Shooter wie CS:GO oder das aktuell sehr beliebte PUBG leben von ihrem actiongeladenen Storytelling und erfordern vom Gamer blitzschnelle Reaktion. Hier zählt nicht unbedingt immer das letzte Quäntchen Auflösung, sondern es geht um schnelle Reaktionszeiten bei moderaten Anforderungen an die Hardware. Genau in dieses Segment möchte LG mit dem 27GK750K-B Gaming-Monitor vorstoßen. Mit einer Größe von 27 Zoll, einer Full-HD Auflösung, FreeSync und Bildwiederholraten von bis zu 240 Hz bringt der Monitor alles mit, was so ein Gamerherz benötigt. Wir haben uns das Gerät einmal genauer angeschaut.
Wer sich die technischen Eckdaten genauer anschaut, dem wird schnell auffallen, dass der LG 27GK750F-B klar in der Gaming-Ecke positioniert ist. Denn Merkmale wie FreeSync mit Bildwiederholraten von bis zu 240 Hz sind nicht unbedingt im Grafik- oder Business-Sektor anzutreffen. Das unterstreichen auch die Features wie Motion Blur Reduction, welches eine Verringerung der Reaktionszeit mitbringt und schon vordefinierte Bildschirmmodi für einige Gamegenre.

Dazu kommt der Black Stabilizer, der Gegner auch in dunklen Bereichen erkennbar machen soll in dem er diese Bereiche etwas aufhellt und das schon vom LG 34UC89G-B bekannte einblendbare Fadenkreuz in verschiedenen Variationen. Das verbaute TN-Panel löst mit 1920 x 1080 Pixel auf, was nicht unbedingt hoch ist bei dieser Größe aber natürlich die Anforderungen an den verbauten Pixelbeschleuniger gemäßigt ausfallen lässt. Mit dem LG 24GM79G hatten wir in der Vergangenheit bereits ein sehr anständiges Zockergerät mit "kleinerem" Panel vorgestellt. Das hiesige zählt bereits zur 2018er Generation und will sich geneigtem Zocker anbieten. Der aktuelle Straßenpreis für den 27GK750F-B beträgt circa 470,- EUR und ob er das auch wert ist, klären wir auf den folgenden Seiten. Hier erstmal ein Abriss zum Lieferumfang und die übliche Auflistung der technischen Daten.
Lieferumfang
Im Lieferumfang packt LG alles rein, was zum Betrieb nötig ist. Gut gefallen haben uns die schon mitgelieferten Kabel. Neben dem DisplayPort-Kabel, liegen dem Monitor auch ein HDMI- und ein USB-Kabel bei, welches für die Inbetriebnahme des USB-Hubs auf der Rückseite benötigt wird. Auch eine Montage-Anleitung für den einfachen Aufbau und eine CD befindet sich mit im Lieferumfang. Auf diesem Datenträger sind die ON-Screen Software, das Users-Manual und der Monitortreiber abgelegt.
| LG 27GK750F-B im Überblick | |
| Bezeichnung | 27GK750G-B |
| LCD-Größe | 27 Zoll |
| Curved | Nein |
| Anzeigefläche | 597,73 mm (B) x 336,22 mm (H) |
| Bildwiederholrate | ~ 48 - 240Hz |
| Hersteller Homepage | www.lg.com |
| Preis | ca. 470,- EUR |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Kopfhöreranschluss | vorhanden |
| Gewicht | 6,35 kg - mit Fuß |
| Energieverbrauch | Verbrauch: 30W Standby: 0,3W |
| Netzteil | extern |
| Vesa-Standard | 100 x 100mm |
| Auflösung | 1920 x 1080 Pixel |
| Bildformat | 16:9 |
| Helligkeit | 400 cd/m² |
| Kontrast | 1.000 : 1 (Nativ) |
| Reaktionszeit | 2ms |
| Panel | mattes TN-Panel |
| Blickwinkel | 160° vertikal |
| Anschlüsse | ▪ 2x USB-A Downstream ▪ 1x USB-B Upstream ▪ 2x HDMI ▪ 1x Display-Port ▪ 1x Kopfhöreranschluss |
Detailansicht
Optisch führt LG klar ihre Designlinie im Gaming-Segment weiter. So sind hier die bekannten schwarz-roten Kontraste in der Farbgebung wiederzufinden, die wir auch schon bei anderen Modellen beobachten konnten. Der schwarze Bereich besteht hauptsächlich aus einer matten Oberfläche und nur der Rahmen außen rum setzt auf eine Hochglanzoberfläche in Schwarz. Auch die dezent integrierten roten Akzente im Standfuß auf der Rückseite des Bildschirms haben uns sehr gut gefallen, denn sie lockern die sonst eher biedere Optik eines Monitors gekonnt auf
Dass LG mittlerweile mehr auf matte Oberflächen setzt, können wir nur befürworten. Die leicht satinierte Oberfläche verleiht dem Monitor eine angenehme Haptik und leistet Überzeugungsarbeit in Sachen Wertigkeit. Das unterstreicht auch das matte TN- Panel, welches sauber in die Front des 27 Zoll großen Models eingelassen wurde. Der Rahmen ist oben und an den Seiten 12 Millimeter stark, unten wächst er auf knapp 20 Millimeter an. Damit eignet er sich gerade noch für ein Multi-Monitor-Setup, auch wenn der leicht abgesetzte hochglänzende Rahmen bei genau planer Ausrichtung der Monitore einen Spalt zwischen den Geräten erzeugen würde.

