Seit vielen Jahren ist Sennheiser nicht nur audiophilen Menschen ein Begriff sondern hat sich durch hochwertige Produkte auch in die Herzen vieler Ottonormalverbraucher katapultiert und besticht seither mit deutscher Ingenieurskunst, die die Ohren der weltweiten Zuhörer zu verwöhnen weiß. Um auch Gaming-Freunden mal wieder einen besonderen Leckerbissen vorzusetzen, liefert Sennheiser nun das G4me Zero, ein Headset welches laut Herstellerangaben und dank der eigens entwickelten Wandlern für Präzisionsklang sorgen soll. Ob das Headset für die angepeilte Zielgruppe eine so starke Bereicherung ist, wie es Sennheiser verspricht, haben wir im nachfolgenden Test genauer für euch unter die Lupe genommen.
Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Sennheiser.
Lieferumfang
Das Sennheiser G4me Zero kommt in einem schlichten Karton, welcher ein Abbild des Headsets sowie genauere Informationen zum Funktionsumfang bietet. Für einen Preis von immer noch knapp 187 EUR (Stand: November 2014) erwartet man einen entsprechenden Lieferumfang, Sennheiser bietet hier lediglich eine stabile Transporttasche um das Headset sicher zu transportieren .
Erster Eindruck
Das Headset ist fast komplett aus schwarzem Kunststoff verarbeitet worden, an den Ohrmuscheln und dem Mikrofon wurden durch ein Metallic-Rot farblich ansprechende Akzente gesetzt. Die Ohrmuscheln sind durch ein Edelstahlgelenk mit dem verstellbaren Kopfbügel verbunden und dreh- und einklappbar. Das drei Meter lange Kabel wurde ordentlich in Stoff gehüllt und bietet die Möglichkeit, dass Headset über zwei 3,5mm Klinken-Anschlüsse zu verbinden. Außerdem wurde es mit einem Klettverschluss versehen um sich den Kabelsalat beim Transport zu ersparen.
Auf der linken Seite des Kopfbügels ist ein schlicht in weiß gehaltener Sennheiser Schriftzug aufgedruckt und eine angenehm weiche Schaumstoffschicht, welche mit Kunstleder überzogen wurde. Diese sorgt für eine gute Polsterung auf dem Kopf.
Die ebenfalls mit Kunstleder überzogenen Polster der Ohrmuscheln haben eine gute Größe für aller Art Ohren und umschließen diese nahezu perfekt. Das Innere der Ohrmuscheln ist mit rotem Stoff überzogen, welcher das Schwarz-Rote Farbthema des Headsets weiter verstärkt.
Um die Kabelfernbedienung zu umgehen, setzt Sennheiser auf die Lautstärkeregelung am rechten Hörer in Form eines runden Rädchens. Am linken Hörer befindet sich das Kabel sowie das Mikrofon, welches in der Mitte einen biegsamen Hals hat, mit dem man das Mikrofon in die entsprechend beste Position biegen kann. Unter dem Kunststoff des Mikrofonarms ist das Mikrofon zusätzlich unter einem roten Aluminiumgitter geschützt. Sehr gut finden wir die Stummschaltung des Mikrofons: Dies geschieht durch einfaches Hochschieben des Mikrofonarms und wird akkustisch durch einen kleinen Klick signalisiert. Einen Schalter, wie sonst üblich, fehlt an dieser Stelle. Das Headset ist zudem Zusammenklappbar und die Hörer um 90° drehbar.
Das G4me Zero ist sehr gut verarbeitet, besticht durch eine hervorragende Haptik und sitzt dank der weichen Polsterung sehr angenehm auf dem Kopf. Auch der Volumenregler und das Stummschalten des Mikrofons geschehen intuitiv und ohne Probleme. Bis hier hin haben wir nichts auszusetzen. Doch schauen wir weiter wie sich das Headset im Praxistest schlagen kann.
Kopfhörer Praxistest
Das Sennheiser G4me Zero wird über die 3,5mm Klinken Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon verbunden und ist dank einfachem Plug & Play sofort funktionsbereit. Um den vollen Funktionsumfang zu überprüfen haben wir das Headset nicht nur im Gaming-, sondern auch im Musik- und Filmbereich getestet.
Mit folgenden Titeln wurde getestet:
- Battlefield 4
- CS:GO
- Diablo 3
- Metallica – The Unforgiven
- Peter Fox – Stadtaffe
- Claptone – No Eyes
- Star Wars Episode 1 - Pod Race
- Dark Knight
Eins sei vorweg gesagt, wer ein Headset zum professionellen Zocken sucht ist mit dem Sennheiser G4me Zero gut beraten. Die Kopfhörer liefern einen sehr sauberen klaren Sound, der aber klar Höhenlastig gewählt wurde. Die Bassfrequenzen sind nur leicht wahrzunehmen und sind uns ein Tick zu weit rausgedreht. Für Profi-Gamer ist dies aber mit Sicherheit von Vorteil, da so die kleinsten Geräusche besser ausgemacht werden können. Im Höhen und Mittenbereich macht das G4me Zero eine solide Figur und überzeugt uns abgesehen vom Bass mit einer wunderbaren Frequenzabstimmung und sehr präzisem Klang.
