Nachdem das letzte Modell (LG 34GK950G) welches sich bei uns auf dem Prüfstand befand und ebenfalls aus dem Hause LG stammt, eher die Gaming-Fraktion unter den PC-Nutzern ansprechen sollte, schauen wir uns heute ein 38 Zoll Modell an, das eher als Allzweck-Monitor tituliert werden kann. Wie sich der LG 38WK95C in der Praxis geschlagen hat, klären wir auf den folgenden Seiten.
Auf der technischen Seite betrachtet bietet der 38WK95C von Allem etwas. Neben einer Auflösung von 3860x1600 Pixeln mit einem Curved-Display sowie eine HDR-Funktion und Freesync mit bis zu 75 Hertz. Das 21:9 curved AH-IPS Display bietet laut Hersteller eine 99 prozentige Darstellung des sRGB-Farbraum und unterstreicht die flexible Einsetzbarkeit. Ob diese Vermischung von Eigenschaften funktioniert, schauen wir uns auf den nächsten Seiten genauer an. Vorne weg sei aber gleich mal gesagt, dass das hier präsentierte Gerät dem LG 38UC99-W, den wir vor über 1,5 Jahren schon vorgestellt haben, verdammt ähnlich sieht und zugleich auch fast die identischen Specs aufweist.
Der Hersteller packt alles notwendige mit in den Karton rein, was zum Betrieb nötig ist. Neben einem DisplayPort-Kabel liegen dem Monitor auch ein HDMI- und ein USB-C-Kabel bei, welches für die Inbetriebnahme des USB-Hubs auf der Rückseite benötigt wird. Auch eine Montage-Anleitung für den einfachen Aufbau und eine CD befindet sich mit im Lieferumfang. Auf diesem Datenträger sind die ON-Screen Software, das Users-Manual und der Monitortreiber abgelegt.
| LG 38WK95C-W im Überblick | |
| Bezeichnung | 38WK95C |
| LCD-Größe | 37,5 Zoll |
| Curved | Ja |
| Bildwiederholrate | ~ 56-61Hz |
| Hersteller Homepage | www.lg.com |
| Preis | ca. 1200,- EUR |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Kopfhöreranschluss | vorhanden |
| Gewicht | 9,3 kg - mit Fuß |
| Energieverbrauch | Verbrauch: 70W Standby: 0,3W |
| Netzteil | extern |
| Vesa-Standard | 100 x 100mm |
| Auflösung | 3840 x 1600 Pixel |
| Bildformat | 21:9 |
| Helligkeit | 300 cd/m² |
| Kontrast | 1.000 : 1 (Nativ) |
| Reaktionszeit | 5ms |
| Panel | mattes AH-IPS Panel |
| Blickwinkel | 178° vertikal |
| Anschlüsse | ▪ 2x USB-A Downstream |
Detailansicht
Wie bei fast allen LG-Modellen üblich, wird der Monitor in drei Teilen geliefert. Die Montage gestaltet sich sehr einfach und ist innerhalb von fünf Minuten erledigt. Aufgebau ist das Erscheinungsbild schon mal imposant, dass 38 Zoll Curved-Display ist auf den ersten Blick sehr eindrucksvoll. Optisch findet man viele Anleihen vom kleineren 4K-Bruder LG 27UK850-W.

