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Test: Thermaltake Core V21

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Geschrieben von Leonardo Ziaja
Veröffentlicht: 26. September 2016
  • Thermaltake

Thermaltake Core V21 EinleitungMit dem Thermaltake Core V21 schauen wir uns einen weiteren Budget-Ableger an. Das kubische Gehäuse kommt im Micro-ATX-Standard daher und bietet u.a. die Möglichkeit, zwei Gehäuse dieses Modells aufeinander stapeln zu können. Auch hierfür ist das Hersteller-Logo auf der Front beispielsweise magnetisch angebracht und kann dementsprechend gedreht werden. Welche Features und Eigenschaften das Core V21 noch so versteckt hält, wird im Testbericht geklärt. Viel Spaß beim Lesen.

 

Thermaltake Core V21 Opener

 

Die Spezifikationen

Eingepackt ist das Case, wie bei Gehäusen oft der Fall, in einem braunen Karton. Der Lieferumfang besteht aus dem Gehäuse und einem kleinen Zubehör-Package, in dem sich Schrauben, Kabelbinder und eine Bedienungsanleitung befinden.

Thermaltake Core V21 1 Thermaltake Core V21 2 Thermaltake Core V21 2b

 

Thermaltake Core V21 im Überblick
Mainboard-Format(e)
 Micro-ATX, Mini-ITX
Bezeichnung  Thermaltake Core V21
Formfaktor  Micro ATX Case
Preis  ca. 55,- EUR
Hersteller-Homepage  www.thermaltake.de
Sonstige Eckdaten
Laufwerke  3x 3,5 Zoll und 3x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter  vorinstalliert: 1x 200 mm (Front)

 optional:
 1x 120/140 mm (Heck),
 2x 120/140 mm (Front)
 2x 140mm oder 4x 120mm (Top),
 2x 120 mm (Boden), 2x 120/140mm (jeweils, Seitenteil)

Frontpanel  2x USB 3.0
 1x HD Audio
Erweiterungssteckplätze  5x
Gewicht
 6,5 Kg
Maße  320 x 336 x 424 mm (B x H x T)
Farbe  Schwarz
Material  Stahl

 


 

Impressionen Außen

Das Core V21 hat ein kubisches Design verpasst bekommen, welches von einer großen Front aus Meshgitter geschmückt ist. Sowohl nach oben als auch nach unten hin ist das Gitter abgerundet, damit die Front fließend in das Chassis übergehen kann. Mittig auf der Vorderseite ist das Thermaltake-Logo zu sehen, welches magnetisch angebracht ist und dadurch gedreht werden kann.

Thermaltake Core V21 3

Der Hintergrund dafür ist ein besonderes Feature, welches es dem Nutzer erlaubt ein zweites Core V21 auf das erste zu stellen und so den Platz erweitern zu können. Da die Gehäuse dann allerdings auf der linken Seite liegen, ist es sinnvoll das Logo mit zu drehen. Auf ein externes 5,25"-Laufwerk verzichtet der Hersteller. Auf der linken Seite der Front ist das Frontpanel zu finden, welches mit zweifachem USB 3.0 sowie den HD-Audio-Buchsen ausgestattet ist. Auch der Power- und Reset-Button sind doch untergebracht.

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Beide Seitenteile vom Core V21 sind abnehmbar, jedoch gibt es hier wie üblich nicht nur zwei Stück sondern gleich vier. Dadurch kann man beispielsweise das Fenster im linken Seitenteil auf die rechte Seite tauschen oder beim Nutzen eines 2. Core V21 den Boden auf der linken Seite platzieren. Dadurch hat der Nutzer eine gewisse Entscheidungsfreiheit.

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Neben dem Window-Sidepanel auf der linken Seite, befinden sich oben und rechts zwei Seitenteile mit Meshgitter-Einsatz. Diese sind mit magnetisch angebrachten Staubfiltern ausgestattet. Zusätzlich gibt es hinter der Front und unter dem Netzteil-Platz einen Filter. Den festen Stand bekommt das Case durch vier runde Füße mit einer Art Schaumstoff-Pad darunter. Auf der Rückseite kann man schon vor dem Öffnen erkennen, wie das innere Layout aussieht - doch dazu mehr auf der folgenden Seite.

 


 

Impressionen Innen

Thermaltake setzt auf einen liegenden Mainboard-Tray und packt das Netzteil sowie einige Datenträger darunter. Das Cube-Design ist dafür natürlich optimal und einen weiteren Vorteil hat man in der besseren Wärmeabfuhr. Da Hitze nach oben steigt kann diese direkt durch das obere Panel mit dem Meshgitter entweichen. Der 200mm-Frontlüfter sorgt dann für den nötigen Luftzug im Gehäuse.

Thermaltake Core V21 15

Doch dabei soll es nicht bleiben, das Core V21 bietet so einige Möglichkeiten mehrere Lüfter unterbringen zu können. Im Heck ist ein Platz für einen 120mm- oder 140mm-Fan. Durch eingebaute Schienen gibt es noch die Möglichkeit unter dem Deckel entweder zwei 140mm-Lüfter und 2x 120mm-Fans oder bis zu vier 120mm-Lüfter einbauen zu können. Sollte man sich dafür entscheiden das Fenster-Seitenteil nach oben zu verlegen, kann man die Schienen auch an den Seiten befestigen und so pro Seite 2x 120mm oder 140mm Lüfter verbauen. Auch im Boden wäre noch Platz für 2x 120mm. Der 200mm-Lüfter in der Front kann des Weiteren durch zwei 120/140mm-Fans gewechselt werden.

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Hat man also das nötige Kleingeld für Lüfter, kann man das Case mit richtig vielen Fans ausstatten und zum Kühl-Monster machen. Für eine Wasserkühlung bietet das Gehäuse auch Platz für diverse Radiatoren-Größen. Wir haben für euch nachfolgend eine Grafik eingefügt, die zeigt welche Modelle möglich sind. Neben selbst gebauten WaKü-Systemen passen je nach Radiatoren-Größe auch AiO-Systeme in das Gehäuse. Beispielsweise ein 240mm-Modell mit dem Radiator im Deckel.

Thermaltake Core V21 Radiatoren

Wie es mit den Temperaturen und der Lautstärke aussieht, gibt es später nachzulesen. Für Speichermedien bietet das Core V21 neben einem HDD-Käfig für 3x 3,5" und 2,5"-Datenträger auch drei separate Slots für 2,5"-SSDs oder -HDDs.

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Nach den Impressionen des Designs und des inneren Layouts geht es nun mit dem Einbau der Test-Hardware weiter.

 


 

Hardware-Einbau

Für den Einbau der Hardware haben wir im ersten Schritt alle Seitenteile, also oben, unten, rechts und links, entfernt. Dadurch bekamen wir den besten Zugriff auf das Innere und konnten die Hardware problemlos einbauen. Entfernt werden die Panele durch Thumbscrews, also werkzeuglos.

Thermaltake Core V21 37

Den Anfang hat das Netzteil gemacht, welches von unten eingesetzt und festgeschraubt wird. Die Kabel wurden anschließend durch den Ausschnitt im Mainboard-Tray nach oben geführt. Da über dem Netzteil direkt das Stahlblech kommt, sollte man das PSU mit dem Lüfter nach unten verbauen. Der Staubfilter sorgt für eine saubere Luftzufuhr. Die Festplatte wird im HDD-Käfig untergebracht, hierfür gibt es drei "Brackets". Der Datenträger wird einfach dort eingespannt und in den Halterahmen geführt. Dort sitzt er dann entkoppelt und fest verbaut.

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Neben dem Käfig bietet das Core V21 noch drei weitere Slots für 2,5"-Datenträger, vornehmlich für SSDs gedacht. Auch hier wird der Datenträger einfach eingeschoben und sitzt dann fest in der Halterung. Insgesamt kann das Gehäuse so bis zu sechs Speichermedien aufnehmen. Bevor das Mainboard eingebaut wird, sollte man noch die Backpanel-Abdeckung einsetzen. Danach kann man die Hauptplatine einsetzen und verschrauben. Durch den liegenden Mainboard-Tray und den freien Zugriff über drei Seiten, klappt dies ausgesprochen einfach.

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Bevor wir abschließend noch die Grafikkarte einsetzen, wurden alle Komponenten verkabelt. Auch dabei fiel die große Freiheit positiv auf, es ist entsprechend einfacher Kabel zu verlegen wenn man quasi überall hinkommt. Zum Einbau des Pixelbeschleunigers muss eine Kunststoff-Abdeckung über den Erweiterungsslots abgenommen werden, daraufhin kann die Karte eingesetzt werden.