Ein Bedienfeld in der Front sucht man vergebens, erst das Erfühlen unter dem mittig angebrachten Hersteller-Schriftzug gibt den Joystick für die Menüsteuerung zu erkennen. Dieser ermöglicht eine exakte Bedienung im umfangreichen Menü, ohne dabei blind mit den Fingern auf der Rückseite des Monitors sein Glück versuchen zu müssen. Gerade Gaming-Modellen ziehen daraus ihren Nutzen. So eignet sich diese durchdachte Steuerung perfekt für schnelle Umschaltmanöver oder Profil-Wechsel, während man im hitzigen Gefecht trotzdem den Überblick behält.
Um mit dem Bildschirm eine Kommunikation aufbauen zu können, setzt man auf aktuelle Schnittstellen. Mit dem für AMDs FreeSync elementar wichtigen Display-Port und zwei HDMI-Schnittstellen sollte für jeden die richtige Anschlussmöglichkeit vorhanden sein. Zusätzlich hat LG noch einen USB-Hub im Bildschirm untergebracht, der zwei aktuelle USB-3.0 Anschlüsse bereitstellt. USB Type-C bekommt der geneigte User aber nicht geboten.
Einer dieser USB-Ports ist mit einer Quick-Charge-Funktion für beispielsweise Smartphones ausgestattet, die bei Aktivierung aber keinen Datenaustausch mehr zulässt. Aber dafür steht ja ein weiterer Port ohne Quick-Charge-Funktion zur Verfügung.

Der Standfuß auf dem das matte TN-Panel befestigt wird, kommt zweiteilig verpackt im Umkarton beim Käufer an. Durch eine Rändelschraube werden beide Teile schnell miteinander verbunden und dann einfach in das Panel eingeklickt - ganz einfach in der Umsetzung! Einfacher geht es nicht und man kann sich auch gleich von der guten Materialqualität überzeugen. Die Aufstellfläche des Standfußes ist etwas tiefer als beim LG 34UC89G-B, weil die beiden abstehenden „Blades“ stärker eingewinkelt sind.
Somit benötigt der Fuß des Monitors mindestens eine Tiefe von 27 Zentimeter. Wer dafür nicht den nötigen Platz hat, für den bietet sich eine Monitorhalterung an, denn der Monitor ist vorbereitet für Schwenkarme und Wandhalterungen nach VESA-FDMI-Standard.

