Kurz nach dem Marktstart der Steam Machine hat Valve ein inoffizielles Zubehörprojekt gestoppt. Der Zubehörhersteller dbrand hatte eine auf dem Companion Cube aus Portal basierende Hülle für das Handheld vorgestellt. Nach einer Intervention von Valves Rechtsabteilung verschwand das Produkt jedoch innerhalb kürzester Zeit wieder aus dem Verkauf.
Nach Angaben von dbrand erschien die sogenannte Companion-Cube-Hülle am 22. Juni und entwickelte sich unmittelbar zu einem der erfolgreichsten Produkte des Unternehmens. Wie der Hersteller mitteilte, handelte es sich um das zweitschnellst verkaufte Produkt der Firmengeschichte. Trotz dieses Erfolgs musste der Vertrieb eingestellt werden, da für das Design keine Genehmigung von Valve vorlag.
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In einem ausführlichen Statement auf Reddit beschreibt dbrand den Entwicklungsaufwand. Das Unternehmen erklärt, man habe "Herz und Seele in dieses Projekt gesteckt". Mehr als 1.000 Arbeitsstunden seien allein in die Konstruktion geflossen. Zudem seien 44 Spritzgusswerkzeuge für die einzelnen Bauteile entwickelt worden. Das komplette Produkt sei mehrfach neu konstruiert worden, damit die Hülle die Steam Machine exakt umschließe.
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Auch für die Präsentation habe das Unternehmen erheblichen Aufwand betrieben. Nach eigenen Angaben wurde sogar ein Universitätsgelände angemietet, um den Werbefilm zu produzieren. Wirtschaftlich habe sich das Projekt dennoch nicht gelohnt. dbrand schreibt dazu: "Am Ende haben wir mit jedem für 99 US-Dollar verkauften Poverty Cube Geld verloren. Das spielte jedoch keine Rolle, weil das Projekt für das gesamte Unternehmen zu einer Herzensangelegenheit geworden war."
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Nach dem Einschreiten von Valve entfernte dbrand sämtliche Hinweise auf das Produkt aus seinem Shop und den sozialen Netzwerken. Käufer erhalten den vollständigen Kaufpreis zurückerstattet. Gleichzeitig räumt das Unternehmen den eigenen Fehler ein. In der Stellungnahme heißt es, Valve habe aus rechtlicher Sicht korrekt gehandelt. Man selbst hätte die Nutzung der bekannten Portal-Optik vorab genehmigen lassen müssen. Sinngemäß fasst dbrand den Vorfall mit den Worten zusammen: "Wir hätten vorher fragen sollen." Damit endet das Companion-Cube-Projekt bereits wenige Tage nach seinem Verkaufsstart. Eine Fortsetzung oder eine nachträgliche Lizenzvereinbarung mit Valve ist derzeit nicht vorgesehen.
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