Der Dreame A2 ist ein weiterer Mähroboter aus dem genannten Konzern, der bereits seit einer Weile am Markt verfügbar ist. Mit einer nominellen Mähleistung von bis zu 3000 m² geht das Gerät auf Kundenfang und bietet zudem auch eine LiDAR-Navigation ohne zusätzliche RTK-Navigation. Wir haben das Gerät ausführlich getestet.
Eine Navigation ohne Begrenzungskabel, das ist das, was den A2 auszeichnet. Neben der weiterentwickelten OmniSense-2.0-Technologie kombiniert das Modell einen 3D-LiDAR-Sensor mit einer KI-gestützten Frontkamera. Dadurch soll die Hinderniserkennung präziser arbeiten und insbesondere beim randnahen Mähen bessere Ergebnisse erzielen. Ähnlich bzw. gleich und sogar nochmal komplexer in der Ausführung, hat Dreame dies sogar in den A3 AWD-Modellen realisiert.
Der A2 richtet sich an Besitzer mittelgroßer bis großer Grundstücke mit einer vom Hersteller angegebenen Flächenleistung von bis zu 3.000 m². Die Einrichtung erfolgt weiterhin vollständig ohne RTK-Referenzstation und ohne Begrenzungskabel. Stattdessen kartiert der Roboter den Garten direkt per Smartphone und erstellt eine digitale 3D-Karte der Arbeitsfläche.
Preislich muss man sich auf rund 2000 Euro für das 3000m² Modell einstellen. Eine weniger leistungsstarke Version, die mit 1200 m² an Mähleistung angegeben ist, die gibt es ebenfalls. Die UVP beträgt dafür 999 Euro. Beide Versionen kommen mit der 4G-Unterstützung daher, die für ein Jahr freigeschaltet ist.
Rasenmähroboter kaufen
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| 3000m² Mähfläche, 3D-LiDAR, drahtlose Einrichtung |
Nach Ablauf dieses Zeitraums muss man den Service extra nachkaufen. Für ein Jahr sind das 50 Euro, als 2-Jahres-Service 90 Euro und für drei Jahre fallen 129,90 Euro an. Hintergrund ist Folgendes: Das Gerät muss nicht immer mit dem hiesigen WLAN verbunden sein, sondern kann auch außerhalb dieser Netzabdeckung aus der Ferne, beispielsweise von unterwegs, gesteuert werden und auch Status-Updates senden.
Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt hochwertig und vollständig aus. Neben dem Mähroboter befinden sich Ladestation, Netzteil, Bodenanker, Ersatzklingen, Reinigungszubehör sowie eine mehrsprachige Dokumentation im Karton. Die Ladestation verfügt zusätzlich über eine integrierte Reinigungsbürste für den LiDAR-Sensor. Das serienmäßige 4G-Modul gehört ebenfalls zur Ausstattung und erhöht die Konnektivität außerhalb der WLAN-Abdeckung.
Für den Betrieb wird alles Notwendige mitgeliefert, sowie auch neu Ersatzklingen, ein Reinigungstuch, ein Satz Erdanker für die Befestigung der Ladeschale im Erdreich und natürlich die Anschlusskabel.
Für den Betrieb wird alles Notwendige mitgeliefert, sowie auch neu Ersatzklingen, ein Reinigungstuch, ein Satz Erdanker für die Befestigung der Ladeschale im Erdreich und natürlich die Anschlusskabel.
- 1× Dreame A2
- 1× Ladestation mit 10 m Netzkabel
- 1× Sensor-Reinigungsbürste
- 9× Ersatzklingen
- 1× Reinigungstuch
- 1× Netzteil (Ladegerät mit 3 A Stromstärke)
- 1× Set Erdanker (zur Bodenverankerung der Ladestation)
- 1× mehrsprachiges Handbuch (inkl. deutscher Anleitung)
- 1× Schnellstart-Poster mit deutschsprachiger Einrichtungshilfe
Optisch bleibt Dreame seiner klaren Designsprache treu. Das Gehäuse wirkt hochwertig und modern, besitzt jedoch nun eine hochglänzende Oberfläche. Auffälligstes Merkmal ist die in die Front integrierte KI-Kamera, welche gemeinsam mit dem LiDAR-Sensor die Umgebung analysiert. Das Bedienfeld unter der oberen Abdeckung wurde beibehalten und ermöglicht den direkten Zugriff auf die wichtigsten Funktionen einschließlich PIN-Schutz und Not-Aus-Taste.
