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Test: LG 34GK950G - G-Sync Monitor

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Geschrieben von Matthias Fengler
Veröffentlicht: 20. November 2018

LG 34GK950G NEWSAuf der IFA in diesem Jahr wurde erstsmals der Öffentlichkeit gezeigt, die Rede ist vom neuen LG 34GK950G Gaming Monitor. Dieser richtet sich mit seinem G-Sync, den möglichen 120Hz und dem Sphere-Lightning klar an die Zockende Garde unter den potentiellen Käufern. Wie er sich in unserem Testparcours geschlagen und was das 1500 EUR teure Gerät alles zu bieten hat, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

 

 

Wie einleitend schon erwähnt, positioniert sich der neue LG 34GK950G klar in der Gaming-Ecke. Das unterstreichen die Merkmale wie Nvidias G-Sync und Bildwiederholraten von bis zu 120Hz, auch von anderen LG-Monitor schon bekannte Features wie den Black Stabilizer oder das einblendbare Fadenkreuz. Wie schon beim von uns vorgestellten LG 32GK850G (zum Artikel), besitzt auch das neue Modell auf der Rückseite eine ringförmige Beleuchtung, die man Sphere-Lightning getauft hat. Unter anderem möchte sich damit ein wenig von der üblichen Monitoroptik abheben als auch eine dezente Beleuchtungsmöglichkeit bieten.


Video von der IFA 2018 in Berlin - Neuvorstellung des LG 34GK950G

Der 34GK950G setzt auf ein IPS-Panel welches am DisplayPort G-Sync konforme 100Hz liefern kann, per Overclocking-Funktion bis zu 120Hz und das bei einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln. Das 34 Zoll große Curved-Display bietet eine Pixeldichte von 109,68 PPI und arbeitet mit einer Helligkeit von 400 cd/m² und einem Kontrastverhältnis von 1000:1. Hier sind auch leichte Ambitionen im Office- bzw Bildbearbeitungsbereich zu finden, was auch unsere Farbraummessungen unterstreichen, aber dazu später mehr. Hinzu kommt auch die Verwendung von LGs "Nano IPS" Panels, welche nochmals für farb- bzw. kontrastreichere Darstellung sorgen soll.

Der aktuelle Straßenpreis von 1499,- Euro für den 34GK950G ist beachtlich und damit im oberen Preisgefüge der Gaming-Monitore einzuordnen. Die Erwartungen, die er damit schürt sind hoch und ob er die erfüllen konnte, klären wir auf den folgenden Seiten. Hier erstmal ein Abriss zum Lieferumfang und die übliche Auflistung der technischen Daten.

LG 34GK950G 01k

Wie von LG gewohnt, packt der Hersteller alles in das Paket, was zum Betrieb nötig ist. Damit auch die G-Sync-Funktionalität gegeben ist, liegt dem Monitor ein DisplayPort-Kabel bei. Dazu kommt ein USB-Kabel für den USB-Hub auf der Rückseite und eine Montage-Anleitung für den einfachen Aufbau bzw. eine CD mit der darauf enthaltenen ON-Screen Software sowie das Users-Manual und der Monitortreiber.

 

LG 34GK950G im Überblick
 Bezeichnung 34GK950G
LCD-Größe 34 Zoll
Curved Ja
Bildwiederholrate max. 120Hz
Hersteller Homepage www.lg.com
Preis ca. 1499,- EUR
Garantie 2 Jahre Garantie
Kopfhöreranschluss vorhanden
Gewicht 7,9 kg - mit Fuß
Energieverbrauch Verbrauch: 75W
Standby: 0,5W
Netzteil extern
Vesa-Standard 100 x 100mm
 
Auflösung 3440 x 1440 Pixel
Bildformat 21:9
Helligkeit 400 cd/m² 
Kontrast 1.000 : 1  (Nativ)
Reaktionszeit 5ms
Panel mattes IPS Panel - Nvidia G-Sync
Blickwinkel 178° vertikal
Anschlüsse ▪ 2x USB-A Downstream (3.0)
▪ 1x USB-C Upstream
▪ 1x HDMI
▪ 1x Display-Port 
▪ 1x Kopfhöreranschluss

 


 

Detailansicht LG 34GK950G

Wie auch bei den anderen Modellen aus dem Gaming-Segment, ist der LG 34GK950G optisch in einem schwarz-roten Farbschema gestaltet. Das Gehäuse besteht hauptsächlich aus einer matten Oberfläche und wird von einem hochglänzenden Rahmen eingefasst. Von vorne sind nur die roten Akzente im Standfuß ersichtlich, die aber das Erscheinungsbild schön auflockern.

