Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD zählt aktuell wohl zu den Mährobotern, die das Segment komplett auf links gedreht haben. Preislich inzwischen sehr attraktiv, mit einer Schnittbreite von 40 cm ausgestattet und natürlich einer LiDAR-Navigation, die gänzlich auf ein Begrenzungskabel verzichtet. Rasenfreund, was willst du mehr? Wir haben das Gerät mehrere Wochen ausführlich getestet und die Erfahrungswerte niedergeschrieben.
Wer aktuell kein Gerät mehr ohne RTK-Antenne oder mit einer LiDAR-Navigation in seinem Portfolio hat, der darf sich als Hersteller nicht wundern, dass keine Geräte gekauft werden. MOVA ist in diesem Segment bekanntlich sehr breit aufgestellt. Wer eine größere Fläche zu mähen hat oder gar sogar einen Hang sein Eigen nennt, der schwer zu pflegen ist, der sollte sich unbedingt die AWD-Modelle von MOVA anschauen.
Der besagte LiDAX Ultra 2000 AWD richtet sich eben an genau solche Anwender mit anspruchsvollen Grundstücken bzw. Mähflächen von bis zu 2.000 m². Selbstredend ist das Gerät vollständig ohne Begrenzungskabel und ohne klassische RTK-Referenzstation nutzbar. Mit einem aktuellen Preispunkt von rund 1700 Euro ist dieses Gerät ein absoluter Geheimtipp in puncto Preis-Leistung und dem daraus resultierenden Endergebnis. Wie das zustande kommt, klären die nachfolgenden Seiten. Das Gerät wurde über mehrere Wochen hinweg getestet und kann somit als Langzeittest eingestuft werden.
Kabellos mähen mit LiDAR und Kameras
Das wohl interessanteste Merkmal des MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD ist seine Navigation. Statt sich über ein Begrenzungskabel oder ausschließlich über eine RTK-Antenne zu orientieren, kombiniert MOVA einen 360°-3D-LiDAR-Sensor mit zwei Kameras und einer intelligenten Objekterkennung. Der LiDAR-Sensor erfasst die Umgebung dreidimensional und soll eine präzise Kartierung des Grundstücks ermöglichen. Ergänzt wird die Technik durch zwei 1080p-RGB-Kameras mit 120-Grad-Weitwinkel. Laut Hersteller kann das System mehrere hundert unterschiedliche Hindernistypen erkennen und auch vergleichsweise kleine Objekte erfassen.
Das Prinzip erinnert damit an aktuelle Premium-Mähroboter aus dem Dreame-Konzern, in dem es ja bekanntlich noch den Dreame A3 AWD Pro, der fast baugleich ist, sich im Detail aber noch etwas unterscheidet. Auch wenn die nominelle Mähleistung etwas geringer ist, scheint der MOVA das etwas bessere Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.
4x4-Antrieb für schwieriges Gelände
Der Namenszusatz „AWD“ kommt nicht von ungefähr. Der LiDAX Ultra 2000 AWD verfügt über vier angetriebene Räder. MOVA setzt dabei auf vier Nabenmotoren mit jeweils 116 Watt sowie eine Einzelradaufhängung. Das soll vor allem dort Vorteile bringen, wo herkömmliche Mähroboter an ihre Grenzen kommen: bei Steigungen, unebenem Gelände, feuchtem Untergrund oder wechselnden Bodenverhältnissen.
Robuste Radaufhängung aus Metall
Bis zu 80 Prozent Steigung beziehungsweise rund 38,6 Grad gibt MOVA als maximale Steigfähigkeit an. Zusätzlich soll der Roboter vertikale Hindernisse mit einer Höhe von bis zu sechs Zentimetern überwinden können. Natürlich sollte man die Herstellerangabe zur maximalen Steigung nicht mit einem dauerhaft sinnvollen Einsatz an einer solchen Böschung gleichsetzen. In der Praxis spielen Untergrund, Feuchtigkeit, Rasenhöhe und die Beschaffenheit der Steigung eine entscheidende Rolle. Bzgl. der Räder selbst muss man keine Angst haben, dass diese den Untergrund arg beschädigen. Die Navigation ermöglicht eine Dreipunktwendung, wie man es selbst ggf. in der Fahrschule gelernt hat.