Nachfolgend haben wir noch die wichtigsten Keyfacts des Automowers aufgelistet.
| Mähroboter im Überblick | |
| Bezeichnung | Dreame A2 - 3000m² |
| Maße | 643 x 436 x 261 mm (L x B x H) |
| Gewicht | 12,6 Kg |
| Schutzklasse Mäher | IPX6 |
| Schutzklasse Ladestation | IPX4 |
| Mähfläche | 3000 m² |
| Schnitthöhe | 30 - 70 mm |
| Schnittbreite | 22 cm |
| Akku-Kapazität | Lithium-Ionen / 5.000 mAh |
| Ladezeit Akku | 65 Minuten |
| Netzteil | 20 V Ausgangspannung, 3A |
| Nennspannung | 18 V |
| Schnittstellen | WLAN: 2,4 GHz (802.11b/g/n) Bluetooth: 2400 - 2483,5 MHz Reichweite LiDAR-Sensor: 70m - 360° horizontal und 59° vertikal 4G-Modul für 2 Jahre Laufzeit integriert |
| Optional | - |
| Preis | 1600 EUR (Straßenpreis) |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Hersteller-Homepage | https://de.dreametech.com/ |
weitere Detailansichten
Das Grundkonzept des Mowers ist dem des A2 oder des A1 Pro sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch. Der A2 verfügt serienmäßig über eine KI-unterstützte Frontkamera, die gemeinsam mit dem OmniSense-2.0-LiDAR-System die Hinderniserkennung verbessert und insbesondere beim Randmähen Vorteile bietet. Der A2 kommt mit einem Hochglanzlackkleid daher, was extrem schick aussieht, ihn aber sehr anfällig auf äußere Einflüsse macht. Die Ladeschale hat zugleich eine Bürste verbaut welche automatisch bei jeder Einfahrt den LiDAR-Sensor reinigt, dazu aber im Verlauf des Artikels dann aber mehr.
An der Nase befindet sich der LiDAR-Sensor, der für den Transport oder zum Lagern über Winter mit einer Kappe abgedeckt werden kann. Der Omnisense getaufte „Boppel“ erfasst die Umgebung mit einer 360°-Erfassung in der Horizontalen und bis zu 59° in der Vertikalen. Damit kann der A2 also so gut wie alles innerhalb seiner bei der Einrichtung erfassten Fläche erkennen. In der App lässt sich sogar ein 3D-Bild ansehen, was das Gerät effektiv gescannt hat.
Der Mäher ist laut Hersteller für eine Fläche von bis zu 3000 Quadratmeter ausgelegt. Wer in diesem Segment unterwegs ist der weiß, man sollte hier effektiv den Faktor drei rechnen, da die Herstellerangaben wie so oft für einen 24/7-Betrieb gelten und unter normalen (Betriebs)-Umständen selten erreicht werden. Hat man weniger Grün zu mähen, sollte das also alles wunderbar passen.
Schick anzusehen - das geschwungene Design mit netten Kontrastwerten
Die beiden Mähmodi versprechen pro Akku-Ladung eine Mähfläche von 1000 m² (Standard) bzw. 2000 m² (effizient) am Tag. Der Unterschied hierbei liegt in der Hindernisserkennung, die jeweils intensiver oder eben nicht zu Werke geht. In der Praxis hat sich der Standardmodus als sehr zuverlässig herausgestellt, da man zusätzlich in der App noch weitere Untermenüs anwählen kann – aber später mehr dazu. Die Ladedauer des 5000 mAh fassenden Akkus beträgt rund 65 Minuten, was noch als okay eingestuft werden kann. Der Akku selbst kann auch ganz einfach entnommen oder getauscht werden.
