Sola optima - für diesen Leitsatz bedarf es keiner Definition. Leitet man die Aussage auf ASUS´ R.O.G. Produkte ab, wird man über kurz oder lang bei der Maximus-Serie landen. Mit Ivy Bridge und Intels Z77-Chipsatz geht diese Generation nun schon in die fünfte Runde. Mit dem Maximus V Formula, bietet ASUS einen High-End Boliden unter den Mainboards, welcher jeden der Käufer glücklich machen soll. Wie das rundum-sorglos-Paket für bereits "veralteten Sockel 1155" in der Praxis abgeschnitten hat, klären wir im nachfolgenden Testbericht.

Wir bedanken uns bei ASUS für die Bereitstellung des Testmusters und das entgegengebrachte Vertrauen.
Lieferumfang
Beim Lieferumfang ist man inzwischen von ASUS und der R.O.G.-Serie als User inzwischen einiges gewohnt bzw. sogar ein wenig verwöhnt. Warum sollte dies denn auch beim aktuellsten Sockel 1155-Ableger mit High-End Ambitionen anders sein. Das Maximus V Formula welches in der internen Rangordnung noch unter dem Maximus V Extreme steht, muss sich in den o.g. Punkten nicht verstecken. Neben der gewohnt schick aufgemachten Verpackung packt der Hersteller noch folgende Utensilien mit in den Karton: sechs hochwertige SATA III Kabel, WLan-Antennen, die Backpanel-Blende, ein USB-Verlängerungskabel, eine SLI-Bridge, ein Bluetooth-Modul sowie Beschriftskleber für die SATA-Kabel. Die üblichen Beipackzettel / Handbuch und ein „Do not Disturb“ Anhänger dürfen logischer Weise auch nicht fehlen.
Ein nett aufgemachtes Video zum ASUS Maximus V Formula findet man auch auf der Hersteller-homepage.
Technische Daten *klicken zum Anzeigen*
| Prozessor / Sockel | Intel® Socket 1155 for 3rd/2nd Generation Core™ i7/Core™ i5/Core™ i3/Pentium®/Celeron® Processors Unterstützt Intel® 22 nm-Prozessoren Unterstützt die Intel® Turbo Boost-Technologie 2.0 Supports Intel® 32 nm CPU * Die Unterstützung der Intel® Turbo Boost-Technologie 2.0 ist vom Prozessor-Typ abhängig. * Die Prozessor-Kompatibilitätsliste finden Sie auf www.asus.com |
| Chipsatz | Intel® Z77 |
| Arbeitsspeicher | 4 x DIMM, Max. 32GB, DDR3 2800(O.C.)/2666(O.C.)/2600(O.C.)/2400(O.C.)/2200(O.C.)/2133(O.C.)/1866(O.C.)/1600/1333/1066 MHz Non-ECC, Un-buffered Memory Dual Channel-Speicherarchitektur Unterstützt Intel® Extreme Memory Profile (XMP) * Die Hyper DIMM-Unterstützung ist von den Merkmalen des jeweiligen Prozessors abhängig. * Eine Liste freigegebener Speichermodule finden Sie auf der Webseite www.asus.com oder im Benutzerhandbuch. |
| Grafik | Integrierter Grafikprozessor Multi-VGA Ausgaben Unterstützung : HDMI/DisplayPort Schnittstellen - Unterstützt HDMI mit einer max. Auflösung von 1920 x 1200 @ 60 Hz - Unterstützt DisplayPort mit einer max. Auflösung von 2560 x 1600 @ 60 Hz Supports Intel® HD Graphics, InTru™ 3D, Quick Sync Video, Clear Video HD Technology, Insider™ |
| Multi-GPU-Unterstützung | Supports NVIDIA® SLI™ Technology Supports AMD 3-Way CrossFireX™ Technology Supports AMD CrossFireX™ Technology Supports LucidLogix® Virtu™ MVP Technology *1 |
| Erweiterungsschächte | 3 x PCIe 3.0/2.0 x16 (x16 or dual x8 or x8/x4/x4) *2 1 x PCIe 2.0 x4 3 x PCIe 2.0 x1 1 x mini-PCIe 2.0 x1 *3 |
| Speichersystem | Intel® Z77 chipset : 2 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen, red 2 x SATA 3Gb/s-Schnittstellen, schwarz 1 x eSATA 3Gb/s-Schnittstellen, red 1 x mini-SATA 3Gb/s port(s) , schwarz Unterstützen RAID 0, 1, 5, 10 Supports Intel® Smart Response Technology, Intel® Rapid Start Technology, Intel® Smart Connect Technology *4 ASMedia® PCIe SATA controller : *5 4 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen, red |
| LAN | Intel®, 1 x Gigabit LAN Controller(s) |
| Wireless Data Network | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n Supports dual band frequency 2.4/5 GHz |
| Bluetooth | Bluetooth V4.0 Bluetooth V3.0+HS |
| Audio | SupremeFX IV built-in 7.1-Channel High Definition Audio CODEC - Unterstützt : Anschlusserkennung, und Multistreaming, Technologien sowie automatische Geräteerkennung an der Gehäusevorderseite - Output Signal-to-Noise Ratio (A-Weighted): 110 dB Audio Feature : - SupremeFX Shielding™ Technology - ELNA premium audio capacitors - 1500 uF Audio Power Capacitor - optischer S/PDIF-Ausgang an der Gehäuserückseite - Blu-ray audio layer Content Protection - DTS Ultra PC II - DTS Connect - Output THD+N at 1kHz: 95 dB - TI 6120A2 high fidelity headphone amplifier |
| USB-Schnittstellen | Intel® Z77 chipset : 4 x USB 3.0 Schnittstellen (2 an der Gehäuserückseite, blau, 2 intern) Intel® Z77 chipset : 8 x USB 2.0 Schnittstellen (4 an der Gehäuserückseite, schwarz+white, 4 intern) ASMedia® USB 3.0 controller : 2 x USB 3.0 Schnittstellen (2 an der Gehäuserückseite, blau) |
| Übertaktung | mPCIe Combo™ (mPCIe/mSATA combo card) ROG Connect : - RC Diagram - RC Remote - RC Poster - GPU TweakIt Extreme Engine Digi+ II : - 8 -phase CPU power design + 4 -phase iGPU power design - 2 -phase Memory power design ROG Extreme OC kit : - Slow Mode - LN2 Mode - EZ Plug ProbeIt UEFI BIOS features : - ROG BIOS Print - GPU.DIMM Post GameFirst II iROG Extreme Tweaker Sicherheit beim Übertakten : - ASUS C.P.R.(CPU Parameter Recall) Loadline Calibration USB BIOS Flashback |
| Besondere Features | ASUS TurboV EVO : - CPU Level Up ASUS EPU : - EPU ASUS Wi-Fi GO! - Wi-Fi GO! Function: DLNA Media Hub, Smart Motion Control, Remote Desktop, Remote Keyboard & Mouse, File Transfer, Capture & Send ASUS Exclusive Features : - AI Suite II - Ai Charger+ - USB Charger+ - USB 3.0 Boost - Disk Unlocker ASUS Quiet Thermal Solution : - ASUS Fan Xpert 2 ASUS EZ DIY : - ASUS O.C. Profile - ASUS CrashFree BIOS 3 - ASUS EZ Flash 2 ASUS Q-Design : - ASUS Q-Shield - ASUS Q-Code - ASUS Q-LED (CPU, DRAM, VGA, Boot Device LED) - ASUS Q-Slot - ASUS Q-DIMM - ASUS Q-Connector |
| Anschlüsse (Rückseite) | 1 x DisplayPort 1 x HDMI 1 x eSATA 3Gb/s 1 x LAN (RJ45) Schnittstelle 4 x USB 3.0 4 x USB 2.0 1 x S/PDIF-Ausgang (optisch) 5 x Audio-Anschlüsse 1 x Optical S/PDIF in 1 x Clear CMOS button(s) 1 x ROG Connect On/ Off switch(es) |
