Viele musikbegeisterte Leser werden an der Firma Monster nicht vorbeigekommen sein, bedenkt man, dass sie die berühmten und zugleich polarisierenden "Beats by Dr. Dre" bis 2012 produzierten. Spätestens seitdem ist Monster als ernstzunehmender Audiohersteller bekannt. Wir werfen im folgenden Testbericht ein Auge auf den On-Ear Kopfhörer N-Tune, welcher in Zusammenarbeit mit Nick Cannon, seineszeichen Schauspieler, Comedian und Rapper entwickelt wurde. Neben gutem Sound soll der N-Tune auch hohen Komfort bieten. Ob der Kopfhörer in unserem Test überzeugen kann? - Lest selbst.
Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Monster.
Lieferumfang
Der Kopfhörer wird in einem kompakten Einschubkarton geliefert, in dem wiederum ein ausklappbarer Karton steckt, welcher den Kopfhörer in Sicherheit wiegt.
Der Lieferumfang fällt relativ ernüchternd aus. Neben dem 3,5mm-Klinkenkabel liegt noch ein grauer Stoffbeutel bei, um den Kopfhörer unterwegs vor Schmutz und Dreck geschützt, verstauen zu können.
Erster Eindruck
Der Kopfhörer ist komplett aus Kunststoff hergestellt und von außen mit einem Lila in Lackoptik überzogen, welches durch Silberne Kreise auf den Hörern optisch aufgehübscht wird. Der Kopfbügel ist individuell einstellbar und besitzt eine leichte Polsterung, welche mit einer Gummischicht überzogen ist. Den Kopfbügel verziert ein Monster-Schriftzug. Die runden Hörer werden mit einer, unter Kunstleder versteckten, Schaumstoffschicht ausreichend gepolstert und die Innenseiten sind mit Stoff überzogen. Das uns vorliegende Muster ist im Übrigen nur ein Beispiel der knalligen Farbvariationen, welche Monster für den N-Tune im Angebot hat. Der Kopfhörer ist u.a. noch in Grün, Rot, Schwarz, Grau, Orange oder Gelb erhältlich.
An der Unterseite der leicht beweglichen Ohrmuscheln sind zwei 3,5mm-Klinkenbuchsen verbaut. Monster bietet dem Nutzer hier einen Audioausgang, den man mit dem Eingang eines weiteren Kopfhörers verbinden kann um seinen Sound mit der "Music-Share-Funktion" zu teilen. Praktisch ist hier auch, dass das Kabel nicht fest verbaut ist, so dass im Falle eines Kabelbruchs nicht der ganze Kopfhörer in der Tonne verschwindet.
Praxistest
Der Kopfhörer wird simpel über 3,5mm-Klinke mit dem gewünschten Endgerät verbunden und es kann los gehen. Getestet wurde ganz klassisch am Smartphone, MP3-Player und am Rechner.
In die Auswahl der Testreihe fielen u.a. Musikstücken aus verschiedenen Genres. Nachfolgend alle genannt:
- Peter Fox – Stadtaffe
- Metallica – Enter Sandman
- Paolo Nutini – Iron Sky
- Dr. Dre – Kush feat. Snoop Dogg & Akon
- Whitney Houston – I Will Always Love You
- Claptone – No Eyes feat. Jaw
Vorweg gesagt sei eins: Die Monster N-Tune machen Spaß! Zugegeben, der Bass steht stark im Vordergrund, was dem Hörgenuss aber nicht mindert. Satte, druckvolle Bässe sind immer schön, doch auch die Höhen und Mittenfrequenzen wissen zu überzeugen und erlauben sich keine Patzer. Selbst eine Whitney Houston`s I Will Always Love You wird sauber wiedergegeben, Paolo Nutinis Stimme besitzt die richtige Wärme und auch rockigere Nummern von Metallica liegen dem N-Tune. Neben dem schönen Bass in Kush von Dr. Dre kommen auch House-Nummern wie No Eyes klangvoll rüber und transportieren das richtige Feeling.
Als sehr gut stellt sich die "Music-Share-Funktion" heraus. Es ist nicht nötig, einen weiteren Monster Kopfhörer zu kaufen, denn man kann auch Modelle von anderen Herstellern mit dem N-Tune verbinden und das Audiosignal, in geringerer Lautstärke, auf zwei Kopfhörer aufteilen. Leider wird das N-Tune nach etwa Zwei Stunden etwas drückend auf den Ohren, da die Hörer nun mal nur aufliegen. Für wirklich lange Reisen ist der Kopfhörer also weniger geeignet, für kürzere Einsätze aber wärmstens zu empfehlen. An dieser Stelle sei aber noch gesagt, dass es auch um eine subjektive Einschätzung handelt, die von anderen anders wahrgenommen wird.
Control Talk
Am Verbindungskabel ist der so genannte Control Talk Button angebracht, der es dem Nutzer erlaubt Telefongespräche anzunehmen/zu beenden oder die Musik zu starten/pausieren. Dies ist vor allem bei Apple Produkten möglich, neuere Smartphonemodelle von anderen Herstellern sollten hier aber ebenso wenig Probleme bereiten. Durch das verbaute Mikrofon kann man den N-Tune also auch als Headset nutzen. Leider ist die Stimmqualität recht ernüchternd und klingt, als hätte man einen Low-Pass-Filter über die Stimme gelegt. Alles etwas dumpf, fürs Telefonieren unterwegs reicht es allerdings allemal. Wer mehr Wert auf eine bessere Mikrofonierung legt, sollte auch einen Blick auf das Tt-eSports Sybaris werfen, da die Stimmwiedergabe dort von etwas besserer Qualität ist.
Fazit
Fakt ist, Monster weiß wie es geht und stellt dies mit dem N-Tune erneu unter Beweis. Satter Bass paart sich mit klar definierten Höhen und bietet ein breites Klangspektrum, welches sehr ausgeglichen und wohl temperiert klingt. Zudem ist das N-Tune in der Hochglanzoptik ein echt stylischer Hingucker, so dass er gerade bei jüngeren Menschen äußerst Anklang finden wird. Das Druckgefühl nach längerem Tragen ist schade, ist bei On-Ear Kopfhörern aber leider auch sehr schwer anders umzusetzen. Ein wunderbarer Hifi-Sound umgarnt zwar den Hörer, die Control-Talk-Funktion mit dem verbauten Mikrofon reicht aber leider nur für kurze Telefongespräche. Ein zusätzlich nettes Gimmick ist die super funktionierende "Music-Share-Funktion", bei dem ein zweiter Kopfhörer mit dem N-Tune verbunden werden kann.
Wer nach Hifi-Sound und einer qualitativeren Stimmwiedergabe sucht, wäre auch mit dem Func HS-260 gut beraten, muss dann aber auf den einzigartigen "Style-Faktor" verzichten. In diesem Punkt ist das N-Tune ungeschlagen. Nichtsdestotrotz liefert Monster hier ein gutes Produkt ab, welches zu einem Preis von knapp 100€ (Februar 2015) eine wirklich mehr als gute Figur macht. Erhältlich ist der Kopfhörer in fast allen Farben bei Amazon.
Monster N-Tune (Candy Grape Purple) | ||
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+ erstklassiger Hifi-Sound | - Druckgefühl nach langem Hören |
Die Ergebnisse des vorangegangenen Testberichts sprechen für sich und lassen keinen Zweifel daran, dass der Monster N-Tune Hifi-Technisch auf hohem Niveau mitspielen kann, weshalb wir dem stylischen Kopfhörer unseren Hardware-Journal-Gold-Award verleihen.
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