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Test: AOC Agon AG273QCX

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Geschrieben von Henrik Potzler
Veröffentlicht: 13. Februar 2020

AOC Agon AG273QCX NewsbildDurch die Weiterentwicklung der verschiedenen Panel-Typen eignen sich mittlerweile auch IPS- und VA-Panel als Gaming-Monitor-Grundlage. Auch das curved VA-Panel des vorliegenden AOC Agon AG273QCX soll eine Reaktionszeit von 1ms an den Tag legen. Gamer sollen sich zudem von den 144 Hz, AMD FreeSync 2 HDR sowie weitere Features auf 27 Zoll überzeugen lassen.

 

Wie angesprochen, haben die IPS- und VA-Panel in Sachen Reaktionszeit deutlich auf die schnellen TN-Panel aufgeholt. Der Vorteil gegenüber diesem ist dabei eine gute Farbtreue bzw. ein hoher Kontrast. Auch beim AOC Agon AG273QCX liegt dieser bzw. soll dieser auf einem typisch hohen Wert von 3.000:1 liegen. Dazu gibt es eine hohe Beleuchtung von 400 Nits sowie die DisplayHDR 400 Zertifizierung. Zwar bietet die HDR-Funktion auch einen Mehrwert für Zocker, interessanter dürftre für diese aber die FreeSync 2 HDR Unterstützung sein. Der Monitor passt seine Wiederholungsrate im Bereich von 48 bis 144 Hz flexibel an die FPS der Grafikkarte an, wodurch Tearing vermieden werden soll. Nach neuer Nomenklatur besitzt der Monitor damit FreeSync Premium.

AOC Agon AG273QCX 26k

Alle weiteren wichtigen Key-Facts sind in der folgenden Tabelle aufgelistet, damit man zunächst einen Überblick über das Gerät hat.

 

AOC AG273QCX im Überblick
 Bezeichnung Agon AG273QCX
LCD-Größe 27 Zoll
Curved Ja, 1800R
Bildwiederholrate bis 144Hz
Sync FreeSync 2 HDR mit LFC (48-144Hz)
Hersteller Homepage www.AOC.com
Preis ~418 EUR
Garantie 3 Jahre Garantie
Kopfhöreranschluss vorhanden (je 2x Kopfhörer und Mikrofon)
Gewicht 8,1 kg - mit Fuß
Energieverbrauch Verbrauch: 50W
Standby: 0,5W
Netzteil intern
Vesa-Standard 75 x 75mm VESA FDMI
 
Auflösung 2560 x 1440 Pixel
Bildformat 16:9
Helligkeit 400 cd/m² 
Kontrast 3.000 : 1  (Nativ)
Reaktionszeit 1ms (GtG)
Panel VA
Blickwinkel 178° vertikal
Anschlüsse ▪ 4x USB-A Downstream 3.0
▪ 1x USB-B Upstream
▪ 2x HDMI 2.0
▪ 2x Display-Port 1.2
▪ 1x VGA

 

Aufbau

Beim Aufbau wurde sich strikt an die Anleitung gehalten, welche auf der Karton Innenseite abgedruckt ist. Das Display soll hierbei zunächst in der Styropor-Schale liegen bleiben, was aufgrund der gebogenen Oberfläche auch durchaus sinn ergibt. Genutzt wurde natürlich der zweiteilige Standfuß. Alternativ kann der Monitor auch an einer anderen Halterung mit Vesa 75x75 Aufnahme montiert werden. Dazu braucht es die Abstandshalter, welche auf der Rückseite in die Gewinde eingedreht werden müssen. Denn diese befinden sich in einer Mulde, welche die beiliegende Halterung aufnimmt. Diese wird einfach nur eingeführt und rastet dann ein. Zum Lösen braucht man nur den Hebel nach oben schieben. Im nächsten Schritt wird der Fuß am Arm befestigt. Dazu wird er einfach aufgesteckt und leicht gedreht. Eine Schraube sichert ihn dann letzendlich. Der komplette Aufbau funktioniert also ohne Werkzeug und ist leicht und schnell erledigt.