LG 34GK950G 02k

Auch beim 34 Zöller setzt der südkoreanische Hersteller auf matte Oberflächen, welche dem Monitor eine sehr wertige Optik verleihen. Die leicht satinierte Oberfläche verleiht dem Modell eine angenehme Haptik und fasst das IPS-Panel randlos in der Front ein. Einen Rahmen besitzt das Panel trotzdem, auch wenn dieser hinter der Front nur leicht zu erahnen ist.

LG 34GK950G 03k

Durch die erstklassige Integration des Panels, wäre der Monitor eigentlich prädestiniert für Multi-Monitor-Setups, wenn da nicht das Curved in der Beschreibung auftauchen würde. Dieser Gaming Monitor ist nämlich mit einem 21:9 gebogenen IPS-Panel ausgestattet und eignet sich somit eher bedingt für ein Multi-Monitor-Setup außer man setzt ihn vielleicht zwischen zwei „normalen“ Modellen ein. Aber das soll ja gar nicht direkte Zielgruppe darstellen, sondern eher die Spielende Zunft.

LG 34GK950G 04k LG 34GK950G 11k

Interessant ist auch, das LG komplett auf ein Logo am Monitor verzichtet, damit das Panel auch im unteren Bereich rahmenlos eingefasst werden kann. Trotzdem befindet sich mittig unter dem Gehäuse der mittlerweile alt bekannte Joystick für die Menüsteuerung und ein Drehrad für die Beleuchtungseffekte auf der Rückseite, worauf wir später noch genauer eingehen möchten.

LG 34GK950G 05k LG 34GK950G 06k

Kommen wir zum Joystick unterhalb des Monitors zurück. Diese Art der Bedienung ermöglicht eine exakte Steuerung im umfangreichen Menü des Monitors, in dem der Nutzer den Stick in einer der vier Richtung bewegt, navigiert man sich durch das Menü und ein Drücken auf den Stick bestätigt die gewünschte Auswahl. Im Alltag funktioniert diese Lösung sehr elegant und tadellos.

LG 34 GK950G Ergonomoe Animation

Für die Übertragung der Bildinformationen stehen am LG 34GK950G ein Display-Port zur Verfügung, der auch eine zwingende Voraussetzung für Nvidias G-Sync darstellt. Wer einen weiteren PC besitzt, kann diesen über den HDMI-Port mit dem Monitor verbinden.

LG 34 GK950G Ergonomie Animation1

Aber auch die Verteilung von Daten ist mit dem Monitor möglich, denn rückseitig wurde ein USB-Hub 3.0 Hub integriert, der zwei aktuelle USB-3.0 Anschlüsse bereitstellt. 

LG 34GK950G 07k

Warum diese Ports nicht für eine bessere Erreichbarkeit seitlich im Gehäuse sitzen und wieso kein USB Type-C in der heutigen Zeit, erschließt sich uns nicht wirklich. Als Besonderheit ist auf der Rückseite der sogenannte Kugelblitz oder in LG-Sprache genannte Sphere-Lightning zu erwähnen, eine rückseitige Beleuchtung in verschiedenen Farben. Aber darauf gehen wir später noch genauer ein.

LG 34GK950G 08k

Schon beim Auspacken und montieren des Gaming-Monitors ereilt uns ein kleines Déjà-vu. Dieser Aufbau gestaltet sich identisch zum 32GK850G und beinhaltet auch den gleichen Standfuß. Dieser kommt zweiteilig verpackt im Umkarton beim Käufer an, die Teile werden einfach durch eine Rändelschraube miteinander verbunden und dann in das Panel eingeklickt.

LG 34GK950G 09k

Eine einfache und durchdachte Montage mit einer sicheren Usability beim Zusammenbau des teuren Monitors. Von der Stellfläche beansprucht der Standfuß mindestens eine Tiefe von 27 Zentimeter auf dem Schreibtisch. Sollte dafür nicht genügend Platz vorhanden sein, bietet sich eine Monitorhalterung an, denn der Monitor ist vorbereitet für Schwenkarme und Wandhalterungen nach VESA-FDMI-Standard.

LG 34GK950G 10k

Der 34GK950G reiht sich optisch in die Reihe der Modelle 32GK850G und 27GK75F ein. Die Gaming-Monitore des südkoreanischen Herstellers sind Überzeugungstäter, wenn es um Verarbeitung, Haptik und die optische Erscheinung geht. Besonders gut stehen dem Modell die roten Farb-Akzente am größtenteils mattschwarzen Gehäuse. Das rahmenlos eingefasste IPS-Panel rundet die gelungene Optik ab und hinterlässt einen edlen Charakter. Ob die inneren Werte da mithalten können, schauen wir uns auf den nächsten Seiten an. 

 


 

Menü und Einstellungen

Auch bei der Menüsteuerung greift LG auf bewährtes zurück. Warum auch nicht, ist die Umsetzung mittels Joysticks doch so simpel, wie die Navigation im Menü selbst. Die Menüstruktur und die zugänglichen Einstellungen des Monitors sind leicht zu verstehen bzw. zu erreichen und optisch ansprechend aufbereitet.

LG 34GK950G 13
Schnellzugriff-Menü

Der Schnellzugriff wird über ein mittig platziertes Menü realisiert, welches durch kurzes Drücken auf den Joystick aufgerufen wird und Abzweigungen in die einzelnen Bereiche bietet. Hierüber lassen sich die Gaming-Presets, der gewünschte Eingang aber auch der Zugang zu den grundsätzlichen Einstellungen des Monitors erreichen. 

LG 34GK950G 14
Gaming-Menü

Diese grundlegenden Einstellungen für den Monitor sind sehr umfangreich und bieten Funktionen wie Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe aber auch die G-Sync-Aktivierung und weitere Gaming-Presets für verschiedene Genre wurden hier untergebracht.

LG 34 GK950G Menue Animation
komplettes Menü und dessen Struktur bzw. Aufbau

Für Freunde der typischen LG Gimmicks wie das Fadenkreuz oder der Schwarz-Stabilisator gibt es ein separates Menü, das sich ausschließlich mit den Gaming-Features des Monitors beschäftigt. 

 

 

Beleuchtung Sphere-Lightning

Für das richtige optische Auftreten bringt der LG 34GK950G eine Art abgespecktes „Ambilight“ mit sich, welches den Gaming-Monitor mit einer rückseitigen Beleuchtung ausstattet.

LG 34 GK950G Animation Licht

Dieser um den Mittelpunkt laufende satinierte Kunststoffring wird von mehreren LEDs beleuchtet, dessen Farbe der Nutzer selbst bestimmen kann. Hier agiert aber kein „intelligentes“ System und passt sich dem dargestellten Bild des Monitors an, sondern es funktioniert statisch und der User gibt das Farbenspiel manuell vor.

LG 34GK950G 12k

Dabei hilft das erwähnte Drehrad auf der Unterseite des Monitors, welches den Farbwechsel und die Intensität der Illumination steuert. Neben einzelnen Farben, ist auch ein selbständig wechselndes Farbspiel und ein Regenbogen-Modus möglich, in dem der Ring alle Farben wellenartig selbständig durchwechselt. Zur besseren Veranschaulichung haben wir unser Video von der IFA letzten Jahres kurz hier verlinkt. 

 

 

Gaming-Betrieb

Mit G-Sync bringt der Monitor das aktuelle Pendant zu AMDs FreeSync mit und die Technologie sorgt für ein nahezu ruckelfreies Gaming-Erlebnis. Wo bei „normalen“ Monitoren bei ungefähr 60Hz schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist, können Gaming-Monitore meist viel höhere Werte erreichen. Dort sorgt dann G-Sync für eine Synchronisation zwischen der Bildausgabe des Monitors und der Ausgabe der Grafikkarte und das ist bei höheren Bildwiederholraten extrem wichtig. Denn Besitzer von leistungsfähigen Grafikkarten, die es locker über 60 FPS schaffen, profitieren eben davon, da das sogenannte Tearing vermieden wird. Dieses Zerreißen des Bildes wird mit Hilfe dieser Technik verhindert, wenn die Grafikkarte deutlich über einer Bildwiederholfrequenz von 60Hz agiert. Realisiert wird das Ganze, oder besser gesagt machbar wird das Dank eines Nvidia Zusatz-Chips, den der Monitorhersteller zukaufen und in seinem Display verbauen muss. Daher oftmals auch die Höheren Preise im Vergleich zu FreeSync-Modellen.