| interne Anschlüsse | 1 x USB 3.0-Anschluss unterstützt zusätzlich 2 USB 3.0-Schnittstellen 2 x USB 2.0-Anschlüsse unterstützen zusätzlich 4 USB 2.0-Schnittstellen 6 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen 2 x SATA 3Gb/s-Schnittstellen 2 x Prozessorlüfteranschluss (4 -pin) 3 x Gehäuselüfteranschlüsse (4 -pin) 3 x Optional Fan connector(s) (4 -pin) 1 x S/PDIF-Ausgang 1 x 24-Pin EATX Netzanschluss 1 x 8-Pin ATX 12V Netzanschluss 1 x 4-pin ATX 12V Power connector(s) 1 x Audio-Anschluss an der Gehäusevorderseite (AAFP) 1 x System panel(s) 1 x Slow Mode switch(es) 8 x ProbeIt Measurement Points 3 x Thermal sensor connector(s) 1 x LN2 Mode header(s) 1 x EZ Plug connector(s) (4-pin Molex power connector) 1 x Power-on button(s) 1 x Reset button(s) 1 x Go Button(s) 1 x mPCIe Combo header(s) |
| Zubehör | User's manual I/O Shield 2 x SATA 3Gb/s-Kabel 4 x SATA 6Gb/s-Kabel 1 x SLI bridge(s) 1 x Q-connector(s) (2 in 1) 1 x ROG Connect cable(s) 1 x 12 in 1 ROG Cable Label(s) 1 x mPCIe Combo card(s) with dual band WiFi 802.11 a/b/g/n module + Bluetooth v4.0/3.0+HS module 1 x 2-in-1 RF Cable(s) 2 x Wi-Fi Ring Moving Antenna(s) |
| BIOS | 64Mb UEFI AMI BIOS, PnP, DMI2.0, WfM2.0, SM BIOS 2.5, ACPI2.0a Multi-Language BIOS |
| Verwaltung | WfM2.0, DMI2.0, WOL by PME, PXE |
| Support CD | Drivers Kaspersky® Anti-Virus DAEMON Tools Pro Standard GameFirst II ROG CPU-Z Mem TweakIt ASUS AI Suite II ASUS WebStorage ASUS Utilities |
| Formfaktor | Extended ATX Form Factor 12 " x 10.1 " ( 30.5 cm x 25.7 cm ) |
| Anmerkung | *1: LucidLogix Virtu MVP supports Windows 7 operating systems. *2-1: PCIe 3.0 speed is supported by Intel® 3rd generation Ivy Bridge Core™ Processors. *2-2: x8/x4/x4 mode is supported by Intel® 3rd generation Ivy Bridge Core™ Processors. *3-1: The mPCIe 2.0 x1 slot is located on mPCIe Combo™ expansion card. *3-2: The mini-PCIe slot is pre-installed with an Wi-Fi/Bluetooth module. *4: Supports on Intel® Core™ processor family with Windows® 7 operating systems. *5: These SATA ports are for data hard drives only. |
Impressionen / Features
Der von ASUS R.O.G. gewohnte Farbstil wird auch bei der Z77-Reihe fortgeführt. Das uns vorliegenden Maximus V Formula glänzt auf dem ersten Blick durch eine sehr anmutig erscheinende Optik, welche nicht zuletzt auch den Zwecke dieses Mainboards untermauern soll. Bei genaueren Blick ins Detail wird auch schnell klar, dass ASUS nicht nur den Schein waren will, sondern auch Taten hat folgen lassen. So bekommt das Forumla drei, in recht großem Abstand zueinander platzierten PCI-E Slots, auf dem PCB angeordnet. Dazwischen gesellen sich dann drei PCI-E x1 sowie darüber ein PCI-E x4 Slot.
Für den Anschluss interner Peripherie stehen auf dem Mainboard acht SATA-Ports bereit. Zwei davon kommen mit 6 Gbit-Unterstützung daher, um neue SSDs auch „voll“ fordern zu können. Alle Anschluss-Ports wurden abgewinkelt und sollten den Grafikkarten-Einbau nicht behindern sowie sinnlos im Gehäuse vor sich hin hangeln. Direkt daneben befindet sich der große und recht massive Chipsatzkühler, verziert mit dem ASUS Logo.Der Blick neben den Chipsatz-Kühler offenbart die Detailverliebtheit der Designer sowie die Hochwertigkeit der verbauten Komponenten. So finden sich mit dem ASUS R.O.G. Logo versehene Chips sowie der PLX-Chip auf der Platine wieder. Des Weiteren wurde auch an einen zusätzlichen 4-Pol-Stromanschluss für die Grafikkarten gedacht. Dieser befindet sich am unteren Ende der Platine. Weiter oben befinden sich, direkt neben den RAM-Slots, der USB 3.0 Header sowie der ATX-Stecker-Slot.
