Wie wichtig eine Datensicherung ist merkt man, wenn man sie braucht. In Unternehmen ist das Erstellen von Backups ein fester Bestandteil der täglichen Aufgaben, welche durch automatisierte Jobs erledigt werden. Durch die steigende Anzahl digitaler Inhalte im Alltag erhöht sich das Bedürfnis von Datensicherungen auch im privaten Umfeld mehr und mehr, sodass es für viele Hersteller von Speicherlösungen zu einem immer attraktiver werdenden Geschäftsfeld wird. Seagate stellt zu diesem Thema eine Backup-Lösung vor, welche sich Backup Plus Fast nennt. Welche Leistung die Hardware bereithält und wie damit ein Backup erstellt werden kann durchleuchten wir im nachfolgenden Testbericht.
Seagate mit Sitz in Kalifornien, USA wurde 1979 geründet und beschäftigt weltweit über 50.000 Angestellte. Als ein weltweit führender Anbieter von Festplatten und Speicherlösungen gelang es dem Unternehmen innerhalb von 34 Jahren (2013) als erster Festplattenhersteller die Stückzahl von zwei Milliarden ausgelieferten Festplatten zu erreichen. In der Geschichte von Seagate finden sich Übernahmen von hoher Bedeutung wieder, zu denen unter anderem die von Maxtor (komplett) und Samsung (Festplattensparte) zählen. Sein Hauptaugenmerk legt Seagate derzeit und zukünftig auf Hybrid-Festplatten (Testbericht SSHD) sowie Festplatten für den Consumer- als auch den Enterprise-Bereich.
Während wir diesen Artikel verfassten ereilte uns die Meldung, dass Seagate den sehr bekannten SSD-Controllerhersteller LSI Sandforce für 450 Millionen US-Dollar übernehmen wird. Ein daraus resultierender Mehrwert für Seagate besteht nicht nur darin ab sofort über einen eigenen Controller zu verfügen, den viele andere Hersteller in ihren Halbleiterlaufwerken verbauen. Auch die Entwicklung der eigenen Enterprise-SSDs auf Basis von PCI Express (SAS - 12 Gbit/s), welche im Portfolio ihren festen Platz haben, könnten durch den Zuwachs an know-how enorm profitieren. Ob der Consumer-Bereich durch weitere eigene SSD-Laufwerke ausgebaut werden soll ist bis jetzt nicht bekannt. Das derzeit einzige Halbleiter-Laufwerk für diesen Bereich, die Seagate 600 SSD (siehe Testbericht), wird mit einem LAMD (Link_A_Media-Device) LM87800 Controller ausgeliefert.

Für unseren Test hat uns Seagate eine Backup Plus Fast mit 4 TB Speicherplatz zukommen lassen. Dafür und für das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns recht herzlich.
Autor: Martin Nürnberger
Lieferumfang und äußerer Eindruck
Die Seagate Backup Plus Fast wird ähnlich wie die kürzlich von uns getestete Seagate Portable Slim in einem sehr hochwertigen Karton mit matter Oberfläche und weißer Grundfarbe geliefert. Der Schriftzug auf der Front „Seagate Backup Plus Fast“ sowie die Produktbilder sind als glänzende Prägung aufgebracht und heben sich optisch sehr schon ab. Die wichtigsten Eckdaten sowie Informationen zur Kompatibilität lassen sich bereits im Vorfeld leicht vom Karton ablesen.
Im Lieferumfang enthalten sind nebst dem externen Festplattengehäuse (welches zwei Festplatten beinhaltet) zwei USB 3.0 Kabel, welche jeweils für den Anschluss genutzt werden können. Abhängig von der Ausgangsleistung des USB-Ports, an dem die Seagate Backup Plus Fast angeschlossen werden soll, steht das entsprechende Kabel zur Verfügung. Genügt die Stromstärke eines einzelnen Ports für den Betrieb kann Kabel 1 (USB 3.0 Stecker auf microUSB 3.0 Stecker) mit 0,5 Meter Länge genutzt werden, andernfalls muss man auf Kabel 2 (USB 3.0 Stecker + USB Stecker auf microUSB 3.0 Stecker) mit 0,9 Meter Länge zurückgreifen. Die meisten USB 3.0 Ports moderner Mainboards liefern genügend Stromstärke, sodass Kabel 1 die häufigere Wahl sein dürfte. Eine beiliegende Anleitung erläutert noch einmal die Inbetriebnahme der Kabel im Detail und gibt Aufschluss darüber, wie mit der Installation des Seagate Dashboard umzugehen ist, mit dem später das Backup erstellt werden kann.