LG 34GK950G 100HZ
mögliche Bildwiederholrate ohne aktivierter Overclock-Funktion

Im Gegensatz zum letzten Review, stand uns für diesen Test eine MSI Geforce GTX 1070 TI Gaming 8G zur Verfügung, damit waren in Games wie CS:GO oder Star Wars Battlefront auch eine hohe FPS-Rate gewährleistet. Und diese schnelle Bildwiederholungsrate macht sich deutlich bemerkbar und verstärkt das Spielerlebnis enorm, denn es wird dem Spieler einen „smoothen“ Ablauf suggeriert. Gerade Online-Shooter profitieren von der Reaktionsfähigkeit des Panels. Hektische Gefechte oder schnelle Bewegungen laufen deutlich „runder“ ab, das Bild ist aber jederzeit stabil und bietet maximalen Genuss.

LG 34GK950G Overclock
maximale Aktualisierungsrate nur mit aktivierter Overclock-Funktion möglich

Wie gut G-Sync mit einer geeigneten Grafikarte und Monitor im Spielbetrieb funktioniert, erkennt man erst wenn man wieder mit einem „normalen“ Monitor unterwegs ist. So ist es uns ergangen, nach dem leider der Monitor wieder zurück zum Hersteller sich auf den Weg machte. Man gewöhnt sich unheimlich schnell an die Bildwiederholrate, da es einfach viel „echter“ rüberkommt und das nicht nur beim gamen. Auch der „einfache“ Desktop-Betrieb gewinnt durch die G-Sync-Funktion an einer runderen Bedienung. Surfen, zwischen Dateiordnern wechseln oder eben die reine Windows-Oberfläche wird deutlich angenehmer in der Bedienung empfunden.

LG 34GK950G Gaming 04k
aktiviertes Sphere-Lightning maximale Helligkeit

Mit einer Pixeldichte von über 109ppi bietet der Monitor auch eine gute Grundschärfe und eignet sich somit auch für Aufgaben im Desktop- oder Office-Betrieb. Dazu kommt ein ausgezeichnet abgebildeter sRGB-Farbraum (siehe Messungen auf der nächsten Seite), so dass man Bild- oder Videobearbeitung locker auch mal auf seiner „Gaming-Maschine“ verrichten kann. Die Auflösung von 3440 x 1440 Pixel ist bei einer Größe von 34 Zoll nicht unbedingt die optimalste Konfiguration für textbasierende Tätigkeiten, aber die Symbiose aus wahrhaften Gaming-Monitor und guter Schriftschärfe ist gelungen und nah an der sogenannten „eierlegenden Wollmilchsau“. 

LG 34UC89G B 18

LG 34UC89G B 17
Vom Monitor eingeblendetes Crosshair - mehrere Motive auswählbar

Das eigentliche „Zocken“ wird mit dieser Auflösung als sehr angenehm empfunden, sie ist nicht zu gering und bietet eine gute Schärfe, fordert die Grafikkarte auch nicht zu stark und ermöglicht das Erreichen der elementar wichtigen Bildraten. Die Farbdarstellung ist für ein IPS-Panel recht neutral abgestimmt. 

LG 34GK950G Gaming 03k
aktiviertes Sphere-Lightning mit mittlerer Helligkeitseinstellung

Wem die Werkeinstellungen nicht zusagen, der kann sich mit den umfangreichen Einstellmöglichkeiten auseinandersetzen und seine Präferenz in einem Profil ablegen. Mit seiner Spitzenhelligkeit von 400 Nits können Gamer, abseits jedes Klischees, auch tagsüber ein helles und kontrastreiches Bild erleben. Aber auch Funktionen wir der Black Stabilizer bieten einen brauchbaren Effekt, denn dunkle Bereiche werden sichtbar aufgehellt. Bedenken sollte man dabei aber, dass der Monitor nicht wissen kann welche dunklen Bereiche jetzt spielentscheidend aufgehellt werden müssen und somit leidet das Kontrastverhältnis des kompletten Bildes unter dieser Funktion etwas.