Als ein weiteres besonderes Feature gibt ASUS einen sogenannten „SurpremeFX IV“ welcher aus dem Hause stammt und im eigentlichen Sinne ein xxx ist. Nichtsdestotrotz verbaut ASUS hier einen im Vergleich zu anderen Herstellern, sehr hochwertigen Soundchip, der seinen Sinn bestens erfüllt. Untermauert wird der Style dieses audiophilen Erlebness durch eine rote Beleuchtung des entsprechenden Bereiches auf dem PCB des Mainboards.
Neben dem hohen Kontrastwert und das brachiale Board-Layout, fällt auch die verbaute Kühlkonstruktion sofort ins Auge. ASUS stattet die Achtphasige Spannungsversorgung mit einer „All-in-one-Lösung“ aus, welche ohne großes Zutun sowohl als auch im gesamten Wasserkreislauf betrieben werden kann. Die Rede ist dabei von der der Vorrichtung, den Chipsatzkühler mit in den Wasserkreislauf einbinden zu können. Leider handelt es sich dabei nur um 10/8er Aufsatztüllen, welche nicht grade als Durchflussstärkste Komponente in einem Wasserkreislauf definiert haben.
Schauen wir uns einmal den verbauten Kühler genauer an. Wie bereits angesprochen verbaute ASUS auf dem Maximus V Formula eine Kombination aus Kühlkörper mit einer Vorrichtung, diesen mit in den Wasserkreislauf einer entsprechenden Kühlung mit aufnehmen zu können. Bei den Anschlüssen handelt es sich leider nur um 10/8 Tüllen, welche nicht gerade die meisten Fans haben. Der Kühler selbst ist sehr massiv und erstreckt sich um den kompletten Sockel herum, sowie bedeckt alle 12 Phasen der Spannungsversorgung.
Der Z77-Chipsatz im Detail
Nach dem Release der Ausbaustufen des „Courgar Points“ (P67, Z68) schiebt Intel nun endlich die schon damals angekündigten Features nach und integriert diese mit im "Panther Point" Chipsatz. Wir beschränken unseren Blick der neuen 7er-Chipsatzfamilie auf die Desktopmodelle.

"Panther Point" (Z77) als Tec-Sheet
Erstmals findet sich in einem Mainboard Chipsatz eine native Unterstützung für USB 3.0 und PCI-Express 3.0 wieder. Bisher wurde dies über Zusatzchips von Fremdherstellern umgesetzt. Auf diese können die Board-Partner wohl künftig verzichten, denn der Z77-Chipsatz unterstützt ab Werk bereits vier USB 3.0 Ports. Schaut man sich Intels Datenblätter genauer an, stellt man fest, dass es für jeden Bereich wieder einen „speziellen“ Chipsatz geben wird und die angepriesenen Features nicht überall vollständig vorhanden sein werden. Frei nach dem Motto „you get what you pay for…“. Doch unser Blick soll in diesem Fall bei der ZZ-Ausführung bleiben.
Aber sind nun wirklich alle Veränderungen im Chipsatz zu finden? Bei genauerem Blick fällt auf, dass zum großen Teil auch die CPU für den „Fortschritt“ verantwortlich ist. Wie weiter oben schon angesprochen, werden nun auch die PCI-Express- und USB 3.0 Schnittstellen via Chipsatz an den Prozessor angebunden. Die Anzahl der verfügbaren Lanes hat sich hingegen nicht verändert. Mögliche Kombination sind bekannt und setzten sich aus einer möglich x16-Anbidung oder zwei x8-Anbindungen zusammen. Ebenfalls sind Crossfire und SLI möglich. Der Z77-Chipsatz selbst wird über ein DMI 2.0-Interface mit dem Prozessor angebunden. Intels kommende und noch spärlich gesäte Thunderbolt Schnittstelle, wird nicht direkt an die CPU angebunden, sondern übermittelt über die PCI-Express 2.0-Lanes die Daten. Des Weiteren kann man die Möglichkeit nutzen, an das Mainboard bis zu drei Monitore anzuschließen.
