Praxistest & Saugleistung
Vorneweg: Die knapp 16 Kilogramm sind keinesfalls ein Leichtgewicht, weil ja bekanntlich auch noch die Wassermenge im Gerät hinzukommt. Dem sollte man sich bewusst sein. Der X10 ist für Beckenarten aller Art geeignet, oder konkreter gesagt, aller Materialien. Ist der Pool zu klein, kann das Gerät schnell überdimensioniert erscheinen. Beim Material selbst gibt Mova Fiberglas, Beton, PVC, Edelstahl, Mosaikfliesen oder, wie ihn vermutlich die meisten haben werden, einen Vinyl-Aufstell-Pool . Unabhängig von der Poolart ist auch die Form entscheidend, denn hier können ebenfalls alle erdenklichen Versionen gereinigt werden. Also rund, oval, rechteckig oder sogar etwas kompliziert, das Gerät soll damit ohne Probleme klarkommen – jedenfalls in der Theorie.
Die Vorgehensweise in der Praxis ist denkbar einfach: Man startet den Sauger, auf der App erscheint ein Befehl, dass man ihn ins Wasser lassen kann. Nach einer kurzen „Sondierung“ seiner neuen Örtlichkeit beginnt das Gerät mit dem ausgewählten Reinigungsprogramm. In der Regel wird eine App-Steuerung ab diesem Zeitpunkt nutzlos, da Unterwasser keine Funkwelle (Bluetooth) übertragen werden können. Dafür liefert Mova die extra Boje mit, die per Infrarot die Steuerbefehle übermitteln soll. Eine ähnliche Vorgehensweise haben wir auch schon beim Dreame Z1 Pro gesehen, der mit einer speziellen Fernbedienung daherkommt.
Der Ansatz der extra Boje beim Mova Sauger ist klasse, allerdings war es im Praxistest nicht möglich, die Verbindung zwischen Sauger und dem Sender herzustellen. Die Boje, welche auf der Wasseroberfläche schwimm, agiert über das hiesige WLAN-Netz. Hier muss natürlich darauf geachtet werden, dass genügend Sendeleistung vorhanden ist – was im Test selbstverständlich gegeben war. Allerdings war es auch nicht möglich, wenn beide Geräte nebeneinander lagen, miteinander zu verbinden.
Grundsätzlich soll es damit möglich sein, den Sauger zu steuern und Informationen zu erhalten, an die man sonst nicht kommt. Der Schwimmer übermittelt auch die Wassertemperatur, die zusätzlich auch auf einem Display angezeigt wird. Aber kommen wir einmal zum Sauger und seiner Leistung selbst.
Die Reinigungsabläufe innerhalb des Beckens erfolgen nach einer systematischen Vorgehensweise, können aber auch mit Hilfe von „KI“ variieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Gerät Schmutzintensität erkennt und dahin gehend die Fahrweise anpasst. Das verlinkte Video gibt dazu ein wenig Aufschluss, wie sich der X10 im Wasser verhält. Erst wird konsequent in einer Reihe systematisch abgefahren und in zweiter Instanz noch einmal über Kreuz die zweite Richtung, sodass man ein perfektes Reinigungsergebnis erzielt. Das gilt natürlich nur für den Bodenbereich. Ist die Wandreinigung mit aktiviert, verschiebt sich der Roboter clever zur Seite, sodass es keine ungereinigten Stellen mehr gibt.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist es auch möglich, dass man gezielt die Wasserkennlinie reinigt. Bei Ablagerungen, die schon länger im Material vorhanden sind, Verfärbungen oder Kalkresten sollte dies nicht ausreichen. Bei oberflächlichen Verunreinigungen agiert der X10 aber auch hier tadellos. Was hier bei dem Gerät auffällt, ist das ruhige und gediegene Bewegen des Saugers. Vergleichbare Geräte sind im Pool etwas „ruppig“ unterwegs. Vergleichen kann man dies in etwa mit Saugrobotern aus dem Wohnbereich, auch hier wird die Navigation immer besser. Wer möchte, der kann auch nur die Oberfläche reinigen lassen. Hier kombiniert der Rover X10 einen Oberflächenskimmer, man spart sich also ein zweites Gerät. Diese Aufgabe macht er gut und solide, es steht auch ein Kombiprogramm zur Verfügung, in dem man dieses auswählen kann.
Wenn das Gerät seinen vorher hinterlegten Prozess abgeschlossen hat, fährt der Sauger in die Position, die in der App hinterlegt wurde. Er bläst dann wie ein U-Boot aus und bleibt an der Oberfläche (aber nur einen gewissen Zeitpunkt von ca. 10-15 Minuten). Eine Meldung auf der App kommt selbstverständlich auch.
Die Reinigung von Treppen innerhalb von Pools stellt für viele Geräte dieser Art eine Herausforderung dar. Die Stufen selbst müssen eine gewisse Mindestgröße (in der Tritttiefe) vorweisen, damit ein Sauger hinaufklettern kann. In unserem Testszenario, also einem weiteren GFK-Pool neben dem bekannten PVC-Aufstellbecken, mühte sich der X10 ab und schaffte es nicht, hinaufzuklettern. Im Zeitraffer-Video ist auch entsprechend eine Sequenz mit vorhanden. Bei deutlich größeren Stufen sollte das kein Problem darstellen. Grundsätzlich muss man auch sagen, dass die Navigation in einem größeren und ggf. weniger „runden“ Becken einfacher von Statten gehen dürfte, da der X10 auf „Masse“ ausgelegt ist.
Wenn das Gerät seinen vorher hinterlegten Prozess abgeschlossen hat, fährt der Sauger in die Position, sodass er zum Teil aus dem Wasser ragt. Das hat auch den Vorteil, dass er an die App eine Statusmeldung senden kann, da ja WiFi- oder Bluetooth wieder zur Verfügung stehen.
Die Reinigung von Treppen innerhalb von Pools stellt für viele Geräte dieser Art eine Herausforderung dar. Die Stufen selbst müssen eine gewisse Mindestgröße (in der Tritttiefe) vorweisen, dass ein Sauger hinaufklettern kann. In unserem Testszenario, also einem weiteren GFK-Pool neben dem bekannten PVC-Aufstellbecken, mühte sich der X10 ab und schaffte es nicht, hinaufzuklettern. Im Zeitraffer-Video ist auch entsprechend eine Sequenz mit vorhanden. Bei deutlich größeren Stufen sollte das kein Problem darstellen. Grundsätzlich muss man auch sagen, dass die Navigation in einem größeren und ggf. weniger „runden“ Becken einfacher von Statten gehen dürfte, da der X10 auf „Masse“ ausgelegt ist.
App-Steuerung
Die Einrichtung ist einfach und binnen von Minuten abgeschlossen, allerdings muss man sich einen komplett neuen Account in der Aiper-App erstellen. Der mitgelieferte Quick Start Guide gibt dazu auch noch einmal mehr Aufschluss und vereinfacht das Unterfangen.

