Ein weiterer Sauger für die Pool-Saison 2026 stellt sich vor. Unabhängig von der Kategorie selbst, handelt es sich beim MOVA Diver A10 um eines der ersten Geräte dieses Genres des Herstellers. Das Gerät sortiert sich im gehobenen, aber im direkten Vergleich, immer noch Midrange-Segment aktueller Pool-Sauger ein. Mit einer UVP von 700 Euro geht das Gerät an den Start – wir haben ihn ausgiebig getestet.
MOVA, bekannt aus dem Saugroboter-Segment und vielen weiteren Bereichen, erweitert in 2026 jetzt auch das Portfolio im Bereich der Poolroboter – ein mehr als schlüssiger und nachvollziehbarer Schritt. Im Aufgebot hat man den hier vorgestellten Diver A10 als Midrange-Modell, darüber positioniert man noch den High End Pool-Reiniger Rover X10 – der zugleich mit einer UVP von 2500 Euro daherkommt. Unser Testgerät hat ein Preisschild von 700 Euro vorzuweisen, was selbstredend immer noch recht viel ist, in dem angedachten Segment aber noch als okay einzustufen ist.
Auch hier steht das Thema KI groß im Fokus, aber nicht ganz so stark und zugleich prominent wie beim deutlich umfangreicher ausgestatteten Rover X10 oder den erst kürzlich getesteten Aiper Scuba V3 (zum Artikel).
Unser Testmodell, der Diver A10 hat bekanntlich eine UVP von 700 Euro beworben. Sonderangebote sind aktuell noch nicht platziert, hier sollte man dennoch die Augen offenhalten. Die KI-gestützte Navigation mit automatisierten Reinigungsplänen und einer mehrstufigen Filtration soll hier mit dem größten Benefit darstellen. Selbstredend sind in der App auch wieder zahlreiche Reinigungs-Presets vorhanden, also für jeden Einsatzzweck die passende Vorlage, aber dazu im weiteren Verlauf des Beitrages dann mehr.
Die MOVA-App bietet noch weitere Einstellungsmöglichkeiten rund um die Wahl des Pools, des gewünschten Reinigungsprogramms und auch eine Reinigungsauswertung in Form von Zahlen und Daten. Insgesamt bietet das Gerät acht personalisierte Reinigungsmodi, die man auch am Sauger direkt auswählen kann. Ebenfalls lässt sich ein nach Tagen und Zeiten definierter Reinigungsplan in der App hinterlegen. Die Akkukapazität fällt ausreichend groß aus, sodass der Sauger im Becken verbleiben kann und mehrere Reinigungsprozesse absolviert. Ein weiteres Highlight stellt auch das „Parken“ am Beckenrand dar, wenn die Reinigung abgeschlossen ist. Dabei bewegt der Sauger sich hinauf zur Wasserlinie und lässt sich bequem aus dem Pool entnehmen.
Die KI-Navigation agiert mit optischen Sensoren, oder besser gesagt, einer Kamera. Die verbaute, dynamische Belichtungssteuerung soll die Auswirkungen von Lichtschwankungen in verschiedenen Tiefen minimieren. Das Ergebnis: Eine gründliche Reinigung von flachen bis zu tiefen Bereichen.
Geeignet ist der Sauger für alle möglichen Pool-Arten (Beton, Fiberglas, Vinyl und Fliesen). Im Testumfeld wurde das Gerät in einem Vinyl-Aufstell-Pool getestet, der mit seinen Rundungen für Geräte dieser Art nicht immer einfach zu bewerkstelligen ist.
Die empfohlene Beckengröße beträgt 180 m² - eine Akkuladung (7800 mAh) soll bis zu 240 Minuten ausreichen. Der Diver A10 bringt ein Gewicht von 9 Kilogramm auf die Waage – zum Vergleich: Die abermals größeren Top-Modelle (mit Skimmer-Funktion) wiegen im Schnitt bis zu 12 Kilogramm. Die reine Filterleistung wird mit bis zu 22 m³ pro Stunde angegeben. Ein mittelgroßer bis größerer Pool wird als bequem mit einer Akkuladung gereinigt.
Auf der nächsten Seite geht es dann mit den Detailbetrachtungen des Gerätes weiter.
| Funktionen im Überblick | |
| Bezeichnung | MOVA Diver A10 |
| Maße | 42,5 x 38,6 x 23,4 cm |
| Saugleistung | 22,7 m³ / Stunde |
| Gewicht | 9 Kg |
| Schmutzbehälter | Ja / herausnehmbar - 3,5 L |
| Akkuleistung | bis zu 240 Minuten |
| Ladedauer | bis zu 4 Stunden |
| Reinigungsfläche | bis zu 180 m² |
| Reinigungsbereiche | Boden, Poolwände, Wasserstandslinie |
| Steuerung | Mova App mit: • Reinigungsmodi wählbar • Poolart wählbar • Reinigungsplan / Zeitplan • KI-Navigation |
| Pooltyp geeignet | • Fiberglas • Beton • Mosaikfliesen • Vinyl (Aufstellpool) |
| sonstiges | • Hinderniserkennung unterwasser • magnetisches Ladegerät |
| Preis | 699,- EUR (UVP) |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Hersteller-Homepage | https://de.mova.tech/ |
Weitere Detailansichten
Das Design ist für diese Gerätekategorie gewöhnlich proportioniert und sieht im Vergleich zu manch anderen Modellen sehr dezent als auch gut durchstrukturiert aus. Markant ist der große Griff der in Carbon-Optik gehalten ist. Erfreulich dabei, dass es nicht nur ein optisches Element ist, sondern auch in der Praxis von Vorteil, da man besser umgreifen kann. Insgesamt ist das Gerät dezent gestaltet und erscheint auch dank der Formgebung, leicht und elegant. Markant ist auch die Farbgebung aus dunkel und dem kontrastreichen Blau der großen Walzen.
Wie alle Geräte dieser Art wird der Sauger auch mit großen, äußeren Gummiketten angetrieben. An der Front befinden sich große Saugwalzen mit groß dimensionierten Lamellen, die den Dreck im Wasser aufsammeln sollen. Dank der Größe und auch der weichen bzw. flexiblen Gestaltung können im Zweifel auch kleine Unebenheiten überfahren werden, ohne dass sie direkt Schaden nehmen. Die äußeren „Ketten“ sind ebenfalls angenehm weich ausgeführt, sodass auch der Freigabe für einen Vinyl-/Aufstellpool nichts im Weg steht.
Ein sehr feines Detail hat MOVA hier installiert, was man erst beim genauen Hinsehen erkennt: Kleine Abstandsräder an den Seiten ermöglichen eine nahtlose Reinigung im Becken, ohne dass das Gerät direkt daran entlangfahren muss und ggf. Schaden an den Wänden verursacht. Jene geben auch etwas nach, vergleichbar wie ein Dämpfer am Fahrwerk eines Autos – also ein nettes Detail.
Auf der Unterseite findet man zudem auch das große „Einsaugloch“, das mittels Gummilippe in einer Art Rückschlagventil ausgeführt ist. Schmutz wird eingezogen, hat aber keine Chance mehr, herauszukommen. Dank der großen Dimensionierung können hier auch problemlos größere Gegenstände wie Laubblätter eingesammelt werden. Auf der Oberseite befindet sich, wie bei allen Geräten dieses Genres, die Auslassdüse. Sehr prominent zu erkennen ist auch die Optik in Form der Kameralinsen, die für die Navigation im Wasser zuständig sind.
Ein Display hat der Sauger nicht, dafür eine einzige Steuertaste, die vollkommen ausreichend ist und den „einfachen“ Charakter in der Handhabung untermauern soll. Die verschiedenen Reinigungsmodi können selbstredend auch ohne App angesteuert werden. Dazu ist mehrmaliges Drücken notwendig und man kann durch die vier Presets durchwählen. Leuchtindikatoren untermauern die Auswahl dann letztlich.
Den Zugriff zum Schmutzbehälter nach dem Öffnen des leicht zugänglichen Deckels auf der Oberseite. Im Anschluss kann das großdimensionierte Netz mittels Griffes einfach herausgenommen und gereinigt werden. Das Netz ist sehr feinmaschig und hat zusätzlich noch ein zweites spendiert bekommen, das zusätzlich mit einer Art Stoffummantelung versehen ist. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: Die Filterleistung ist noch einmal um ein Vielfaches höher, wie wir gleich auf der nächsten Seite sehen werden.
Vergleichsweise aufwendige Filterstruktur mit gewisser "Saugkraft"
Geladen wird der Sauger ganz gewöhnlich mit einem externen Netzteil sowie dem proprietären Steckeranschluss, der sich hinter einer Gummikappe verbirgt. Hier hat die Lösung beim Aiper Scuba V3 (zum Testartikel) mittels Ladeschale deutlich besser gefallen, allerdings kostet das Gerät auch deutlich mehr.