Die Mähbreite beträgt 22 Zentimeter. Der Mähteller selbst agiert im Übrigen „schwimmend“, was mitunter nur bei wesentlich teureren Modellen von anderen Herstellern zu finden ist und im Umkehrschluss ein immens besseres Mähbild zur Folge haben wird. In der Praxis sieht es so aus, dass die Rasenfläche viel ebener wirkt, da das Schneidwerk nicht nur durch Unebenheiten fährt, wie eine Art Dämpfung / Federung. Gerade bei größeren Rasenflächen fällt das sofort positiv auf und bestätigte sich auch im Praxistest.
Die zentrale Steuerung erfolgt nicht nur über die App, sondern können die wichtigsten Einstellungen auch direkt am Mäher vorgenommen werden. Markant und klassisch auch von anderen Herstellern bekannt, befindet sich an der Oberseite der Stop-Button, der zugleich die Abdeckung öffnen lässt.
Ein zentrales Drehrad mit Betätigungsfunktion dient zur Navigation. Hinzu gesellen sich noch vier Schnellwahltasten. Die Informationen und das Menü selbst werden auf einem gut ablesbaren Farbmenü dargestellt. Akustisch werden die Eingaben in der jeweils gewünschten Sprache untermauert. Die Lautstärke selbst kann man variieren, sowie auch die Töne selbst deaktivieren. Im Laufe des Betriebs gibt der A2 so einige Infos ab, die vielleicht nicht immer ausgegeben werden müssen. (Wiederaufnahme nach Laden etc.). Die Menüführung selbst ist übersichtlich gehalten und bezieht sich auf das Notwendigste. Positiv zu erwähnen: Wird der Notstopp gedrückt, kommt sofort die PIN-Abfrage, ansonsten gelangt man nicht in die Menüstruktur. Die Kernsteuerung erfolgt aber über die App, da hier dank des großen Displays logischer Weise noch mehr Möglichkeiten bestehen.
Gut ablesbar: das Farbdisplay unter Klappabdeckunng
Eine Bürste reinigt den LiDAR-Sensor bei jeder Einfahrt in die Station
Applikation mit Funktion: Das Heck ist mit einem Rücklicht ausgestattet
Für einen sicheren Stand sorgen die Offroad-Räder, welche wirklich große „Spikes“ mitbringen, um auch bei den genannten Steigungen ohne Probleme für Vortrieb sorgen zu können. Etwas schade und in der Praxis unhandlich ist der Umstand, dass unter dem Rahmen kein Tragegriff bzw. eine entsprechende Applikation mit eingearbeitet ist. Im direkten Vergleich werden wir gleich sehen, was genau damit gemeint ist. So muss man den Mäher mehr oder minder immer mit zwei Händen tragen und dabei relativ vorsichtig zu Werke gehen, das Gehäuse nicht zu beschädigen.
Vergleich mit anderen Modellen
Da zum Testzeitpunk glücklicher Weise alle aktuellen Dreame-Mähroboter zur Verfügung standen, darf ein direkter, optischer Vergleich nicht ausbleiben. In der Abbildung befinden sich der Mova 1000, der Dreame A2 Pro und das Flaggschiff ganz rechts, der Dreame A1.
Die grundlegende Linienführung ist im Kern identisch und die drei Geräte wirken schick und modern gestaltet. Hier hat man klar einen Fokus darauf gesetzt und nicht vernachlässigt bzw. sich ausschließlich auf die Funktionalität beschränkt. Der Mova wirkt bei der Heckansicht ein wenig klobiger, aber das dürfte wohl eine Geschmacksfrage sein.
Faktentechnisch unterscheiden sich die Geräte natürlich bei der Mähleistung, der Akku-Kapazität und der Schnittbreite. Der Mova wird mit 1000 m² angegeben und bietet 20 cm Schnittbreite. Unser Testgerät der A1 Pro wirbt mit 2000 m² und 22 cm Schnittbreite. Der A1 als Top-Modell wird mit bis zu 3000 m² und ebenfalls einer Schnittbreite von 22 cm. Ein großer Unterschied ist aber bei dem Mähteller auszumachen, der kann bei dedizierten Randmähen sogar versetzt werden – ein Novum in diesem Segment. Alle drei Mäher sind im Übrigen IPX6-zertifiziert und im Vergleich zu einem Husqvarna beispielsweise, lassen diese sich von unten mit einem Wasserstrahl reinigen.
Die beiden Dreame Geräte haben auf der Oberseite den Klappdeckel, unter dessen sich die besagten Steuerelemente befinden. Der Mova hat kein Scharnier, die Kappe lässt sich einfach abnehmen und hält per Magnet. Auch die Steuermechanik ist deutlich vereinfacht und bietet zudem auch kein visuell unterstützendes Display. Ein Drehrad, wie man es von einem Herd kennt, beinhaltet hier die grundlegende Justage im Bereich der Mähhöre. An dieser Stelle dürfte der Preisunterschied mit am auffälligsten sein, was aber gar nicht so schlimm ist, da die primäre Einrichtung ja bekanntlich über die App vollzogen wird.
Ebenfalls etwas schade ist auch der Umstand, dass man am Rahmen keinen Tragegriff mit verschraubt hat, das hätte dem Gerät mehr „Komfort“ in diesem Bereich gegeben. Selbst der deutlich günstigere Mova hat eine solche Vorrichtung. Wenn man den Automower wirklich einmal tragen muss, und das wird definitiv passieren, muss man hier mit zwei Händen anfassen. Zudem ist auch ein wenig Sorgfalt geboten, da man sonst das etwas labile Außengehäuse des A1 Pro eindrücken könnte. Einen 1:1-Vergleich werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen, da die Mähroboter auch viel zu verschieden sind und ihrer Kategorie jeweils ganz andere Konkurrenten vor der Brust haben.
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Einrichtung via App und ohne Kabel.
Einrichtung ohne Begrenzungskabel
Einer der großen Kernfeatures der Dreame Automower bzw. auch der aktuellen Mähergeneration ist das Arbeiten ohne Begrenzungskabel, was natürlich auch für die Einrichtung selbst gilt. Der A2 kommt zudem auch ohne RTK-Referenzstation aus und navigiert satellitengesteuert bzw. mit Hilfe des LiDAR-Sensors. Zur Einrichtung wird die Dreame Home App benötigt, die auch weitere Geräte wie Saugroboter usw. steuern lässt. Der Einrichtungsprozess ist wirklich selbsterklärend und wird während des gesamten Prozesses visuell und textlich sehr gut dargestellt.


Nachdem der A2 erkannt wurde, fährt man ihm los. Dabei agiert das Smartphone wie eine Fernsteuerung und man fährt die äußere Begrenzung des gewünschten Mähbereiches ab. Hier empfiehlt es sich, möglichst weit an den Rand zu fahren, da sonst zusätzlich noch weitere Rasenüberstände zurückbleiben. Dieser Prozess geht wirklich einfach von der Hand.
Etwas knifflig ist mitunter aber die Steuerung des Roboters, so bedarf es ein wenig Übung, diesen auch wirklich gerade und feinfühlig zu navigieren. Gerade wenn es in enge Passagen geht ist mal schnell direkt zum Start ein Kratzer ins schicke Gehäuse gefahren, dass möchte man natürlich vermeiden.

Ist die Grundkarte eingemessen, muss man ggf. noch einen Pfad zur Ladeschale definieren. Auch hier gibt es ein wenig Kritik: Liegt diese nicht direkt innerhalb der Mähzone, kann es schon mal vorkommen, dass der Prozess von der App abgebrochen wird und man die komplette Strecke noch einmal abfahren muss. Bei unserer Testfläche von ca. 1000 m² ist das zweimal passiert – natürlich etwas ärgerlich. Pfad erstellen ist auch ein Stichwort: Man kann auf diesem Wege mehrere nicht direkt angrenzende Mähbereiche / Zonen erstellen, die dann mit einem „Pfad“ vom Mäher angesteuert werden. Hat man aber alles erfolgreich eingerichtet, findet der Mäher problemlos seine Ladestation sowie auch andere verknüpfte Mähbereiche.
