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Test: Corsair Vengeance 1300

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Geschrieben von Matthias Fengler
Veröffentlicht: 08. Juni 2012
NewsErst vor kurzem wurde das Corsair Vengeance 1500 bei Hardware-Journal vorgestellt und überzeugte die Redaktion voll und ganz. Die amerikanische Firma Corsair konnte somit einen gulungenen Einsteig mit Ihrem neuen Gaming Prooduktsortiment verbuchen. Heute möchten wir uns den "kleinen" Bruder, das Corsait Vengeance 1300 mal genauer anschauen. Dies ist im mittleren Preissegment angesiedelt und soll eine weitere Alternative zu den Produkten von den Martkführern wie Sennheiser oder Creative darstellen. Wie sich das Vengeance 1300 schlägt und ob es mit dem 1500er Modell mithalten kann, klärt der folgenden Testbericht.



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Wir bedanken uns bei Corsair für die Bereitstellung des Testsamples und das entgegengebrachte Vertrauen.

 


 

Lieferumfang

Das Corsair Vengeance 1300 kam in einem stabilen und recht ansprechenden Karton in die Redaktion. Der Lieferumfang fällt spärlich aus, was soll auch einem Headset noch zusätzlich beiliegen.

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Technische Daten

  • Frequenzbereich: 20Hz to 20kHz
  • Impedanz: 32 Ohms @ 1kHz
  • Dynamischer Bereich: 95dB (A-weighted)
  • Drivers: 50mm
  • Kabellänge: 3m
  • Anschluss: 3.5mm Klinke Mikrofon
  • Impedanz: 2.2k Ohms
  • Frequenzbereich: 100Hz to 10kHz
  • Empfindlichkeit: -41dB (+/-3dB)

Das Corsair Vengeance 1300 Headset kommt in einem schwarzem Kunststoff Outfit daher, was mit blauen Akzenten rund um die Ohrmuschel verziert ist. Auf den beiden Ohrmuscheln ist dezent das Corsair Logo eingebettet. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck und das Headset wirkt hochwertig.

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Die 11cm großen Ohrmuscheln sind sehr gut mit Schaumstoff gepolstert und umschließen auch große Ohren vollständig. Diese lassen sich um 90° drehen und passen sich somit perfekt der Kopfform an. Leider lassen sich die Polster nicht tauschen wie beim Steelseries 7H Headset, was aber auch in einer Preisregion liegt. Der Bügel ist auch mit Schaumstoff gepolstert und fühlt sich angenehm an. Die Membrane sind mit einer dünnen Stoffschicht geschützt. Das rechts unten angebrachte Lautsprecherkabel ist mit 3m ausreichend dimensioniert und ist mit einer Kabelfernbedienung ausgestattet. Das Mikrofon lässt sich durch eine leichtgängige Einrastfunktion gut in die gewünschte Position bringen und besitzt einen Schwenkradius von circa 180°.

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Die schon erwähnte Kabelfernbedienung ist Corsair etwas zu groß geraten. Mit den Maßen 70mm (L), 30mm (B) und 20mm (H) ist sie sehr klobig und auch ein Clip um sie an einem Hemd oder ähnlichem anzustecken, sucht man vergebens. Man hätte den stufenlosen Lautstärkeregler und Mikrofon-An/Aus Knopf sicherlich in einem deutlich kleinerem Gehäuse unterbringen können. Als Anschlüsse kommen, im Gegensatz zum 1500er Modell, ein gewöhnlicher 3,5 Klinkeanschluss für Ton und Mikrofon zum Einsatz. Diese sind darüber hinaus auch deutlich gekennzeichnet worden.

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Da bei einem Headset die Äußerlichkeiten eher zweitrangig sind, schauen wir uns auf der nächsten Seite das Corsair Vengeance 1300 im Praxistest an.

 


 

Praxistest

Angesteckt, Aufgesetzt und es kann losgehen. Beim Aufsetzen des Headsets fallen einem die sehr weichen Ohrmuscheln auf, die zu dem gut gepolsterten Bügel, einen angenehmen Tragekomfort gewährleisten. Auch nach einer zweistündigen Left2Dead Session, drücken die Ohrmuscheln des Corsair Vengeance 1300 nicht und das Headset sitzt noch da wo es hingehört. Das Kabel ist mit 3m wirklich ausreichend dimensioniert und kann sauber hinter jedem Schreibtisch verlegt werden.

