Direkter Vergleich
Nachdem wir beide Gaming Bretter genau unter die Lupe genommen haben, wird es Zeit beide im Einsatz direkt miteinander zu vergleichen. Bei der jeweiligen Detailbetrachtung konnten bereits kleinere Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Der auffälligste Unterschied ist die Materialwahl der Oberfläche. Mit der kompletten Aluminium Platte macht die K70 RGB MK.2 einen deutlich hochwertigeren Eindruck als die Strafe RGB MK.2, bei der nur die obere Hälfte mit Aluminium geschmückt ist.
Ein weiterer auffälliger Unterschied ist die Farbe des Lautstärke Rädchens. Auch wenn es bei der K70 RGB MK.2 so aussieht als wäre das silberne Rädchen aus Metall, so fühlt es sich dennoch genauso an, wie das schwarze Kunststoff Rädchen der Strafe RGB MK.2. Optisch ist es reine Geschmackssache, denn das silberne Rädchen sieht etwas edler aus, insbesondere in Verbindung mit der Aluminium Platte, während das schwarze Rädchen unauffälliger ist. Einen Unterschied in der Bedienung gibt es nicht.
Werfen wir einen Blick auf die Seiten der Tastaturen, kann ein weiterer Unterschied entdeckt werden - die Form der Tastatur. Von vorne oder von oben, ist der Unterschied nicht sonderlich auffällig, von der Seite allerdings sieht man es deutlich. Hier werden außerdem noch einmal die verschiedenen Oberflächen der Tastaturen deutlich, denn die Aluminium Platte und die Kunststoffoberfläche sind deutlich zu erkennen. Von hier kann zudem auch die Anbringung der Switche gut erkannt werden. Während die Switche bei der K70 RGB MK.2 auf der Aluminium Platte montiert sind, hat die Strafe RGB MK.2 eine kleine Vertiefung in der die Switche untergebracht sind. Das ermöglicht bei der Strafe RGB MK.2 allerdings einen reflektierenden Untergrund für die Beleuchtung. Inwiefern dieser die Beleuchtung unterstützt oder hervorhebt, klären wir später.

Direkter Vergleich: Corsair K70 RGB MK.2 (links) - Corsair Strafe RGB MK.2 (rechts)
Bevor wir die Tastaturen im Einsatz vergleichen, werfen wir noch einen Blick auf die beigefügten Handballen Ablagen. Auch wenn beide Ablagen aus Kunststoff mit einer Gummierung bestehen, gibt es dennoch kleine Unterschiede. Zum einen ist die schwerere Ablage der K70 RGB MK.2 sichtbar größer und auch das Muster der Ablage ist etwas verschieden. Ein Blick auf die Unterseite zeigt dann wieso die Ablage der K70 RGB MK.2 schwerer ist. Im Gegensatz zur Ablage der Strafe RGB MK.2 ist sie massiv, mit mehr Kunststoff versehen und hat zudem noch größere Gummifüße. Dagegen wirkt die Ablage der Strafe RGB MK.2 leicht und fragil, denn ob die kleinen Gummifüße ordentlich Halt bieten können darf in Frage gestellt werden.
Montiert werden die beiden Ablagen aber auf die gleiche Art und Weise, indem sie einfach von vorne mithilfe der Kunststoffnasen eingeklickt. So sind beide Ablagen relativ fest mit der Tastatur verbunden und können sogar mit dieser hochgehoben werden.
Praxistest
Der Praxistest ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Zunächst wird die Alltagstauglichkeit der Tastaturen im Office Einsatz auf die Probe gestellt. Dafür werden verschieden lange Schreibphasen genutzt und danach wird der eigentliche Einsatzzweck getestet - Gaming. Hier werden verschiedene Spiele aus unterschiedlichen Genres zum Test herangezogen. Außerdem wird die Unterstützung, welche die Tastatur dem Spieler bieten kann, untersucht. Zuletzt wird, falls vorhanden, die Software zur Steuerung der verschiedenen Aspekte der Tastaturen unter die Lupe genommen. Alle gesammelten Erfahrungen fließen selbstredend mit in das Fazit ein.
Im Office-Betrieb machen beide Eingabegeräte eine gute Figur. Besonders die MX Red Silent Switche konnten sich als großer Gewinn für diesen Einsatzzweck entpuppen, denn mit einer Lautstärke von durchschnittlich circa 49dB beim Schreiben, sind sie circa 10dB leiser als die herkömmlichen Cherry MX Red Switche mit 59dB. So kann man beide Tastaturen auch ohne Probleme im Büro oder neben seinem Partner verwenden. Doch auch ohne diese Silent Switche kann man die K70 RGB MK.2 und die Strafe RGB MK.2 zum Schreiben von langen Texten einsetzen, denn dank der ausklappbaren Füße und erst recht durch die Handballenauflage, gehören Ermüdungserscheinungen auch nach einem acht Stunden Tag der Vergangenheit an. Wem vor seinen Kollegen die RGB-Beleuchtung nicht zusagen sollte, kann diese natürlich kurzerhand in eine statische Farbe umstellen, oder aber sie komplett ausschalten.
Das angesprochene Fehlen von Ermüdungserscheinungen, setzt sich auch bei ausgiebigen und langen Gaming Sessions fort. Um die Gaming Tauglichkeit zu testen, haben wir uns in Stundenlange Gaming Sessions in CS:GO, The Witcher 3 und Divinity Original Sin 2 gestürzt. Entgegen ersterer Erwartungen, boten die kleinen Gummifüße der Strafe RGB MK.2 einen guten Halt. So behält man selbst in hektischen Situationen immer die Kontrolle über das Geschehen. Selbiges gilt natürlich auch für die K70 RGB MK.2 die zwar leichter und somit im Grunde anfälliger ist, dafür allerdings über deutlich größere Gummifüße verfügt. Wer es taktischer mag, der kann zu den optionalen FPS- oder MOBA-Tasten greifen. Diese bieten durch ihre ergonomische Form zusätzliche Kontrolle, wenn man mit der Hand mal etwas verrutscht. Ein weiterer Helfer sind die Makros, welche über Corsairs iCUE Software aufgezeichnet werden können. Mehr dazu im Abschnitt Software. Der letzte kleine Helfer beim Spielen ist die Windows-Lock Taste. Damit gehört das "raustabben" beim versehentlichen Drücken der Windows Taste, der Vergangenheit an. Abschließend können wir also sagen, dass sich sowohl die K70 RGB MK.2 als auch die Strafe RGB MK.2 hervorragend zum Spielen und auch das ein oder andere mal zum Einsatz im Büro eignen.