Beim Zocken klingen Schüsse und Explosionen auf Grund der schwachen Bassfrequenzen leicht plastisch und wirken etwas unecht. Der geringe Bass sorgt aber auch für eine bessere Ortung, welche für ein Stereoheadset sehr gut funktioniert. Im CS:GO verhält sich das Headset ähnlich und beweist das es für Gelegenheitszocker nicht gemacht wurde. Auch wer Diablo 3 hin und wieder spielt, wird von den Soundeffekten enttäuscht sein, da einfach das gewisse Etwas durch den Bass erzeugt wird, welcher hier leider stark untergeht.
Ähnlich verhält es sich bei den Musiktiteln. Es klingt wirklich alles sehr klar und sauber und die Frequenzbereiche erlauben sich keine Patzer, doch der Sound ist nichts für Bassfreunde. Die Filme sind zwar alle super Verständlich und klar, die Effekte kommen aber auch hier nicht wirklich zur Geltung.
Wer auf professionellem Niveau Zockt ist hier vollkommen an der richtigen Adresse, wenn es darauf ankommt jede Kleinigkeit klar und deutlich raus zu hören. Der schwache Bass sorgt beim Spielen für eine stärkere Konzentration auf das wesentliche und verringert die Ablenkung durch, in die Ohren drückende, Bässe. Die Ortung in den getesteten Games gelang uns ohne Probleme, da die 50mm-Neodym-Treiber hier wirklich gute Arbeit leisten. Auch die Abschirmung zur und von der Außenwelt funktioniert durch die geschlossene Bauweise und den Ohrumschließenden Hörern hervorragend. Für Profi-Gamer und die, die es werden wollen genau das richtige, Musik und Filmfanatiker sollten jedoch lieber einen Blick auf Produkte wie de QPAD QH-85 oder das Func HS-260 werfen.
Mikrofontest
Sennheiser verrät zur Bauart des Mikrofons leider nichts genaueres. Lediglich ein professionelles rauschunterdrückendes Mikro wird angekündigt. Dies haben wir im Skype, Teamspeak sowie beim Telefonieren mit dem Handy ausprobiert.
Das G4me Zero sorgt auch bei Stimmwiedergabe für einen astreinen Sound, der dank der hochwertig entwickelten Rauschunterdrückung keinerlei Kritikpunkte zulässt. Eine Klare Übertragung und die sehr gute Verständlichkeit ohne nervige Hintergrundgeräusche, bereiten den Zockerkollegen im Teamspeak keinerlei Probleme beim Zuhören. Auch im Skype schlägt sich das Mikrofon hervorragend. Hier haben wir nichts auszusetzen.
Wer sich selbst von der Stimmaufnahme des Sennheiser G4me Zero überzeugen möchte, kann sich das Sprachfile anhören und es mit den Konkurrenzprodukten vergleichen.
Demo Sprachfiles aller getesteten Headsets |
Sprachfile Speedlink Medusa NX 7.1
Sprachfile Sound Blaster EVO ZxR Sprachfile Corsair Vengeance 2100 Sprachfile Tt-eSports Sybaris (Ansteckmikrofon) Sprachfile Tt-eSports Sybaris (integriertes Mikrofon) Sprachfile ASUS Strix Pro Sprachfile Creative Aurvana Gold Sprachfile Creative Sound Blaster Inferno Sprachfile Sennheiser G4me Zero
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Fazit
Sennheiser setzt mit dem G4me Zero, wie schon vom Namen abzuleiten ist, auf Gamer als Zielgruppe. Genau für die ist das Headset auch perfektioniert. Ein wirklich klares Klangbild welches für genaues Hören beim Spielen unverzichtbar wird. Der geringe Bass wird audiophilen Hörern sicher ein Dorn im Ohr sein, beim Zocken sorgt es jedoch für eine bessere Konzentration und einen präziseren Sound. Der Tragekomfort lässt zudem auch nach Stundenlangen Sessions nicht nach und sorgt für ein leicht sitzendes Headset, welches ein, durch die Ohrumschließenden Hörer, von der Außenwelt abschirmt.
Auch das Mikrofon liefert dank gut umgesetzter Rauschunterdrückung eine klare Stimmwiedergabe und wird bei den Kollegen gut verständlich ankommen. Bei einem Preis von 187€ (Stand: November 2014) könnte man etwas mehr Zubehör erwarten, die mitgelieferte Tragetasche ist immerhin sehr hochwertig und stabil. Bei einem so stolzen Preis ist es vielleicht auch verständlich, dass eher Profis auf ein Produkt wie dieses zurückgreifen. Wer nur ab und zu eine Runde zockt und mit dem Headset auch Musik hören möchte, kann auch einen Blick auf das Corsair Vengeance 2100 riskieren, welches im musikalischen Bereich deutlich mehr bietet, günstiger ist und 7.1 Sound bietet. Im Preisvergleich ist dsa G4me Zero aktuell für rund 186 EUR gelistet, kann alternativ auch bei Amazon erworben werden.
Sennheiser G4me Zero | ||
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+ Präziser Gaming Sound | - Sehr wenig Bass | |
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