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Mit zum Aufbau gehört auch die Verkabelung. AOC legt dem Monitor zwei aufklebbare Kabelführungen bei, da die Kabel allerdings unten eingesteckt werden, sind diese immer in Sicht. Am praktischsten hat sich die Durchführung durch den Arm gezeigt, da sie hierdurch etwas gebündelt werden. Für eine aufgeräumte Ansicht von Vorne würde sich evtl anbieten die Anschlüsse etwas höher zu legen. Genutzt wurden diie beiligenden Kabel, welche alle einen guten Eindruck hinterlassen was Material und Durchmesser angeht.

AOC Agon AG273QCX 19k AOC Agon AG273QCX 18k

 

 

Detailansicht

Im ausgeschalteten Zustand wird der AOC Agon AG273QCX der Bezeichnung "Rahmenlos" durchaus gerecht. Verbaut ist ein 27 Zoll messendes VA-Panel mit einem Krümmungsradius von 1,8m bzw. 1800R, also eher dezent gebogen. Das Panel schmiegt sich oben und an den Seiten in ein sehr dünnes Gehäuse mit etwa 2mm Dicke. Nur am unteren Rand hat der Hersteller eine breitere Leiste angebracht. Hier greift man die Farbe des Standfußes wieder auf, was insgesamt eine stimmige Optik ergibt. Im eingeschalteten Zustand addiert sich zum Rahmen noch ein Rand von ~6mm hinzu. Insgesamt ist der Monitor für ein Gaming-Gerät recht dezent gehalten, auch wenn der Standfuß sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Was man aber sagen muss, ist, dass der Standfuß recht massiv ist und keinesfalls wackelig ist. 

AOC Agon AG273QCX 15k 

Die Rückseite des Monitors kommt mit Agon-Logo daher, sodass man nicht vergisst, dass der AG273QCX für Gamer gedacht ist. Die seitlichen Schlitze scheinen eher dem Design dienlich zu sein, denn Abwärme kommt hier nicht wirklich heraus. Beim milchigen Ring um die Aufnahme handelt es sich ums sogeannte Light FX, also das Pendant zum Sphere Lighting von LG. Die Anschlüsse werden nach untern herausgeführt und liegen, wie angesprichen, recht nah am unteren Rand.

AOC Agon AG273QCX 8k

Bei den Anschlüssen ist der AG273QCX ziemlich breit aufgestellt. Daher teilt sich das Terminal auch in zwei Bereiche auf. Schaut man von Vorne auf das Gerät, befinden sich auf der rechten Seite die USB-Ports. Ein USB 3.1 Gen1 Typ-B Anschluss dient als Upstream für vier Typ-A Downstream Anschlüsse. Zudem findet man hier zwei 3,5mm Klinke-Eingangs-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon vor. Weiterhin lässt sich erkennen, dass das Netzteil integriert ist. Auf der anderen Seite sind die Video-Anschlüsse zu verbuchen. Es gibt zweimal DisplayPort 1.4, HDMI 1.4 und HDMI 2.0. Mit DP 1.4 ist nach oben noch etwas Luft vorhanden, um die native Auflösung des Displays von 2560 x 1440 Bildpunkten bei 8-Bit Farbtiefe und 144 Hz Wiederholungsrate übertragen zu können.  Weiterhin findet man einen VGA-Eingang sowie erneut zwei Klinkenbuchsen für ein Headset vor. Der Mirco-USB-Anschluss verbindet

AOC Agon AG273QCX 10k AOC Agon AG273QCX 10k

Besonderheiten gibt es in Form von zwei ausziehbaren Kopfhörer-haltern, jeweils einen auf jeder Seite. Diese fallen zwar recht einfach aus, erfüllen ihren Zweck aber. Nennen kann man hier auch den Tragegriff, welcher in den Arm des Monitors integriert ist. Dieser kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn man öfter mal eine LAN besucht, Aber auch sonst ist es ja immer schwer zu sagen wie man einen Monitor am besten transportieren sol. Hier erübrigt sich das.

