Praxistest & Saugleistung
Die 8,2 Kilogramm sind in Summe sehr angenehm zu handhaben. Es gibt durchaus auch Geräte, die mehr als 17 Kilogramm auf die Waage bringen (z. B. ein Dreame Z1 – zum Testbericht). Beim Herausheben kommt selbstredend noch Füllwasser hinzu – je nach Poolart kann das Entnehmen also ein ordentlicher Kraftakt werden. Der Scuba V3 ist ganz klar für Becken aller Art geeignet, also ob nun Fiberglas, Beton, Mosaikfliesen oder, wie ihn vermutlich die meisten haben werden, einen Vinyl-Aufstell-Pool. In der Vergangenheit war oftmals auch seitens der Hersteller zu lesen, dass man die Geräte für letzteres Szenario nicht freigibt – der Aiper kann bedenkenlos eingesetzt werden, was letztlich auch im Test getan wurde.
Elegant anmutende Aufstellung mitsamt der Ladeschale
Die Vorgehensweise in der Praxis ist denkbar einfach: Man startet den Sauger, auf der App erscheint ein Befehl, dass man ihn ins Wasser lassen kann. Nach einer kurzen „Sondierung“ seiner neuen Örtlichkeit beginnt das Gerät mit dem ausgewählten Reinigungsprogramm. Wichtig hierbei ist zu wissen, dass die App ab diesem Moment „nutzlos“ wird, da keine Befehle gesendet werden können, wie auf einer Seite zuvor geschildert.
Die Reinigungsabläufe innerhalb des Beckens erfolgen nach einer systematischen Vorgehensweise. Erst wird konsequent in einer Reihe systematisch abgefahren und in zweiter Instanz noch einmal über Kreuz die zweite Richtung, sodass man ein perfektes Reinigungsergebnis erzielt. Das gilt natürlich nur für den Bodenbereich. Ist die Wandreinigung mit aktiviert, verschiebt sich der Roboter clever zur Seite, sodass es keine ungereinigten Stellen mehr gibt.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist es es auch möglich, dass man gezielt die Wasserkennlinie reinigt. Bei Ablagerungen, die schon länger im Material vorhanden sind, Verfärbungen oder Kalkresten sollte dies nicht ausreichen. Bei oberflächlichen Verunreinigungen agiert der V3 aber auch hier tadellos. Was hier bei dem Gerät auffällt, ist das sehr homogene und weiche Navigieren des Saugers. Vergleichbare Geräte sind im Pool etwas „ruppig“ unterwegs – der Scuba bewegt sich fast „wie ein Fisch“. Der Vergleich ist vielleicht etwas überspitzt dargestellt, soll aber zum Ausdruck bringen, dass die Hersteller in diesem Bereich deutlich nachgebessert haben. Vergleichen kann man dies in etwa mit Saugrobotern aus dem Wohnbereich, auch hier wird die Navigation immer besser.
Wenn das Gerät seinen vorher hinterlegten Prozess abgeschlossen hat, fährt der Sauger in die Position, sodass er zum Teil aus dem Wasser ragt. Das hat auch den Vorteil, dass er an die App eine Statusmeldung senden kann, da ja WiFi- oder Bluetooth wieder zur Verfügung stehen.
App-Steuerung / Dreame Home
Die Einrichtung ist einfach und binnen von Minuten abgeschlossen, allerdings muss man sich einen komplett neuen Account in der Aiper-App erstellen. Der mitgelieferte Quick Start Guide gibt dazu auch noch einmal mehr Aufschluss und vereinfacht das Unterfangen.
Wie schon weiter vorn im Artikel geschrieben, kann die Software als netter Zusatz verstanden werden, der letztlich aber dann noch ein paar nette Details bietet. Aber zurück zur Software-Anwendung: Man kann zwischen fünf verschiedenen Reinigungsprofilen wählen (Standard, nur Boden, nur Wände, Fokus auf die Wasserlinie und der Ki-Modus). Eine Unterteilung der Reinigungsintensität in den jeweiligen Modi ist allerdings nicht möglich. Jede Einstellung bedingt natürlich auch einen veränderten Akkuverbrauch, zum Positiven und Negativen hin. Interessant ist auch, dass man einen kompletten Reinigungsplan anlegen kann, also mit Wochentag und Uhrzeit. Ob das jetzt die große Relevanz hat muss jeder selbst entscheiden, da das Gerät im Zweifel ohnehin angefasst werden muss – es sein denn, er bleibt die Tage dauerhaft im Pool.
Ist der Reinigungsprozess abgeschlossen, gibt es final auch einen kleinen Info-Post, wie lang der Vorgang gedauert hat. Eine Anzeige, wie viel Wasser man gefiltert hat und wie lang dieser Vorgang gedauert hat wird ebenfalls gemeldet. Auch findet sich in der Übersicht, wieviel Gegenstände der Sauger aufgesammelt hat.
Filterleistung - Erfahrungswert
Bei einem Reinigungsvolumen von 35 m² hat der V3 Pro in 117 Minuten den Boden und Wände gereinigt und zugleich auch 151 m³ Wasser gefiltert, den Pool aus fast 4x „durchwühlt“. Der Akku hatte danach immer noch eine Kapazität von 63%, also fast noch für zwei weitere Reinigungsdurchläufe.
Natürlich ist es einfach, große Gegenstände einzusammeln bzw. aufzusaugen. Dank des sehr feinmaschigen Filternetzes wird aber speziell das Material aufgesaugt, welches gern durch Kinder im "Tobe-Modus" hereingetragen wird. Fast noch wichtiger ist aber der Umstand, dass hier feiner Filtersand von etwaigen angeschlossenen Systemen auf einem extrem gründlichen Niveau aufgesaugt wird, wie wir es bislang noch bei keinem Gerät gesehen haben. Hier kommt die besondere Stärke des doppelten Filtersystems mit dem „Stoffband“ zum Tragen, das selbst kleinste Partikel festhält (wie auf den Bildern zu erkennen).
Bereit für den nächsten Reinigungseinsatz - Dreame Z1 Pro
Die Reinigung ist ebenfalls sehr einfach möglich und das Konstrukt lässt sich ohne Probleme entnehmen bzw. reinigen und mit dem Gartenschlauch ausspülen. Dank des Füllvolumens von 3,5 Liter können hier auch größere Ansammlungen, beispielsweise von Laub, ohne Probleme aufgesaugt werden.
Ein weiteres nettes Feature stellt der Ladeprozess dar. Während viele Geräte dieser Art mit einem proprietären Anschluss daherkommen, der zusätzlich noch einen äußeren Gummistecker bietet, setzt man den Scuba einfach auf die Ladeschale und der Ladestrom wird über zwei Kontakte auf der Unterseite bezogen. Einen kleinen Nachteil bietet das System: Bis der volle Ladezustand erreicht wurde vergehen rund fünf Stunden. Bei der vermeintlichen Anzahl der Poolreinigungen aber ein deutlich verschmerzbarer Wert wie wir finden.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit












