Fazit
Wie beim Wechsel von be quiet! Dark Rock 3 zu Dark Rock 4, sind auch die Änderungen von Dark Rock Pro 3 zu Dark Rock Pro 4 eher überschaubar. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass diese zum Teil wirklich Wirkung zeigen. Gemeint ist die Änderung des Montagesystems. Endlich geht diese auch beim Top-Modell wirklich einfach. Musste man teilweise beim Vorgänger noch Kühler vom Mainboard abschrauben um an die Muttern zu gelangen, kann man beim aktuellen System sogar mit geübten Händen den Einbau im Gehäuse vornehmen. Dass der Kühler auch bei fest angezogenen Schrauben noch leicht bewegt werden kann, ist zwar etwas unschön, aber der Test zeigte eigentlich ganz gut, dass dies keine wirklichen negativen Folgen hat.
Die neue Beschichtung der Lamellen und Heatpipes gefällt uns insgesamt noch besser als die vorherige. Auch wenn man verbaut nicht so viel davon sieht, passt der Keramiklack besser in dunkle Systeme. Ob die leichte Performance-Verbesserung auch auf die Beschichtung zurückgeht, lässt sich nur mutmaßen. In der Summe scheinen die Upgrades den Kühler aber noch eine Spur besser darstehen zu lassen als den Vorgänger. Nicht nur Leistungstechnisch ging es einen leichten Schritt nach Vorne, auch bei der Lautstärke wurde etwas Potential zur Optimierung gefunden und angegangen. Die beiden Silent Wings 3 Lüfter sind mechanisch scheinbar identisch, jedoch hat man ihre Steuerung angepasst, wodurch sie eine geringere Maximaldrehzahl sowie andere Drehzalkurve aufweisen. Betreibt man den Kühler per Mainboard-Kontrolle, schneidet der Dark Rock Pro 4 somit lautstärketechnisch besser ab als der Dark Rock Pro 3.
An der Verarbeitung lässt sich eigentlich nicht mosern. Etwas schade ist aber auch hier, dass der Keramiklack durch die enganliegenden Lüfterklammern beschädigt werden kann. Selbst mit etwas Übung gelang es uns nicht die Lüfter zu entfernen ohne dass sich, auch wenn nur minimal, etwas Lack ablöste. Wirklich schade, denn ansonsten wird das neue Top-Modell wirklich Premium-Ansprüchen gerecht. Bei einem Straßenpreis von etwa 71€, darf man das natürlich auch erwarten. Schaut man sich andere Dual-Tower dieser Preisklasse an, erhält man z. B. beim Cooler Master MasterAir MA620P weniger Leistung, dafür aber RGB Beleuchtung. Etwas günstiger wird es z. B. beim Thermaltake Frio Extreme Silent 14 Dual, welcher etwa gleich stark, aber auch lauter ist und zugleich schon einen langen Lebenszyklus aufweist. Etwas mehr Leistung gäbe es mit dem Noctua NH-D15, was allerdings auch noch einmal mit einem Aufpreis verbunden ist.
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