Auf der CES 2026 hat Cooler Master eine neue Sicherheitslösung für moderne Grafikkarten vorgestellt. Mit GPU-Shield will der Hersteller die bekannten Probleme rund um den 12V-2×6-Stromanschluss entschärfen, der zuletzt durch geschmolzene Stecker und beschädigte Grafikkarten in die Kritik geraten war. Der Ansatz kombiniert verbesserte Benutzerführung bei der Installation mit aktiver Überwachung der Stromzufuhr.
Ein zentrales Element von GPU-Shield sind integrierte Status-LEDs. Diese signalisieren bereits beim Anschluss des Kabels, ob der Stecker korrekt sitzt. Leuchtet die Anzeige rot, ist der Stecker nicht vollständig eingesteckt. Grün signalisiert eine saubere und sichere Verbindung. Diese visuelle Rückmeldung ist sowohl direkt am Netzteil als auch an einem optionalen Zwischenadapter verfügbar und soll typische Montagefehler vermeiden.
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Ergänzend setzt der Spezialist für Kühllösungen auf eine kontinuierliche Überwachung des Stromflusses über den 12V-2×6-Anschluss. Laut Hersteller wird der Strom in Echtzeit analysiert, um Unregelmäßigkeiten oder Lastverteilungen zu erkennen, die auf ein potenzielles Risiko hindeuten. Wird ein auffälliges Verhalten festgestellt, kann das System eingreifen, zumindest dann, wenn der separate Adapter genutzt wird. Cooler Master betont dabei ausdrücklich, dass die Technik keine fehlerhafte Verkabelung ersetzt, sondern als zusätzliche Sicherheitsebene gedacht ist.
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Zum Marktstart kommt GPU-Shield in zwei Varianten. Zum einen integriert der Hersteller die Technik in die neue vollmodulare Netzteilserie MWE Gold V4. Diese Modelle decken Leistungsbereiche von 750 bis 1.000 Watt ab und tragen eine 80-Plus-Gold-Zertifizierung. Zum anderen erscheint ein separater Adapter, der zwischen Grafikkarte und Netzteilkabel gesteckt wird und sich an Nutzer richtet, die ihre bestehende Stromversorgung weiterverwenden möchten.
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Cooler Master ist mit diesem Schritt nicht allein. Auch andere Netzteil- und Mainboardhersteller arbeiten inzwischen an Warnsystemen und Schutzmechanismen für den 12V-2×6-Standard. Hintergrund sind zahlreiche Schadensmeldungen, die häufig auf unvollständig gesteckte Anschlüsse, starke Kabelbiegungen oder ungleichmäßige Lasten zurückgeführt wurden. GPU-Shield reiht sich damit in eine branchenweite Reaktion auf ein weiterhin sensibles Thema moderner Hochleistungs-GPUs ein.
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