Optisch avanciert der LG 27GK750F zum echten Hingucker auf dem Schreibtisch. Neben einer exzellenten Verarbeitung, bietet der Gaming-Monitor auch eine erstklassige Haptik, die sich aus dem perfekten Einsatz der matten Oberflächen ergibt. Die roten Akzente runden das stimmige Erscheinungsbild ab und unterstreichen die Gaming-Ambitionen des Bildschirms. Aber wie so oft, Äußerlichkeiten sollten nicht überwertet werden und auf den nächsten Seiten werden wir das Gerät von der technischen Seite beleuchten.
Menüsteuerung
Das Menü ist beim LG-Monitor sehr übersichtlich gestaltet und bietet für den Einsatzzweck jede wichtige Funktion dem Nutzer zur Verfügung. Das mittig platzierte Menü bietet neben dem Schnellzugriff auf Gaming-Presets und dem gewünschten Eingang, auch den Zugang zu den kompletten Einstellungen des Monitors. So findet man hier neben der FreeSync-Aktivierung auch weitere Gaming-Presets für verschiedene Spiele-Genre. Dazu können hier auch die Features wie das Crosshair oder der Black-Stabilizer aktiviert bzw. angepasst werden.


Gaming-Betrieb
Im Praxistest wollten wir natürlich das FreeSync etwas genauer beäugen und setzen auf eine AMD RX480 aus dem Hause MSI. Hier wird aus der anfangs erwähnte Schwäche, die geringe Auflösung, zur Stärke des Monitors. Denn unserer Grafikbeschleuniger gehört nicht unbedingt zu den schnellsten am Markt verfügbaren Lösungen, ist aber für Auflösungen in Full-HD mehr als ausreichend geeignet. Auch scheint der Gaming-Markt aktuell noch größtenteils auf Full-HD setzen, wenn man den Umfragewerte von Steam Glauben schenken darf. Das liegt sicherlich am günstigen Preisgefüge und der Verfügbarkeit dieser Panels, das knapp 77 Prozent der Steam-Benutzer diese Auflösung fahren.
Um dem LG Monitor auch in seiner Komfortzone abzuholen, daddelten wir ein paar Runden CS:GO und Titanfall 2 über den Bildschirm. Natürlich mit aktivierten FreeSync, welches uns das Spieleerlebnis nochmal deutlich schmackhafter machte. Der Monitor mit seiner maximalen Bildwiederholrate von 240Hz schafft es dank der geringen Reaktionszeit des Panels ein wunderbar homogenes Bild zu erzeugen, welches sehr „smooth“ über den Bildschirm flimmerte ;). Für einen 60 Hertz Nutzer ohne Erfahrung in aktuellen Sync-Verfahren, sei es von AMD oder Nvidia, bietet FreeSync ein signifikanten und deutlich erkennbaren Unterschied im Spieleerlebnis. Gerade in hektischen Spielen wie Ego-Shootern bietet das einen enormen Mehrwert, da hier das Spielgeschehen einfach als „runder“ empfunden wird. Aber auch im Desktop-Betrieb, Surfen, zwischen Ordner Hin- und Herwechseln oder eben die reine Windows-Oberfläche profitieren davon. Die Bedienung des Computers wird als deutlich angenehmer empfunden.
Die Pixeldichte von 81ppi ist im Desktop- oder Office-Betrieb nicht unbedingt optimal, als zu gering ist die reine Textschärfe auf dem Display zu beschreiben und das recht gesättigte TN-Panel ist auch bei Grafikern nicht unbedingt allererste Wahl, aber hier möchte der LG auch gar nicht punkten. Denn der Spielbetrieb ist das Kerngeschäft des LG 27GK750F und da zeigt er dann auch sein wahres Gesicht. Die Full-HD Auflösung wird beim reinen „Zocken“ als angenehm empfunden, die Schnelligkeit des Panels kann seine Stärken ausspielen und die Übersicht im Gewusel eines Online-Match geht auch nicht verloren. Das Display bildet TN-typisch sehr farbenfroh ab, leicht übersättigt aber passend zum Einsatzbereich. Hat man Helligkeit und Kontrast nach seinen persönlichen Vorlieben eingeregelt, kann als Ergebnis ein homogenes Bild erzeugt werden, welches heftige Explosionen oder Spiellandschaften ansprechend darstellt und für eine stimmige Präsentation sorgt. Wir würden sogar so weit gehen und sagen, dass das erzeugte Bild den typischen Eigenschaften eines TN-Panels entwachsen ist und man genau hinsehen muss, ob es es sich wirklich um das genannte Panel handelt welches verbaut wurde.

