Die amerikanische Firma Kingston sollte vielen vor allem durch Speicherkarten, SSD’s und RAM-Riegel ein Begriff sein. Unter der HyperX Serie, von der schon der Fury Blue 8GB RAM in unserem Test zu überzeugen wusste, veröffentlichte Kingston nun Ihr erstes Headset unter dem HyperX Label. Dieses hört auf den Namen HyperX Cloud und erinnert auf den ersten Blick stark an das QPAD QH-85. In wie weit das Cloud dem Modell von QPAD ähnelt und ob es mit ähnlicher Leistung überzeugen kann haben wir im folgenden Testbericht für euch beleuchtet.
Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Kingston.
Lieferumfang
Das Kingston HyperX Cloud kommt in einem Schwarzen Karton daher, welcher mit leicht Roten Akzenten versehen ist und ebenfalls das Headset abbildet. Die Rückseite gibt weitere Informationen zum Funktionsumfang und den technischen Details.
Neben dem Headset bietet Kingston den Käufern noch einiges an Zubehör. So erhält man neben einer einem Meter langen Kabelverlängerung mit integrierter Fernbedienung, noch ein weiteres Verlängerungskabel für zwei 3,5mm Klinkenanschlüsse mit einer Länge von zwei Metern. Außerdem ein Kabel um die zwei dreipoligen Klinkenstecker auf eine vierpolige Klinke zu adaptieren. So kann man das Headset auch am Smartphone oder der PS4 benutzen. Um lange Reisen zu überstehen addiert Kingston zudem einen Flugzeugadapter zum Lieferumfang dazu.
Neben den diversen Kabeln darf der Kunde sich auch noch auf eine Transporttasche und ein zusätzliches Paar Ohrmuscheln freuen. Wer also Ohrpolster aus Velour den Kunstlederversionen vorzieht, hat die Möglichkeit diese einfach auszutauschen.
Erster Eindruck
Das Kingston HyperX Cloud wurde größtenteils aus Kunststoff verarbeitet und farblich in schlichtem Schwarz-Weiß gehalten. Der verstellbare Kopfbügel ist durch dunkle Aluminiumhalterungen mit den Hörern verbunden und sorgt so für eine sehr gute Stabilität. Der Kopfbügel verfügt über eine dicke Schaumstoffpolsterung die mit Kunstleder überzogen wurde. Optisch aufgewertet wird der Kopfbügel durch weiße Nähte und dem aufgenähten HyperX Logo auf der Oberseite.
Die Hörer selbst verfügen über eine ovale Aluminiumabdeckung auf denen das weiße HyperX Logo aufgedruckt wurde. Die Polsterung fällt hier ebenso ausreichend aus wie die des Kopfbügels und wurde ebenfalls mit Kunstleder überzogen. Am linken Hörer befindet sich unter einer schwarzen Gummiabdeckung der 3,5mm Klinkeanschluss für das Mikrofon. Spätestens hier wird klar, dass Kingston sich nicht nur von QPAD Headsets hat inspirieren lassen, denn auf der Abdeckung ist deutlich der Schriftzug QPAD zu lesen. Nach einer kurzen Recherche fanden wir heraus, dass das HyperX Cloud baugleich zum QPAD QH-90 ist. Verbunden wird das Headset über zwei 3,5mm Klinkestecker.
Trotz des Gewichts von 350g sitzt das Headset bequem auf dem Kopf und verfügt über einen guten Tragekomfort durch ausreichend dick ausfallende Polster. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und das HyperX Cloud überzeugt durch eine stabile Bauweise.
Praxistest
Das Headset wird über die beiden Klinkestecker mit dem Computer verbunden und ist dank Plug&Play sofort einsatzbereit.
Getestet wurde mit folgenden Titeln:
- Peter Fox - Stadtaffe
- Metallica - Enter Sandman
- Paolo Nutini - Iron Sky
- Battlefield 4
- CS:GO
- Diablo 3
Das HyperX Cloud liefert ebenso gute Ergebnisse wie das QPAD QH-90 und überzeugt uns durch kräftige Bässe, die vor allem Freunden der tiefen Frequenzen viel Spaß bereiten werden. Die Bassfrequenzen in Stadtaffe von Peter Fox werden sehr voll wiedergegeben und auch auch bei rockigeren Nummern von Metallica überzeugen die Kopfhörer in vollem Umfang. Klar definierte Höhen liefern einen detailreichen Sound und die sich einreihenden Mitten runden das Klangbild sauber ab.
Auch im Gaming-Bereich macht das Cloud eine sehr solide Figur und ermöglicht trotz des Stereosignals eine klare Ortung der Gegner. Schüsse, Epxlosionen und selbst die anspruchsvollen Effekte aus Diablo 3 kommen sehr präzise beim Hörer an und zeigen auch hier mit welcher Klangbühne das HyperX Cloud ausgestattet ist. Die Hörer umschließen die Ohren zudem großzügig. Dank der geschlossenen Bauweise wird man auch in lauteren Umgebungen von der Umwelt abgeschirmt und kann sich ganz auf den schönen Sound konzentrieren. Kurzum: Die 53mm großen Neodym-Treiber liefern hier sehr überzeugende Arbeit!
Die Kabelfernbedienung wirkt im Vergleich zum Headset weniger hochwertig, lässt sich aber entsprechend einfach bedienen. Neben dem Volumen kann man das Mikrofon hier stumm schalten. Für ein kurzes Muten des Mikrofons bietet Kingston hier einen zusätzlichen Knopf, der eine kurzzeitige Unterbrechung der Sprachübertragung erlaubt.
Mikrofontest und Aufnahmen
Bei der Mikrofonierung setzt Kingston auf ein Back-Electret Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik, welches für eine hervorragende Sprachübertragung im Skype und Teamspeak sorgt. Auch bei der Verwendung am Smartphone wird die Stimme verständlich wiedergegeben. Kommunikationsprobleme gehören mit dem ansteckbaren Mikrofon definitiv der Vergangenheit an.
Das Mikrofon wird durch einen Schaumstoffüberzug vor feuchter Aussprache geschützt und sorgt gleichzeitig für eine bessere Filterung von Atemgeräuschen.
Damit sich jeder selbst von der Aufnahmequalität überzeugen kann, haben wir das Sprachfile vom HyperX Cloud mit in usere Sammlung aufgenommen:
Demo Sprachfiles aller getesteten Headsets |
Sprachfile Speedlink Medusa NX 7.1
Sprachfile Sound Blaster EVO ZxR Sprachfile Corsair Vengeance 2100 Sprachfile Tt-eSports Sybaris (Ansteckmikrofon) Sprachfile Tt-eSports Sybaris (integriertes Mikrofon)
Sprachfile Creative Aurvana Gold Sprachfile Creative Sound Blaster Inferno Sprachfile Sennheiser G4me Zero
Sprachfile Kingston HyperX Cloud |
Fazit
Das erste Headset der HyperX-Reihe von Kingston konnte in unserem Test durchaus überzeugen. Eine wundervolle Klangbühne bei der sich satte Bässe mit detaillierten Höhen vereinen und saubere Mittenfrequenzen zwischen sich lassen. Sowohl im HiFi- als auch im Gaming-Bereich macht das HyperX Cloud alles richtig und ist längst nicht nur für Zocker zu empfehlen. Die 54mm großen Neodym-Treiber liefern ein klares Klangbild und wissen durchaus zu überzeugen.
Die Qualität des Kondensatormikrofons ist in diesem Preissegment nicht zu schlagen und sorgt für eine klare Stimmübertragung. Was uns hier ebenso wie beim Modell von QPAD ein Dorn im Auge ist, ist die leicht klapprige Fernbedienung, schade das Kingston hier nicht nachgebessert hat.
Obwohl es sich um ein umgelabeltes QPAD QH-90 handelt, bietet Kingston das HyperX Cloud für circa 79 EUR an, was sogar rund 10 EUR unter dem Preis des QH-90 liegt (Stand: November 2014). Für Musikfreunde und Zocker bietet das Kingston HyperX Cloud alles was man braucht um sich, mit gut abgestimmten Sound, voll auf sein tun zu konzentrieren. Von unserer Seite eine klare Kaufempfehlung, denn in diesem Preissegment zeigt Kingston was möglich ist und weist Konkurrenzprodukten wie dem ASUS Strix Pro, den Weg den sie besser hätten einschlagen sollen. Bei Amazon ist das Headset auch erhältlich.
Kingston HyperX Cloud | ||
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+ Gutes Klangbild | - Klapprige Fernbedienung | |
Auf Grund der klanglichen- als auch sprachlichen Qualität des HyperX Cloud, der hochwertigen Verarbeitung und des umfangreichen Zubehörs zu einem geringen Preis, verleihen wir dem Kingston HyperX Cloud unseren Hardware-Journal Gold-Award.

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