Kommen wir auf der nächsten Seite zum Wichtigsten, der Reinigungsleistung.
Praxistest & Saugleistung
Die 9 Kilogramm sind in Summe sehr angenehm zu handhaben, was auch zum Teil auf den großzügig zu erreichenden Griff zurückzuführen ist. Andere Modelle haben meist nicht so ein ergonomisch gestaltetes „Gestänge“ vorzuweisen. Auch der Diver A10 ist ganz klar für Becken aller Art geeignet, also ob nun Fiberglas, Beton, Mosaikfliesen oder, wie ihn vermutlich die meisten haben werden, einen Vinyl-Aufstell-Pool. In der Vergangenheit war oftmals auch seitens der Hersteller zu lesen, dass man die Geräte für letzteres Szenario nicht freigibt – der MOVA kann bedenkenlos eingesetzt werden, was letztlich auch im Test getan wurde. Unabhängig von der Poolart ist auch die Form entscheiden, denn hier können ebenfalls alle erdenklichen Versionen gereinigt werden. Also rund, oval, Rechteckig oder sogar etwas kompliziert, das Gerät soll damit ohne Probleme klarkommen.
Ergonomischer Griff ermöglicht einfachere Handhabung
Mit Wasser: niemals ein Leichtgewicht - gilt aber für alle Pool-Roboter
Die Vorgehensweise in der Praxis ist denkbar einfach: Man startet den Sauger, auf der App erscheint ein Befehl, dass man ihn ins Wasser lassen kann. Nach einer kurzen „Sondierung“ seiner neuen Örtlichkeit beginnt das Gerät mit dem ausgewählten Reinigungsprogramm. Wichtig hierbei ist zu wissen, dass die App ab diesem Moment „nutzlos“ wird, da keine Befehle gesendet werden können, wie auf einer Seite zuvor geschildert.
Die Reinigungsabläufe innerhalb des Beckens erfolgen nach einer systematischen Vorgehensweise. Erst wird konsequent in einer Reihe systematisch abgefahren und in zweiter Instanz noch einmal über Kreuz die zweite Richtung, sodass man ein perfektes Reinigungsergebnis erzielt. Das gilt natürlich nur für den Bodenbereich. Ist die Wandreinigung mit aktiviert, verschiebt sich der Roboter clever zur Seite, sodass es keine ungereinigten Stellen mehr gibt. Wie im weiteren Verlauf bzw. im Video zu erkennen, kann der Roboter seinen Reinigungsweg auch adaptieren, was letztlich auf die implementierte KI zurückzuführen sein soll sowie auch dem etwaigen Schmutzlevel innerhalb des Beckens.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist es auch möglich, dass man gezielt die Wasserkennlinie reinigt. Bei Ablagerungen, die schon länger im Material vorhanden sind, Verfärbungen oder Kalkresten sollte dies nicht ausreichen. Bei oberflächlichen Verunreinigungen agiert der Diver A10 aber auch hier tadellos. Was hier bei dem Gerät auffällt, ist das ruhige und gediegene Bewegen des Saugers. Vergleichbare Geräte sind im Pool etwas „ruppig“ unterwegs. Vergleichen kann man dies in etwa mit Saugrobotern aus dem Wohnbereich, auch hier wird die Navigation immer besser.
Wenn das Gerät seinen vorher hinterlegten Prozess abgeschlossen hat, fährt der Sauger in die Position, sodass er zum Teil aus dem Wasser ragt. Das hat auch den Vorteil, dass er an die App eine Statusmeldung senden kann, da ja WiFi- oder Bluetooth wieder zur Verfügung stehen.
App-Steuerung
Die Einrichtung ist einfach und binnen von Minuten abgeschlossen, allerdings muss man sich einen komplett neuen Account in der Aiper-App erstellen. Der mitgelieferte Quick Start Guide gibt dazu auch noch einmal mehr Aufschluss und vereinfacht das Unterfangen.

Wie schon weiter vorn im Artikel geschrieben, kann die Software als netter Zusatz verstanden werden, der letztlich aber dann noch ein paar nette Details bietet. Aber zurück zur Software-Anwendung: Man kann zwischen fünf verschiedenen Reinigungsprofilen wählen (Standard, nur Boden, nur Wände, Fokus auf die Wasserlinie und der Ki-Modus). Eine Unterteilung der Reinigungsintensität in den jeweiligen Modi ist allerdings nicht möglich. Jede Einstellung bedingt natürlich auch einen veränderten Akkuverbrauch, zum Positiven und Negativen hin. Interessant ist auch, dass man einen kompletten Reinigungsplan anlegen kann, also mit Wochentag und Uhrzeit. Ob das jetzt die große Relevanz hat muss jeder selbst entscheiden, da das Gerät im Zweifel ohnehin angefasst werden muss – es sein denn, er bleibt die Tage dauerhaft im Pool.

