Mit der Asustor AS5104T steht ein weiteres 4-Bay-NAS-Modell auf dem Prüfstand was sich anschickt, in den semi-professionellen Bereich vorzustoßen, gleichzeitig aber auch im Heimbereich unterzukommen. Entsprechende Apps sollen für die nötige Anbindung sorgen. Mit einer Smartphone ähnlichen Bedienoberfläche soll das ADM 2.4 NAS-Betriebssystem für jeden Benutzer einfach einzurichten und intuitiv zu verwenden sein. Es verfügt außerdem über eine App Zentrale, die inzwischen mehr als 160 verschiedene NAS-Anwendungen enthält. Wie sich das Multimedia-Konstrukt in der Praxis geschlagen hat und ob auch weitere wichtige Eckpunkte überzeugen, klärt unser Testbericht.

Seit kurzem gehört Asustor zum ASUS-Konzenz, bleibt aber weiterhin ein selbstständig bestehendes Unternehmen. Die Entwicklung der Produkte, so kann man jedenfalls annehmen, wird es sicherlich gut tun - auch wenn diese Einschätzung eher subjektiv ist. Beim aktuellen Testmuster handelt sich um ein potentes Produkt welches bereits mit einem Intel Celeron Quad-Core (2,0 GHz) und 2GM DDR3L daherkommt. Letzterer kann relativ einfach auch bis zu 8GB aufgerüstet werden. Die Vorzeichen stehen gut, dass die AS5104T jeder Zeit genügend Power unter der Haube hat.
Lieferumfang
Der Karton in dem die NAS geliefert wird hat ein Gesamtgewicht von vier Kilogramm. In dem Karton ist das Chassis enthalten, eine Installations-CD, ein Netzkabel und Netzteil, zwei RJ-45-LAN-Kabel Cat5e, ein Quick-Start-Guide und jeweils Sechszehn(x16) Schrauben für vier 3,5“-Zoll-Festplatten sowie für vier 2,5“-Zoll-Festplatten.
| Asustor AS5104T im Überblick | |
| Modellbezeichnung | AS5104T |
| Preis | Ab 499€ (ohne Festplatten) |
| Einsatzgebiet | Privat/Geschäftlich |
| Hersteller | www.asustor.com |
| Technische Daten | |
| Prozessor (CPU) | Intel Celeon 2.0 GHz Quad Core |
| Arbeitsspeicher | 2 GB SO-DIMM DDR3L (Bis 8GB Möglich) |
| Betriebssystem | ADM 2.4 |
| Festplatten | Bis zu 4x - 3.5“ SATA II/III - 2.5“ SATA II/III - SSD |
| HotSwap-Laufwerk | √ |
| USB | 3x USB 3.0 2x USB 2.0 |
| eSATA | 2x eSATA |
| LAN | 2x Gigabit RJ45 |
| HDMI | 1x HMDI 1.4 |
| Audio Analog | - |
| Audio Digital | 1x S/PDIF |
| Systemlüfter | 120mm |
| IR-Empfänger | √ |
| Eigenspannung | 100V bis 240V |
| Größe in mm | 185.5(H) x 170(B) x 230(T) |
| Gewicht | 2.93kg |
| Anzeige und LEDs | |
| Frontansicht | 1x Power LED 1x System-Status LED 2x Netzwerk LED (Eth1/Eth2) 1x USB LED (Front USB 3.0) 4x Festplatten LED (1 p. Schacht) 1x LCD Statusanzeige 4x Steuertasten |
| Besonderheiten | |
| Netzwerk | Link Aggregation Support |
| Fernzugriff | Passwortgeschützter Fernzugriff über sichere Internetleitung |
| Betriebssystem | Über 160 Apps vorhanden |
| Lizenz | Videoüberwachungsfunktion inklusive Lizenzen für vier Netzwerkkameras |
| Datensicherung | Planbare regelmäßige Backups 1-Klick Back-Up-Funktion |
| Media Center | Kann als Multimedia Center verwendet werden. Unterstützt per App Install XBMC und KODI bis 1080P HD |
| Garantie | 3 Jahre Herstellergarantie |
Verarbeitung
Wie auch schon bei den Vorgängern des AS5104T und den anderen Produktreihen von Asustor, wird auch hier ein schutzbeschichtetes Aluminiumgehäuse verbaut. Hiervon verspricht sich der Hersteller eine bessere Kühlleistung für das Gesamtsystem. Das Gehäuse ist Robust und bietet den verbauten Festplatten sowie den Komponenten einen gewissen Schutz vor externen Einwirkungen.
