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PC-Markt verliert weiter stark: Nur eine Marke trotzt der Speicherkrise

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Geschrieben von Sven Brückner
Veröffentlicht: 28. Juli 2026
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  • PC-Markt

Nach mehreren Quartalen mit steigenden Auslieferungen verliert der PC-Markt wieder an Dynamik. Wie eine aktuelle Analyse von Counterpoint Research zeigt, gingen die weltweiten PC-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf rund 65 Millionen Geräte zurück. Damit endet die Wachstumsphase, die seit dem ersten Quartal 2025 angehalten hatte.

 

 

Als wichtigste Ursache nennen die Analysten die anhaltend hohen Preise für DRAM- und NAND-Speicher. Die steigende Nachfrage aus dem Bereich der KI-Rechenzentren erhöht den Druck auf die Lieferketten und verteuert zentrale Komponenten. Viele Hersteller geben diese Mehrkosten inzwischen an die Kunden weiter, was sich auf die Nachfrage auswirkt.

 PC Markt verliert Titel

Bildquelle: Erstellt mit getimg.ai

Unter den großen Windows-PC-Anbietern konnte lediglich Asus seine Auslieferungen steigern. Laut Counterpoint wuchs das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lenovo, Dell, HP und weitere Hersteller verzeichneten dagegen Rückgänge von bis zu neun Prozent. Apple entwickelte sich ebenfalls positiv und steigerte seine MacBook-Auslieferungen um 13 Prozent.

Counterpoint analyse 01 

Bildquelle: Counterpoint

Stabiler zeigt sich weiterhin das Geschäft mit Unternehmenskunden. Dort sorgt die laufende Umstellung von Windows 10 auf Windows 11 nach Einschätzung der Analysten für zusätzliche Nachfrage. Ohne diesen Effekt wäre der Rückgang am Gesamtmarkt noch deutlicher ausgefallen. Counterpoint rechnet damit, dass die Speicherpreise auch in der zweiten Jahreshälfte hoch bleiben.

Counterpoint analyse 02 

Bildquelle: Counterpoint

Associate Director David Naranjo erklärt dazu: „Die Speicherknappheit ist längst kein kurzfristiges Lieferproblem mehr. Sie ist zu einem entscheidenden Faktor geworden, der die Entwicklung der PC-Branche verändert. Da die Hersteller mit höheren Komponentenkosten konfrontiert sind, wird sich der Markt stärker in Richtung hochwertiger KI-PCs verschieben, weil deren Leistung und KI-Funktionen höhere Preise leichter rechtfertigen.“ Auch IDC erwartet für das Gesamtjahr rückläufige PC-Auslieferungen und prognostiziert einen weiteren Rückgang im Jahresverlauf.

 

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