Vom Monitor eingeblendetes Crosshair - mehrere Motive auswählbar
Die Kombination aus 27 Zoll großen Display, mit hardwareschonender Auflösung und AMDs FreeSync bilden zusammen ein erstklassiges Gespann für ambitionierte Gamer, die Zuhause kein teures 4K-PC-System besitzen. Aber der LG Monitor hat noch weitere Features implementiert, die wir nicht unkommentiert stehen lassen wollen. So bietet die Funktion Black Stabilizer einen sicherlich nutzbaren Effekt, denn die richtig dunklen Bereiche werden tatsächlich etwas aufgehellt dargestellt. Da der Monitor aber keine Unterschiede macht, welche dunklen Bereiche jetzt spielentscheidend aufgehellt werden müssen, büßt der Monitor, in höchster Einstellung des Black Stabilizer etwas an Kontrast ein. Einen deutlichen Mehrwert dagegen bietet das einblendbare Fadenkreuz, auch wenn es für ambitionierte Gamer sicherlich auch als Vorteil somit als „Cheaten“ durchgehen könnte. Hier stellt LG dem Nutzer ein genau mittig platziertes Fadenkreuz zur Verfügung, welches in Farbe und Form variiert werden kann und einem in Ego-Shootern ohne Fadenkreuz eine Überlegenheit zu den Mitspielern verschafft.
Interpolation
Vielleicht nicht üblich in diesem Monitorsegment, angeschaut haben wir uns es trotzdem, wie der Monitor mit kleineren Auflösungen umgehen kann. Dazu wurde einmal die native Auflösung, in unserem Fall 1920 x 1080 Pixel und die 1280 x 1024 Pixel eingefangen. Die Schärfe des Monitors war auf 50 eingestellt, welche der Werkeinstellung des Monitors entspricht.

LG 27GK750F-B Auflösung 1920 x 1080 Pixel

LG 27GK750F-B Auflösung 1280 x 1024 Pixel
Der LG-Monitor zeigt einen leichten Schattenwurf abseits seiner nativen Auflösung. Trotzdem wird die Textdarstellung ausreichend scharf dargestellt und ist weiterhin gut lesbar.
Betrachtungswinkel
Der Betrachtungswinkel verhält sich bei dem LG 27GK750F für das verbaute TN-Panel typisch. So sind seitlich deutliche Farbunterschiede zu erkennen, aber bildlich bleibt alles erkennbar und lesbar. Die vom Hersteller angegebenen 170° sind subjektiv möglich aber eben mit qualitativen Einschränkungen. Wir haben versucht mit Hilfe der Animation die Blickwinkelqualität einzufangen.

Messungen
Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kam das X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter zum Einsatz. Damit ist es möglich den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzise definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können.
Helligkeit / Kontrast
Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. Der Hersteller gibt beim LG 27GK750F-B einen Helligkeitswert von (bis zu) 400 cd/m² an. Unser gemessener Maximalwert von 438 cd/m² untermauert die lichtstarke Vorstellung des Monitors. Auch der Kontrastumfang von 1027:1 liegt über dem Versprechen des Herstellers. Aber...

links Helligkeits- und Kontrastwerte MSI Radeon RX 480 Gaming X 8GB - rechts Helligkeits- und Kontrastwerte MSI GTX 970 Gaming 4G
...interessant war bei den Messungen zu entdecken, das die Werte nur Mithilfe einer AMD Grafikkarte (MSI RX480 8GB) erreicht werden konnten. Wurde der Monitor an unserer Nvidia GTX 970 angeschlossen, litt darunter die maximal mögliche Helligkeit und der Kontrastumfang. Dieses Ergebnis konnten wir mit einem anderen Monitor vom gleichen Modell reproduzieren. Warum dieses Phänomen auftrat konnte sich auch LG nicht erklären, wir vermuten es hat etwas mit AMDs FreeSync zutun. Denn das LG G-Sync Modell 32GK850G performte an beiden Grafikkarten gleich gut. Uns ist natürlich auch klar, das sich kaum jemand ein FreeSync-Modell auf den Schreibtisch stellt und es mit einer Nvidia Grafikkarte koppelt, merkwürdig ist dieses Verhalten trotzdem und wir werden das weiter beobachten. Bei der Farbtemperatur liegt der LG-Monitor etwas neben der Tageslicht üblichen 6500 Kelvin. Alle Messungen wurden bei 100% Helligkeit, 70% Kontrast und Gamma 2 in den Monitoreinstellungen miteinander verglichen, natürlich nach einer Aufwärmzeit von ca. einer halben Stunde.
Farbraumabdeckung
Wie gut die Darstellung des sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann, kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert und so können wir mit einem entsprechendem Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen.
Interessanterweise hat LG keine sRGB-Spezifikation für den Monitor 27GK750F angegeben, liefert aber dafür einen guten Abbildungswert dieses Farbraums. Wer sich die animierte 3D-Grafik selbst genau ansehen möchte, der kann das bei ICCVIEW.de machen. Das von uns erstellte Profil kann man sich herunterladen (ICC-Profil).
Bildhomogenität
Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Auch kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Leuchtdichte-Weiß