Nach dem ersten vollständigen Mähen werden Hindernisse auf der detaillierten Karte automatisch eingezeichnet und mit einem Hütchen gekennzeichnet. Besser wäre es aber, No-Go-Bereiche einzurichten. In der App finden sich dazu sogar vordefinierte Presets, was im Garten alles so anfallen und herumstehen kann. Diese Sperrzonen umfährt man dann mit dem Mäher nochmals und sie werden dann in der erstellten Karte auch visuell markiert.

Nachdem alles eingerichtet ist, schauen wir uns auf der nächsten Seite die Mähleistung, Akku-Kapazitäten und die umfangreiche App-Steuerung genauer an.
Praxistest und Mähleistung
Gleich vorne weg: Die abgelieferte Schnittbild des A2 ist erstklassig und wirklich überraschend. Das liegt mitunter aber auch an den wirklich guten Klingen, die extrem scharf ausgeführt sind, aber den an den sehr nassen Testtagen alles abverlangt wurde. Bei fortlaufendem Betrieb von rund 12 Stunden ab Tag (das ist wegen des vergleichsweise kleinen Akkus notwendig), waren die Klingen nach ca. 10 Tagen stumpf und mussten getauscht werden. Im Bereich der Wartung sind wir nochmal detailliert darauf eingegangen.
Dank des 4G-Moduls, was bereits ab Werk verbaut ist, gibt es auch keine Probleme bei der Ansteuerung des Mähers aus der Ferne. Hat der A1 Pro (zum Testbericht) ab und an mal die Verbindung verloren, navigiert der A2 tadellos und ist zu jeder Zeit „ansprechbar“ – egal ob man zuhause oder unterwegs ist. Das 4G-Modul gehört beim A2 bereits zur Serienausstattung. Wie eingangs schon formuliert, muss man nach einer gewissen Frist hier sich den Zugang neu kaufen. Wir können diese Entwicklung nicht befürworten, was viele andere Hersteller ebenfalls umsetzen. Marktriesen wie Husqvarna verfolgen diesen Weg nicht.
Im direkten Vergleich: Husqvarna 430X - Dreame A2
Aber zurück zum Arbeitsergebnis: das ist gelinde gesagt hervorragend und die Bilder sprechen vermutlich für sich. Das eingestellte Kreuzmuster wurde nach drei Mähdurchläufen erlangt. Ist der Rasen trocken, kommen erstklassige Ergebnisse zum Vorschein. Über die Dauer hinweg verbessert sich auch das Ergebnis, da etwaiges Schnittgut mehrmals durchgemulcht wird und nicht mehr sichtbar ist.
Hervorragendes Mähbild mit eingestelltem Kreuzmuster - mehrmalige Durchläufe notwendig!
Ein wichtiger Aspekt ist die Akkuleistung: jene reicht für rund 120 m² im Standardmodus und 200 m² bei der effizienten Mähweise – pro Ladung versteht sich. Die Unterschiede sind hierbei vor allem in der Hinderniserkennung ausmachen, die dann weniger präzise und intensiv agiert. Hat man große freie Flächen, ist dieser Umstand aber zu verschmerzen. Für die gesamte Mähfläche von 922 m² hat das Gerät in Summe 410 Minuten gebraucht, also knapp 15 Stunden. Bedeutet im Umkehrschluss, dass hier knapp zwei Tage notwendig sind, bis die Fläche komplett abgemäht wurde – inklusive Ladezeit versteht sich.