Das Festplattengehäuse aus schwarzem Kunststoff wirkt relativ unscheinbar und schlicht. Es besitzt eine matte Oberfläche, sodass die Haptik sehr gut ist. Auf der Oberseite befindet sich ein sehr feiner Schlitz für die Status-LED, welche im Betrieb weiß leuchtet. An der Stirnseite befindet sich der USB-Anschluss für eines der mitgelieferten Kabel.
Was in der Seagate Backup Plus Fast steckt
Die Seagate Backup Plus Fast brüstet sich damit sie sei bis zu zweimal schneller als herkömmliche externe Festplatten. Wie erreicht sie diesen Vorteil? Ganz einfach: im Gehäuse stecken zwei 2,5 Zoll Festplatten mit einer sehr niedriger Bauhöhe, welche zusammen ein RAID 0 bilden. Bei einem RAID 0 können Daten vereinfacht ausgedrückt durch beide Laufwerke gleichzeitig aufgenommen werden, sodass eine Datenmenge X die Hälfte der Zeit benötigt, um vollständig gespeichert zu werden. Einen Nachteil hat das Ganze jedoch: wird der Verbund durch den Defekt einer Festplatte aufgelöst bedeutet das den Verlust der Daten, die sich darauf befunden haben. Eine Wiederherstellung des Verbundes mit einer neuen Festplatte ist anschließend nicht mehr möglich. Damit werden zwar fast doppelt so hohe Transferraten erreicht, die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems hängt jedoch permanent von der Verfügbarkeit beider Festplatten ab.
Backup auf einem RAID 0?
Wer seine Backups auf lange Sicht ausfallsicher aufbewahren will ist mit einer anderen Lösung als der Backup Plus Fast besser beraten. Wir begründen dies wie folgt: Im klassischen Sinne wird der Begriff Backup mit der zuverlässigen und teils langfristigen Speicherung von Datenbeständen (über mehrere Monate oder sogar Jahre) verbunden, auf die im Falle eines Datenverlustes zurückgegriffen werden kann. In der Regel werden solche Backups NICHT auf einem Festplattenverbund abgelegt, der primär zur Steigerung der Gesamtleistung erstellt wurde (RAID 0). Empfehlenswert sind Verbunde (je nach Anzahl vorhandener Festplatten: RAID 1, RAID 5, …), die durch den Ausfall eines Verbundteilnehmers keinen Gesamtausfall erleiden.
Was wäre wenn wir auch RAID 1 könnten?
Es besteht leider keine Möglichkeit über die Art des Verbundes selber zu entscheiden (RAID 0 oder RAID 1), um die Seagate Backup Plus Fast für die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Bestünde die Möglichkeit auf ein RAID 1 zu wechseln würde die Leistung der Backup Plus Fast in etwa auf die Einzelleistung einer Festplatte herabfallen und die Gesamtkapazität würde sich halbieren. Das System wäre dann zwar weniger ausfallgefährdet, doch die meisten Verbraucher legen sicher mehr Wert auf Geschwindigkeit und hohe Speicherkapazität. Würde im RAID 1 eine Festplatte ausfallen blieben die Daten auf der anderen Festplatte erhalten. Das Konzept der Backup Plus Fast sieht jedoch den Tausch einer defekten Festplatte aufgrund der baulichen Gegebenheit nicht vor.
