzuführende Merkmal sein, denn mit einer Mesh-Front und zwei ab Werk verbauten Lüftern (120mm) soll das NR400 auch bei den Temperaturwerten ganz vorne mitspielen. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird sich zeigen.

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Lieferumfang und Technische Daten

Neben allerhand Montagematerial befinden sich wie bereits angesprochen, ab Werk zwei 120mm Lüfter im Gehäuse. Einer in der Front und einer im Heck. Dabei ist es auch egal, ob die Variante mit, oder ohne 5.25“ Schacht erworben wurde. Der 5.25“ Schacht sorgt lediglich dafür, dass in der Front nur noch zwei anstelle von drei Lüftern und im Deckel nur noch ein einziger Lüfter anstelle von zwei, montiert werden können. Die maximale GPU Länge oder CPU Kühler Höhe, werden nicht beeinflusst.

Cooler Master NR400 1

 

Cooler Master MasterBox NR400
Mainboard-Format(e) Mini-ITX, Micro-ATX
Bezeichnung MasterBox NR400
Formfaktor Tower-Gehäuse
Preis-Gehäuse ca. 58€
Hersteller-Homepage www.coolermaster.de
Sonstige Eckdaten
Laufwerke 0 x 5,25 Zoll bzw. 1 x 5,25 Zoll
3 x 3,5 Zoll bzw. 4 x 3,5 Zoll
4 x 2.5 Zoll
Lüfter vorinstalliert
Vorderseite:

Rückseite:

optional
Vorderseite:
Deckel:
Rückseite:

1x 120mm Lüfter
1x 120mm Lüfter


3x 120mm, 2x 140mm
2x 120mm, 2x 140mm

1x 120mm
Radiator-Support Vorderseite:
Rückseite:
Deckel:
1x 120mm, 140mm, 240mm
1x 120mm
1x 120mm, 1x 240mm
max. CPU-Kühler-Höhe max. 166mm
max. GPU-Länge max. 346mm
max. Netzteil-Länge max. 140mm mit Festplattenkäfig
max. 325mm ohne Festplattenkäfig und ohne Frontlüfter
Material-Gehäuse Stahl, Glas, Kunststoff
Gewicht
5.72kg
Maße 411 x 210 x 411 mm (L x B x H)
Sonstiges Glasseitenteil
entfernbarer Festplattenkäfig
mit oder ohne 5.25 Zoll Schacht
Farbe Schwarz

 


 

Impressionen Aussen

Im Vergleich mit dem Q300P, wirkt das NR400 viel ruhiger und entspannter. Es fällt fast schon in die Reihen mancher Fertig-PCs wie aktuelle HP ProDesk Geräte. Für den Einsatz im Büro eignet sich das Gehäuse also schon mal sehr gut. Das Glasseitenteil ist natürlich nicht typisch für Büro-PCs und zeigt für welchen Einsatzraum das Gehäuse gedacht ist.

Cooler Master NR400 2 Cooler Master NR400 3

Die Vorderseite des Gehäuses besteht aus einem Mesh-Gitter, welches die gesamte Vorderseite überzieht. Einzig der glatte Metallstreifen unterbricht die Optik und lockert diese nicht nur auf, sondern verleiht der Vorderseite eine gewisse aber subtile Eleganz. Fallen die Temperaturen später positiv aus, wird die Vorderseite einen gewaltigen Anteil daran haben. Leider verbirgt sich hinter der abnehmbaren Mesh-Vorderseite kein Staubfilter. Lediglich das Mesh selber dient als geringfügige Barrikade für den eindringenden Staub. Ein Staubfilter sollte trotz des Preises vorhanden sein. Auch ein Aufpreis von ca. fünf Euro würde kein Problem darstellen. Ohne Front Abdeckung, kommt einer der beiden ab Werk verbauten 120mm Lüfter zum Vorschein. Eine kleine Durchführung neben dem Lüfter macht das Verlegen der Lüfter Kabel auch bei drei verbauten Lüftern, zu einem Kinderspiel.

Cooler Master NR400 4 Cooler Master NR400 5

Auf der Oberseite treffen wir dann auf den an der Vorderseite vermissten Staubfilter. Dieser hält dank Magneten sicher in der kleinen Vertiefung im Deckel und schließt so bündig mit dem Rest des Gehäuses ab. Zur Reinigung oder Montage von Lüftern, kann dieser dann einfach entfernt werden. Ohne Staubfilter sind Montagepunkte für zwei 120mm oder zwei 140mm Lüfter zu erkennen, welche dank der länglichen Löcher, etwas in Ihrer Position im Deckel verändert werden können.