Das von vorne betrachtet schwarz gehaltene Design, wird von einem silberfarbenen Rahmen eingefasst, zu dem auch der gebogene Standfuß perfekt passt. Die schwarzen Bereiche der Front sind aus mattschwarzen Kunststoff und der Rahmen für das Panel ist nur hinter dem Glas zu erahnen. Bis auf den unterhalb angebrachten Kunststoffstreifen, sitzt das Panel „rahmenlos“ in der Front, jedenfalls optisch. Diese cleane Optik hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, welches auch die gut gewählte Materialqualität und Verarbeitung unterstreicht.
Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, setzt LG bei fast allen Modellen ein nicht direkt ersichtliches Bedienfeld für die komplette Steuerung des Monitors ein. Auf dem unteren Rahmenteil wurde das Hersteller-Logo platziert und genau darunter befindet sich auch der Joystick für die Menüsteuerung. Dieser ist leicht nach hinten angewinkelt und bei Betrachtung der Vorderseite nicht ersichtlich. Dieser bietet eine gute Haptik und ermöglicht eine leichtgängige Bedienung in den umfangreichen Menüpunkten.
Für einen stabilen Stand soll die massive und robuste Fußkonstruktion sorgen, die mit Hilfe von Rändelschrauben miteinander verbunden sind und einfach in das Panel eingeklickt werden. Damit der massive Aluminiumbogen inklusive Aufnahme einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch bekommt, müssen ca. 27 Zentimeter in der Tiefe bereitstehen. Wer dafür nicht den nötigen Platz hat, für den bietet sich eine Monitorhalterung an, denn der Monitor ist vorbereitet für Schwenkarme und Wandhalterungen nach VESA FDMI Standard.
Durch das große Display konnten wir bei der Menübedienung ein leichtes nachschwingen des Panels im Alltag vernehmen. Aber zum umkippen konnten wir ihn nicht provozieren. Die ergonomischen Funktionen sind ausreichend. So bietet der Monitor eine ausreichende Höhenverstellung, lässt sich leicht einwinkeln, bietet aber keine Möglichkeit der Drehung des Panels. Das ist aber bei einem Curved-Panel zu vernachlässigen, da jeder Nutzer sicherlich zentral mittig vor dem Monitor sitzen wird.
Im Gegensatz zu der eher dunklen Vorderseite, bildet die Rückseite einen stimmigen Kontrast mit ihrer weißen Farbgebung. Die leicht cremefarbige Oberfläche ist auch mit einer matten Oberfläche ausgestattet, sehr wertig verarbeitet und gefällt deutlich besser als die hochglänzenden Modelle wie z.B. der LG 38UC99-W. Zur Kommunikation stehen am 38WK95C einige Schnittstellen zur Verfügung. Neben dem Display-Port und zwei HDMI-Schnittstellen, steht auch ein Kopfhöreranschluss dem Nutzer zur Verfügung. Zusätzlich besitzt das LG Modell einen USB-Hub, mit zwei USB-3.0 Anschlüsse und als Besonderheit den Upstream mittels einen USB-C Anschlusses bereitstellt.
Das imposante Auftreten des LG 38WK95C wird gekonnt vom Hersteller mit einem schlichten Design und hoher Verarbeitungsqualität kombiniert. Die verwendeten Materialen sind erstklassig gewählt, der massive Aluminium-Standfuß vermittelt Wertigkeit und einen stabilen Halt, wenn auch das Display bei der Bedienung etwas nachschwingt. Aber Äußerlichkeiten sollten nicht überwertet werden und auf den nächsten Seiten werden wir das Gerät von der technischen Seite genauer beleuchten.
Menü-Steuerung
Wie schon auf der vorherigen Seite angesprochen, setzt LG bei der Menüsteuerung wieder auf den bekannten Joystick unterhalb des Monitors, der die Navigation in den Einstellungen simpel hält. Die Hauptoberfläche des Menüs ist gegenüber den Modellen 32GK850G und 27GK750F nicht mittig platziert, sondern befindet sich rechts des Monitors.

Für den Schnellzugriff auf einige Einstellungen des Monitors steht dem Nutzer aber wieder ein mittig platziertes Menü zur Verfügung. Dieses enthält Abzweigungen in die einzelnen Bereiche wie Gaming-Presets, gewünschter Eingang und aber auch den Zugang zu den Einstellungen findet man hier.

Das Menü ist gewohnt umfangreich mit Funktionen gespickt und neben Settings wie Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe, findet man auch die Einstellung für die FreeSync-Funktion. Wer es anstrebt mit dem 38 Zöller ein Spielchen zu wagen, für den stehen im mittig platzierten OSD Gaming-Presets für verschiedene Spiel-Genres zur Verfügung. Aber auch LG typische Funktionen wie die der Reaktionsfreudigkeit des Panels und den Black-Stabilisator findet man hier wieder.
Office-Betrieb
Mit seiner Auflösung von 3860 x 1600 Pixeln bei einer Bilddiagonale von 38 Zoll besitzt der LG 38WK95C eine Pixeldichte von 109,96 PPI. Sicherlich kein überragender Wert aber völlig in Ordnung für ein 21:9 Curved-Gerät. Dank der guten Auflösung und dem eingesetzten AH-IPS Panel ist der große Monitor auch für Office-Aufgaben gewappnet, auch wenn die gebogene Ausführung sicherlich nicht das optimale Gerüst dafür ist.
Im täglichen Umgang ist die Kombination aus 38 Zoll und der nativen Auflösung ein guter Kompromiss aus Lesbarkeit und Displayschärfe. Für diejenigen denen die Auflösung zu „klein“ ist, haben die Möglichkeit, die Skalierungsfunktion des eigenen Betriebssystems zu bemühen. Uns hat das Surfen im World Wide Web oder Schreibtätigkeiten in Office-Anwendungen in der nativen Auflösung jedenfalls Spaß gemacht und überzeugt. Der Monitor ist in der Lage ein gutes Bild bzw. Schärfe in der Schriftdarstellung zu erreichen.