Viel wertvoller ist dagegen das einblendbare Fadenkreuz, auch wenn es ambitionierte Gamer sicherlich zum „Cheaten“ zählen. In dieser Einstellung kann ein genau mittig platziertes Fadenkreuz eingeblendet werden, welches in Farbe und Form variiert werden kann und so einem in Ego-Shootern ohne Fadenkreuz eine Überlegenheit zu den Mitspielern verschafft. 

 

 

Betrachtungswinkel

Sicherlich bei einem Curved-Modell nicht die wichtigste Disziplin, aber der Betrachtungswinkel kann sich auch beim LG 34GK950G sehen lassen. Das Panel zeigt bei seitlicher Betrachtung eine gute Farbwiedergabe, die sich nur minimal von Draufsicht unterscheidet. Die Helligkeit leidet minimal und der Kontrast reduziert sich leicht, aber trotzdem bietet der Monitor noch eine brauchbare Darstellung bei seitlicher Betrachtung. Wenn man so will genau das, was ein IPS-Panel auch abliefern muss.

LG 34 GK950G Blickwinkel


 

Messungen

Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei  allen Messungen kam das X-Rite i1 Display Pro Kolorimeter zum Einsatz. Damit ist es möglich den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzisen definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können. 

 

Helligkeit / Kontrast

Als Ausgangsbasis haben wir uns für das Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 entschieden. Alle Messungen werden von uns bei eingestellten 100% Helligkeit, 70% Kontrast und Gamma 2 in den Monitoreinstellungen miteinander verglichen, natürlich nach einer Aufwärmzeit von ca. einer halben Stunde.

 LG 34GK950G Helligkeit Kontrast

Schon im Praxisbereich angesprochen, haben wir die gute Helligkeitsleistung. Das unterstreichen auch unsere ermittelten Werte. LG gibt einen Helligkeitswert von (bis zu) 400 cd/m² im Datenblatt an und mit unserem gemessenen Wert von 400 cd/m² liegt hier eine Punktlandung des Monitors vor. Diese sehr gute Leistung unterstreicht der Monitor auch beim ermittelten Kontrastumfang 1034:1 ermitteln, welcher über den Angaben des Herstellers mit 1000:1 liegt. Die Farbtemperatur im Werkszustand liegt in einem neutralen Bereich der Tageslicht üblichen 6500K.  

 

 

Farbraumabdeckung

Wie gut die Darstellung des sRGB-Farbraum vom jeweiligen Monitor abgebildet werden kann, kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert und so können wir mit einem entsprechendem Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen. 

LG 34GK950G RGB LG 34GK950G RGB 01

LG 34GK950G Adobe LG 34GK950G Adobe 01

Wie schon bei der Helligkeits- Kontrastmessung, zeigt der LG auch hier eine sehr gute Leistung wenn es um die Farbraumabdeckung geht. Die sRGB-Spezifikationen werden vom 34GK950G locker übertroffen und auch beim AdobeRGB Farbraum ist man mit einer Abdeckung von 90% gut unterwegs. Wer sich die animierte 3D-Grafik selbst genau ansehen möchte, der kann das bei ICCVIEW.de machen. Das von uns erstellte Profil kann man sich herunterladen (ICC-Profil). 