Aber wie sieht es aus, wenn das Wetter nicht mehr 1A ist? Hier kommt meiner Meinung nach einer der allergrößten Unterschiede im Vergleich zu einem „gestandenen Marktführer“ zum Tragen. Der LiDAR-Sensor erkennt sofort, wenn es (leicht) zu regnen beginnt und sendet eine Meldung ans Smartphone. Regen ist nicht immer Regen, auch ganz leichte Tropfen reichen schon aus, um den Dreame in die Ladestation zu schicken. Bei größeren Flächen kann das recht nervig werden, da man schlichtweg nicht fertig wird und der Mäher permanent wieder anfängt bzw. manuell neu losfahren lassen muss. Ein „Profi-Gerät“ agiert hier unbeirrt weiter. JA, das Ganze hat natürlich alles Vor- und Nachteile, jedoch sollte dieser Aspekt nicht unbeachtet bleiben. Man kann aber die Sensorik auch komplett deaktivieren. Das es deutlich besser funktioniert, haben wir bereits beim deutlich größeren Dreame A3 AWD festgestellt.
Apropos nass: Bei etwas höherem Rasen bleibt natürlich auch etwas liegen, wie nachfolgend abgebildet. Mäht man dann konsequent weiter, ggf. auch mit einem täglichen Mähplan, kommen die o. g. Ergebnisse zustande, die für jeden Rasenfreund natürlich pure Freude erzeugen werden.
Beim Randmähen bietet die App auch einige Einstellungsmöglichkeiten, ob der Mäher im Nachgang noch einmal final die äußere Begrenzung abfährt, oder nicht. Aber auch ein weiterer Modus bietet noch mehr Schutz. In Summe kann man aber sagen, dass hier an Hindernissen und no-go-Areas gefühlt zu viel Überstand übrig bleibt und das Gerät etwas dichter heranfahren könnte. Letztlich muss man nochmal im Detail nachmähen.
LiDar / Hinderniserkennung
Der A2 setzt bei seiner Orientierung auf das hauseigene OmniSense-Navigationssystem. Kernstück ist ein 360°-LiDAR-Sensor, der die Umgebung in horizontaler Vollansicht und mit einem vertikalen Winkel von 59 Grad erfasst. Mit einer Reichweite von bis zu 70 Metern wird dabei eine Punktwolke erzeugt – ein dreidimensionales Abbild des Gartens, bestehend aus Millionen von Messpunkten.
Diese Datengrundlage nutzt der Roboter, um Hindernisse wie Möbel, Pflanzen oder Spielzeug zuverlässig zu erkennen. Alle Informationen werden in Echtzeit verarbeitet und mit der hinterlegten 3D-Karte abgeglichen. Neu auftretende Strukturen außerhalb der Mähfläche werden automatisch umfahren, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.
Perfekt erkannt: Hindernisse - auch die Geschwindigkeit wird reduziert und gedreht
Über die zugehörige App lassen sich individuelle Parameter einstellen. So kann der Nutzer definieren, ab welcher Höhe Objekte als Hindernis gelten sollen – wahlweise ab 5, 10 oder 15 Zentimetern. Damit reagiert das System auch auf kleinere Gegenstände oder Tiere im Arbeitsbereich. Zusätzlich kann ein seitlicher Sicherheitsabstand zwischen 10 und 20 Zentimetern gewählt werden, um die Annäherung an Objekte gezielt zu steuern.
In der Praxis bewegt sich der Roboter flüssig und sicher durch den Garten. Größere Hindernisse wie Stühle, Bäume oder Blumentöpfe erkennt er zuverlässig und umfährt sie ohne Probleme. Auch bei komplexeren Strukturen behält er die Orientierung, ganz ohne externe Systeme wie RTK oder Beacons.
Bei kleineren Objekten zeigte der Test jedoch Schwächen: Ein Gartenschlauch, ein Schwamm (20 × 10 × 5 cm) sowie ein kleiner Spielzeugigel (5 cm hoch) wurden nicht als Hindernisse erkannt und überfahren. Vor allem sehr flache oder weiche Gegenstände scheinen für die Sensorik problematisch zu sein.