gute Schriftschärfe bei nativer Auflösung
Der Umgang mit der Bild- bzw. Videobearbeitung sollte für das AH-IPS Panel mit seiner guten Farbraumabdeckung (siehe Messergebnisse) auch kein Problem darstellen, wäre da nicht das gebogene Design. Das Curved-Panel macht dieses Einsatzgebiet nicht unmöglich, aber eben nur eingeschränkt nutzbar. Denn weder Kreationen von Malern oder selbstgeschossene Bilder werden gebogen dargestellt, somit dürften z. B. Objektiv-Verzeichnungen oder Korrekturen von Architekturaufnahmen sich an einem Curved-Panel schwierig gestalten. Für einfache Video- oder Bildbearbeitung ist der Monitor sicherlich nutzbar, wenn man sich eben vorher der verkrümmten Linien bewusst ist.
Gaming-Betrieb
Dank der Integration von AMDs FreeSync, wurde mit dem 38WK95C auch mal eine Runde um den Nürburgring (Forza Motorsport 7) gedreht oder auch mal eine Stunde Sparta mit Alexios (Assassins Creed Odyssey) erkundet bzw. „befreit“. Durch die leicht gebogene Oberfläche und der guten Größe des Panels, konnte gerade in Forza Motorsport 7 ein wirklich intensives Spielgefühl erreicht werden. Stellt man den Monitor nah genug vor einem auf, erreicht der 38 Zoll große Monitor eine wirklich gute Sichtfeldabdeckung und eignet sich gerade für Playseats oder Simulatoren im Motorsportbereich gut. Die Breite und Auflösung stellt dem Gamer viel Inhalt zur Verfügung und Elemente wie ein HUD oder andere Informationen werden gut aus dem wichtigen mittigen Spielbereich nach außen verfrachtet, bleiben aber dennoch gut sichtbar.
Wer sich jetzt an den maximalen möglichen 75Hz mit FreeSync stört, den können wir beruhigen. Uns hat diese „Einschränkung“ jedenfalls kaum gestört. Auch wenn man nicht unbedingt die höchsten synchronen Frameraten für Online-Shooter oder ähnliches benötigt, sicherlich eine völlig zufriedenstellende Lösung. Man muss sich aber bewusst sein, dass die Auflösung von „nur“ 3860 x 1600 Pixel auch einen leistungsstarken Pixelbeschleuniger voraussetzt, zumindest wenn man die Spezifikationen des Monitors ausreizen möchte. Unsere RX580 aus dem Hause MSI war z.B. in Assassins Creed Odyssey nicht ansatzweise in der Lage an der 75fps Marke zu kratzen und mühte sich bei hohen Einstellungen mit 25-30 Bildern pro Sekunde rum.
Es kristallisiert sich leider nicht ganz heraus, für welchen Bereich LG den Monitor vorsieht. Jeder Bereich ist nutzbar, wenn auch leicht eingeschränkt und keiner kann zu 100 % überzeugen. Für Office- oder Design-Anwendungen sind Größe und Auflösung sehr gut gewählt, das gebogene Display disqualifiziert den Monitor aber für den ernsthaften Einsatz in diesem Bereich, aber dieses "Problem" haben alle Curved-Displays. Denn verkrümmte Linien sind bei Tätigkeiten im Webdesign, in der Bildbearbeitung oder dem Videoschnitt problematisch und schwierig richtig zu korrigieren. Im Gaming-Segment wird zwar AMDs Free-Sync geboten, aber die erreichbare Bildwiederholfrequenz stellt sich für den Hardcore-Zocker wahrscheinlich als Hürde heraus in der heutigen Zeit. Aber das was er macht, macht der LG richtig gut und die Spezifikationen sind ja jedem Interessierten vor dem Kauf zugänglich und man kann sich damit arrangieren.
HDR-Funktion
LG stattet den 38WK95C mit einem 8 Bit AH-IPS Panel aus und bietet somit eine erweiterte Farbdarstellung von 1,073 Mrd. Farben dar (8Bit+FRC). Damit kann der Monitor neben einen 99% abgedeckten sRGB Farbraum auch eine „einfache“ HDR-Unterstützung anbieten, was im Hinblick auf Games und der Videowiedergabe ein interessantes Feature darstellen kann oder bleibt es nur bei einem Gimmick? Jedenfalls liest es sich schon mal gut auf dem Datenblatt. Aber natürlich wollen wir uns dem Thema auch widmen und fragen uns: Wo ist der Nutzen bei Monitoren gegeben? Aktuell stellt die HDR-Technik im Fernsehbereich die aktuelle State of the Art Ausstattung dar und ist in diesem Segment auch nicht mehr wegzudenken. Bei Filmen, Serien oder sogar Sportübertragungen kann dieses Feature als echter Mehrwert dienlich sein, wenn auch die Medien noch wirklich rar gesät sind. Im PC-Bereich sieht das etwas anderes aus, liegt hier doch der Großteil der Nutzung auf Browser, Bildbearbeitungsprogramme oder die Textverarbeitung mittels Office Tools. In diesem Bereich ist eine HDR-Funktion nicht wirklich sinnvoll nutzbar, außer vielleicht für ein paar Spezialisten im Bildbearbeitungsbereich, aber die bevorzugen dann auch eher andere Panels / Monitore.