Die Unterschiede zwischen „Cougar Point“ (P67/Z68) und „Panther Point“ (Z77) fallen nicht wirklich eklatant aus. Bis auf die angesprochene native Unterstützung von USB- und PCI-Express 3.0, finden sich die wenigen Neuerungen in der CPU selbst wieder. Als erstes wäre natürlich der Shrink der Strukturgröße von 32 Nanomillimeter auf 22 Nanomillimeter zu nennen. Des Weiteren verbaut Intel die nächste Ausbaustufe der integrierten GPU (HD-4000) in den Prozessoren. Aus diesem Grund ist auch die recht breite Kompatibilität von P67-Mainboards und Ivy Bridge-CPUs (z.B. i7-3770K) sowie Z77-Mainboards und Sandy Bridge-CPUs (z.B. i7-2600K) leicht zu erklären.
Ein paar Zeilen zuvor haben wir Intels Chipsatz-Verkaufspolitik bereits angeschnitten. An Hand der Übersicht wird deutlich, in welchen Bereichen künftig welche Chips zu Einsatz kommen werden. Beim Kauf sollte also genau darauf geachtet werden, ob das entsprechende Mainboard auch mit nativer USB 3.0 Unterstützung daher kommt, oder man es mit einer abgespeckten Version zu tun hat.
Das UEFI-BIOS im Detail
Der Start ins UEFI-Bios erfolgt über den gewohnten „ASUS-Ablauf“. Anders als bei den Mittelklassemodellen entfällt an dieser Stelle der Home-Screen und man gelangt direkt in den erweiterten Modus. Neulinge werden bei der Fülle an Einstellungsmöglichkeiten sicherlich schnell einen Input-Overflow erleiden, alle anderen sich wie im Paradies fühlen. Die Navigation im Bios selbst kann wie inzwischen gewohnt, über die Maus oder die Tastatur abgewickelt werden. Um das gesamte Bios im Detail zu erläutern reicht an dieser Stelle leider nicht der Platz aus, so wollen wir es bei den grundlegenden und wichtigsten Funktionen belassen.
Der Aufbau gestaltet sich so wie es sich für anständiges Bios gehört, jedoch noch mit einer gehörigen Briese OC-Settings obendrauf. Diese stechen sofort ins Bild und unterstreichen die Ausrichtung dieser Komponente. Der „Extreme Tweaker“ erlaubt es, alle grundlegenden Einstellungen hinsichtlich des Übertaktens vorzunehmen. Angefangen von der VDimm für den Arbeitsspeicher, bis hin zum Multiplikator des Prozessors. Erstaunlich dabei ist die Detailversessenheit der Programmierer zu bewerten, welche scheinbar an wirklich jede kleine Funktion gedacht haben. Der Reiter „Advanced“ hält die allgemeinen Einstellungen bereit. Interessant wird es denn wieder in der Registerkarte „Monitor“. An dieser Stelle kann die integrierte Lüftersteuerung sehr feinstufig auf die eigenen Bedürfnisse angepasst und die aktuellen Werte der angeschlossenen Lüfter ausgelesen werden.
Des Weiteren erweisen sich gespeicherte Bios-Profile als sehr nützlich. Im Falle des Maximus V Extreme können bis zu acht Profile angelegt und abgespeichert werden. Auch das Update auf eine neue Bios-Version wird mittels eines integrierten Moduls erledigt. Mehr als die Datei selbst und ein Wechseldatenträger auf dem diese gespeichert ist, werden für den Vorgang benötigt. Nachfolgend haben wir einige Auszüge des Bios in Form von Screenshots dokumentiert.
weitere BIOS-Screenshots *klicken zum Anzeigen*
Testsystem
Das gesamte Testsystem wird als offener Aufbau realisiert und durch die zu testenden Mainboards immer ergänzt. Das in diesem Bericht vorgestellte ASUS Maximus V Formula stellt auch gleichzeitig den Unterbau für das Grafikkarten-Testsystem dar. Bei der Stromversorgung wird auf ein Seasonic X-1050 (zum HW-Journal Testbericht) gesetzt. Für ausreichenden Leistungspuffer ist also gesorgt. Als zentrale Recheneinheit fungiert Intels Ivy-Bridge Top-Modell, der Core i7-3770K mit einem Retail-Stepping. Als Datenträger setzen wir auf eine solide Kingston SSDNow V+ 200 240GB. Nachfolgend haben wir das Setup noch einmal komplett in der Übersicht aufgelistet.
Intel Ivy Bridge-Testsystem | ||
| Prozessor: | Intel Core i7-3770K (Retail) | |
| Mainboard: | ASUS Maximus V Formula | |
| Kühlung: | Prolimatech Megahalems + 2x Noctua NF-P12PWM | |
| HDD: | Western Digital WD5003ABYX Enterprise | |
| SSD: | Kingston SSDNow V+200 - 240GB | |
| RAM: | 2x2GB Kingston HyperX Genesis @ 1600MHz | |
| Netzteil: | Seasonix X-1050W | |
| Grafikkarte: | 2x Sapphire HD4870 @ CrossFire | |
| Betriebssystem: | Windows 7 x64 | |
| Grafiktreiber: | CCC 13.4 |
Auf dem Mainboard verbauten wir während des Tests Intels aktuellstes Top-Modell für den Sockel 1155. Der Intel Core i7-3770K kommt mit einem Grundtakt von 3,5Ghz daher und kann via Turbo Modus bis auf 3,9GHz takten. Produziert wird das kleine Stück Silicium im 22nm Fertigungsprozess. Unter dem Heatspreader befinden sich vier dedizierte Kerne, welche es auf insgesamt acht Threads bringen. Da die Ivy Bridge CPUs als kleine Hitzeteufel bekannt sind, wollten wir diesem Umstand auch vorbeugen. So kam der aktuell leistungsstärkste CPU-Luftkühler aus dem Hause Noctua, der NH-D14 (zum HW-Journal Testbericht), zum Einsatz. Gespannt waren wir auch auf die Übertaktungsergebnisse des Mainboards bzw. der CPU sowie deren Leistungsaufnahme. Wie sich die Komponenten in diesen Kategorie geschlagen haben, gehen wir ebenfalls auf den Grund.

Die CPU haben wir in den Benchmarks mit den Stock-Settings laufen lassen und die Leistungs des Mainboards also „out oft he box“ getestet. Die anliegende Spannung wurde nicht angepasst und blieb unverändert. Der Arbeitsspeicher lief wurde mit einem Takt von 1600MHz bei 9-9-9-27 1T und 1,65V betrieben.
Montage des Kühlers
Kühlung
Die geschraubten Kühlblöcke weisen eine sehr gute Verarbeitungsqualität auf. Der recht große Kühlblock kann durch seine Massivität überzeugen, die auch den Anschein eines wirklichen Kühlers erweckt und nicht nur Zierde sein soll. Bei den Mosfet-kühler wurden bereits in der Vergangenheit immer mal wieder die Tüllen-Anschlüsse der für die Wasserkühlung kritisiert. Müsste mal an dieser Stelle ein subjetives Urteil fassen, würde man vermutlich beim einfachen Spruch "nice to have" landen.
Entfernt man beide Kühlsegmente werden der Z77-Chipsatz und die Spannungsversorgung des Mainboards sichtbar. Beim ASUS Maximus V Formula kommt an dieser Stelle eine 8-phasige Spannungsversorgung sowie japanischen Kondensatoren, welche bekanntlich eine wesentlich höhere Verarbeitungsqualität aufweisen sollen, zum Einsatz.Benchmarks
3DMark Vantage
Der aktuelle Benchmark Futuremark 3DMark Vantage benötigt DX10 und läuft nur unter Windows Vista und Windows 7. Dank der umfangreichen Tests werden Mehrkernprozessoren und Multi-GPU-Systeme unterstützt. Ob das Service Pack 2 bei Vista installiert ist oder nicht, macht in der Praxis keinen Unterschied. Der synthetische Benchmark beinhaltet zwei GPU-Tests sowie zwei CPU-Tests sowie "Physikberechnungen". Weitere Details zu diesem Programm gibt es bei Futuremark.