AOC Agon AG273QCX 14k AOC Agon AG273QCX 12k

Insgesamt macht der Monitor bei der Verarbeitung eine recht gute Figur. Der Standfuß ist ohne Mängel und auch die Passung des Panels in das Gehäuse ist gut. Nur die Leiste am unteren Rand schlißet nicht über die komplette Breite ganz bündig ab. Hier kann sich daher etwas Staub sammeln. Aber auch beim Reinigen der matten Oberfläche kann man hier Dreck reinwischen.

AOC Agon AG273QCX 17k AOC Agon AG273QCX 17k

 

Ergonomie

Der AG273QCX lässt Verstellmöglichkeiten in drei Richtungen zu. Zum einen lässt sich die Höhe um 11cm ändern. Der untere Bildschirmrand kann somit von 12cm auf bis zu 23cm angehoben werden. Die zweite Verstellung sieht ein Drehen um bis zu 30° in beide Richtungen vor. Zudem lässt sich das Display Kippen. Nach vorne sind 5° und nach hinten 23° möglich. Insgesamt ist man damit gut aufgestellt um die richtig Position zu finden. Die Mechanismen zum Verstellen benötigen alle etwas Kraftaufwand, was aber als positiv bewertet werden kann. Denn somit wird ein Wackeln oder versehentliches Verstellen ausgeschlossen. Beim Standfuß hat AOC in der Summe einen sehr guten Job gemacht. Etwas Abstriche muss man aber in Kauf nehmen was den Platz angeht. Denn vom hinteren Bein bis zur Display-Mitte sind es gemessen ~24cm. Auf dem Schreibtisch rückt er damit zwangsweise schon etwas entgegen.

AOC Agon AG273QCX 1 AOC Agon AG273QCX 2 AOC Agon AG273QCX 3

 


 

Software-Menü

Der AOC Agon AG273QCX lässt über drei verschiedene Wege bedienen bzw. konfigurieren, wovon zwei das OSD nutzen. Der erste fällt ähnlich wie bei Monitoren von LG aus. Unterhalb des Agon-Schriftzuges an der Front befindet sich ein Joystick. Mit diesem lässt sich das Menü aufrufen und recht intuitiv bedienen. Daneben befinden sich zwei Dioden, welche mit dem Light FX zusammen agieren.

 AOC Agon AG273QCX 11k

Beinahe die selbe Bedienung ermöglicht auch der "Puck". Dieser wird über die Micro-USB-Buchse gekoppelt und lässt über die mittlere "OK-" und die vier umliegenden Pfeiltasten eine identische Bedienung zu. Zusätzlich gibt es aber auch noch eine Zurück-Taste sowie drei Wahltasten für den Zugriff auf konfigurierbare Profile. Auf den Pfeiltasten sind zudem Schnellzugriffe auf die Profile, Light FX, Eingangswahl sowie die Aktivierung des Fadenkreuzes gelegt worden. Man kann seine Einstellungen so auch von der Sitzposition aus treffen und muss sich nicht nach vorne beugen. Die Profilwahl ist in dem Sinne praktisch, da man sich hier auch welche für das Arbeiten oder andere Zwecke anlegen kann. Der beleuchtete Ring lässt sich im übrigen nicht abschalten, leuchtet immer rot und könnte durchaus störend empfunden werden, auch wenn die Leuchtkraft nicht extrem ist.

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Bevor die dritte Möglichkeit vorgestellt wird, folgend die Darstellung des OSD. Die Einteilung ist zum Teil etwas ungewöhnlich, aber insgesamt noch okay.

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Die dritte Möglichkeit zur Konfiguration kann über die G-Menu Software. Diese bietet den kompletten Umfang wie auch das OSD, nur, dass man alles mittels Maus konfigurieren kann. Zusätzlich kann man Software oder Spiele auch automatisch mit Profilen verknüpfen, was die manuelle Wahl des "Pucks" überflüssig machen würde. An der Software gibt es an sich nichts zu Meckern, allerdings warnt einen Windows 10 vor der Installation.

AOC Agon AG273QCX G Menu 1 AOC Agon AG273QCX G Menu 2 AOC Agon AG273QCX G Menu 3 AOC Agon AG273QCX G Menu 4 AOC Agon AG273QCX G Menu 5 AOC Agon AG273QCX G Menu 6 AOC Agon AG273QCX G Menu 7

 

 

Light FX

Das Light FX kann man schon als Deko-Element bezeichnen, allerdings ist der Effekt auch nicht sonderlich hoch. Der Audio-Effekt ist der einzige, welcher aktiv beeinflusst wird. Eine "Erweiterung" des Bildes, wie es bspw. bei Ambilight oder dem Corsair LS100 der Fall ist, wird nicht angeboten. Was aber das größere Problem ist, ist, dass die Helligkeit selbst auf höchster Stufe recht schwach ist. Erst im komplett abgedunkelten Raum zeichnet sich das Licht an der Rückwand ab und dann auch nur minimal. Wenn man ehrlich ist, hätte AOC sich das Feature in dieser Form gerne sparen können. Cool ist es eigentlich nur bei direkter draufsicht. 

AOC Agon AG273QCX 20k

 

Praxis

Die Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten bei 27 Zoll stellt sich auch nach längerer Nutzung mal wieder als gute Kombination heraus. Die 109ppi sind zwar nicht unbedingt ein Spitzenwert, die Auflösung verlangt der Hardware beim Gaming-Betrieb aber auch nicht zu viel ab, sodass man mit einem Mittelklasse-System auch seine Freude am AG273QCX haben kann. Als ausreichend kann man hier bspw. die AMD Radeon RX 5700 XT nennen, welche natürlich auch perfekt mit dem AMD FreeSync 2 HDR harmoniert. Genau diese kam im Test auch zum Einsatz. Die native Auflösung sorgt auch dafür, dass man Windows 10 im Normalfall ohne Skalierung nutzen kann, während man diese bei einem Gerät mit selber Diagonale aber 4K-Auflösung anheben muss um bei einem moderaten Sitzabstand "normal" arbeiten zu können. Zudem lässt sich noch anmerken, dass WQHD bei 27 Zoll eine höhere Pixeldichte als Full HD bei 24 Zoll (92 ppi) ergibt. Da die Krümmung mit 1800R relativ gering bzw flach ausfällt, braucht es keine lange Umgewöhnung. Ob man Curved wirklich braucht, muss man für sich selbst etnscheiden. Aus persönlicher Sicht kann jedenfalls bei 1800R und 27" kein wirklicher Vorteil festgemacht werden. Aber das trifft auch auf andere Geräte zu und nicht nur das vorliegende. Als Vorteilhaft hat sich die matte Oberfläche des Panesl herausgestellt. Spiegelungen sind eigentlich gar nicht erkennbar.

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Beim Zocken macht der Monitor eine sehr gute Figur. Die Reaktionszeit kann zwar nicht gemessen werden, aber auch nach längerer Nutzung ist nicht wirklich ein Unterschied zum sonst genutzen TN-Panel mit 1ms bemerkbar. Tearing etc ist Dank FreeSync zu keiner Zeit feststellbar. In Far Cry 5 wird zudem die Unterstützung von FreeSync 2 HDR richtig erkannt, was den Spielinhalt noch lebhafter wirken lässt. Im Desktop-Betrieb ist HDR hingegen eine Gewöhnungssache. Bei Videos, die das Features unterstützen higegen wieder sinnvoll bzw. gut umgesetzt. Insgesamt könnte der Monitor eher für AAA Titel empfohlen werden, da in diesen bspw. HDR und der hohe Kontrast wirklich zur Geltung kommen. Für FPS-Gamer sind die 144 Hz und Features wie das Fadenkreuz evtl auch nützlich, aber hier eignen sich noch schnellere Bildschirme eher. Durch die hohe Helligkeit und die ausreichende Pixeldichte kann der AG273QCX aber auch als Allrounder angesehen werden, der viele Bereiche gut beherrscht, aber nicht in allen als Experte bezeichnet werden kann.

