Hardware-Einbau
Der Einbau der Komponenten geht, wie sollte es man anders vermuten, mehr als spielend leicht von der Hand. Der enorme Platz innerhalb des Gehäuses lässt eine bequeme Installation zu. Der Einbau aller Teile kann, bis auf ganz wenige Ausnahmen, vollkommen werkzeuglos und mittels Rändelschrauben erfolgen. Die wenigen Ausnahmen beschränken sich auf das Netzteil sowie das Mainboard – beide müssen mit dem Rahmen sowie Gehäuse verschraubt werden. Die großen Stärken hat das Core X2 aber nicht bei Standard-Hardware, sondern bei Enthusiasten-konfigurationen welche weiter unten nochmal beleuchtet werden.
Die Front kann sehr einfach mit einem „Ruck“ entfernt und anschließend per Einschub ein Laufwerk untergebracht werden. Jetzt das erste Aber: Denn so einfach und problemlos der Einbau sich gestaltet, umso schwieriger wird es beim Verlegen der Kabel. Um es mal kurz und drastisch zu sagen, ein effektives Kabelmanagement wie es zum Beispiel ein Phanteks Enthoo Primo mitbringt, hält das Thermaltake Core X2 nicht bereit. Mit etwas Kniff und Bastelaffinität lässt sich einiges zaubern, ist aber auch mit Zeit und Aufwand verbunden.
Ähnlich wie es auch das Fractal Design Node 804 und Corsair Carbide Air 240 sind, kommt das Core X2 mit einem Kammeransatz daher. Nicht gänzlich geschlossen, aber eine Trennung der verbauten Hardware erfolgt ebenfalls. Im unteren Teil wandern das Netzteil und die Systemlaufwerke, im oberen Bereich können die restlichen Bauteile untergebracht werden. Entkoppelt werden die Laufwerke (3,5 Zoll) über kleine Gummipuffer in den jeweiligen Halterahmen. Das Core X2 kann dabei bis zu vier 3,5 Zoll Laufwerke aufnehmen, einmal liegend und senkrecht „stehend“.
In der Theorie präsentieren sich die drei SSD-Halterungen des Core X2 als sehr einfach und handlich. Leider war die Praxisanwendung doch als enttäuschend anzusehen. Egal wie rum man den Datenträger auf die Halterung verschraubt, die Anschlusskabel mussten immer als Kompromiss verlegt werden. Es steht nicht zur Debatte, dass der Anschluss nicht möglich ist, sondern, dass die Kabeldurchführen zu weit oben auf der Halterung angebracht wurden. Hier sollte man auf jeden Fall nachbessern.
Einbau von Radiatoren
Wie schon in einleitend zu lesen war, zielt die Core-X-Reihe auf eine sehr hohe Flexibilität ab, wenn es darum geht, Wasserkühlungen oder Lüfter zu verbauen. Die sehr hohe Flexibilität gewährleistet einen mehrfachen Einbau, wie man an Hand der aufgeführten Beispiele erkennen kann.
| Lüfter | vorinstalliert Front: Oberseite: Rückseite: Unterseite: Linkes/Rechtes Seitenteil: | 1x 120mm (vorne), 1x 120mm (hinten) 3x 120mm, 2x 140mm, 1x 200mm 6x 120mm, 2x 140mm, 2x 200mm 1x 120mm oder 1 x 140mm 2x 120mm 3x 120mm |
| Radiatoren | Front: Oberseite: Rückseite: Unterseite: Linkes/Rechtes Seitenteil: | 1x 120mm oder 1x 240mm oder 1x 360mm 1x 140mm oder 1x 280mm 2x 120mm oder 2x 240mm or 2x 360mm 1x 140mm oder 1x 280mm 1x 120mm oder 1x 140mm 1x 120mm oder 1x 240mm 1x 120mm oder 1x 240mm oder 1x 360mm |
Im Top können bis zu zwei 360mm Radiatoren gleichzeitig verbaut werden, jedoch müssen dazu die 5,25 Zoll Schächte entfernt werden, was auch Dank der Rändelschrauben ohne weiteres geschehen kann. Praktischer Weise hat man dem Core X2 im Top Querverstrebungen verbaut, welche es dem Anwender erlauben, die Montage der Radiatoren samt Lüfter außerhalb des Gehäuses vorzunehmen. Die Dicke der Wärmetauscher ist im Grunde genommen nicht beschränkt, jedoch aber in der Länge limitiert. Die beiden für Demo-Zwecke verwendeten Phobya G-Changer 240 V.2 und Phobya G-Changer 360 V.2 ließen sich ohne jegliche Probleme im Gehäuse unterbringen.
Eine weitere von vielen Möglichkeiten einen Wärmetauscher im Core X2 unterzubringen, hält die untere Gehäusekammer bereit. Über die sehr einfach zu entnehmende Halterung können Lüfter und Radiator verschraubt werden. Die Halterung selbst wird mit ebenfalls mit Rändelschrauben befestigt. Achtung: Für die Verwendung eines Radiators an dieser Position ist es notwendig, den dahinter liegenden HDD-Schacht zu entfernen.