 


 

Bildhomogenität

Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Auch kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

 

Leuchtdichte-Weiß

LG 34GK950G weiss

 

Leuchtdichte-Grau

 LG 34GK950G grau

 

Leuchtdichte-Dunkelgrau

LG 34GK950G dunkelgrau

Die Ausleuchtung des Monitors aus der südkoreanischen Schmiede ist recht gleichmäßig, aber nicht perfekt. Helligkeitsabweichungen von bis zu 12% gehen zu den Rändern hin gerade noch so in Ordnung, wir hätten uns in dieser Preisklasse aber eine homogenere Ausleuchtung gewünscht. Der hellste Punkt ist in der Mitte des Monitors zu finden und reduziert sich ungleichmäßig zu den Rändern hin. So ist unser Modell im linken Bereich minimal dunkler ausgeleuchtet, als es auf der rechten Seite der Fall ist. Im Alltagsbereich sind diese Abweichungen kaum bis nicht wahrnehmbar und nur durch die von uns durchgeführten Messungen aufgefallen. Im täglichen Umgang, ob im Office- oder Gaming-Betrieb wurde das wahrgenommene Bild als homogen ausgeleuchtet empfunden und konnte auch in dunkleren Szenarien gefallen. 

 


 

Leistungsaufnahme

Selbstverständlich wollen wir auch den Verbrauch des Monitors nicht außer Acht lassen. Wir haben aufgrund eines Messgeräts-Wechsel, auch hier die Bedingungen etwas angepasst. An dieser Stelle möchten wir keine Vergleiche mehr mit anderen Geräten aufführen, was durch verschiedene Größen, Auflösungen und möglichen Helligkeitsunterschieden auch kaum einen Mehrwert bietet. Wir werden ab sofort die Leistungsaufnahme in verschiedenen Bereichen ermitteln, dafür steht uns ein Voltcraft Energy Logger 4000 zur Verfügung. Neben dem Standby-Verbrauch, wird der maximale Verbrauch (max. Helligkeit, FreeSync bzw. G-Sync an) ermittelt. Des Weiteren loggen wir die Leistungsaufnahme in einer üblichen Arbeitsumgebung bei einem Helligkeitswert von 160cd/m² und auch eventuelle Sonderfunktionen, wie zum Beispiel die Beleuchtung oder Quick Charge werden mit in die Ergebnisse einfließen.

LG 34GK950G Stromaufnahme

Bei der Leistungsaufnahme hält der Monitor fasst alle Versprechen des Herstellers ein und kann mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 73,5 Watt die angegeben 75 Watt von LG minimal unterbieten. Der Standby-Verbrauch liegt minimal unter den angegebenen 0,5 Watt, hält auch die EU-Verordnung vom 06.01.2013 ein.   

 

 

Kostenauflistung

Bei einer Nutzung von fünf Tagen in der Woche je bei 4 Stunden Betriebszeit, kostet der Monitorbetrieb bei einer Helligkeit von 160 cd/m² rund 8,44 Euro im Jahr. Bei voller Helligkeit und angeschalteter Beleuchtung auf der Rückseite circa 16,00 Euro. Ein Wert, der locker zu verschmerzen ist, da gibt es im Hardwarebereich schwerere Geschütze die den Stromverbrauch und zugleich die Kosten in die Höhe treiben. 

 

 Kostenaufstellung - LG 34GK950G
 Monitor mit einem Verbrauch von:  38,00 Watt (abgerundet)
 Dauer:  4 Stunden am Tag
 Dieser Verbrauch findet an:  5 Tagen in der Woche statt
 Strompreis:  0,28 € pro kWh
 Zeitperiode  Strom­verbrauch  Stromkosten
 pro Tag:  0,152 kWh  0,04 €
 in der Woche:  0,76 kWh  0,20 €
 in 4 Wochen:  3,04 kWh  0,80 €
 im Jahr:  36,48 kWh  9,60 €
 in 5 Jahren:  182,4 kWh  48,00 €

 


 

Fazit

Fast in gewohnter Manier überzeugt auch der LG 34GK950G mit einer ansprechenden Materialqualität, einem dezenten und edlen optischen Auftritt sowie einer dazu passenden Haptik. Die farbliche Gestaltung des G-Sync Modells ist in unseren Augen gelungen, der Kontrast aus schwarzem und rotem Kunststoff in Verbindung mit dem Sphere-Lightning kann zum Hingucker auf dem Schreibtisch avancieren. Freunde von RGB-Beleuchtungs-Peripherie werden mit dem Monitor sicherlich das Setup optisch abrunden können, denn die rückseitige Beleuchtung bietet dafür eine umfangreiche Farbwahl und zwei Effekteinstellung die gefallen.