HDR-Bildvergleich beim LG 27UK850-W (zum Artikel)
Im Computerbetrieb bietet sich eine HDR-Unterstützung eher für den Gaming- oder Filmbereich an, da diese von einem höheren Farbraum durchaus profitieren können. Auch spätestens seitedem Youtube und Netflix zur Massenverbreiten auf diesen Zug aufgesprungen sind, sicher auch nicht mehr uninteressant. Im täglichen Umgang mit dem 38 Zoll großen Monitor erkennt man zwar den angewachsenen Kontrastumfang und das die Farben etwas gesättigter dargestellt werden. Mit seiner maximalen Helligkeit von 300 Nits bietet die HDR-Funktion des Monitors aber nur einen minimalen Mehrwert dar, da die Spitzenhelligkeit einfach zu gering ausfällt. Daher fällt der HDR-Effekt mäßig aus. Nur kurz zur Erklärung, in der Regel sollen / müssen HDR-TV-Geräte einen Spitzenhelligkeit von mindestens 1000 nits / cd/m² aufweisen.

Aktivierung des "HDR-Effekts" unter Windows 10
Dazu kommt auch, dass IPS-Panels bestenfalls ein Kontrastverhältnis von um die 1.000:1 oder VA-Panels um die 3.000:1 erreichen können und damit immer noch weit entfernt von den gewünschten Werten ernsthafter HDR-Wiedergabe sind. Somit spielt die Funktion aufgrund der Panel-Eigenschaften nicht die Stärken von Helligkeit und Kontrast aus. Der LG Monitor bietet mit Hilfe von Windows 10 die Oberfläche mit Standard Dynamic Range (SDR) in High Dynamic Range (HDR) umzuwandeln. Diese Funktion, SDR Quellen in HDR Bildqualität aufzuhübschen, ist nichts weiter als eine heftige Kontrastanhebung und Überschärfung des Quellmaterials, was die Funktion in unseren Augen überflüssig bzw. noch nicht wirklich nutzbar macht.
MAXXAUDIO Surround Sound System
Das integrierten Soundsystem mit 2 x 10 W klingt für einen im Monitor untergebrachtes System recht gut, Features wie „Rich Bass“ sind aber nur Marketingfloskeln, denn einen wahrnehmbaren Tiefton bekommt man nicht geboten. Aber für einfache Youtube-Videos oder mal eine Fernsehsendung sollte diese Audiolösung locker langen. Wer lieber über die eigenen Kopfhörer das Audiosignal empfangen möchte, nutzt den rückseitig untergebrachten Klinkeausgang im 3,5mm Format.
Dazu verfügt der Monitor über eine Bluetooth-Schnittstelle und kann beispielsweise mit dem eigenen Smartphone in Kontakt treten. Aber das funktioniert leider nur in eine Richtung, also das gekoppelte Geräte kann das Audiosignal an den Monitor senden, leider kann der Monitor aber kein Audiosignal an einen kleinen Lautsprecher übermitteln, was in unseren Augen die sinnvollere Funktionsweise darstellen würde.
Blickwinkel
Mit seinem AH-IPS Panel ist diese Disziplin für den 38WK95C ein Kinderspiel. Das Panel ist blickwinkelstabil und bei seitlicher Draufsicht ist eine Farbverfälschung nur minimal sichtbar, wenn man es bei einem Curved-Panel denn beurteilen möchte. Wir haben versucht mit Hilfe der Animation die Blickwinkelqualität einzufangen.