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Durch eine leichte Zweiteilung in eine obere und untere Kammer ist ein tolles Kabelmanagement möglich, die ungenutzten Kabel können im unteren Bereich gut verstaut werden. Da die Hardware nun eingebaut ist, geht es mit den Benchmarks und unserem Praxistest weiter.

 


 

Lautstärke- und Temperaturmessung

Wir möchten für die Leser unserer Testberichte die nötige Transparenz herstellen und beschreiben daher ganz genau, wie bei dem Test eines Micro-ATX-Gehäuse alles mit beachtet und durchgeführt wird. Nachfolgend wollen wir auf die Testmethodik und die zum Einsatz kommenden Geräte eingehen. Das Setup selbst wird bei jedem Gehäuse neu eingebaut. Abgesehen von der Grafikkarte, bleiben die Komponenten unangetastet, so dass der Anpressdruck des CPU-Kühlers sich nicht verändert und dementsprechend auch nicht die Temperaturen. Als Betriebssystem gehen wir den konservativen Weg und bleiben Windows 7 inkl. SP2 (x64) treu. Detailliert betrachtet haben wir unser Micro-ATX-Testsystem auch nochmal aufgelistet.

 

 

Intel Z97 µATX-Gehäuse Setup

micro-atx-gehaeuse-overview

ASUS-Maximus-VII-Gene-overv Micro ATX Netzteil ASUS-GTX-760-overview
Prozessor:
Intel Core i5-4670K (Retail)
Mainboard: ASUS Maximus VII Gene
Storage: Kingston HyperX SSD - 240GB
Kühlung: Noctua NH-L12
RAM:
2x4GB Kingston HyperX Beast @ 2400MHz
Netzteil: be quiet! Straight Power 10 500W
Grafikkarte: 
ASUS GTX 760 DirectCU mini 
Betriebssystem: Windows 7 x64
Grafiktreiber: -

 

Lautstärkemessung

Wie schon beim ATX-Pendant, übernimmt die Schallpegelmessung auf dem Stativ montiertes Messgerät. Wir haben uns für ein PCE-318 Schallpegelmessgerät entschieden. Dieses misst die Lautstärke 50 cm entfernt von der Gehäuseoberkante. Der von uns genutzte Messraum liegt unter 30 Dezibel Grundlautstärke und ist subjektiv beurteilt, mit absoluter Stille zu bezeichnen. Um die Dämmung oder Geräuschentwicklung eines Gehäuses erfassen zu können, haben wir die Grundlautstärke unseres Testsystems in einem offenen Aufbau gemessen.

{fusionchart id="53" # Micro-ATX # Lautstärkemessung}

Auch beim Core V21 muss man den verbauten 200mm-Lüfter entweder am Netzteil oder im Mainboard-geregelten Modus betreiben. Wir haben uns für den Test dazu entschieden, den ab Werk verbauten Gehäuse-Lüfter an das Netzteil zu schließen, wodurch er mit 12 V versorgt wird und seine "normale" Geschwindigkeit erreicht. Für die Benchmarks haben wir außerdem keinen zusätzlichen Lüfter verbaut, da wir das Gehäuse in seinem Werkszustand testen wollen.

Im Lautstärke-Vergleich schneidet das Core V21 durchaus gut ab, es liegt mit 41 dbA in der oberen Spitze. Der Frontlüfter läuft durch seinen 200mm-Rotor sehr ruhig und bringt dennoch einen guten Luftdurchsatz ins Innere.

 

Temperaturmessung

Um unser Testsystem auf Temperatur zu bringen, kommen die Programme AIDA 64, Furmark und Prime95 zum Einsatz. Prime95 läuft im Blend- und der Furmark 1.9.5 im Xtreme Burning Modus gleichzeitig 30 Minuten lang. Anschließend werden die Werte mittels AIDA 64 notiert. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich.