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Da die technischen Spezifikationen die Anforderungen der G-Sync Compatiple Auszeichnung erfüllen, wurde auch dies ebenfalls ausprobiert. An der GeForce GTX 1070 wurde die Option direkt in der Nvidia Systemsteuerung angeboten. Beim Betrieb mit aktiver Snychronisierung wurden keinerlei Probleme festgestellt. An anderer Stelle konnte von Flickern der Beleuchtung im Desktop-Betrieb bspw. bei offenem iCUE  gelesen werden, was hier nicht bestätigt werden kann.

AOC Agon AG273QCX G Sync

 

 

Betrachtungswinkel

Wie man folgend etwas sehen kann, verliert das Panel etwas an Farbe bzw. graut leicht aus. Der Effekt ist aber minimal und man kann sich ggf. auch daran gewöhnen. Die gezeigten Bilder entsprechen den maximalen Einstellungen des Monitor-Arms. Insgesamt profitiert der Monitor vom VA-Panel bzw. dem hohen Kontrast.

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Messungen

Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Ergebnissen zurück. Bei  allen Messungen kam das X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter zum Einsatz. Damit ist es möglich den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzisen definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können.

 

Helligkeit / Kontrast

Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. Alle Messungen werden von uns bei eingestellten 100% Helligkeit, 70% Kontrast und Gamma 2 in den Monitoreinstellungen miteinander verglichen, natürlich nach einer Aufwärmzeit von ca. einer halben Stunde.

AOC Agon AG273QCX helligkeit kontrast

Die Helligkeit von 455 Nits übertrifft die Herstellerangabe von 400 Nits deutlich. Beim Kontrast liegen die 2556:1 zwar unter den angegebenen 3000:1, der Wert ist dennoch sehr zufriedenstellend. Der Weißpunkt wird allerdings etwas verfehlt. Wie man unten sieht, wird dieser bei Serieneinstellung allerdings sehr gut getroffen. Der folgene Graf zeigt noch einmal deutlich, wie die Helligkeitseinstellung des Monitors einfluss auf dessen tatsächliche Helligkeit nimmt. Diese nimmt am Ende sehr steil zu. Mit Minimal 86 Nits ist der Monitor auch in dunkleren Räumen brauchbar.

Helligkeitsverlauf AOC AG273QCX

 

Farbraumabdeckung

Wie gut die Darstellung des sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann, kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert und so können wir mit einem entsprechendem Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen.

AG273QCX serie 1 AG273QCX serie 2

Wie man sehen kann, deckt der AOC Agon AG273QCX bereits ab Werk den sRGB Farbraum zum Großteil komplett ab bzw. überragt diesen in großen Teilen sogar. Lediglich im Bereich der Lila- und Gelbtöne gibt es leichte Abstriche.

AG273QCX serie hdr 1 AG273QCX serie hdr 1

Etwas anders sieht sieht das Ergebnis bei aktiven HDR aus. Das mag aber auch daran liegen, dass Windows das HDR in der iProfiler Software nicht aktiviert. Erkennbar ist das auch daran, dass die Helligkeit deutlich geringer ausfällt, wobei mit aktiven HDR noch höhere Spitzen werte erreicht werden sollten. Wie dem auch sei, in dieser Einstellung wird der sRGB Farbraum deutlich geringer abgedeckt.

Der AOC AG273QCX macht insgesamt eine gute Figur für einen Gaming-Monitor. Wie versprochen übertrifft er den sRGB-Farbraum deutlich. Wer sich die animierte 3D-Grafik selbst genau ansehen möchte, der kann das bei ICCVIEW.de machen. Das von uns erstellte Profil kann man sich hier herunterladen (ICC-Profil Serie; ICC-Profil HDR).

 

DeltaE2000

Auch die Farbabweichung wurde sich genauer angeschaut. Einmal mit den Werkssettings und einmal nach der Profilierung/Kalibirierung. Wie man sieht, schneidet der AG273QCX bei der Auslieferung gar nicht so schlecht ab. Ein DeltaE unter 5 geht noch in Ordnung. Kalibiert offenbart er dann noch einmal deutlich besser Werte, wie im direkten Vergleich offensichtlich wird.