Technische Daten
| Seagate Backup Plus Fast - 4 TB | |
| Modellbezeichnung | STDA4000200 |
| Schnittstelle | USB 3.0 (abwärtskompatibel zu USB 2.0) |
| beschränkte Garantie | 2 Jahre |
| Abmessungen (B x H x L) | 8,2 x 2,2 x 11,6 cm |
| Gewicht | 315 Gramm |
| Kompatibilität | Mac OS X 10.6 aufwärts; Windows 8, 7, Vista, XP (32/64 bit) |
| Systemvoraussetzungen für die Mobile Backup-App von Seagate | iOS 6 oder höher, Android 2.3 oder höher |
Quelle und vollständiges Datenblatt: Seagate.com
Softwarepaket von Seagate
Das Seagate Dashboard stellt die zentrale Benutzeroberfläche für das Verwalten von Backups dar und ist bereits auf der Seagate Backup Fast Plus als Installationsdatei (alte Version 2.2) vorhanden. Sie wird mit den Modellen Backup Plus, Slim und Central ausgeliefert. Damit können Datensicherungen von 1.) lokal angeschlossenen Laufwerken (in der Regel Festplatten), 2.) eigene Daten (Bilder und Videos) von Smartphones (iOS- oder Android-Geräte) oder 3.) hochgeladene Daten (Bilder) von den Diensten Facebook oder Flickr angefertigt werden, welche anschließend auf der externen Festplatte in einer nachvollziehbaren Ordnerstruktur abgelegt werden. Alternativ steht als Sicherungsziel auch der Seagate Cloud Storage Service powered by Nero zur Verfügung. Zugang zur Cloud erhält man über einen Link (https://cloudstorage.seagate.com/register.php) in der Bestätigungsmail für die Produktregistrierung, worauf hin eine Cloud-Speicher-Konto (damit ist nicht das Seagate Konto gemeint) eingerichtet werden muss. Der Cloud-Speicher fasst in der Probierphase fünf GB an Daten und läuft ein Jahr. Gegen Aufpreis kann die Kapazität während der Laufzeit erhöht bzw. nach Ablauf des ersten Jahres verlängert werden: 25 GB für 12 Monate kosten dann 34,99 US-Dollar, unbegrenzter Speicher für 12 Monate ist für 69,99 US-Dollar zu haben. Ein ausführliches Benutzerhandbuch zum Seagate Dashboard ist online erhältlich.
Installation und Konfiguration
Vor der Installation wird die aktuelle Version (3.x) des Seagate Dashboard aus dem Internet heruntergeladen, damit der Benutzer anschließend mit der neuesten Oberfläche arbeiten kann. Während der Installation fragt die Windows Firewall (falls diese als Standard-Firewall eingerichtet ist) nach, ob das Dashboard Daten auf eigenen Ports im Netzwerk senden und empfangen darf. Dies sollte positiv beantwortet werden, da sonst später die Backup-Funktion für das Smartphone innerhalb des eigenen Netzwerkes nicht ordnungsgemäß arbeiten könnte. Der Computer fungiert nämlich mit Hilfe des installierten Seagate Dashboard und deren Services als Verbindungspunkt und stellt die Konnektivität zwischen der angeschlossenen Seagate Backup Plus Fast und dem lokalen Netzwerk mit WLAN her, in dem sich Smartphones in der Regel heimisch fühlen.
Daten vom Smartphone über WLAN sichern
Für das Smartphone auf Basis von iOS oder Android lässt sich aus den entsprechenden AppStore die App „Seagate Backup“ kostenlos herunterladen, welche für die Datensicherung der eigenen Daten (Bilder und Videos) auf die externe Festplatte oder einen Cloud-Speicher benötigt wird. Als Cloud-Speicher kann Dropbox und Google Drive genutzt werden. Warum an dieser Stelle der eigene Seagate-Cloud-Storage nicht zur Verfügung steht ist uns schleierhaft. Der erste Schritt nach der Installation besteht darin sich mit dem Seagate Konto anzumelden. Nachdem man innerhalb der App auf ziemlich einfachem Wege einen Sicherungsplan erstellt hat sollte als Sicherungsziel die externe Seagate Festplatte angezeigt werden, sodass der Datensicherung nichts mehr im Wege steht.
Die App benötigt Zugriff auf die zu sichernden Bilder und Videos (Datenschutz-Einstellungen), da sonst keine Sicherung erfolgen kann. Sollte das Backup einmal nicht gleich funktionieren lohnt sich ein Blick in die Einstellungen, denn dort kann zum Beispiel der mindest Akkustand angegeben und geändert werden, der zum Zeitpunkt eines Backup-Durchgangs vorhanden sein muss. Ebenso muss man mit seinem Seagate Konto (und hier ist nicht das Seagate-Cloud-Konto gemeint) im Seagate Dashboard als auch in der Smartphone-App angemeldet sein, damit innerhalb der App die verfügbare Festplatte angezeigt wird.
Computer-Backup erstellen mit dem Seagate Dashboard
Eine wichtige Ansage vorweg: Die Seagate Backup Plus Fast ist zwar mit einem Apple Computer und der Software Seagate Dashboard nutzbar, allerdings stehen die Backup-Funktionen nicht zur Verfügung. Seagate empfiehlt zur Erstellung von Backups vom Apple Computer die Software Apple Time Machine (ab Mac OS X 10.5 im Betriebssystem integriert) zu verwenden und die externe Festplatte darin als Datenspeicher anzugeben. Für Windows sind alle Funktionen des Seagate Dashboard aktiviert.