Die Menüsteuerung ist bekannt und überzeugt dank der einfachen Handhabung mittels Joysticks. Das zusätzlich untergebrachte Drehrad steuert das Sphere-Lightning und das zuverlässig. Spezielle Gaming-Features wie der Black Stabilizer, ein einblendbares Fadenkreuz und das Wichtigste: Nvidias G-Syn sollten jedes Gamerherz höher schlagen lassen. So stellt der LG-Monitor jedem ambitionierten Gamer die perfekte Grundlage um das Spielerlebnis deutlich steigern zu können. Shootern wie CS:GO oder Star Wars Battlefront werden wunderbar optisch aufbereitet, bieten einen exzellenten „smoothen“ Spielfluss über das reaktionsschnelle IPS-Panel, aber auch Spiele wie Assassins Creed Odyssey „flimmern“ gekonnt prachtvoll über das Display. Dazu trägt auch das Curved-Design des Panels seinen Beitrag mit bei und ein immersives Erlebnis. Die Kombination von 34 Zoll und einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixel ist sehr stimmig und überfordert die Grafikkarte nicht, das richtige Modell vorausgesetzt. Aber bei einem knapp 1500,- Euro teuren Monitor, sollte auch das restliche Setup natürlich passen und mit einem Pixelbeschleuniger a la 1070 Ti oder höher sollten hohe Bildwiederholraten auch bei aktuellen Titeln kein Problem darstellen.

LG 34GK950G Gaming 02k

Unsere Messungen unterstreichen den positiven Eindruck größtenteils. So wurden die versprochenen Herstellerangaben in Sachen Helligkeit, Kontrastumfang bestätigt und der umfangreich dargestellte Farbraum ist für einen Gaming-Monitor auch bemerkenswert. Die Ausleuchtung über das komplette Panel könnte sich in unseren Augen etwas homogener darstellen, bewegt sich aber noch in einem akzeptablen Bereich. Diese angesprochenen Fähigkeiten machen den LG 34GK950G sehr vielseitig in seinem Einsatzgebiet und wer neben dem Genuss von Gaming-Blockbustern auch die Bildbearbeitung oder Office-Tätigkeiten ausüben möchte, ist mit dem Modell ebenfalls bestens beraten.   

Mit einem aktuellen Straßenpreis von 1499,- Euro ist der neue LG 34GK950G sicherlich kein Schnäppchen. Aber wer einen Monitor für viele Einsatzgebiete sucht, der wirklich vieles richtig gut kann, kommt schwer an diesem Gerät vorbei. Gaming-Features und deren Umsetzung, abgedeckter Farbraum, Helligkeit und Kontrastumfang, durchdachte Menüsteuerung und die optische Verpackung des leistungsfähigen Panels münden zusammen in einem sensationellen Gesamtpaket, für das man auch gerne etwas tiefer in die Tasche greift (oder muss). Ein Monitor ist sicherlich auch eine Anschaffung, gerade im PC-Bereich, mit der längsten Halbwertzeit.

 

LG 34GK950G - Gaming-Monitor
erstklassiger Monitor mit einer enormen Vielseitigkeit, 20.11.2018

Monitor-Testberichte Hersteller-Homepage LG 34GK950G - bei Amazon kaufenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
Pro Contra
LG 34GK950G 07k

+ Verarbeitung / Optik
+ Sphere-Lightning
+ Menüsteuerung / Umsetzung
+ Gaming-Features / Nvidia G-Sync
+ Bildqualität / Farbdarstellung / Reaktionszeit
+ Farbraumabdeckung
+ Helligkeit / Kontrast

- Ausleuchtung könnte etwas gleichmäßiger sein
- recht hoher Preis






 

 LG 34GK950G award k

 

 

Übersicht weiterer Monitor-Testberichte:

▪ Test: Iiyama ProLite XUB2792QSU

▪ Test: Iiyama ProLite XUB2492HSU

▪ Test: LG 27UK850-W

▪ Test: LG 32GK850G

▪ Test: LG 27GK750F-B

▪ Test: ViewSonic VG2448

▪ Test: ViewSonic VP2768

▪ Test: LG 24GM79-G

▪ Test: ViewSonic VG2433MH

▪ Test: LG 38UC99-W

▪ Test: LG 34CB98-B

▪ Test: Eizo FlexScan EV2750

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