Der Gesamteindruck des Gehäuses ist Stabil, die Farben sind gut abgestimmt und wurden unauffällig gewählt, so kann es, auch sichtbar, in einen Büroraum aufgestellt werden ohne groß ins Auge zu fallen. Das Produkt wurde insgesamt sauber und Hochwertig verarbeitet. Die Bedienelemente der Frontseite, wie das LCD und die Steuertasten, wirken Hochwertig und langlebig. Des Weiteren hat das Gehäuse keine scharfen Kanten, alle Ecken sind abgerundet und das Design ist stimmig.
Auf der Rückseite sind alle nötigen Anschlüsse vorhanden. Auf der stabilen Rückplatte soll ein 120mm großer Lüfter für die Abtransport der Luft sorgen. Hinsichtlich der Lautstärke haben wir auf den nachfolgenden Seiten noch einen Extra-Part. Insgesamt stehen ein HDMI-Port, zwei eSATA-Anschlüsse, zwei LAN-Prots , zwei USB-2.0- und USB-3.0-Ports sowie der Stromanschluss zur Verfügung. Diese wurden stabil verbaut und bieten Wackelkontakten keinen Freiraum.
Auch die Festplattenschienen sind stabil und eignen sich für 3.5“ sowie für 2.5“ Datenträger. Mit dem unteren Knopf können die Halterungen aus dem NAS „ausgeklinkt“ und aus dem Laufwerkschacht herausgezogen werden. Sie bieten zusätzlich eine Verschlussfunktion, indem die kleine Schraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. Damit wird die untere Taste verriegelt und so kann die Halterung nicht herausgezogen werden.
Arbeitsspeicher erweitern
Asustor gibt an, dass der Arbeitsspeicher „aufwandslos“ und in kürzester Zeit erweitert werden kann. Ob sich dies bestätigt und wie der Speicherupgrade durchgeführt werden kann wird nachfolgend mit einer kurzen Bilderstrecke festgehalten. Das Gehäuse ist sehr leicht abzubauen. Es müssen dazu nur drei Schrauben von der Rückseite mit einem Kreuzschraubenzieher entfernt werden, dann kann der Deckel auch schon mit einem kleinen Ruck nach hinten herausgezogen werden. Schnell wird die schwarze Schutzfolie erkennbar. Diese ist dazu gedacht um die Speichermodule vor Staub zu Schützen die von dem Lüfter angesaugt wird.
Es gibt zwei „Öffnungen“ bei denen ein Speichermodul eigesetzt werden kann, den oberen und den Seitlichen. In diesem Beispiel wurde der Seitliche Speicherbaustein freigelegt um die Simplizität zu veranschaulichen mit welcher diese Module ausgebaut bzw. erweitert werden können. In diesem Fall war das obere Speichermodul frei um einen weiteren Speicherbaustein einzusetzen.
Bei einem Blick in das Innere des AS5104T wird schnell sichtbar, dass die Festplattenkammer nicht geschlossen ist. Dieses geht mit der Beschreibung einher, dass so die meiste Wärme durch das Gehäuse abgeleitet wird. Durch den Luftanzug an der Seite zirkuliert die Luft durch dir Festplatten bevor diese vom Lüfter an der Rückseite wieder hinausgetragen wird.
Setup und Webinterface
Setup
Das AS5104T in Betrieb zu nehmen ist relativ einfach umsetzbar. Es müssen lediglich die Datenträger in die Festplattenschächte eingebaut werden und eingeschoben werden. Sobald das Gerät hochfährt werden die Datenträger formatiert und die RAID-Spiegel Erstellung beginnt. In unserem Fall sind es vier WD RED NAS 6TB (siehe "Wie wir Testen") Datenträger, die AS5104T hat bei der RAID-Bildung den RAID-Typ 5 ausgewählt, welcher auch dem Standard unserer Tests entspricht. Der Vorgang kann auch jederzeit abgebrochen werden falls eine andere RAID-Spiegelkonfiguration gewünscht ist. Das Webinterface ist zu diesem Zeitpunkt schon voll einsehbar, diese Zeit kann nun genutzt werden um sich ein wenig mit der neuen Oberfläche vertraut zu machen.
Webinterface
Nach dem Login wird sofort der Splash-Screen des Webinterface angezeigt. Dieser erinnert sehr an die Anzeige von einen Smartphone oder Tablet. Alle verschiedenen Funktionsfenster öffnen sich in Popups nachdem die App-Icon ähnlichen Symbole geklickt wurden. Nachfolgend ein genauerer Blick auf die einzelnen Einstellungs- und Personalisierungsmöglichkeiten.