Rasenmähroboter kaufen
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| 2000m² Mähfläche, 3D-LiDAR, drahtlose Einrichtung |
Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt hochwertig und vollständig aus. Neben dem Mähroboter befinden sich Ladestation, Netzteil, Bodenanker, Ersatzklingen, Reinigungszubehör sowie eine mehrsprachige Dokumentation im Karton. Die Ladestation verfügt zusätzlich über eine integrierte Reinigungsbürste für den LiDAR-Sensor. Das serienmäßige 4G-Modul gehört ebenfalls zur Ausstattung und erhöht die Konnektivität außerhalb der WLAN-Abdeckung.
Für den Betrieb wird alles Notwendige mitgeliefert, sowie auch neu Ersatzklingen, ein Reinigungstuch, ein Satz Erdanker für die Befestigung der Ladeschale im Erdreich und natürlich die Anschlusskabel.
- 1× Mova LiDAX Ultra 2000 AWD
- 1× Ladestation mit 10 m Netzkabel
- 1× Sensor-Reinigungsbürste
- 36× Ersatzklingen
- 1× Reinigungstuch
- 1× Netzteil (Ladegerät mit 3 A Stromstärke)
- 1× Set Erdanker (zur Bodenverankerung der Ladestation)
- 1× mehrsprachiges Handbuch (inkl. deutscher Anleitung)
- 1× Schnellstart-Poster mit deutschsprachiger Einrichtungshilfe
| Mähroboter im Überblick | |
| Bezeichnung | Mova LiDAX Ultra 2000 AWD |
| Maße | 643 x 436 x 261 mm (L x B x H) |
| Gewicht | 23,6 Kg |
| Schutzklasse Mäher | IPX6 |
| Schutzklasse Ladestation | IPX4 |
| Mähfläche | 2000 m² |
| Schnitthöhe | 30 - 70 mm |
| Schnittbreite | 40 cm (2x Scheiben je 6 Klingen) |
| Akku-Kapazität | Lithium-Ionen / 243 mAh |
| Ladezeit Akku | 65 Minuten |
| Netzteil | 5 A |
| Nennspannung | 18 V |
| Schnittstellen | WLAN: 2,4 GHz (802.11b/g/n) Bluetooth: 2400 - 2483,5 MHz Reichweite LiDAR-Sensor: 70m - 360° horizontal und 59° vertikal 4G-Modul für 3 Jahre Laufzeit integriert |
| Optional | - |
| Preis | 1700 EUR (Straßenpreis) |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Hersteller-Homepage | https://de.dreametech.com/ |
weitere Detailansichten
Der LiDAX Ultra AWD verfügt serienmäßig über eine KI-unterstützte Frontkamera, die gemeinsam mit dem LiDAR-Sensor eine wichtige Rolle bei der Hinderniserkennung einnimmt und insbesondere beim Randmähen Vorteile bietet.
Der MOVA soll dadurch nicht nur statische Objekte wie Bäume, Steine oder Gartenmöbel erkennen, sondern auch kleinere Gegenstände auf der Rasenfläche. Gerade in einem Familiengarten ist das relevant: Spielzeug, Schuhe oder andere Gegenstände können schnell auf dem Rasen liegen. Die Praxistests zeigen, dass die Hinderniserkennung insgesamt zuverlässig arbeitet. Gleichzeitig gilt auch hier: Kein Sensorsystem erkennt jedes Objekt unter allen Licht- und Wetterbedingungen perfekt. Gerade bei sehr kleinen, flachen oder ungünstig positionierten Gegenständen sollte man sich deshalb nicht blind auf die Automatik verlassen.
Die große Arbeitsbreite hat einen entscheidenden Vorteil: Der Roboter kann bei jeder Fahrt mehr Rasenfläche bearbeiten. Gerade auf größeren Grundstücken wirkt sich das deutlich auf die nötige Arbeitszeit aus. Unserer Testfläche von ca. 1000 m² wurde im Normalbetrieb knapp unter drei Stunden abgearbeitet.