PCMark Vantage
Der Nachfolger des beliebten PCMark 2005, testet das System in insgesamt acht Disziplinen. Der Benchmark unterstützt ausschließlich Betriebssysteme ab Windows Vista. Insgesamt ein sehr nützliches Tool, um die Leistungsfähigkeit aller verbauten Komponenten auf die vorhandene Leistung zu kontrollieren.
AIDA64 Extreme Edition
Das System Diagnose-Tool, welches einst den Markt revolutionierte, wurde vor kurzem wieder neu aufgelegt und wird fortan unter dem Namen AIDA64 vertrieben. Unter anderem gehören neue integrierte Benchmarks, Stabilitätstests und interne Datenbanken für den Vergleich von Prozessoren, Grafikkarten und SSDs dazu. Wer Everest kannte, wird auch mit AIDA64 zurechtkommen.
SuperPi Mod 1.5XS
Alternatives Programm SuperPi Mod 1.5XS 32M.
Cinebench R11.5
Der Nachfolger vom beliebten Cinebench 10. Dieser benötigt mindestens 1024 MB Arbeitsspeicher und einen unterstützten Prozessortyp mit mindestens 1 GHz Taktfrequenz. Der integrierte OpenGL-Benchmark benötigt eine Grafikkarte, die auch OpenGL 2.0 unterstützt und mit mindestens 128MB Speicher ausgestattet ist.
Overclocking
Leistungsaufnahme
Die ermittelten Werte beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Wir haben dabei den Stock-Zustand, also so wie der Kunde die neuen Komponenten verbaut, getestet und die Verbrauchsdaten ermittelt. Die protokollierten Werte verstehen sich als Durschnittswert, der im 3DMark Vantage 1.0.1 ermittelt wurde. Die Werte wurden mit einem PSGI EG 1000 Strommessgerät direkt an der Steckdose abgelesen. Je nach Mainboard können diese Ergebnisse stark variieren, da jeder Hersteller andere Komponenten verbauen kann.
Fazit
Gibt es wirklich einen Grund jetzt noch ein Z77-Mainboard zu bewerten? Betrachtet man den nominellen Geschwindigkeitsvorteil der Ivy-Bridge-Generation im Vergleich zu Intels Haswell, beträgt der maximale Geschwindigkeitsunterschied gerade einmal 10 Prozent. Von daher ist es auch nicht verwerflich, wenn man noch zur "alten Generation" greift. Mit dem ASUS Maximus V Formula erhält der geneigte Ivy-Bridge-Käufer eine High-End-Platine die nur durch wenige andere Modelle getoppt werden kann. Ob es der Liefer-, Feature-Umfang oder einfach nur das extrem durchdachte Board-Layout ist, alles scheint nahezu perfekt. Der Blick ins Detail untermauert auch dieses Erscheinungsbild. Das ansprechend gestaltete UEFI-BIOS bringt eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten mit, dass selbst versierte Nutzer eine Weile brauchen werden, um sich darin zurecht zu finden.
Fasst man die erbrachte Leistung zusammen bleibt nur ein Fazit: Für aktuell circa 250 EUR verkauft ASUS mit dem Maximus V Formula ein Sockel 1155 High End Board, was absolut seinem Preis gerecht wird. Wer den genannten Sockel sowieso ins Auge gefasst hat und preislich keine Abstriche brauchen braucht, kann definitiv zugreifen und glücklich werden!
ASUS Maximus V Formula | ||
| Mainboard Testberichte | Hersteller-Homepage | Im Geizhals-Preisvergleich ab: 243,00 EUR |
| Pro | Contra | ![]() |
+ ungeheurer Feature-Umfang | - erhöhter Stromverbrauch
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Auf Grund der mehr als überzeugenden Leistung, Lieferumfang, Features und dem nahezu perfekte Gesamtpaket, bleibt uns fast gar nichts anderes übrig als dem ASUS Maximus Formula unsere Gold-Award zu verleihen. Hinzu kommt auch noch die Krönung, der Hardware-Journal Overclocking-Award. Zwar zählt das Maximus V Formula inzwischen zur "alten Generation", spielt aber leistungsmäßig in der obersten Liga mit. Das Mainboard ist aktuell (Stand 10.06.2013) für etwa 250 Euro erhältlich und kann unter anderem bei Amazon erworben werden.




























