Menüsteuerung
Das Menü ist beim LG-Monitor sehr übersichtlich gestaltet und bietet für den Einsatzzweck jede wichtige Funktion dem Nutzer zur Verfügung. Das mittig platzierte Menü bietet neben dem Schnellzugriff auf Gaming-Presets und dem gewünschten Eingang, auch den Zugang zu den kompletten Einstellungen des Monitors. So findet man hier neben der FreeSync-Aktivierung auch weitere Gaming-Presets für verschiedene Spiele-Genre. Dazu können hier auch die Features wie das Crosshair oder der Black-Stabilizer aktiviert bzw. angepasst werden.


Gaming-Betrieb
Im Praxistest wollten wir natürlich das FreeSync etwas genauer beäugen und setzen auf eine AMD RX480 aus dem Hause MSI. Hier wird aus der anfangs erwähnte Schwäche, die geringe Auflösung, zur Stärke des Monitors. Denn unserer Grafikbeschleuniger gehört nicht unbedingt zu den schnellsten am Markt verfügbaren Lösungen, ist aber für Auflösungen in Full-HD mehr als ausreichend geeignet. Auch scheint der Gaming-Markt aktuell noch größtenteils auf Full-HD setzen, wenn man den Umfragewerte von Steam Glauben schenken darf. Das liegt sicherlich am günstigen Preisgefüge und der Verfügbarkeit dieser Panels, das knapp 77 Prozent der Steam-Benutzer diese Auflösung fahren.
Um dem LG Monitor auch in seiner Komfortzone abzuholen, daddelten wir ein paar Runden CS:GO und Titanfall 2 über den Bildschirm. Natürlich mit aktivierten FreeSync, welches uns das Spieleerlebnis nochmal deutlich schmackhafter machte. Der Monitor mit seiner maximalen Bildwiederholrate von 240Hz schafft es dank der geringen Reaktionszeit des Panels ein wunderbar homogenes Bild zu erzeugen, welches sehr „smooth“ über den Bildschirm flimmerte ;). Für einen 60 Hertz Nutzer ohne Erfahrung in aktuellen Sync-Verfahren, sei es von AMD oder Nvidia, bietet FreeSync ein signifikanten und deutlich erkennbaren Unterschied im Spieleerlebnis. Gerade in hektischen Spielen wie Ego-Shootern bietet das einen enormen Mehrwert, da hier das Spielgeschehen einfach als „runder“ empfunden wird. Aber auch im Desktop-Betrieb, Surfen, zwischen Ordner Hin- und Herwechseln oder eben die reine Windows-Oberfläche profitieren davon. Die Bedienung des Computers wird als deutlich angenehmer empfunden.
Die Pixeldichte von 81ppi ist im Desktop- oder Office-Betrieb nicht unbedingt optimal, als zu gering ist die reine Textschärfe auf dem Display zu beschreiben und das recht gesättigte TN-Panel ist auch bei Grafikern nicht unbedingt allererste Wahl, aber hier möchte der LG auch gar nicht punkten. Denn der Spielbetrieb ist das Kerngeschäft des LG 27GK750F und da zeigt er dann auch sein wahres Gesicht. Die Full-HD Auflösung wird beim reinen „Zocken“ als angenehm empfunden, die Schnelligkeit des Panels kann seine Stärken ausspielen und die Übersicht im Gewusel eines Online-Match geht auch nicht verloren. Das Display bildet TN-typisch sehr farbenfroh ab, leicht übersättigt aber passend zum Einsatzbereich. Hat man Helligkeit und Kontrast nach seinen persönlichen Vorlieben eingeregelt, kann als Ergebnis ein homogenes Bild erzeugt werden, welches heftige Explosionen oder Spiellandschaften ansprechend darstellt und für eine stimmige Präsentation sorgt. Wir würden sogar so weit gehen und sagen, dass das erzeugte Bild den typischen Eigenschaften eines TN-Panels entwachsen ist und man genau hinsehen muss, ob es es sich wirklich um das genannte Panel handelt welches verbaut wurde.

Vom Monitor eingeblendetes Crosshair - mehrere Motive auswählbar
Die Kombination aus 27 Zoll großen Display, mit hardwareschonender Auflösung und AMDs FreeSync bilden zusammen ein erstklassiges Gespann für ambitionierte Gamer, die Zuhause kein teures 4K-PC-System besitzen. Aber der LG Monitor hat noch weitere Features implementiert, die wir nicht unkommentiert stehen lassen wollen. So bietet die Funktion Black Stabilizer einen sicherlich nutzbaren Effekt, denn die richtig dunklen Bereiche werden tatsächlich etwas aufgehellt dargestellt. Da der Monitor aber keine Unterschiede macht, welche dunklen Bereiche jetzt spielentscheidend aufgehellt werden müssen, büßt der Monitor, in höchster Einstellung des Black Stabilizer etwas an Kontrast ein. Einen deutlichen Mehrwert dagegen bietet das einblendbare Fadenkreuz, auch wenn es für ambitionierte Gamer sicherlich auch als Vorteil somit als „Cheaten“ durchgehen könnte. Hier stellt LG dem Nutzer ein genau mittig platziertes Fadenkreuz zur Verfügung, welches in Farbe und Form variiert werden kann und einem in Ego-Shootern ohne Fadenkreuz eine Überlegenheit zu den Mitspielern verschafft.
Interpolation
Vielleicht nicht üblich in diesem Monitorsegment, angeschaut haben wir uns es trotzdem, wie der Monitor mit kleineren Auflösungen umgehen kann. Dazu wurde einmal die native Auflösung, in unserem Fall 1920 x 1080 Pixel und die 1280 x 1024 Pixel eingefangen. Die Schärfe des Monitors war auf 50 eingestellt, welche der Werkeinstellung des Monitors entspricht.

LG 27GK750F-B Auflösung 1920 x 1080 Pixel

LG 27GK750F-B Auflösung 1280 x 1024 Pixel
Der LG-Monitor zeigt einen leichten Schattenwurf abseits seiner nativen Auflösung. Trotzdem wird die Textdarstellung ausreichend scharf dargestellt und ist weiterhin gut lesbar.
Betrachtungswinkel
Der Betrachtungswinkel verhält sich bei dem LG 27GK750F für das verbaute TN-Panel typisch. So sind seitlich deutliche Farbunterschiede zu erkennen, aber bildlich bleibt alles erkennbar und lesbar. Die vom Hersteller angegebenen 170° sind subjektiv möglich aber eben mit qualitativen Einschränkungen. Wir haben versucht mit Hilfe der Animation die Blickwinkelqualität einzufangen.