Große und auch flexible Räder
UltraTrim 2.0 für die Rasenkante
Eine der schwierigsten Aufgaben für einen Mähroboter bleibt der Randbereich. Selbst wenn die Navigation perfekt funktioniert, bleibt bei einem zentral angeordneten Mähwerk häufig ein Streifen Gras an Mauern, Beeten oder Rasenkanten stehen. MOVA begegnet diesem Problem mit der sogenannten UltraTrim-2.0-Technologie. Die Mäheinheit kann dabei seitlich näher an die Rasenkante geführt werden. Dennoch sollte bedacht werden, dass man immer noch etwas nacharbeiten muss und – sofern der Mähroboter den Rasen nicht überfährt – immer noch ein Rest an Schnittfläche vorhanden bleibt.
seitliche Griffe zum Tragen oder Wenden des Mähroboters
Die zentrale Steuerung erfolgt nicht nur über die App, sondern können die wichtigsten Einstellungen auch direkt am Mäher vorgenommen werden. Markant und klassisch, auch von anderen Herstellern bekannt, befindet sich an der Oberseite der Stop-Button, der zugleich die Abdeckung öffnen lässt.
Ein zentrales Drehrad mit Betätigungsfunktion dient zur Navigation. Hinzu gesellen sich noch vier Schnellwahltasten. Die Informationen und das Menü selbst werden auf einem gut ablesbaren Farbmenü dargestellt. Akustisch werden die Eingaben in der jeweils gewünschten Sprache untermauert. Die Lautstärke selbst kann man variieren, sowie auch die Töne selbst deaktivieren. Im Laufe des Betriebs gibt der Mäher so einige Infos ab, die vielleicht nicht immer ausgegeben werden müssen. (Wiederaufnahme nach Laden etc.). Die Menüführung selbst ist übersichtlich gehalten und bezieht sich auf das Notwendigste. Positiv zu erwähnen: Wird der Notstopp gedrückt, kommt sofort die PIN-Abfrage, ansonsten gelangt man nicht in die Menüstruktur. Die Kernsteuerung erfolgt aber über die App, da hier dank des großen Displays logischer Weise noch mehr Möglichkeiten bestehen.
Regensensor auf der Oberseite des Gehäuses
Eine Bürste reinigt den LiDAR-Sensor bei jeder Einfahrt in die Station
Applikation mit Funktion: Das Heck ist mit einem Rücklicht ausgestattet
Vergleich mit Dreame A3 AWD Pro
Da zum Testzeitpunkt glücklicherweise alle aktuellen Dreame-Mähroboter zur Verfügung standen, darf ein direkter, optischer Vergleich nicht ausbleiben. In der Abbildung befinden sich der MOVA LiDAX Ultra 2000 und der Dreame A3 AWD Pro 5000.
Im Kern sind die Geräte als identisch zu bezeichnen. Der Dreame-Mäher mit mehr als dem doppelten Wert an nomineller Mähleistung beziffert (5000 m²). Er hat zudem auch noch ein Frontlicht verbaut. Er wirkt insgesamt etwas filigraner und schicker. Auf lange Sicht gesehen dürfte das mattierte Gehäuse beim Mova aber robuster sein. Für den Kunden nicht ganz sofort ersichtlich soll der Umstand sein, dass die Erkennungsoptik etwas besser navigieren soll. Beworben wird dieser Umstand allerdings nicht.
Beide Geräte haben auf der Oberseite den Klappdeckel, unter dem sich die besagten Steuerelemente befinden. Auch die Steuermechanik ist deutlich vereinfacht und bietet zudem auch kein visuell unterstützendes Display. Ein Drehrad, wie man es von einem Herd kennt, beinhaltet hier die grundlegende Justage im Bereich der Mähhöhe. An dieser Stelle dürfte der Preisunterschied mit am auffälligsten sein, was aber gar nicht so schlimm ist, da die primäre Einrichtung ja bekanntlich über die App vollzogen wird.
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Einrichtung via App und ohne Kabel.