Zugangssteuerung
Unter dem Menüpunkt Zugangssteuerung sind alle relevanten Zugangsdaten für Benutzer, Benutzergruppen, Domain-Benutzer, Domaingruppen sowie auch die Freigabeordner und App-Benutzerrechte zu finden. Hier können die verschiedenen Benutzer erstellt, geändert oder gelöscht werden. Dasselbe gilt für die Benutzergruppen. Es besteht die Möglichkeit neue Gruppen zu erstellen, vorhandene Gruppen zu ändern oder eine Benutzergruppe permanent zu löschen.
Bei dem Unterpunkt Freigabeordner wird die Möglichkeit geboten die verschiedenen Freigaben zu steuern. Es können neue Freigaben erstellt werden, vorhandene Freigaben können bearbeitet oder entfernt werden und es wird die Möglichkeit geboten für die Verschiedenen Freigaben zugangsrechte zu vergeben. Somit können verschiedene Freigaben für spezifische Gruppen freigeschaltet oder blockiert werden. Der letzte Unterpunkt ist die App-Benutzerberechtigung, hier bietet das AS5104T die Möglichkeit den Zugriff auf verschiedene Apps per Benutzer zu Sperren oder freizugeben.
Aktivitätsüberwachung
In dem Tab der Aktivitätsüberwachung kann die Auslastung der verschiedenen Komponenten der NAS eingesehen werden. Unter anderem lassen sich der Lastzustand der CPU, des Speichers, die Netzwerkauslastung sowie die Festplattennutzung einsehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einblick in die aktiven Prozesse.-
App Central
Von der App-Zentrale aus werden alle relevanten Funktionen der Apps gesteuert, sei es das Installieren von einer neuen Anwendung über den Installer, das Updaten einer bereits verfügbaren App oder das manuelle Installieren einer weiteren Applikation. Alle Installations- und Updatevorgänge werden in einem Protokoll gesichert welches zu jederzeit eingesehen werden kann.
Sicherung und Wiederherstellung
Hier werden alle wichtigen Funktionen zu Verfügung gestellt die mit der aktiven Sicherung der Daten in Verbindung stehen. Es werden verschiedene Sicherungsmodelle unterstützt. Dazu zählen unter anderem die Rsync-Funktion, FTP-Sicherung, internes Backup, Sichern auf ein externes Medium sowie eine Cloud-Sicherung via Amazon S3.
Externe Geräte
In dem Externe Geräte Popup können alle von extern angeschlossen verwaltet werden. Dazu zählen u.a. das Auswerfen von USB-Speichermedien, das Einrichten von Druckern, Verwalten einer USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung), Bluetooth-Geräten, optische Laufwerke sowie die Konfiguration von WiFi-Dongles die angeschlossen sind. Die Funktionsvielfalt ist immens hoch.
Dateiexplorer
Im Dateiexplorer lassen sich alle auf der NAS abgelegten Daten einsehen. Es können alle Ordner (Sofern die Berechtigung vorhanden ist) frei eingesehen werden. Unter anderem gibt es hier auch der Unterpunkt Papierkörbe, in diesem können die Papierkörbe der verschiedenen Freigaben geleert werden.
Services
Hinter diesem Popup verbergen sich alle relevanten Systemservices die aktiviert werden können. Von der Aktivierung der Windows-Services für CIF/SAMBA, die Aktivierung von FTP-Services bis hin zum Webserver auf dem eine Firmen-Homepage eingerichtet werden kann.
Einstellungen
Dieser Tab verbirgt wohl die meisten Unterpunkte. Von den Allgemeinen Einstellungen der NAS über die Netzwerk Konfiguration, VPN-Zugänge, Regionale Optionen für die Systemsprache über die Einstellungsmöglichkeit für die Interne Hardware (LED-Helligkeit z. B.), bis hin zu der Registrierung des Asustor Produkts wird hier alles geboten was mit der Konfiguration und Grundeinstellung des Gerätes in Verbindung steht. Die Menüführung klar strukturiert - alles ist schnell und einfach zu finden, ganz nach dem „Find it where you expect it“ Prinzip (Finde es wo du es erwartest).
Speichermanager
In dem Speichermanager findet das Management der Datenträger statt. Hier kann der Status jeder Festplatte eigesehen werden sowie das Ergebnis der letzten aktuellen SMART-Analyse. In diesem Tab besteht auch die Möglichkeit das aktuelle Volumen zu entfernen um anschließend den RAID-Spiegel neu zu erstellen. Hierbei muss beachtet werden, dass bei diesem Vorgang alle Daten des Systems gelöscht werden.