AOC AG273QCX Delta E Serie

AOC AG273QCX Delta E Profiliert

 


 

Bildhomogenität

Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit sowie mit aktiviertem HDR geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Auch kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

 

Leuchtdichte-Weiß

AG273QCX Bildhomogenitaet ohne hdr serie 1 AG273QCX Bildhomogenitaet hdr serie 1
von links: 100% Helligkeit ohne HDR, variable Helligkeit mit HDR

 

Leuchtdichte-Grau

 AG273QCX Bildhomogenitaet ohne hdr serie 2 AG273QCX Bildhomogenitaet hdr serie 2
von links: 100% Helligkeit ohne HDR, variable Helligkeit mit HDR 

 

Leuchtdichte-Dunkelgrau

AG273QCX Bildhomogenitaet ohne hdr serie 3 AG273QCX Bildhomogenitaet hdr serie 3
von links: 100% Helligkeit ohne HDR, variable Helligkeit mit HDR

Als Referenzwert wird immer der Mittelpunkt angenommen und die Abweichungen von diesem ausgehend bestimmt. Über alle drei Abstufungen hinweg kann gesagt werden, dass die Ausleuchtung nicht besonders gut ausfällt. Vor allem die rechte Seite zeigt deutliche Abweichungen von bis zu über 20%. Da im HDR Modus die Helligkeit geringer ausfällt, fallen auch die Messungen schlechter aus, vergleicht man dies mit den Messungen ohne HDR bei voller Helligkeit bzw den zugehörigen Abstufungen. Das heißt auch, wenn man sich eine Alltagshelligkeit von deutlich unter 200 Nits einstellt, ist die Ausleuchtung nicht besonders gleichmäßig. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass man im Alltag davon eigentlich nicht viel feststellt. Erst mit langer Belichtung stellt sich ein Bild wie folgend zu sehen ein. Mit menschlicher Beleichtungszeit, bekommt man das in dieser Form aber nie zu Gesicht. Das Panel wirkt bei schwarzem Bild wirklich schwarz.

AOC Agon AG273QCX 27k

 


 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des AOC Agon AG273QCX wurde in verschiedenen Szenarien germittelt. Am höchsten fällt sie bei aktiviertem HDR aus. Hier übertrifft unser Sample sogar die angegebenen 50W. Lässt man das HDR deaktiviert und schraubt die Helligkeit aufs Maximum, standen ~7W weniger auf dem Zähler. Beim Alltagsbetrieb mit 160 Nits zeigt sich der Monitor mit ~25W in einem erwarteten Rahmen. Der LG 27GK750F-B mit 27" und FHD Auflösung genehmigt sich hier 16,2W, der LG 27UK850-W mit 27" und 4K Auflösung mit 28,6W. Anmerken muss man hierbei noch, dass es sich dabei jeweils um ein IPS-Panel handelt und kein VA, wodurch der etwas höhere Verbrauch erklärt werden kann. Das Light FX addiert sich in maximaler Helligkeit noch einmal mit ~1,5W zu jeder Einstellung hinzu.

AOC AG273QCX Leistungsaufnahme

 

 Kostenaufstellung - AOC Agon AG273QCX
 Monitor mit einem Verbrauch von:  25,00 Watt (gerundet)
 Dauer:  4 Stunden am Tag
 Dieser Verbrauch findet an:  5 Tagen in der Woche statt
 Strompreis:  0,28 € pro kWh
 Zeitperiode  Strom­verbrauch  Stromkosten
 pro Tag:  0,1 kWh  0,03 €
 in der Woche:  0,7 kWh  0,20 €
 in 4 Wochen:  2,8 kWh  0,78 €
 im Jahr:  36,5 kWh  10,22 €
 in 5 Jahren:  182,5 kWh 51,10 €

 


 

Fazit

Mit dem AOC Agon AG273QCX hat der Hersteller einen in der Summe attraktiven Gaming-Monitor im Aufgebot. Dabei macht das Display nicht nur subjektiv einen guten Eindruck, sondern überzeugt auch bei vielen der Messungen. Besonders fallen hier natürlich der VA-typische hohe Kontrast von ~2550:1 (gemessen) sowie die hohe Helligkeit von bis zu 455 Nits (gemessen) auf. Mit diesen Eigenschaften sichert sich der Monitor die DisplayHDR 400 Zertifizierung. Damit man diese nutzen kann, wurde dem Gerät zudem FreeSync 2 HDR spendiert. Beides macht in der Praxis einen hervorragenden Job. Spiele und auch Filme wirken durch den höheren Dynamik Umfang deutlich plastischer. Die Farbwiedergabe des Geräts fällt für einen Gaming-Monitor insgesamt recht gut aus. Zudem konnte an der RX 5700 XT angeschlossen weder in schnellen Shootern, noch in AAA-Titeln ein Tearing festgestellt werden. Das flexible Anpassen an die Framerate kann dabei per Overlay des Monitors beobachtet werden. Insgesamt agiert der Monitor für ein Gerät mit VA-Panel gefühlt sehr schnell, zumindest konnten keine wirklichen Unterschiede zum benachbarten TN-Monitor festgestellt werden.

Als nützlich hat sich auch das hinzufügbare Fadenkreuz herausgestellt sowie vor allem die Headset-Halter. Wirklich sehr praktisch. Gleiches gilt auch für das USB-Hub. Der "Puck" zum Einstellen der Funktionen hat sich ebenfalls als positiv herausgestellt, wobei das Trio der Einstellmöglichkeiten schon fast etwas übertrieben ist. Als "zu viel" kann auch das Light FX beschrieben werden. Die Leuchtkraft fällt so gering aus, dass man davon kaum etwas mitbekommt, allenfalls einen leichten Farbschimmer an der Rückwand. Verantwortlich ist dafür auch zum Teil der Abstand zur Wand, der durch den ausladenden Standfuß erreicht wird. Dieser soll damit nicht schlecht gemacht werden, ganz im Gegenteil. Was die Stabilität angeht, gehört er sicherlich zu einem der besseren, wenn nicht besten und die Verstellmöglichkeiten sind ausreichend. Der Tragegriff ist dann noch die Sahne auf der Torte.

Wie man vielleicht raus lesen kann, gibt es kaum Kritik am AG273QCX. Die Bildeigenschaften sind ziemlich gut, nur die Ausleuchtung dürfte etwas gleichmäßiger ausfallen. Ansonsten erhält man mit dem Gerät einen Monitor mit sehr guten Schwarzwerten, hohem Kontrast und nützlichen Features für da Gaming, aber auch den Alltag. Der Preis von ~420€ kann schlecht eingeschätzt werden. Es gibt zwar günstigere Geräte von MSI (~350€) mit recht ähnlicher Ausstattung, die allerdings kein HDR bieten. Aber auch darüber (~500€) gibt es Geräte mit ähnlicher Ausstattung, ebenfalls ohne HDR. Es hängt also ein wenig von diesem Feature ab, ob man den AOC Agon AG273QCX in die engere Auswahl nimmt. Erhältlich ist der Monitor u.a. auch bei Amazon.

 

AOC Agon AG273QCX
Gaming-Monitor mit starker Bildwiedergabe, schnellem Panel und nützlichen Features, 12.02.2020

Monitor Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
Pro Contra  AOC Agon AG273QCX 8k

+ Kontrastreiches VA-Panel
+ 144 Hz mit LFC (48-144Hz)
+ HDR Funktion
+ FreeSync 2 HDR
+ niedrige Reaktionszeit (subjektiv)
+ stabiler Standfuß
+ Integrierte Headset-Halter
+ teils nützliche Features (Crosshair, FPS Counter)
+ USB-Hub
+ externe Monitor-Fernbedienung

- OSD etwas unstrukturiert
- inhomogene Ausleuchtung
- Light FX überflüssig (subjektiv)







 

AOC Agon AG273QCX award k

 

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