Einrichtung ohne Begrenzungskabel
Ein weiterer großer Vorteil des MOVA-Konzepts ist die Einrichtung. Wer schon einmal einen klassischen Mähroboter installiert hat, kennt den Aufwand: Begrenzungskabel auslegen, befestigen, korrigieren und anschließend hoffen, dass der Roboter die Grenzen zuverlässig erkennt.
Beim LiDAX Ultra 2000 AWD entfällt dieser Arbeitsschritt. Der Roboter erstellt mithilfe seiner Sensorik eine digitale Karte des Grundstücks. Anschließend lassen sich Arbeitsbereiche, Sperrzonen und weitere Einstellungen über die App definieren. Zur Einrichtung wird die MOVA App benötigt, die auch weitere Geräte wie Saugroboter usw. steuern lässt. Der Einrichtungsprozess ist wirklich selbsterklärend und wird während des gesamten Prozesses visuell und textlich sehr gut dargestellt.


Nachdem der Mäher erkannt wurde, fährt man ihm los. Dabei agiert das Smartphone wie eine Fernsteuerung und man fährt die äußere Begrenzung des gewünschten Mähbereiches ab. Hier empfiehlt es sich, möglichst weit an den Rand zu fahren, da sonst zusätzlich noch weitere Rasenüberstände zurückbleiben. Dieser Prozess geht wirklich einfach von der Hand.
Etwas knifflig ist mitunter aber die Steuerung des Roboters, so bedarf es ein wenig Übung, diesen auch wirklich gerade und feinfühlig zu navigieren. Gerade wenn es in enge Passagen geht, ist mal schnell direkt zum Start ein Kratzer ins schicke Gehäuse gefahren, dass möchte man natürlich vermeiden.

Ist die Grundkarte eingemessen, muss man ggf. noch einen Pfad zur Ladeschale definieren. Auch hier gibt es ein wenig Kritik: Liegt diese nicht direkt innerhalb der Mähzone, kann es schon mal vorkommen, dass der Prozess von der App abgebrochen wird und man die komplette Strecke noch einmal abfahren muss. Bei unserer Testfläche von ca. 1000 m² ist das zweimal passiert – natürlich etwas ärgerlich. Pfad erstellen ist auch ein Stichwort: Man kann auf diesem Wege mehrere nicht direkt angrenzende Mähbereiche / Zonen erstellen, die dann mit einem „Pfad“ vom Mäher angesteuert werden. Hat man aber alles erfolgreich eingerichtet, findet der Mäher problemlos seine Ladestation sowie auch andere verknüpfte Mähbereiche.
Nach dem ersten vollständigen Mähen werden Hindernisse auf der detaillierten Karte automatisch eingezeichnet und mit einem Hütchen gekennzeichnet. Besser wäre es aber, No-Go-Bereiche einzurichten. In der App finden sich dazu sogar vordefinierte Presets, was im Garten alles so anfallen und herumstehen kann. Diese Sperrzonen umfährt man dann mit dem Mäher nochmals und sie werden dann in der erstellten Karte auch visuell markiert.

Nachdem alles eingerichtet ist, schauen wir uns auf der nächsten Seite die Mähleistung, Akku-Kapazitäten und die umfangreiche App-Steuerung genauer an.
Praxistest und Mähleistung
Fast alle aktuellen Mähroboter erzeugen inzwischen ein sehr gutes Schnittbild – nicht nur in Bezug auf Höhe und Sauberkeit des Rasens, sondern auch in Anbetracht eines (Kreuz)-Musters, sofern man dies auch mag. Das, was aber die „Dual-Teller-Geräte“ abliefern können, ist einfach hervorragend und erfreut den einen oder anderen Rasenfreund. Nachfolgend haben wir ein paar Impressionen vom Testfeld dokumentiert, was genau damit gemeint ist.
Benötigt bspw. ein Dreame A2 für knapp 1000 m² noch rund fünf Stunden, ist der Mova (im Standard Modus) bereits knapp unter drei Stunden mit der Arbeit fertig. Erhöht man die Fahrgeschwindigkeit, lässt sich dies sogar noch verkürzen, allerdings auf Kosten des Schnittbilds. Diese Zeitersparnis gepaart mit dem schickeren Schnittbild ist ein absoluter Game Changer in diesem Segment!