Wie schon weiter vorn im Artikel geschrieben, kann die Software als netter Zusatz verstanden werden, der letztlich aber dann noch ein paar nette Details bietet. Aber zurück zur Software-Anwendung: Man kann zwischen fünf verschiedenen Reinigungsprofilen wählen (Standard, nur Boden, nur Wände, Fokus auf die Wasserlinie und der Ki-Modus). Eine Unterteilung der Reinigungsintensität in den jeweiligen Modi ist allerdings nicht möglich. Jede Einstellung bedingt natürlich auch einen veränderten Akkuverbrauch, zum Positiven und Negativen hin. Interessant ist auch, dass man einen kompletten Reinigungsplan anlegen kann, also mit Wochentag und Uhrzeit. Ob das jetzt die große Relevanz hat, muss jeder selbst entscheiden, da das Gerät im Zweifel ohnehin angefasst werden muss – es sei denn, er bleibt die Tage dauerhaft im Pool.

Ist der Reinigungsprozess abgeschlossen, gibt es final auch einen kleinen Info-Post, wie lang der Vorgang gedauert hat. Eine Anzeige, wie viel Wasser man gefiltert hat und wie lang dieser Vorgang gedauert hat wird ebenfalls gemeldet. Auch findet sich in der Übersicht, wieviel Gegenstände der Sauger aufgesammelt hat.

Filterleistung - Erfahrungswert
Natürlich ist es einfach, große Gegenstände einzusammeln bzw. aufzusaugen. Dank des sehr feinmaschigen Filternetzes wird aber speziell das Material aufgesaugt, welches gern durch Kinder im "Tobe-Modus" hereingetragen wird. Fast noch wichtiger ist aber der Umstand, dass hier feiner Filtersand von etwaigen angeschlossenen Systemen auf einem extrem gründlichen Niveau aufgesaugt wird, wie wir es bislang noch bei keinem Gerät gesehen haben. Hier kommt die besondere Stärke des doppelten Filtersystems mit dem „Stoffband“ zum Tragen, das selbst kleinste Partikel festhält (wie auf den Bildern zu erkennen).
Die Reinigung ist ebenfalls sehr einfach möglich und das Konstrukt lässt sich ohne Probleme entnehmen bzw. reinigen und mit dem Gartenschlauch ausspülen. Dank des Füllvolumens von 5 Liter können hier auch größere Ansammlungen, beispielsweise von Laub, ohne Probleme aufgesaugt werden.
Der Ladeprozess kann unkompliziert durchgeführt werden. Dank des komfortablen Aufstellers kann man das Gerät nicht nur ansehnlich verstauen, sondern auch ohne direkten Ladekontakt aufladen, da das über die Kontaktschnittstelle geschieht. Die Boje selbst wird über den gleichen Stromstecker aufgeladen, der am Halter angestöpselt wird. Dafür muss man das Kabel dann umklemmen.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit





