Praxistest und Mähleistung
Fast alle aktuellen Mähroboter erzeugen inzwischen ein sehr gutes Schnittbild – nicht nur in Bezug auf Höhe und Sauberkeit des Rasens, sondern auch in Anbetracht eines (Kreuz)-Musters, sofern man dies auch mag. Gleiches gilt natürlich auch für den kleinen Mova-Mäher, der gezielt und sicher seine Muster abfährt bzw. ein finales Ergebnis erzeugen kann.
Die Testfläche von rund 160 m² hat das Gerät in 104 Minuten erledigt, zwischendrin gab es nochmal einen kurzen Ladestopp in der Akku-Schale. Das Aufladen geht wirklich flott von Statten und ist mit circa. 45 Minuten veranschlagt. Kleine Grünflächen werden also sehr flott und an einem Nachmittag sauber abgemäht.
Ein separates 4G‑Moduls ist nicht verbaut, daher muss der Mäher eine andauernde Verbindung zum hiesigen WLAN halten, dann lässt der Mäher auch von extern steuern. Sollte das Signal einmal versanden, kann man, sofern man im Garten ist, auch über die Bluetooth-Schnittstelle die Befehle senden. In der Praxis gab es hier keine Probleme – man sollte sich aber dennoch im Klaren sein, dass die genannten Bedingungen erfüllt sein müssen.
Hervorragendes Mähbild mit eingestelltem Kreuzmuster - mehrmalige Durchläufe notwendig!
Ein wichtiger Aspekt ist die Akkuleistung: jene reicht für rund 80% der gesamten Mähfläche, bevor das Gerät wieder nachtanken muss. Im verwendeten Testumfeld wurden einige Hindernisse und Pflanzen, die umfahren werden mussten. Bei einer Freifläche agiert das Gerät nochmals deutlich schneller und effizienter. Die Angabe der 300 m² wird auf jeden Fall eingehalten. Je nach Komplexität des eigenen Gartens erhöht sich natürlich die Mähdauer deutlich, dass sollte man immer mit beachten.
Über die zugehörige App lassen sich individuelle Parameter einstellen. Umfangreiche LiDAR-Settings, die man ggf. von anderen Mährobotern kennt, sind hier natürlich nicht vorhanden. Zusätzlich kann auch ein Überfahren einer potentiell vorhanden Mähkante feinjustiert werden. In der App ist ein entsprechender Parameter vorhanden hinter dem sich eine Angabe in Zentimeter verbirgt. Hier lässt sich in 5er-Schritten definieren, wie weit der Roboter dies in der Praxis machen soll. Jener Effekt greift dann beim finalen Umfahren der gemähten Fläche, wie es fast alle Geräte dieses Genres ausführen. Das hat solide und gut funktioniert und umschifft einen Umstand, dass hier ein Mähteller verschoben werden muss, oder ein Trimmerfaden am Mäher genutzt wird. Im Grunde genommen einfach, simpel und zweckmäßig.
In der Praxis bewegt sich der Roboter flüssig und sicher durch den Garten. Hindernisse wie Stühle, Bäume, Blumentöpfe, kleinere Gegenstände sowie „Hinterlassenschaften“ von Kindern werden sehr gut umfahren. Auch bei komplexeren Strukturen behält er die Orientierung, ganz ohne externe Systeme wie RTK oder Beacons. Dank der kompakten Maße und der zentralen Einradaufhängung ist das Gerät auch sehr wendig, also perfekt für kleinere Flächen.
Überfahren der Mähkante - einstellbar in Zentimeter-Schritten
Bewegliche Hindernisse wie Tiere oder Personen werden sauber erkannt und der Mäher wird gestoppt bzw. die Mährichtung geändert. Hindernisse werden zwar im Mähreport erkannt und dokumentiert, aber nicht zweifelsfrei beim nächsten Umlauf umfahren. Grundlegend gilt aber auch hier: Man sollte der KI nicht alles überlassen und gerade unbewegliche Hindernisse wie Beete, Pflanzen oder bspw. ein Fußballtor als no-go-Area in der Karte hinterlegen. Dann gibt es auch definitiv keine Probleme.
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App-Steuerung
Die Mova App, welche wir ja bereits von anderen Geräten aus dem Roboter-Segment kennen, bietet dem Anwender eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, die kein Hersteller in seinem Portfolio aufwarten kann. Wie so oft ist oftmals nicht mehr immer gleich besser, oder doch?

Aber auch das Thema der Sicherheit ist wichtig. Im Vergleich zu den noch höherwertigeren Geräten gibt es keine Möglichkeit der PIN‑Eingabe oder dergleichen. Lediglich der Notstopp als große Taste ist vorhanden. Entsperrt wird der Mäher durch zweimaliges Drücken der OK‑Taste.

Auch möglich: Das Erstellen eines festen Zeitplans für die Mäharbeiten
Sehr umfangreich und detailliert ist der Bereich der Kartierung. Hier lassen sich zwei Karten einmessen und dann in der Ansicht auch wechseln. Innerhalb der Karten lassen sich weitere Zonen hinterlegen. Die verschiedenen Karten können dann auch separat vom Mäher angefahren werden. Wichtig ist dabei, dass von der Ladestation aus, hin zum Mähbereich, eine Passage eingemessen wird. Diese kann auch schon mal 20 oder 30 Meter lang sein, darf aber auch nicht weiter weg sein. Die Mähbereiche lassen sich selbst auch noch einmal unterteilen, also wenn man gezielt einen Part abmähen möchte, weil der Bewuchs höher ist als in anderen Abteilen. Die Streifen in der Karte signalisieren im Übrigen die Fahrrichtung des aktuellen Arbeitsvorgangs. Im Nachgang erhält man im Arbeitsprotokoll sogar eine detaillierte Auswertung, wo der Mower nun wirklich langgefahren ist.