Dank des 4G‑Moduls, das bereits ab Werk verbaut ist, gibt es auch keine Probleme bei der Ansteuerung des Mähers aus der Ferne. Der Hersteller gibt 3 Jahre Zugang kostenlos mit dazu, danach muss man jährlich seinen Zugang als „Subscription“ erwerben. Wir sind grundsätzlich kein Freund von diesem Modell. Ein Branchenprimus wie bspw. Husqvarna preist dies direkt mit ein und fordert dieses Zahlsystem nicht ein.
Hervorragendes Mähbild mit eingestelltem Kreuzmuster - mehrmalige Durchläufe notwendig!
Aber zurück zum Arbeitsergebnis: das ist gelinde gesagt hervorragend und die Bilder sprechen vermutlich für sich. Das eingestellte Kreuzmuster wurde nach drei Mähdurchläufen erlangt. Ist der Rasen trocken, kommen erstklassige Ergebnisse zum Vorschein. Über die Dauer hinweg verbessert sich auch das Ergebnis, da etwaiges Schnittgut mehrmals durchgemulcht wird und nicht mehr sichtbar ist.
Ein wichtiger Aspekt ist die Akkuleistung: jene reicht für rund 80% der gesamten Mähfläche, bevor das Gerät wieder nachtanken muss. Hat man große freie Flächen, ist dieser Umstand aber zu verschmerzen. Für die gesamte Mähfläche von 932 m² hat das Gerät in Summe knapp 4,5 Stunden benötigt. Je nach Schnittmuster und erkannter Hindernisse kann dieser Wert nach oben oder unten variieren. Im verwendeten Testumfeld waren viele Hindernisse und Pflanzen, die umfahren werden mussten. Bei einer Freifläche agiert das Gerät nochmals deutlich schneller und effizienter.
Beim Randmähen bietet die App auch einige Einstellungsmöglichkeiten, ob der Mäher im Nachgang noch einmal final die äußere Begrenzung abfährt, oder nicht. Aber auch ein weiterer Modus bietet noch mehr Schutz. In Summe kann man aber sagen, dass hier an Hindernissen und no-go-Areas gefühlt zu viel Überstand übrig bleibt und das Gerät etwas dichter heranfahren könnte. Letztlich muss man nochmal im Detail nachmähen.
LiDAR / Hinderniserkennung
Der Mova setzt bei seiner Orientierung auf das besagte Kamera-Navigationssystem. Kernstück ist ein 360°-LiDAR-Sensor, der die Umgebung in horizontaler Vollansicht und mit einem vertikalen Winkel von 59 Grad erfasst. Mit einer Reichweite von bis zu 70 Metern wird dabei eine Punktwolke erzeugt – ein dreidimensionales Abbild des Gartens, bestehend aus Millionen von Messpunkten, kann man sich bei Gefallen ebenfalls anzeigen lassen.
Perfekt erkannt: Hindernisse - auch die Geschwindigkeit wird reduziert und gedreht
Diese Datengrundlage nutzt der Roboter, um Hindernisse wie Möbel, Pflanzen oder Spielzeug zuverlässig zu erkennen. Alle Informationen werden in Echtzeit verarbeitet und mit der hinterlegten 3D-Karte abgeglichen. Neu auftretende Strukturen außerhalb der Mähfläche werden automatisch umfahren, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.
Über die zugehörige App lassen sich individuelle Parameter einstellen. So kann der Nutzer definieren, ab welcher Höhe Objekte als Hindernis gelten sollen – wahlweise ab 5, 10 oder 15 Zentimetern. Damit reagiert das System auch auf kleinere Gegenstände oder Tiere im Arbeitsbereich. Zusätzlich kann ein seitlicher Sicherheitsabstand zwischen 10 und 20 Zentimetern gewählt werden, um die Annäherung an Objekte gezielt zu steuern.