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Neben den Lüfterplätzen befindet sich das Anschlusspanel des NR400. Zu dem Power- und dem Resetknopf, gesellen sich zwei USB 3.1 Gen1 Anschlüsse, sowie ein 3.5mm Klinken Kombo-Port an dem sowohl Kopfhörer oder Mikrofone angeschlossen werden können. Headsets mit separaten Klinkenanschlüssen, müssen allerdings mithilfe eines Adapters betrieben werden der dem Gehäuse leider nicht beiliegt. Verfügt das eigene Headset also nicht über solch einen Adapter, muss dieser nachgekauft werden.

Cooler Master NR400 8

Die Rückseite des Gehäuses ist im typischen Tower Aufbau, auch wenn der Aufbau wenige Zentimeter nach unten verschoben ist um im Deckel mehr Platz für Lüfter bzw. Radiatoren zu schaffen. Neben der Aussparung für die Mainboard Blende, befindet sich der zweite Werkslüfter auf seinem in der Höhe verstellbaren Platz. Leider ist dieser nicht nach Außen verlegt, wie man es beispielsweise bei Fractal Designs Define Gehäusen sehen kann. So würde zusätzlicher Platz im Innenraum entstehen, ohne die Abmessungen des Gehäuses zu verändern. Darunter befinden sich vier PCIe Slotblenden, welche mit Schrauben gesichert sind und wieder verwendet werden können. Ganz unten ist dann der Platz für das Netzteil. Entgegen des aktuellen Trends den Montagerahmen für das Netzteil abzuschrauben und zusammen mit dem Netzteil am Gehäuse Rahmen wieder zu verschrauben, muss hier das Netzteil klassisch von Innen angelegt werden. Von der Rückseite kann zudem noch gesehen werden, dass das Glasseitenteil mithilfe von zwei Daumenschrauben an der Rückseite gesichert ist. So lassen sich Fingerabdrücke auf dem Glas bestens vermeiden, da keine Schrauben am Glas festgedreht werden müssen. Die Unterseite des NR400 offenbart nicht nur einen Staubfilter für das Netzteil, sondern zeigt das der Festplattenkäfig im Inneren, in seiner Position variabel ist oder ganz entnommen werden kann.

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Bevor es mit den Impressionen des Innenraums weitergeht, werfen wir noch einen Blick auf die beiden Seiten des Gehäuses. Von der linken Seite ist das Glasseitenteil sehr schön zu erkennen. Auch der optisch abgetrennte Bereich unter der Netzteilabdeckung samt Cooler Master Logo zeigt sich hier deutlich. Die rechte Seite hingegen weißt keine Besonderheiten auf. Hier setzt Cooler Master auf ein übliches Metall Seitenteil das mittels zwei Daumenschrauben an der Rückseite befestigt ist.

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Impressionen Innen

Wer dachte dass das NR400 von außen spartanisch ist, der hat noch nicht den Innenraum gesehen. Aufgebaut ist er im typischen Tower Aufbau, allerdings wirkt es auf den ersten Blick so, als wäre bei der Montage in der Fabrik etwas vergessen worden. Trotzdem lässt der Innenraum sich in den vorderen Bereich, den mittleren Bereich mit Mainboardtray und in den hinteren Bereich einteilen.

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Im hinteren Bereich des Innenraums ist der zweite ab Werk verbaute 120mm Lüfter wieder zu finden. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich die beiden verbauten Ventilatoren unterscheiden. Während der vordere eher geschwungene Lüfterblätter hat, sind die Lüfterblätter des hinteren Lüfters vergleichsweise gerade. Das lässt darauf schließen, dass einer der beiden Lüfter eher für statischen Druck ausgelegt ist, während der andere für maximalen Airflow designt wurde.

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Ein Blick auf die Rückseiten der Lüfter zeigen dann auch unterschiedliche Produktnummern, während bei beiden Lüftern der Drehzahlbereich bei ca. 1200 Umdrehungen liegt. Gummierungen an den Lüfterecken hat hingegen keiner der beiden Lüfter.