Grenzen zeigen sich auch bei reflektierenden Oberflächen wie Glas oder Edelstahl, die das LiDAR irritieren können. Bewegliche Hindernisse wie Tiere oder Personen werden zwar erfasst, allerdings unter Umständen zu spät, wenn sie sich plötzlich in den Fahrweg bewegen. Da Hindernisse nicht dauerhaft gespeichert werden, empfiehlt es sich, Spielzeug oder Werkzeuge vor dem Start zu entfernen oder Sperrzonen in der App einzurichten.
Die Kombination aus LiDAR, Punktwolken und konfigurierbaren Sicherheitseinstellungen sorgt insgesamt für eine präzise Navigation. Dennoch gilt: Bei sehr kleinen oder flachen Objekten stößt das System an seine Grenzen, weshalb etwas Vorbereitung der Mähfläche weiterhin sinnvoll bleibt.
App-Steuerung
Die Dreame Home App, welche wir ja bereits von anderen Geräte aus dem Roboter-Segment kennen, bietet dem Anwender eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, die nicht Hersteller in seinem Portfolio aufwarten kann. Wie so oft ist oftmals nicht mehr immer gleich besser, oder doch?

Aber auch das Thema der Sicherheit ist wichtig. Während der Einrichtung muss man einen vierstelligen PIN vergeben, der dann u. a. beim Notstopp abgefragt wird, sonst bleibt der Mäher gesperrt. Auch ein Alarm lässt sich einrichten, wenn man den Roboter bspw. anhebt und entwenden möchte.

Sehr umfangreich und detailliert ist der Bereich der Kartierung. Hier lassen sich beliebig viele einmessen und dann in der Ansicht auch wechseln. Jene können dann auch separat vom Mäher angefahren werden. Wichtig ist dabei, dass von der Ladestation aus, hin zum Mähbereich, eine Passage eingemessen wird. Diese kann auch schon mal 20 oder 30 Meter lang sein. Die Mähbereiche lassen sich selbst auch noch einmal unterteilen, also wenn man gezielt einen Part abmähen möchte, weil der Bewuchs höher ist als in anderen Abteilen. Die Streifen in der Karte signalisieren im Übrigen die Fahrrichtung des aktuellen Arbeitsvorgangs. Im Nachgang erhält man im Arbeitsprotokoll sogar eine detaillierte Auswertung, wo der Mower nun wirklich langgefahren ist.

Die App bietet einen enormen Funktionsumfang, der zunächst ein wenig überwältigend wirken kann. Nach einer kurzen Phase tastet man sich aber schnell voran und findet sich schnell zurecht. Dennoch bedarf es einer gewissen Feinabstimmung, um dann in jedem persönlichen Fall das bestmögliche Gesamtergebnis zu erzielen. Abschließend lässt sich sagen, dass die Software-Umsetzung wirklich gelungen ist.

Wartung des Mähers / Erfahrungswerte
Wie sehen denn nun die Erfahrungswerte aus? Der A2 lief bei mir rund drei Wochen am Stück. Wie schon eine Seite zuvor geschrieben, waren bei dichtem Rasenwuchs nach 10 Tagen die Klingen stumpf und man konnte am Rasen erkennen, das nicht mehr „sauber“ geschnitten wurde. Unter zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Bedingungen ist das eigentlich sogar ein sehr guter Wert. Ein Blick auf die Unterseite zeigte, wie sich das Schnittgut an den Einzelbereichen festsetzt und natürlich regelmäßig entfernt werden muss. Feuchter Rasen ist dabei deutlich in der Überzahl. In Summe betrachtet kommt man aber überall gut heran und kann das Gerät reinigen.
Dreame spricht im Übrigen auch davon, dass man direkt mit einem Wasserschlauch agieren kann. Für Mähroboter anderer Hersteller mitunter das Todesurteil. Der A2 kommt mit einer IPX6-Zertifizierung daher (starkes Strahlwasser).
vergleichsweise stark beanspruchte Klingen - bereit für den Wechsel
Ein persönlich empfundenes, geniales Feature ist aber der Klingenwechsel. Hier benötigt man als Anwender nämlich keinerlei Werkzeug, da ein entsprechendes Montagesystem implementiert wurde. Der Ablauf sieht wie folgt aus: Man drückt von unten einen kleinen Stift hoch, nimmt die Kappe ab, dreht die Klinge in die seitliche Position und kann sie dann direkt entnehmen. Einfacher geht es kaum!