Systeminformationen
Unter dem Punkt Systeminformationen bietet Asustor die Möglichkeit alle relevanten systembezogenen Daten anzuzeigen, von der Systemtemperatur, CPU Temperatur, Lüftergeschwindigkeit bis hin zum Dr. ASUSTOR, welcher Hilfreiche Tipps und Empfehlungen beinhaltet um das System zu optimieren.
Testsystem und Komponenten im Überblick
Bei den Tests der NAS-Systeme wird explizit auf ein dediziertes Testsystem verzichtet. Um Bedingungen zu schaffen die möglichst einer realen Arbeitsumgebung entsprechen, wird zum Testen der Datentransferrate der HW-Journal Redaktions-PC verwendet. Die komplette Testmethodik zum Erfassen und der Transferleistung eines NAS-Systems, haben wir in einem separaten Vorstellungsbeitrag (NAS-Testsystem) dokumentiert.
Redaktions-PC bzw. NAS-Setup | ||
| Prozessor: | Intel Core i7-4770K | |
| Mainboard: | MSI Z97S SLI Krait | |
| Kühlung: | EKL Alpenföhn Matterhorn - weiß | |
| SSD: | SanDisk Extreme Pro - 240GB | |
| RAM: | Corsair Vengeance Pro 2x8GB | |
| Netzteil: | beQuiet Pure Power L8-CM 430W | |
| Grafikkarte: | MSI GTX 970 4GD5T | |
| Betriebssystem: | Microsoft Windows 7 Home Premium x64 | |
NAS-Referenzfestplatten
Damit unser Testsystem Möglichst akkurate Resultate bezüglich der tatsächlichen Transferraten eruieren kann, wurden die für NAS Systeme optimierten Festplatten von Western Digital ausgewählt. Für alle Tests werden Western Digital 6.0TB WD RED NAS Hard Drives verwendet. Diese werden für jedes neue NAS-System Formatiert und zurückgesetzt.
SanDisk Extreme Pro - 240GB
Als primäres Bindeglied zwischen den NAS-Testgeräten und dem Netzwerk fungiert die SanDisk Extreme Pro (zum Testbericht), die zugleich auch im o.g. System durchhgängig zum Einsatz kommt. Somit bestehen auf der Endverbraucherseite theoretisch keine Limitierungen um maximale Geschwindigkeiten beim Datentransfer zu erzielen. Ein Geschwindigkeitsmessung mit der Parkdale-Testsoftware ergab die Testergebnisse von 482.4 MB/s (Schreiben) und 518.6 MB/s (Lesen). Diese Werte spiegeln explicit die Leistung des verbauten Laufwerks wieder.

Benchmarks
Zeit für die Benchmarks. Wie auch bei dem WD DL4100 werden hier dieselben Tests durchgeführt. Dieses wird das Standarttestverfahren für alles weiteren NAS-Systeme sein umso einen Referenzwert zwischen den verschiedenen NAS-Systeme zu erschaffen. Bei dem Datenübertragungsratentest werden drei verschiedene Dateistrukturen jeweils abwechselnd drei Mal von PC zu NAS (PC->NAS) und von NAS zu PC (NAS->PC) kopiert. Aus den drei werten wird ein Mittelwert erstellt.



Bei dem Übertragungsratentest hat das AS5104T die Herstellerangaben voll und ganz erreicht. Mit einer maximal gemessenen Geschwindigkeit von 113MBs Schreibe- und 112MBs Lesegeschwindigkeit konnte das System die erwartete Leistung erbringen und überzeugen.
Leistungsaufnahme
Beim Stromverbrauch des NAS-Systems werden fünf verschiedene "Stadien" analysiert. Es wird der Stromverbrauch beim Einschalten des Geräts, bei einer „normalen“ Datentransferaufgabe, im Ruhezustand, im Standby und im ausgeschalteten Zustand geprüft. Nachfolgend die Ergebnisse des Tests.

Verglichen mit einen Desktop-PC oder möglicherweise einem Server der nur als Datenablage verwendet wird, wäre ein NAS-System eine überlegenswerte Lösung um den Stromverbrauch zu senken. Auch zu bedenken sind die möglichen Komponnenten die in einen PC- oder Serversystem deM verschleiß ausgesetzt sind.
Overall-Ranking
Auch in der Kategorie der Leistungsaufnahme sind wir bemüht eine Aussagekräftige Vergleichsbasis zu schaffen, wir hoffen dennoch das die zurzeit vorhandenen Werte die Auswahl des möglichen neues Büro- oder Heimbüropartner erleichtern.