Ist der Reinigungsprozess abgeschlossen, gibt es final auch einen kleinen Info-Post, wie lang der Vorgang gedauert hat. Eine Anzeige, wie viel Wasser man gefiltert hat und wie lang dieser Vorgang gedauert hat wird ebenfalls gemeldet. Auch findet sich in der Übersicht, wieviel Gegenstände der Sauger aufgesammelt hat.

Filterleistung - Erfahrungswert
Natürlich ist es einfach, große Gegenstände einzusammeln bzw. aufzusaugen. Dank des sehr feinmaschigen Filternetzes wird aber speziell das Material aufgesaugt, welches gern durch Kinder im "Tobe-Modus" hereingetragen wird. Fast noch wichtiger ist aber der Umstand, dass hier feiner Filtersand von etwaigen angeschlossenen Systemen auf einem extrem gründlichen Niveau aufgesaugt wird, wie wir es bislang noch bei keinem Gerät gesehen haben. Hier kommt die besondere Stärke des doppelten Filtersystems mit dem „Stoffband“ zum Tragen, das selbst kleinste Partikel festhält (wie auf den Bildern zu erkennen).
Die Reinigung ist ebenfalls sehr einfach möglich und das Konstrukt lässt sich ohne Probleme entnehmen bzw. reinigen und mit dem Gartenschlauch ausspülen. Dank des Füllvolumens von 3,5 Liter können hier auch größere Ansammlungen, beispielsweise von Laub, ohne Probleme aufgesaugt werden.
Der Ladeprozess kann unkompliziert durchgeführt werden. Wie es noch besser geht zeigen bereits andere Geräte, die auf eine Ladeschale gestellt werden und keinen Steckkontakt mehr haben. Das lassen sich die Hersteller natürlich bezahlen und mündet am Ende in einer höheren UVP. Der MOVA Diver A10 kommt noch mit einem proprietären Anschluss daher, der zusätzlich noch einen äußeren Gummistecker bietet.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit
Fazit
Der neue MOVA Diver A10 stellt innerhalb des MOVA Lineups bereits ein höherpreisiges Modell für dieses Segment dar, bietet aber für die allermeisten die wichtigsten und bereits sehr umfangreiche Features. Der abermals teurere Rover X10 hat noch viel mehr Funktionen zu bieten, kostet aber auch rund 2500 Euro – steht also nicht direkt im Vergleich.
Der A10 muss keinen Vergleich mit anderen Herstellern und Produkten dieses Genres fürchten. Sehr umfangreich ausgestattet, solide verarbeitet und mit den wichtigsten Modi ausgestattet, reinigt dieser den designierten Pool mit der gewünschten Vehemenz und Ruhe.
Die Filterleistung sowie die Optimierungen in Form einer zusätzlichen Filterstruktur sorgen für sehr gute Reinigungsergebnisse, die auch kleinste Partikel aus dem Pool ziehen. Die meisten werden es kennen: Feinen Filtersand bekommt man nur sehr schwer aus dem Wasser, die neueste Generation von Saugern arbeitet hier extrem effizient.
Ein absolutes Schnäppchen ist er allerdings nicht – denn mit einer UVP von 700 Euro zählt der A100 zu den etwas höherpreisigen Geräten dieser Gattung.
Aktuell lässt sich das Gerät aber schon für rund 699 Euro direkt bei Amazon erwerben. Dem Start in eine freudig nasse Badesaison im heimischen Garten steht damit also nichts im Weg. Von unserer Seite aus gibt es eine klare Kaufempfehlung.
MOVA Diver A10 Poolroboter
- große und weiche Laufwalzen sowie Ketten
- angenehm zu handhaben
- tolle, zielgerichtete Navigation
- Steuertasten für Modiauswahl direkt am Gerät
- umfangreiche App-Steuerung + zahlreiche Modi
- arbeitet sehr präzise
- meldet selbstständig Betriebsstatus nach Arbeit
- Steuerung unterwasser ist angenehm ruhig und smooth
- für alle Pool-Arten geeignet
- parkt am oberen Poolrand zur Entnahme
- proprietärer Ladeanschluss