Kommen wir noch einmal kurz zur App: Diese ist ebenfalls clever im Bereich der Wartung und hat einen internen Counter, der in Abhängigkeit zur veranschlagten Nutzungsdauer agiert und dem Anwender wichtige Informationen mitteilt. Sind die Zeiten erreicht, meldet sich die Anwendung mit einem Popup. Sollte der Service bereits vorher erfolgt sein, kann man den Intervall aber auch per Hand wieder zurücksetzen. Ein nettes Feature für alle, die ein wenig „bequemer“ agieren.

Fazit
Der Dreame A2 ist ein technisch vollgestopftes Stück an Mähertechnik, welches jetzt großen europäischen Marktgrößen auf den Fersen ist. Mit seiner kabellosen Einrichtung bzw. Betrieb, der sehr guten Hindernisserkennung und zahlreichen Details, die den Praxisalltag aufwerten, spricht das Gerät eine große Nutzergruppe an.
Genau das macht dieser Mähroboter so extrem gut, weil er preislich im überschaubaren Rahmen bleibt und aktuell für rund 1600 Euro erhältlich ist und zugleich dem Anwender viel Freizeit für andere Dinge verschafft, sofern man vorher noch keinen Automower im Betrieb hatte. Die unkomplizierte Einrichtung nimmt zudem auch die Hürde, hier sehr großes technisches Fachwissen mitbringen zu müssen. Das gesamte Nutzererlebnis ist sehr gut durchdacht, umgesetzt und begleitet den Anwender zu jedem Zeitpunkt. Belohnt wird man mit einer sehr umfangreichen App-Steuerung, vielen Funktionen, einem ausgesprochen guten Schnittbild und einer schicken Optik des Gerätes.
Kritik kann man in der Detailnavigation suchen. Fast alle LiDAR-Mäher haben die Thematik, dass sie trotz vermeintlicher Kantenmähung, immer noch zu viel Rasen stehenlassen. Das lässt sich auch bei kleinen Büschen beobachten. Trotz reduzierter Hindernisserkennung bleibt ein großer Bereich übrig, der dann manuell nachgemäht werden muss.
Das größere Modell des A2, es gibt ja bekanntlich die 3000m² und 1200m² Version, agiert sehr gut auf größeren Flächen. Das Testfeld mit rund 1000m² wurde an einem Tag sauber durchgemäht. Zugleich zeigt es aber auch, dass man die Herstellerangaben immer multiplizieren und mit seiner eigentlichen Gartenfläche abgleichen sollte.
Der A2 ist weiterhin ein hervorragender Mähroboter, der auch weiterhin in diesem Umfeld eine ausgesprochen schicke Optik mitbringt. Das kann bekanntlich nicht von jedem Mäher dieser Gattung behauptet werden. Wer sich das Gerät anschaffen möchte, der bekommt ihn unter anderem direkt bei Amazon für circa 1600 Euro. Alternativ sollte man immer mal Rabattaktionen im Auge behalten, da geht der Mäher noch einmal günstiger über den Ladentisch.
Von uns aus gibt es eine klare Kaufempfehlung dafür!
Rasenmähroboter kaufen
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| 3000m² Mähfläche, 3D-LiDAR, drahtlose Einrichtung |
Dreame A2 - 3000 Mähroboter
- tolles Design und Verarbeitung
- mattes Gehäuse - relativ unempfindlich
- sehr gutes Schnittbild
- komfortables Klingenwechseln ohne Werkzeug
- schwimmender Mähteller (besseres Schnittbild)
- extrem umfangreiche App-Funktionalitäten
- sehr gute Hindernisserkennung
- preistechnisch fair & attraktiv
- Randmähen könnte besser sein
- kein Tragegriff unter dem Gehäuse
- Gehäuse ist sehr empfindlich