Der Überstand bei Pflanzen ist teilweise der sehr groß
In der Praxis bewegt sich der Roboter flüssig und sicher durch den Garten. Größere Hindernisse wie Stühle, Bäume oder Blumentöpfe erkennt er zuverlässig und umfährt sie ohne Probleme. Auch bei komplexeren Strukturen behält er die Orientierung, ganz ohne externe Systeme wie RTK oder Beacons.
Bei kleineren Objekten zeigte der Test jedoch Schwächen: Ein Gartenschlauch, ein Schwamm (20 × 10 × 5 cm) sowie ein kleiner Spielzeugigel (5 cm hoch) wurden nicht als Hindernisse erkannt und überfahren. Vor allem sehr flache oder weiche Gegenstände scheinen für die Sensorik problematisch zu sein. Durch ein eigenes Missgeschick und die Deaktivierung der „feineren“ Erkennungsmechanik, hat der Mäher zuverlässig und nachhaltig einen Gartenschlauch gefressen, aber das war meine eigene Schuld.
Bewegliche Hindernisse wie Tiere oder Personen werden sauber erkannt und der Mäher wird gestoppt bzw. die Mährichtung geändert. Im Vergleich zu den ersten Generationen hat mir hier deutlich nachbessern können. Hindernisse werden zwar im Mähreport erkannt und dokumentiert, aber nicht zweifelsfrei beim nächsten Umlauf umfahren.
Die Kombination aus LiDAR, Punktwolken und konfigurierbaren Sicherheitseinstellungen sorgt insgesamt für eine präzise Navigation. Dennoch gilt: Bei sehr kleinen oder flachen Objekten stößt das System an seine Grenzen, weshalb etwas Vorbereitung der Mähfläche weiterhin sinnvoll bleibt.
App-Steuerung
Die Mova App, welche wir ja bereits von anderen Geräten aus dem Roboter-Segment kennen, bietet dem Anwender eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, die kein Hersteller in seinem Portfolio aufwarten kann. Wie so oft ist oftmals nicht mehr immer gleich besser, oder doch?

Aber auch das Thema der Sicherheit ist wichtig. Während der Einrichtung muss man einen vierstelligen PIN vergeben, der dann u. a. beim Notstopp abgefragt wird, sonst bleibt der Mäher gesperrt. Auch ein Alarm lässt sich einrichten, wenn man den Roboter bspw. anhebt und entwenden möchte.

Sehr umfangreich und detailliert ist der Bereich der Kartierung. Hier lassen sich beliebig viele einmessen und dann in der Ansicht auch wechseln. Jene können dann auch separat vom Mäher angefahren werden. Wichtig ist dabei, dass von der Ladestation aus, hin zum Mähbereich, eine Passage eingemessen wird. Diese kann auch schon mal 20 oder 30 Meter lang sein. Die Mähbereiche lassen sich selbst auch noch einmal unterteilen, also wenn man gezielt einen Part abmähen möchte, weil der Bewuchs höher ist als in anderen Abteilen. Die Streifen in der Karte signalisieren im Übrigen die Fahrrichtung des aktuellen Arbeitsvorgangs. Im Nachgang erhält man im Arbeitsprotokoll sogar eine detaillierte Auswertung, wo der Mower nun wirklich langgefahren ist.

Die App bietet einen enormen Funktionsumfang, der zunächst ein wenig überwältigend wirken kann. Nach einer kurzen Phase tastet man sich aber schnell voran und findet sich schnell zurecht. Dennoch bedarf es einer gewissen Feinabstimmung, um dann in jedem persönlichen Fall das bestmögliche Gesamtergebnis zu erzielen. Abschließend lässt sich sagen, dass die Software-Umsetzung wirklich gelungen ist.

Wartung des Mähers / Erfahrungswerte
Wie sehen denn nun die Erfahrungswerte aus? Der LiDAX lief bei mir etliche Wochen am Stück. Das Schnittbild ist hervorragend – dank der hohen Anzahl von Klingen wird eben jenes Ergebnis erzielt. Selbstredend ist der Wartungsaufwand deutlich höher, weil man jedes Mal gleich 12 Klingen wechseln muss – der Aufwand lohnt sich aber allemal. Auch Drittanbieterklingen können erworben und verwendet werden. Ein Blick auf die Unterseite zeigte, wie sich das Schnittgut an den Einzelbereichen festsetzt und natürlich regelmäßig entfernt werden muss. Feuchter Rasen ist dabei deutlich in der Überzahl. In Summe betrachtet kommt man aber überall gut heran und kann das Gerät reinigen.
vergleichsweise stark beanspruchte Klingen - bereit für den Wechsel
Mova spricht im Übrigen auch davon, dass man direkt mit einem Wasserschlauch agieren kann. Für Mähroboter anderer Hersteller mitunter das Todesurteil. Der LiDAX Ultra kommt mit einer IPX6-Zertifizierung daher (starkes Strahlwasser). Insgesamt kann man die Unterseite aber sehr gut und einfach reinigen. Was sich vermehrt gemeldet war, dass der Mähteller nicht mehr bewegt werden kann. Letztlich setzte sich dort nur Schnittgut fest. In Summe betrachtet und für das dargestellte Testfeld erscheint der Mäher perfekt.
Was er nicht kann, ist in engen Bereichen zu mähen oder zu navigieren. Wer also einen kleinen Bereich auf dem Hof hat, der sollte eher ein anderes Modell in Betracht ziehen.
Kommen wir noch einmal kurz zur App: Diese ist ebenfalls clever im Bereich der Wartung und hat einen internen Counter, der in Abhängigkeit zur veranschlagten Nutzungsdauer agiert und dem Anwender wichtige Informationen mitteilt. Sind die Zeiten erreicht, meldet sich die Anwendung mit einem Popup. Sollte der Service bereits vorher erfolgt sein, kann man den Intervall aber auch per Hand wieder zurücksetzen. Ein nettes Feature für alle, die ein wenig „bequemer“ agieren.
Fazit
Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD ist ein Mähroboter, der sich bewusst von der Masse abheben möchte. Das Design ist sehr schick, dem Anwendungsfall angemessen robust gestaltet worden und vor allem sehr praktisch ist.
Er kombiniert eine moderne, kabellose Navigation mit 360°-3D-LiDAR und KI-Kameras mit einem kräftigen Allradantrieb und einem ungewöhnlich breiten 40-cm-Doppelmähwerk. Gerade diese Kombination macht ihn für größere und anspruchsvollere Grundstücke interessant und kann in dieser Kombination als echter Game Changer bezeichnet werden. Das erlangte Schnittbild ist ausgezeichnet und dürfte viele Rasenbegeisterte zufriedenstellen. Wer allerdings kleine, verwinkelte Ecken damit pflegen möchte, der muss ganz klar zu einem anderen Modell greifen – dazu ist der Mährob
Wer dagegen einen größeren Garten mit Steigungen, Unebenheiten oder schwierigen Bodenverhältnissen besitzt, bekommt hier ein ausgesprochen leistungsfähiges Gesamtpaket.
Besonders interessant ist dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der MOVA bietet einen großen Teil der technischen Basis, die man auch bei deutlich teureren Premium-Modellen findet. Im Vergleich zum Dreame A3 AWD Pro ist der LiDAX Ultra 2000 AWD deshalb eine spannende Alternative – insbesondere dann, wenn eine maximale Mähfläche von 2.000 m² ausreicht. Von uns gibt es eine glasklare Kaufempfehlung!
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| 2000m² Mähfläche, 3D-LiDAR, drahtlose Einrichtung |
Mova A3 LiDAX Ultra AWD 2000
- tolles Design und Verarbeitung
- mattes Gehäuse - relativ unempfindlich
- sehr gutes Schnittbild (und breit - 40 cm)
- komfortables Klingenwechseln ohne Werkzeug
- schwimmender Mähteller (besseres Schnittbild)
- extrem umfangreiche App-Funktionalitäten
- Tolles Schnittbild möglich
- auf große Flächen effektiv und schnell
- preistechnisch fair & attraktiv
- Randmähen könnte besser sein
- kein Tragegriff unter dem Gehäuse (hohes Gewicht)
- kleine Schwächen in der Hindernisserkennung