Generell können Backups sofort oder per Zeitplan (permanent, stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich) mit gewünschter Startzeit gestartet werden. Um ein Backup zu erstellen muss der Computer, an dem die Seagate Backup Plus Fast angeschlossen ist, mindestens für die Dauer des Backup-Durchlaufes eingeschaltet sein. Es können parallel mehrere Zeitpläne für verschiedene Datensicherungen von verschiedenen Geräten angelegt werden, sodass eine ausreichende Flexibilität für die meisten Anwendungsfälle vorhanden ist.
Daten mit sozialen Diensten abgleichen
Über das Seagate Dashboard können Daten (Fotos) von Facebook oder Flickr heruntergeladen werden. Für den Zugriff auf den jeweiligen Dienst ist innerhalb des Programms die Eingabe der Login-Daten nötig. Ebenso können auch Daten (Fotos und Videos) zu Facebook, Flickr und Youtube hochgeladen werden. Die Funktion für das Herunterladen von Bildern dürfte dabei wohl die häufigere Wahl sein und erscheint uns generell als brauchbar. Gerne hätten es auch einige Plattformen mehr sein dürfen (z.B. Google+ oder auch Twitter), von denen man seine Bilder herunterladen kann. Die bereitgestellte Schnittstelle durch die Dienste ist jedoch die Grundvoraussetzung für die Anbindung an das Dashboard, was der Grund für die noch dürftige Auswahl sein könnte.
Daten aus einem Backup wiederherstellen
Datensicherungen vom Computer können einfach wiederhergestellt werden, indem man eines der vorhandenen Backups auswählt und den Ort angibt, an dem die Daten abgelegt werden sollen. Dieser kann der ursprüngliche Pfad oder eine Alternative dazu sein. Über die Smartphone-App können auch Backups für das Handy verwendet und deren Daten zurück auf das Handy geladen werden.
Datenträger Testsystem vorgestellt
Auf der Basis eines aktuellen Testsystems mit möglichst hohem Praxisbezug stellen wir die Messergebnisse der Seagate Backup Plus Fast vor. Wir verwenden dabei bewusst das Ende Oktober 2012 erschienene Microsoft Windows 8 als Betriebssystem, da es bereits heute und auch zukünftig auf den meisten PC-Systemen zum Einsatz kommen wird. Die ausführliche Konfiguration kann im Artikel zum Datenträger Testsystem für SSDs nachgelesen werden.
Intel Z77-Datenträger-Testsystem | ||
| Prozessor: | Intel Core i7-3770K (Retail) | |
| Mainboard: | Gigabyte Z77MX-D3H | |
| Kühlung: | EKL-Stock Kühler | |
| SSD: | Kingston HyperX 3K SSD - 240 GB | |
| RAM: | 4 x 4 GB Kingston HyperX (KHX1600C9D3/4G) @ 1600 MHz | |
| Netzteil: | beQuiet Pure Power L8-CM 430W | |
| Grafikkarte: | Intel HD Graphics 4000 (onboard) | |
| Betriebssystem: | Microsoft Windows 8.1 Pro x64 | |
Benchmarks
Wir erwarten von der Seagate Backup Plus Fast (dem Gespann mit zwei Festplatten im RAID 0 Verbund) mindestens eine um den Faktor 1,5 höhere Transferrate als bei einfach ausgestatteten externen Festplatten (z.B. Seagate Backup Slim). Um herauszufinden, ob dies der Fall ist, lassen wir die genannten Modelle in mehreren Kategorien gegeneinander antreten und messen die benötigte Zeit für die Bewältigung unterschiedliche Aufgabenstellungen. Dazu zählt neben den synthetischen Benchmarks und die klassischen Kopier-Benchmarks auch das Erstellen eines Backups der Systemfestplatte über das Seagate Dashboard.
Kopieren-Benchmark: Seagate Portable Slim vs. Seagate Backup Plus Fast
Für die Kopiergeschwindigkeit der Laufwerke haben wir uns robocopy von Windows zunutze gemacht, da wir mit dem Programm eine sehr genaue Auswertung der Kopieraufträge erhalten. Neben der benötigten Dauer wird außerdem die Transferrate sehr genau ausgegeben, sodass wir zumindest die menschlichen Messfehler ausschließen können. Für den Test haben wir das command "robocopy C:\Quelle E:\Ziel /e /copyall" angewendet. Da robocopy inkrementelle Kopien anfertigt muss nach jedem Durchlauf das Ziel gelöscht werden, damit es vollständig neu erstellt werden kann.