Nur die Kabelfernbedienung hinterlässt einen faden Beigeschmack, sie funktioniert 1A und bietet die üblichen Funktionen. Nur die Größe ist störend unserer Meinung nach, durch den fehlenden Befestigungsclip hängt Sie immer lose vor der Brust und zieht etwas zuviel Aufmerksamkeit auf sich.

Sprachqualität

Wir testeten die Sprachqualität mittels dem Programm Skype und Teamspeak, angeschlossen an einer Asus Sonar D2. Das Mikrofon konnte den Zuhörer beindrucken, mit einer klaren und recht rauschfreien Sprachübermittlung. Die Stummschaltung mittels Kabelfernbedienung funktionierte auch einwandfrei.

Film-, Spiel- und Musikwiedergabe

Um das Corsair Vengeance 1300 richtig zu fordern wurde es an einem Yamaha RX-797T Receiver betrieben. Angeschlossen war eine Playstation 3 und das Corsair Vengeance 1300 wurde mit verschiedenen Spielen, Filmen und Musiktiteln gefordert.

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Filme

Ob bei Batman The Dark Knight oder Gladiator, dem Corsair Vengeance 1300 gelang es dem Redakteur die nötigen Filmtiefe zu vermitteln, ohne dabei übertrieben zu wirken. Die Bässe sind knackig und zusammen mit den recht ausgewogenen Mitten und Höhen, ergibt das ein ordentliches Klangbild. An manchen Stellen fehlt leider ein wenig die Dynamik und die Differenzierung der Töne, gerade bei Actionsequenzen im Film Batman The Dark Knight, hier wird es dann zu einem leichtem "Tonbrei", der vom Bass dominiert wird.

Musik

Das Corsair liefert im Musikbereich eine solide Performance ab, die erst Schwächen bei hohen Lautstärken offenbart. Die Stimmen kommen klar und deutlich rüber, auch die einzelnen Instrumente kann man erahnen. Aber man merkt es dem Vengeance 1300 an, das es eher für den Gamingsektor gedacht ist. Wie schon bei der Filmwiedergabe, ertönt der Bass auch hier oft zu deutlich und rückt zu dominant in den Vordergrund. Aber für das eine oder andere Musikstück, kann man auch mit dem Corsair Vengeance 1300 Headset  seinen Spaß haben.

Spiele

Hier spielt das Headset seine Stärken aus und präsentiert dem Gamer eine solide Vorstellung. Die Bässe kommen deutlich und machen gerade in Gran Turismo 5 extrem viel Spaß. Denn wenn so ein V8 ordentlich "blubbert", ist Gänsehaut garantiert und fördert garantiert jeden Spielspaß. Auch bei Fifa 12 kommen die Kommentatoren sowie die Fangesänge Klasse rüber und unterstützen den Kampf um die Meisterschaft enorm. Hier überzeugt das Corsair Vengeance 1300 und das ist auch die Disziplin wo dieses Headset hingehört. Zusammen mit dem ausgereiften Mikrofon steht dem Gamingerlebnis nichts im Wege. Kommen wir zum Fazit.


 

Fazit

Corsair ist im Speichersegment eine feste Größe. Jetzt kommt der Gamingsektor und wie schon beim Corsair Vengeance 1500 kann man dem 1300er Modell auch hier eine gute Leistung bescheinigen. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Headset wirkt hochwertig. Die Polsterungen an den Ohrmuscheln sind ausreichend dimensioniert und garantieren auch längere Gamingsessions, ohne unangenehm zu werden. Die Kabelfernbedienung ist leider nicht so gut gelungen, sie ist einfach zu groß geraten und ein Ansteckclip auf der Rückseite fehlt.

Auf der technischen Seite präsentiert sich das Corsair Vengeance 1300 solide. Der Film- und Musiksektor ist für Gelegenheitsuser sicherlich ausreichend, auch wenn hier der Bass einfach zu dominant ist. Im Spielebereich macht das Headset dagegen alles richtig und liefert dem Spieler ein ordentliches Paket. Hier ist der dominate Bass meist erwünscht und liefert ein stark unterstützenden Faktor zu einem genialen Spielerlebnis. Das Corsair Vengeance 1300 bereits ab 63€ bei Amazonhttp://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=as2&o=3&a=B005QUQP7Q zu haben.

Dsc 2325


Pro
+ Preis/Leistungsverhältnis
+ gute Verarbeitung
+ Soundperformance Spiele

Contra
- Kabelfernbedienung / Ansteckclip
- Film- und Musikperformance

 



 

 

Wir verleihen aufgrund der leichten Schwächen unseren begehrten Silber Award.

Silber

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