Messungen
Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kam das X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter zum Einsatz. Damit ist es möglich den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzise definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können.
Helligkeit / Kontrast
Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. Alle Messungen werden von uns bei eingestellten 100% Helligkeit, 70% Kontrast und Gamma 2 in den Monitoreinstellungen miteinander verglichen, natürlich nach einer Aufwärmzeit von ca. einer halben Stunde.

Mit den gemessenen 299 cd/m² liegt die Leuchtkraft des LG 38WK95C in üblichen Sphären für ein IPS-Panel. Diesen Wert konnten wir auch in unseren Messungen bestätigen und somit bietet der Monitor ausreichend Leuchtkraft, um auch in einer hellen Umgebung bestehen zu können. Der Kontrastumfang liegt unter den angegeben 1000:1, aber innerhalb der Toleranz bzw. Messabweichungen. Bei der Farbtemperatur bewegen wir uns wieder bei dem Tageslicht üblichen 6500K, natürlich in den Werkseinstellungen. Diese Farbausrichtung kann mit Hilfe des Menüs auch seinen Vorlieben angepasst werden, ob eher warme Farben das Gemüt positiv empfinden oder man auf der kalten Seite der Farbdarstellung seine Präferenz setzt, das Menü kann es richten ;).
Farbraumabdeckung
Wie gut die Darstellung des sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann, kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert und so können wir mit einem entsprechendem Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen.
Der 38WK95C kann schon wie bei der Helligkeits- und Kontrastmessung, hier seine Stärken ausspielen und der von LG angegebene sRGB Farbraum wird vollständig abgebildet. Leider eignet sich unsere aktuelle Kombination aus Messgerät und dessen Software nicht, um den BT.2020 bzw. erweiterten HDR-Farbumfang genau erfassen zu können, aber wie arbeiten daran. Wer sich die animierte 3D-Grafik selbst genau ansehen möchte, der kann das bei ICCVIEW.de machen. Das von uns erstellte Profil kann man sich hier herunterladen (ICC-Profil).
Bildhomogenität
Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Hier kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Leuchtdichte-Weiß

Leuchtdichte-Grau

Leuchtdichte-Dunkelgrau

Die Ausleuchtung ist bei diesem Modell nicht komplett überzeugend und es gibt in einigen Bereichen Unterschiede von bis 15 Prozent zur Bildmitte hin, zumindest in den dunklen Farbbereichen. Der hellste Punkt ist üblicherweise in der Mitte des Monitors zu finden und reduziert sich ungleichmäßig zu den Rändern hin, ist aber vom Weißpunkt gut und gleichmäßig verteilt ausgeleuchtet. Die gemessenen Abweichungen sind im Alltag kaum bis gar nicht wahrnehmbar und fallen nur dem Messgerät wirklich auf. Subjektiv empfunden, können wir dem 38WK95C ein homogenes Bild in der Helligkeitsverteilung attestieren.
Leistungsaufnahme
Auch den Verbrauch des Monitors möchten wir natürlich unter die Lupe nehmen und aufgrund eines Messgeräts-Wechsel, auch hier unsere Bedingungen etwas angepasst. An dieser Stelle möchten wir keine Vergleiche mehr mit anderen Geräten herstellen, was durch die verschiedenen Größen, Auflösungen und möglichen Helligkeitsunterschiede auch kaum einen nennenswerten Mehrwert bietet. Wir werden ab sofort die Leistungsaufnahme in verschiedenen Bereichen ermitteln, dafür steht uns ein Voltcraft Energy Logger 4000 zur Verfügung. Neben dem Standby-Verbrauch, wird der maximale Verbrauch (max. Helligkeit, FreeSync bzw. G-Sync an) ermittelt. Des Weiteren loggen wir die Leistungsaufnahme in einer üblichen Arbeitsumgebung (Helligkeit bei 160cd/m²) und auch eventuelle Sonderfunktionen, wie zum Beispiel eine zusätzliche Beleuchtung oder eine vorhandene Quick-Charge-Funktion werden, falls vorhanden, mit in die Ergebnisse einfließen.