Benchmark: Backup von Laufwerk C: erstellen
Mit keinem riesigen aber zu erkennendem Vorsprung benötigt das Gespann der Backup Plus Fast gute 80 Sekunden weniger für das Backup der Systemfestplatte C: für die Sicherung der Dateien. Hierfür haben wir ganz einfach die Zeit gestoppt, die das Seagate Dashboard für den Job "Backup sofort starten" benötigt hat. Vorher wurden alle Backups gelöscht, da das Dashboard inkrementelle Backups erstellen möchte, was für unsere Messung nicht hilfreich gewesen wäre.
Benchmark: ATTO und Crystal Disk Mark
Abschließend wollen wir noch zwei theoretische Benchmarks vorführen die das gleiche Bild zeigen wie wir es bereits bei unseren praxisnahen Benchmarks zu sehen bekommen haben. Die Leistung eines RAID 0 Festplattenverbundes ist de facto leistungsstärker als eine einfache externe Festplatte. So verwundert es kaum, was uns der Crystal Disk Mark und der ATTO hier präsentieren. Zur Linken zeigen wir das Ergebnis der Backup Plus Fast, auf der rechten Seite ist das Ergebnis der Portable Slim abgebildet.




Fazit
Für schnelle Datensicherungen ist die Seagate Backup Plus Fast mit USB 3.0 und einem RAID 0 Festplattenverbund bestens geeignet. Das Seagate Dashboard unterstützt den User bei der Erstellung von Backups und bietet weitere zusätzliche Features. Wir empfehlen diese externe Festplatte daher nur für die Aufbewahrung kurzlebiger Datensicherungen und nicht als Langzeitspeicher für Backups, die über mehrere Jahre hinweg sicher archiviert werden sollen. Wie zu erwarten war ist die Leistung der Backup Plus Fast dank des internen RAID 0 sehr gut, was zügige Datensicherungen über USB 3.0 erlaubt. Im Vergleich dazu hat die Seagate Portable Slim, welche zum ungleichen Duell aufgestellt wurde und nur als Referenz dienen sollte, keine Chance. Während des gesamten Betriebes ist die Backup Plus Fast mit zwei internen Festplatten durchweg als sehr leise empfunden worden, was ihr zusätzliche Sympathiepunkte bringt. Die gut funktionierende Software Seagate Dashboard und deren Leistungsumfang samt Smartphone-App Unterstützung runden das stimmige Gesamtpaket ab.
Preislich liegt die Seagate Backup Plus Fast mit 4 TB derzeit bei etwa 249,- Euro, was sehr hoch angesetzt ist. Verglichen mit einer externen 3,5 Zoll Lösung (Seagate Expansion 4TB), welche derzeit bei 139,- Euro liegt, bleibt es dem Käufer überlassen, ob er bereit ist für die netzteilbefreite Kompaktklasse diesen Mehrpreis zu akzeptieren. Erwerben kann man die Backup Plus Fast unter anderem bei Amazon .
| Seagate Backup Fast Plus - 4 TB und USB 3.0 Externe Festplatte mit RAID 0 und somit sehr guten Transferraten sowie einer vielseitigen Software, 04.06.2013 | ||
| Datenträger Testberichte | Hersteller-Homepage | Im HardwareLUXX-Preisvergleich ab: 249,00 EUR |
| Pro | Contra | ![]() |
| + sehr gute Transferraten dank RAID 0 + geringe Betriebsslautstärke + gute Softwareunterstützung für Backups + Smartphone-App als zusätzliches Feature + kompaktes Format + kein externes Netzteil nötig | - höhere Ausfallwahrscheinlichkeit durch RAID 0 - vergleichsweise teuer | |
Insgesamt handelt es sich um ein gutes Produkt mit sehr guter Leistung. Der hohe Anschaffungspreis und der Fakt, dass der Ausfall bereits einer der beiden internen Festplatten zum Erliegen der gesamten externen Festplatte führt trübt die vielen positiven Aspekte ein wenig. Daher verleihen wir der Seagate Backup Plus Fast mit 4 TB unseren Silber-Award.

Weitere interessante Testberichte:
- Datenträger-Testsystem vorgestellt
- Seagate Portable Slim 500GB
- Seagate Desktop SSHD ST2000DX001 2TB
- Kingston HyperX 3K - 240GB im Test
- USB 3.0 Stick 64GB Roundup
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