Leuchtdichte-Grau

Leuchtdichte-Dunkelgrau

Leuchtdichte-Weißpunkt

Die Ausleuchtung des Weißpunkt-Bereiches ist als recht gleichmäßig anzusehen. So ist der hellste Punkt in der Mitte des Monitors zu finden und reduziert sich minimal zu den Rändern hin. Die Abweichungen sind aber noch alle im Rahmen und der LG 27GK750F kann sich mit einem gut ausgeleuchten, homogenen Bild auszeichnen, welches subjektiv beurteilt auch in dunkleren Szenarien zu gefallen weiß.
Leistungsaufnahme
Selbstverständlich wollen wir auch den Verbrauch des Monitors nicht außer Acht lassen. Wir haben aufgrund eines Messgeräts-Wechsel, auch hier die Bedingungen etwas angepasst. An dieser Stelle möchten wir keine Vergleiche mehr mit anderen Geräten aufführen, was durch verschiedene Größen, Auflösungen und möglichen Helligkeitsunterschieden auch kaum einen Mehrwert bietet. Wir werden ab sofort die Leistungsaufnahme in verschiedenen Bereichen ermitteln, dafür steht uns ein Voltcraft Energy Logger 4000 zur Verfügung. Neben dem Standby-Verbrauch, wird der maximale Verbrauch (max. Helligkeit, FreeSync bzw. G-Sync an) ermittelt. Des Weiteren loggen wir die Leistungsaufnahme in einer üblichen Arbeitsumgebung bei einem Helligkeitswert von 160cd/m² und auch eventuelle Sonderfunktionen, wie zum Beispiel die Beleuchtung oder Quick Charge werden mit in die Ergebnisse einfließen.