{fusionchart id="54" # Micro-ATX # Temperatur: CPU}

{fusionchart id="55" # Micro-ATX # Temperatur: GPU}

{fusionchart id="56" # Micro-ATX # Temperatur: HDD}

{fusionchart id="57" # Micro-ATX # Temperatur: Mainboard}

Zeigt sich das Core V21 im Lautstärke-Test mit einem tollen Ergebnis, so sind die Werte im Temperatur-Benchmark recht verschieden ausgefallen. Der Prozessor erreicht wie schon bei der Lautstärke ein gutes Ergebnis, wieder im oberen Bereich. Die Grafikkarte rutscht jedoch etwas ab und positioniert sich im Mittelfeld. Die Festplatte bekommt den kompletten Luftzug des Frontlüfters ab und kann die Wärme so recht gut abgeben. Wie schon die Grafikkarte, muss aber auch das Mainboard etwas mehr einstecken und kommt auf einen Platz im mittleren Bereich.

Insgesamt liefert das Gehäuse eine passable Leistung ab, durch den liegenden Mainboard-Tray kann die Luft durch nach hinten durchziehen und die Wärme kann durch das Meshgitter im Deckel abziehen. Um die Kühlleistung zu steigern bietet das Core V21 so einige Möglichkeiten, egal ob im Boden, im Deckel, im Heck oder in den Seitenteilen - für mehr Lüfter ist genügend Platz vorhanden.

 


 

Fazit

Es muss nicht immer teuer sein, um ein schickes und leistungsfähiges Gehäuse für seine Hardware zu haben. Thermaltake zeigt das mit dem Core V21, einem Cube für Micro-ATX Mainboards mit ordentlich Platz. Die Verarbeitung ist in Ordnung und zeigt sich wertig verarbeitet, es gibt keine bemerkenswerten Mängel. Im Inneren zeigt sich viel Platz für tolle Hardware, viele Lüfterplätze sowohl im Deckel, Heck, Boden als auch der Front und den Seitenteilen.

Die Installation verlief sehr positiv, besonders durch die vier abnehmbaren Seitenteile bekommt man als Nutzer einen wunderbaren Zugriff auf das Innere. Die Montage klappte teilweise werkzeuglos, das Mainboard oder die Grafikkarte mussten noch mit Schrauben befestigt werden. Die Sidepanels hingegen sind erfreulicher Weise mit Thumbscrews angebracht. Etwas überrascht waren wir von den Ergebnissen der Temperatur-Messungen, während die CPU und die Festplatte gute Werte erreichten, zeigten sich die Grafikkarte und das Mainboard mit einem leicht schlechteren Resultat. Beide erst genannten Komponenten können die Wärme wohl besser abführen, als der Pixelbeschleuniger und die Hauptplatine. Wir empfehlen einen zusätzlichen Lüfter im Heck und im Deckel. Die Ergebnisse im Lautstärke-Test konnten insgesamt überzeugen. Eine weitere Besonderheit: wenn man zwei Core V21 besitzt, kann man beide aufeinanderstapeln und bekommt einen ultimativen Tower für noch mehr Hardware.

Zum Preis von ca. 55 EUR bekommt der Nutzer ein empfehlenswertes Cube-Gehäuse im Micro-ATX Format, welches gut verarbeitet ist, unglaublich zugänglich ist und viel Kühl-Potenzial besitzt. Ein paar Lüfter mehr, und das Case wird zum einwandfreien Modell für kompakte Systeme. Sollte man sich nicht mit dem Cube-Design anfreunden können, gibt es noch das Versa H15 von Thermaltake. Ähnlich zum Core V21 ist auch das Antec P50 Window. Etwas massiver und mit mehr Features versehen kommt das Thermaltake Core X2 daher.

 

Thermaltake Core V21
Cube-Gehäuse für Micro-ATX Systeme mit viel Platz und zugänglichem Design, 26.09.2016

Gehäuse Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=as2&o=3&a=B00OLTHD4M
Pro Contra Thermaltake Core V21 3

+ gute, solide Verarbeitung
+ einfache & zugängliche Montage
+ sehr viele Lüfterplätze
+ faires Preis-Leistungsverhältnis
+ genügend viele Staubfilter
+ teilweise werkzeuglose Montage
+ vier abnehmbare Seitenteile
+ "stapelbar"

- Grafikkarte bekommt zu wenig Luftzug
- Mainboard kann Wärme schlecht abführen






 

 

 redaktionsempfehlung

 

 

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