Impressionen Außen
Extrovertiertes Design sagen die einen, die anderen hässlich. Wir sagen: individuell, neu und einfach mal cool! Viel Subjektivität bereits im ersten Satz (…) Fakt ist aber eins, dass Phanteks sich mit der äußeren Gestaltung des Evolv mehr oder weniger wieder selbst neu erfunden hat. Das futuristisch und zugleich sehr edel anmutende Design bildet zu jedem Zeitpunkt eine Symbiose aus Funktionalität und Optik, dazu aber später mehr. Das Micro-ATX-Gehäuse kommt ab Werk mit einem getönten Seitenfenster daher, welches nur den „wichtigsten“ Bereich des Innenlebens offenbart.
Die ersten Berührungen und Ansichten fallen sowas überraschend positiv aus, dass man es selbst kaum glauben mag. Phanteks schafft es, einen haptischen Mehrwert zu schaffen, den man höchstens von Lian Li`s oder SIlverStones‘ Top-Produkten gewohnt ist. Die enorme Materialstärke der Außenverkleidung von drei Millimeter lässt das Gehäuse sehr massiv werden, ohne das es das wirklich ist.
Auf der Unterseite sieht man direkt die eingangs angesprochenen Funktionalität. Das Lüftergitter für den Netzteilteileinlass kann bequem herausgezogen und gereinigt werden. Sicherer Stand soll über die vier Gummipropfen an den Füßen erzeugt werden. An dieser Stelle hätte sich bestimmt auch eine bessere und vor allem auch entkoppelte Lösung finden lassen können. Dieser kleine Wehrmutstropfen ist aber schnell vergessen, wenn man das Gehäuse das erste Mal öffnet. Wurde beim Kauf die richtige Farbwahl getroffen, kommen schnell Erinnerungen an Michael Knight und seinem vierrädrigen Untersatz auf. Ein wirklich nettes Gimmick diese Flügeltüren, die zudem auch noch praktisch sind. Es bedarf kein nerviges Fummeln beim Wiederverschließen der Seitenteile. Mittels einfacher Clips werden die Türen arretiert. Für die Montage können beiden Seitenteile auch bequem ausgehangen werden.
Ebenso praktisch und zugleich schick sind die Frontabdeckung und der Top-Deckel, welche ebenfalls abgenommen werden können, sobald am Gehäuse Arbeiten anstehen. Auf der Rückseite sind neben dem gewöhnlichen Backpanel-Board, der unten im Gehäuse liegende Netzteilsockel sowie der 140 Millimeter Lüfter zu sehen. Ein weiteres interessantes Feature findet man ebenfalls auf der Rückseite: Wer möchte kann oben, rückwertig gerichtet, ein 5,25` Laufwerk montieren. Dieses „zerstört“ dann nicht die cleane Frontansicht. Andere Stimmen würde sagen „unpraktisch“. Unsere Subjektive Meinung steht zum erst genanntem Aspekt.
Die Bedienelemente und Frontanschlüsse verbaut der Hersteller auf der rechten Seitenwand. Neben den wertigen Power-Button befinden sich noch zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie ein Audio- und Mikrofonstecker an dieser Stelle. Unverständlicher Weise klebt Phanteks einen hässlichen Sticker zur Kennzeichnung der Audio-Stecker aufs Blech. Dies hätte man etwas eleganter lösen können.