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Im mittleren Bereich erstreckt sich nicht nur der Mainboard Tray, welcher mATX oder Mini-ITX Mainboards aufnehmen kann, sondern auch die Netzteil Abdeckung verläuft hier bis zur Vorderseite. Auf der Abdeckung befinden sich zwei 2.5“ Montagepunkte sowie zwei passende Kabeldurchführungen die leider nicht mit einer Gummierung versehen sind. Irgendwo mussten die Kosten ja eingespart werden (...) Damit Käufer nicht vergisst von welchem Hersteller das Gehäuse stammt, ist es als Designed by Cooler Master, gekennzeichnet.

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Verfolgt man die Abdeckung weiter bis in den vorderen Bereich des Innenraums, wird man von einer großzügigen Radiator-Aussparung begrüßt. Dank dieser passt selbst ein 45mm dicker Radiator ohne größere Mühen in die Gehäusefront. Hier sitzt der Frontlüfter, welcher von der Innenseite mit dem Gehäuse verschraubt ist. Möchte man den Lüfter ausbauen oder neue Lüfter einbauen, muss man dies also immer vom Innenraum aus machen.

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Hinter den Kulissen auf der Rückseite des Innenraums, sieht es ähnlich wie auf der anderen Seite aus. Die bereits verlegten Kabel des Anschlusspanels an der Oberseite lassen allerdings auf genügend Platz für ausreichendes Kabelmanagement hoffen. Die Möglichkeit den Festplattenkäfig zu entfernen verwandelt diese Hoffnung dann in absolute Gewissheit.

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Neben dem angesprochenen Festplattenkäfig, befindet sich der Montageplatz für das Netzteil, welches auf vier kleinen Entkopplungen ruht. Der Festplattenkäfig selber kann in einer von drei Positionen verschraubt, oder aber komplett entfernt werden.

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Um den Käfig zu verschieben, muss zunächst die einzelne Schraube an der Vorderseite des Käfigs gelöst und der Käfig anschließend herausgezogen werden. Nun kann er in einer von drei Positionen wieder befestigt werden. Dazu müssen nur die beiden Haken an der Rückseite des Käfigs in die entsprechenden Halterungsnasen geführt und die Schraube in die passende Bohrung geschraubt werden. Im Käfig selber können zwei 3.5“ Laufwerke komplett ohne Werkzeug, verbaut werden. Eine geringfügige Entkopplung findet dank der Gummierungen an den Schienen ebenfalls statt.

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2.5“ Laufwerke hingegen werden an den vorgesehenen Halterungen an der Mainboard-Tray-Rückseite, oder aber auf der Netzteil Abdeckung befestigt. Dazu werden zunächst je Laufwerk vier kleine Abstandshalter in die Bohrungen des Laufwerks geschraubt. Nun müssen in die zu verbauende Halterung vier Gummierungen gesteckt werden, in welche anschließend das vorbereitete Laufwerk einfach mit den Abstandshaltern, gesteckt wird.

 


 

Hardware-Einbau

Der Einbau des Testsystems verlief ohne Auffälligkeiten oder Probleme. Jede Komponente kann ohne Probleme verbaut werden und durch den offen gestalteten Innenraum kommt es auch nicht zu Kompatibilitätsproblemen. Einzig zusätzliche Gummierungen an den vier nicht gummierten Durchführungen wären gut gewesen.

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Auch auf der Rückseite des Mainboard Tray sieht es gut aus. Dank etwas über 2cm Platz für Kabel, können auch dicker Rundkabel, allerdings mit etwas Druck, verlegt werden.

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Einbau Wasserkühlung

In Zeiten in denen AiO Wasserkühlungen populärer denn je sind, darf in einem Gehäuse-Test natürlich nicht die Kompatibilität der Wasserkühlungen und Radiatoren vergessen werden zu prüfen. Dafür haben wir versucht unterschiedliche Radiator-Größen und Dicken, im Gehäuse zu montieren.

Laut Cooler Master werden im Deckel lediglich 120 bzw 240mm Radiatoren unterstützt. Wenn allerdings kein Radiator in der Front verbaut wird, lässt sich auch Problemlos ein 280mm großer Radiator im Deckel unterbringen. Einzig etwaige Kompatibilitätsprobleme mit dem verbauten Mainboard könnten auftauchen. Hier muss und sollte im Vorfeld der Montage genau geprüft werden! Ein 45mm dicker Radiator hat zwar genug Platz bis zum Mainboard, allerdings wird es nahezu unmöglich nun noch Lüfter zu verbauen. Die Kombination aus einem 30mm dicken Radiator und extra dünne 15mm Lüfter wäre die Lösung. Wer auf normale 25mm dicke Lüfter setzen will, muss sich daher mit 240mm im Deckel zufrieden geben.