Lautstärkemessung
Die Lautstärkemessung ist an diesem Punkt wohl nur für die Anwender interessant, die vorhaben das Gerät in unmittelbarer Nähe zu dem Arbeitsort zu platzieren. Generell sind die Hersteller bemüht die Lärmkulisse so gering wie möglich zu halten, dennoch kann es als störend empfunden werden, wenn die Lüfter des NAS-System im Hintergrund zu hören sind, oder das Geräusch der Festplatten, wenn viele Schreib- und Leseaufgaben auf dem NAS-System ausgeführt werden. Als „Grundpegel“ wird die Geräuschkulisse bezeichnet die uns täglich umgibt, diese liegt bei ungefähr 30dB. Anhand dieses Basiswertes wird die Lautstärkemessung durchgeführt, nachfolgend die daraus resultierenden Ergebnisse.

Im Ruhezustand ist das AS5104T für die Ohren so gut wie nicht wahrnehmbar. Bei den verschiedenen Aufgaben sind die Geräusche die das System verursacht nicht sehr ins Gewicht gefallen, vor allem nicht unter dem Aspekt, dass sich in einem Büro höchstwahrscheinlich auch andere Geräuschquellen befinden. Wie zum Beispiel Desktop-PCs, Laptops, Drucker oder sprechende Menschen. Hier und da ist ein Rattern der Festplatten zu hören, aber es ist kein Geräusch welches eine Person von der Arbeit ablenken würde.
Overall-Ranking
Auch für diese Kategorie wird ein Ranking aufgestellt, es soll auf einen Blick möglich sein zu erkennen ob das Gerät für den Einsatzt in einen Büroraum geeignet ist oder nicht. Dieses versuchen wird mit diesen Rankingtabelle zu erreichen. Die Geräuscheentwicklung der WD My Cloud DL4100 sieht im Vergleich recht hoch aus, ist aber auf verschiende Start- bzw. Betriebsphasen zurückzuführen.

Fazit
Das AS5104T NAS-System ist für die Prosumer gedacht. Es bringt einen starken Prozessor und die Möglichkeit mit, den RAM-Speicher bis auf 8GB (SO-DIMM) zu erweitern. Die NAS kann ohne viel Aufwand in Betrieb genommen werden, denn auch die Zeitaufwendung für die RAID-Erstellung hält sich in Grenzen. Ein Feature welches sinnvoll ist und in der WD My Cloud DL4100 verbaut wurde ist der zweite Stromanschluss, denn auch dieses Gerät kann in Büroräumen ein Zuhause finden und wäre somit besser für den Extremfall eines Stromausfalls geeignet.
Die Angaben des Herstellers zu den Übertragungsraten konnten verifiziert werden. Bei den Benchmarktests wurden 113MBs Schreib- und 112MBs Lesegeschwindigkeit erreicht. Die Link Aggregation-Funktion kann mit der entsprechenden Hardware durchaus verwendet werden, somit sollen laut Hersteller bis zu 220MBs Möglich sein, in diesem Test wurde dieses aber nicht berücksichtig. Im puncto Stromverbrauch und Lautstärke ist die AS5104T empfehlenswert. Die Werte wurden unter hohen Belastungen ermittelt und mit voller Datenträgerauslastung durchgeführt, somit sind die Ergebnisse auch für Intesivanwender aussagekräftig genug.
Die App-Ähnliche Bedienoberfläche ist vielen Benutzern durch den täglichen Umgang mit Smartphones vertraut und sollte somit schnell zu erlernen sein. Für den durchschnittlichen Preis von 499 EUR (ohne Festplatten) ist das Asustor AS5104T preislich auf einer Skala mit anderen Geräte dieser Güteklasse. Die Wärmeentwicklung sowie Lautstärke Entwicklung sind minimal und das Design ist modern sowie Bürofähig. Durch die hohe Anzahl an Apps lassen sich sehr flexibel verschiedene Einsatzszenarien kreieren.
Asustor AS5104T - 4-Bay NAS | ||
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| Pro | Contra | ![]() |
+ Einfaches Speicherupgrade möglich (bis 8GB) | - RAID-Erstellung erfordert etwas Geduld | |
Zu diesem Zeitpunkt kann unsererseits eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Die NAS hat auf ganzer Linie überzeugt. Die einfache Bedienung, die Effizienz und Flexibilität sowie die Möglichkeit, es mittels HDMI-Anschluss direkt als Mediacenter zu verwenden sprechen klar für sich: Das AS5104T erhält verdienterweise den Gold-Award.

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