Bei der Leistungsaufnahme ist der LG Monitor gnädig und hält die vom Hersteller spezifizierten Angaben alle ein. Interessant war zu beobachten, dass die Stromaufnahme bei Aktivierung der FreeSync-Funktion anstieg, im Desktop-Betrieb um knapp zwei Watt und im Spielbetrieb waren es sogar ganze sieben Watt die sich der Monitor mehr aus der Steckdose genehmigte.
Kostenauflistung
Bei einer Nutzung von fünf Tagen in der Woche je bei 4 Stunden Betriebszeit, kostet einem der Monitorbetrieb bei einer Helligkeit von 160 cd/m² rund 4,70 Euro im Jahr. Bei voller Helligkeit circa 8,50 Euro. Ein Wert der locker zu verschmerzen ist, da gibt es im Hardwarebereich schwerere Geschütze den den Stromverbrauch und zugleich die Kosten in die Höhe treiben.
| Kostenaufstellung - LG 27GK750F-B | |
| Monitor mit einem Verbrauch von: | 16,00 Watt |
| Dauer: | 4 Stunden am Tag |
| Dieser Verbrauch findet an: | 5 Tagen in der Woche statt |
| Strompreis: | 0,28 € pro kWh |
| Zeitperiode | Stromverbrauch | Stromkosten |
| pro Tag: | 0,06 kWh | 0,02 € |
| in der Woche (an 7 Tagen): | 0,32 kWh | 0,09 € |
| in 4 Wochen: | 1,28 kWh | 0,36 € |
| im Jahr: | 16,64 kWh | 4,66 € |
| in 5 Jahren: | 83 kWh | 23,30 € |
Fazit
Der LG 27GK750F-B ist ein optisch ansprechender Monitor mit einer sehr guten Materialqualität und Haptik. Der farbliche Kontrast aus Schwarz und Rot steht dem Gaming-Monitor richtig gut, die matten Oberflächen und kleineren optischen Akzente haben einen wertigen Eindruck bei uns hinterlassen. Die Steuerung mittels des Joysticks ist man erfreulicher Weise von LG bereits gewohnt. Denn durch das Menü zappt man mit dem kleinen Steuerknüppel zügig und erreicht schnell alle nötigen Funktionen. Das liegt auch am durchdachten Aufbau des Menüs. Von den Funktionen bietet der Monitor einige Spielereien, die das Gamerherz noch etwas schneller pochen lassen sollten. Wo der BlackStabilizer ein interessantes Features ist, welches funktioniert, aber eben mit kleinen Einbußen, ist das zusätzlich einblendbare Fadenkreuz ein wirklicher Mehrwert und kann gerade in hektischen Mehrspielerpartien für den entscheidenden Vorteil sorgen.
Mit der Unterstützung von AMDs Freesync besitzt der Monitor auch ein gutes Argument für ambitionierte Gamer. Auch wenn das matte TN-Panel nicht unbedingt ein Auflösungsmonster ist, fällt die Auflösung auch nur im Windows-Betrieb oder Office-Anwendungen negativ auf. Im Spielbetrieb ist die Auflösung, trotz 27 Zoll Bilddiagonale, noch als angenehm empfunden worden. Im Zusammenspiel mit aktiviertem FreeSync (240Hz) konnte das Spielerlebnis deutlich gesteigert werden und das reaktionsschnelle Panel konnte seine Stärken klar ausspielen. Gerade Shooter wie PUBG, Titanfall oder der Evergreen CS:GO profitieren von solch einem Monitor, da er das Spielerlebnis optisch runder aufbereitet und durch die Synchronisation mit dem Pixelbeschleuniger das hektische Gefecht spürbar "smoother" empfunden wird.
Der Monitor erreicht spielend die versprochenen Herstellerangaben in Sachen Helligkeit, Kontrastumfang und überbietet diese sogar noch. Warum das nur in Verbindung mit einer AMD Grafikkarte gelingt, war noch nicht 100% zu klären. Aber die gemessenen Werte lassen den LG-Monitor sehr gut dastehen, mit einer gemessenen Helligkeit von 438 cd / m² ist der Einsatz auch in hellen Räumen locker möglich und bietet somit ein großes Einsatzfeld, wenn es um den Gaming-Einsatz geht. Im Office betrieb macht der Monitor eine durchwachsende Figur. Die Auflösung ist für die Größe von 27 Zoll einfach zu gering, auch wenn das matte TN-Panel das recht angenehm kaschiert.
Der LG 27GK750F-B Bildschirm richtet sich klar an die Gaming-Fraktion, die Wert auf ein großes Bild mit schnellen Reaktionszeiten inklusive FreeSync legen, aber nicht unbedingt die schnellste Hardware im heimischen PC verbaut haben. Mit einem aktuellen Preis von um die 470,- liegt er in einem "normalen" Preisgefüge, betrachtet man nüchtern die reinen technischen Eckdaten von Full-HD Auflösung, 27 Zoll großes TN-Panel mit 240 MHz und Unterstützung von FreeSync. Sieht man sich die Konkurrenz an, welche nebenbei erwähnt nicht all zu groß ist (gemessen an der gleichen Ausstattung), reiht sich der vorgestellte LG mit einem guten Preisgefüge ein. Erfahrungsgemäß besteht sogar noch Potential nach unten hin. Stimmt das eigene Anforderungsprofil überein ist der LG 27GK750F-B definitiv eine Empfehlung wert.
LG 27GK750F-B Gaming Monitor | ||
| Monitor Testberichte | Hersteller-Homepage | Bei Amazon kaufen |
| Pro | Contra | |
+ Verarbeitung / Wertigkeit | - max. Helligkeit / Kontrast nur mit AMD-Grafikkarte zu erreichen | |

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