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Wird im Deckel kein Radiator oder aber ein 30mm dicker 240mm Radiator verbaut, kann in der Front noch zusätzlich ein 280mm großer Radiator verbaut werden (wie unten abgebildet). Theoretisch sollte auch ein 360mm Radiator passen, allerdings lässt sich dieser durch die Aussparung in der Netzteilblende, nicht an seinen bestimmten Montageplatz manövrieren. Die maximale, gleichzeitige Radiatorfläche beschränkt sich also auf 280mm in der Front, 240mm im Deckel und 120mm im Heck.

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Testsystem vorgestellt

Unsere Gehäusetests werden nach einem standardisierten Prinzip durchgeführt. Wie wir testen kann wie gewohnt in unseren Artikeln, Wie wir testen, nachgelesen werden. Auf diese Art und Weise ist eine Vergleichsmöglichkeit aller Testberichte im Bereich von Gehäusen gegeben.

 

 

AMD AM4 µATX-Gehäuse Setup

system overview 2

mainboard 2 psu 1 gpu 2
Prozessor:
AMD Ryzen 5 1400 (Retail) - Turbo off
Mainboard: MSI B350M Mortar
Storage: Corsair MP500 240GB M.2 NVMe
Kühlung: be quiet! Shadow Rock TF2
RAM:
2x8GB Corsair Vengeance LPX @ 2666MHz
Netzteil: be quiet! Straight Power 11 550W
Grafikkarte:
MSI Radeon RX 580 Gaming X
Betriebssystem: Windows 10 Pro x64
Grafiktreiber: -

 

Overall Rating

Das Overall-Rating ist eine Zusammenfassung aller Temperaturen und Messwerte. In der Summe ergibt sich daraus ein Leistungsindikator hinsichtlich der Kühlleistung eines jeden Gehäuses. Wir sind aktuell bemüht die Vergleichsbasis aufzufüllen, so dass alle ermittelten Werte auch in Relation zueinander stehen.

 

 

Lautstärkemessung

Gemessen wird mit einem Schallpegelmessgerät "PCE 318". Dieses sitzt festgeschraubt auf einem Stativ und erfasst die Lautstärke 50cm entfernt von der Gehäusefront. Der von uns genutzte Messraum liegt bei ca. 32 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen.

 

Aufgrund der Mesh-Front des NR400 waren gute Temperaturwerte quasi vorprogrammiert. Das allerdings auch die Lautstärkewerte derart gut abschneiden, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Das Zusammenspiel der beiden 120mm Lüftern sorgt also nicht nur für einen guten Luftfluss, sondern die Qualität der Lüfter und das Glasseitenteil lassen das Gehäuse nicht zu laut werden. So setzt es sich derzeit an die Spitze und kann selbst Gehäuse mit nur einem Lüfter hinter sich lassen - rein unter akustischen Gesichtspunkten.

 

 

Temperaturmessung

Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Tools NZXT Cam (3.5.80), FurMark (1.20.0) und Prime95 (29.4b8) zum Einsatz. Prime95 läuft im „Maximum-Heat-Test“, während unser R5 1400 auf einen Takt von 3.4GHz bei einer Spannung von 1.25V eingestellt ist. Mit diesen Einstellungen möchten wir die Wärmeabgabe etwas erhöhen, allerdings nicht mit einer extremen Übertaktung, fern ab der Realität testen. FurMark wird im Custom-Modus (1280x720 - non Fullscreen) betrieben, während unsere RX 580 Gaming X, auf einen Takt von 1300MHz und einem maximalen Power Target eingestellt ist. Beide Last-Tools laufen parallel 30 Minuten lang. Nach einer kurzen Abkühlphase, werden die Messungen für die verschiedenen Lüfterspannungen erneut vorgenommen. Als Vergleichsgrundlage wird der offene Aufbau gemessen und mit in die Diagramme aufgenommen.

 


 

Temperaturmessung 7V

Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.