Die maximale Leistungsaufnahme liegt innerhalb der Spezifikationen des Monitors die LG rausgegeben hat und bewegt sich in den üblichen Kreisen beim Stromverbrauch. Der Standby-Verbrauch liegt mit 0,2 Watt minimal unter den angegebenen 0,3 Watt, hält aber noch die EU-Verordnung vom 06.01.2013 ein.
Kostenauflistung
| Kostenaufstellung - LG 38WK95C-W | |
| Monitor mit einem Verbrauch von: | 47,00 Watt (aufgerundet) |
| Dauer: | 4 Stunden am Tag |
| Dieser Verbrauch findet an: | 5 Tagen in der Woche statt |
| Strompreis: | 0,28 € pro kWh |
| Zeitperiode | Stromverbrauch | Stromkosten |
| pro Tag: | 0,188 kWh | 0,05 € |
| in der Woche: | 0,94 kWh | 0,20 € |
| in 4 Wochen: | 3,76 kWh | 0,80 € |
| im Jahr: | 45,12 kWh | 9,60 € |
| in 5 Jahren: | 225,6 kWh | 48,00 € |
Bei einer Nutzung von fünf Tagen in der Woche je bei 4 Stunden Betriebszeit, kostet der Monitorbetrieb bei einer Helligkeit von 160 cd/m² 9,60 Euro im Jahr. Ein Wert, der locker zu verschmerzen ist. Im Hardwarebereich gibt es sicherlich schwerere Geschütze die den Stromverbrauch und zugleich die Kosten in die Höhe treiben und für ein 38 Zoll Display bewegt sich die Leistungsaufnahme in einem überschaubaren Kostenbereich.
Fazit
Mit dem 38WK95C hat LG Electronics einen überzeugenden Monitor im Portfolio, der viele Eigenschaften mitbringt um in vielen Einsatzbereichen bestehen zu können. Für aktuell um die 1100,- Euro bekommt man ein homogen ausgeleuchtetes und großes Curved-Panel, welches in einem Gehäuse untergebracht ist, dass mit einer erstklassigen Verarbeitung daherkommt und eine dezente aber schicke Optik besitzt. Das verbaute AH-IPS Panel bietet eine Auflösung von 3840 x 1600 Pixel, bildet den sRGB Farbraum komplett ab und bietet für ein „runderen“ Spieleindruck AMDs FreeSync. Die beworbene HDR-Funktion lassen wir mal unkommentiert, Lichtstärke und Kontrastumfang des Panels sind für eine ernsthafte Umsetzung eher nicht geeignet.
Die Kombination aus Auflösung, Größe und Farbwiedergabe bieten dem Nutzer eine große Arbeitsfläche für Office bzw. einfache Bild- bzw. Videobearbeitung, wenn man mit den gekrümmten Linien kein Problem hat. Auch eine Spieletauglichkeit können wir dem 38WK95C attestieren. Dank Freesync mit bis 75 Hz wird ein geschmeidiges Spieleerlebnis gesorgt. Dank dem großen Display macht das „Zocken“ auf dem LG 38WK95C zu einem echten Erlebnis. Gerade Motorsport-Games wie Forza 7 oder aber auch aktuelle Blockbuster wie Assassins Creed Odyssey profitieren von der enormen Sichtfläche, welche ein sehr immersives Spielgefühl erzeugt. Vorausgesetzt man füttert den Datenstrom mit einem potenten Pixelbeschleuniger (...)
Für uns bewegt sich der 38WK95C-W mit einem aktuellen Straßenpreis von um die 1.100,- Euro in einer fairen Preisrange und wenn man sich mit den Eigenschaften eines Curved-Panels arrangieren kann, kann er zu einem exzellenten Begleiter im Alltag werden. Verfügbar ist das Gerät unter anderem auch bei Amazon.
LG 38WK95C-W - 38 Zoll Monitor | ||
| Monitor Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
| Pro | Contra | ![]() |
+ umfangreicher Lieferumfang (Kabel) | - HDR-Funktion | |

Übersicht weiterer Monitor-Testberichte:
▪ Test: LG 34GK950G - G-Sync Monitor