 

 

Kurze Auswertung

Mit einer Spannung von 7V an den Lüftern, zeigt sich das Cooler Master MasterBox NR400 von einer guten Seite. Selbst das Thermaltake Level 20 VT mit seinem großen 200mm Lüfter in der Front, kann solch gute Werte nicht erreichen. Einzig das NZXT H400i konnte mit seinen drei 120mm Lüftern noch besser abschneiden. Die Differenz ist allerdings sehr gering.

 


 

Temperaturmessung: 12V

Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich. Diese Temperaturmessung haben wir auch bei einem offenen Aufbau angewandt, um die Kühlleistung mit dem des verbauten Zustandes vergleichen zu können.

 

 

Kurze Auswertung

Dieser Trend setzt sich dann auch bei vollen 12V den Lüftern fort. Alle anderen Gehäuse bis auf das NZXT H400i, werden weit hinter sich gelassen. Dies zeigt erneut, das Cooler Master aus vergangenen Problemfällen gelernt hat und setzt diese neue Linie beim NR400 klar und deutlich durch. Wer auch Leistungsstärkere Hardware im NR400 verbauen oder diese übertakten möchte, muss sichum zu hohe Temperaturen keine Sorgen machen. Egal ob nur 7V oder ganze 12V anliegen oder irgendwas dazwischen.

 


 

Fazit

Understatement ist wohl das perfekte Wort solle man das NR400 mit nur einem beschreiben, denn die schlichte Eleganz wird durch die Verarbeitung und die Features perfekt in Szene gesetzt. Zu diesen Features gehört die Mesh-Front defintiv, denn sie hat nicht nur optisch einen großen Einfluss auf das Gehäuse, sondern ist auch maßgeblich an den sehr guten Temperaturwerten beteiligt. In Verbindung mit den beiden guten verbauten 120mm Lüftern, muss man sich nur dem H400i mit drei Lüftern geschlagen geben, allerdings nur bei dem Temperaturwerten. ABER, dass an dieser Stelle kein Staubschutzfilter verbaut ist legen wir als ganz klares Manko aus.

Schwenkt der Fokus dann auf den Punkt der Lautstärke, kann das NR400 vollends überzeugen. Selbst das mit nur einem Lüfter bestückte Q300P aus dem eigenen Hause, konnte die Lautstärke nicht so gut zügeln wie es das NR400 kann. Das Zusammenspiel aus guten Lüftern, guter Verarbeitung und dem in der Preisklasse nicht üblichen Glasseitenteil, sorgt aktuell für die Führung der Lautstärke Messungen.

Was wir vermissen ist ein Klinkenadapter für den 3.5mm Kombo-Klinkenport des Anschlusspanels, besser gesagt für das Mikrofon. Auch wenn die meisten neueren Gehäuse meist mit solch einem Adapter ausgeliefert werden, gehört dieser bei weitem noch nicht zum Standard. Dazu kommt, dass dieser bei älteren Headsets nur sehr selten zum Lieferumfang gehörte. Auch hier gilt wieder, dass dieses Extra den Preis nicht zu sehr in die Höhe getrieben hätte. Fünf Euro Aufpreis, dann aber mit Adapter wäre wohl die bessere Lösung.

Dennoch verfügt das Cooler Master MasterBox NR400 über ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Die gebotenen Features und insbesondere die sehr gute Leistung, lassen sich in der angepeilten Preisklasse nur schwer, oder gar nicht finden. Für den aktuellenen Straßenpreis von unter 60€, kann man mit dem NR400 so gut wie nichts falsch machen. Potenzielle Käufer sollten sich nur vorher versichern, ob sie einen Klinkenadapter für ihr Headset benötigen oder nicht, um böse Überraschungen zu vermeiden. Von uns gibt es für alles gebotene den Preis-Leistungs-Award. Das Gehäuse selbst kann u.a. bei Amazon erworben werden.

 

Cooler Master MasterBox NR400
schlichtes und edles Tower Gehäuse mit sehr guten Lautstärke- und Temperaturwerten, 03.06.2019

Gehäuse Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
Pro Contra Cooler Master NR400 1

+ sehr gutes Preisleistungsverhältnis
+ sehr gute Temperaturwerte
+ sehr gute Lautstärkewerte
+ gute & grundsolide Verarbeitung
+ leicht getöntes Glasseitenteil

- kein Klinkenadapter im Lieferumfang
- kein Staubfilter hinter der Front




 

Cooler Master MasterBox NR400 award k

 

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