Die bewährte Echelon Reihe von ASUS umfasst neben einem Keyboard, einer Maus sowie Mauspad und einem Headset auch das 7.1 USB Soundinterface Xonar U7. Glänzen soll die externe Lösung durch HD-Audio, einer umfangreichen Software und dem "Sonic Radar", welches Geräusche im Spiel auch "sichtbar" machen soll. Laut Aussage des Herstellers, wurde bei der Xonar U7 sehr stark auf das Interesse der Gaming-Community geachtet bzw. mit eingepflegt. Wie sich die Soundkarte geschlagen hat, haben wir im folgenden Testbericht für euch festgehalten.
Wir bedanken uns bei ASUS für die Bereitstellung des Testmusters
Lieferumfang
Das Xonar U7 kommt im schönen grauen Karton, mit vereinzelt rausstechender Carmouflageoptik und aufklappbarem Deckel unter dem man das Interface direkt in Augenschein nehmen kann, beim Kunden an. Die Rückseite informiert über die herauszustellenden Funktionen, die die Soundkarte dem Endverbraucher bietet. Im Karton selbst liegt die Xonar U7 sowie das Zubehör in einem kleinen extra Karton. Die Verpackungsart gefällt uns sehr gut und bringt endlich mal wieder frischen Wind in die sonst oft von Kunststoff und überladenen Grafiken geprägte Verpackungsvarianten.
Neben dem sehr handlichen Interface selbst, befindet sich ein USB-Kabel, die Installations-CD, ein Quick-Start-Guide sowie ein S/PDIF TTOSLINK Adapter im Lieferumfang.
Erster Eindruck
Das Xonar U7 Echelon fällt sehr Platzsparend aus und ist mit einer optisch anspruchsvollen Carmouflage Kunsttoffschicht überzogen. Auf der Oberseite befinden sich neben dem Drehregler, mit dem man auf Knopfdruck von Kopfhörern auf Lautsprecher umschalten und die Laustärke einstellen kann, drei kleine LED's die den jeweils ausgewählten Audioausgang mit einem Leuchten signalisieren. Die Oberseite wird mit einem Silbernen Kunststoffrand vom Rest abgegerenzt und trägt so zur schönen Optik bei. Die Konkurrenz von Creative setzt mit dem Sound Blaster Omni 5.1 eher auf Hochglanz und rote Farbakzente.
An der Vorderseite befinden sich die 3,5mm Klinkenanschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon und ein Mikrofonlautstärkeregler, der ein schnelles Ändern der Einstellungen erlaubt. Die Rückseite ist bestückt mit dem USB-Anschluss für die Verbindung zum Computer. Außerdem finden sich hier die Chinch-Anschlüsse für das Verbinden mit einem Verstärker und die Surroundanschlüsse sowie der S/PDIF Stecker.
An der Unterseite der Xonar U7 Echelon befinden sich die Gummifüße die ein Rutschen verhindern sollen und ein kleiner Schalter, der es ermöglicht zwischen USB 1.0 und USB 2.0 umzuschalten.
Im gesamten kann man sagen, dass das Soundinterface sehr sauber verarbeitet ist und mit dem Aufteilen der Anschlüsse auf unterschiedliche Seiten gut durchdacht wurde. Dadurch ist das Xonar U7 Echelon gerade für die angesprochene Zielgruppe, Gamer, sehr ansprechend, praktisch und angenehm zu bedienen.
Technische Details *Zum angucken Klicken *
Art: | Externes Interface |
Frequenzbereich: | 10Hz - 46KHz |
Samplerate: | 44.1KHz – 192KHz |
Bitrate: | 16bit / 24bit |
Signal-Rausch-Abstand: | 114dB |
Klirrfaktor bei 1KHz: | >0.0006% (104dB) |
Impedanz Kopfhörerverstärker: | 32-150Ohm |
Digital-Analog-Wandler: | Cirrus Logic CS4398 |
Ausgänge: | 2x Cinch 1x 3,5mm Klinke Side 1x 3,5mm Klinke Ctr 1x 3,5mm Klinke Rear 1 x 3,5mm Klinke Kopfhörer 1x SPDIF |
Eingänge: | 1x 3,5mm Klinke |
Stromversorgung: | USB 2.0 |
Praxistest
Das Xonar U7 Echelon wird per USB am PC angeschlossen und wir starten die Treiber-CD. Bei der Installation kommt leider eine Fehlermeldung, die auf ein nicht aktuelles Zertifikat hinweist. Stellt man das Datum auf das Jahr 2013 funktioniert die Installation einwandfrei, das Jahr kann danach wieder auf 2014 gestellt werden. Die Sonic Studio Pro Software und das Dolby Home Theater v4 werden direkt mitinstalliert und nach dem Auswählen des Interfaces in den Audiooptionen, kann es auch schon los gehen.
Durch den verbauten DAC Cirrus Logic CS4398 Chip und dem geringen Signal-Rausch-Abstand ist die Qualität des ausgegebenen Sounds sehr sauber, auch ein Rauschen ist bei voller Lautstärke nicht zu hören. Wir sind überrascht wieviel Klangdetails aus dem kleinen Gerät entlockt werden kann. Das dies nichts Ungewöhnliches sein muss, bewies auch das bereits schon einmal angesprochene Creative Sound Blaster Omni 5.1 Der Wechsel zwischen den verschiedenen Ausgängen durch einen Druck auf den Drehregler funktioniert einwandfrei und macht das Umschalten dementsprechend einfach. Der integrierte Kopfhörerverstärker soll auch bei günstigeren Kopfhörermodellen für eine Druckvolle Soundwiedergabe sorgen.
Software
ASUS legt als "kleines Geschenk" für die Gamer das überarbeitete Sonic Studio Pro (SSP) bei, um diverse Einstellungen des Klangs vornehmen zu können. Optisch ist das SSP sehr übersichtlich gehalten und auch für weniger Sound-Interessierte leicht zu bedienen. Neben einem Equalizer bietet das SSP einen Bass Boost- und Kompressor-Regler sowie Einstellungsmöglichkeiten der Stimmklarheit, Virtual Surround, Reverb mit voreingestellten Varianten, Noise Gate und Perfect Voice. Zudem ist es möglich die Abtastrate von 44.1kHz bis 192kHz zu verändern und zwischen 16- und 24bit umzuschalten um den Klang auch noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen. Alle vorgenommenen Einstellungen können in einem eigenen Profil gespeichert werden, so dass man sich für jedes Spiel den perfekten Sound generieren kann.
Wer sich nicht nur auf seine Ohren verlassen will, sondern auch sehen möchte von wo die Geräusche kommen, hat dank dem Sonic Radar nun die Möglichkeit dazu. Hierbei handelt es sich um ein Radarsystem, welches dem User anzeigt aus welcher Richtung die Geräusche kommen. Hierbei kann man bestimmte Geräusche wie Schüsse, Schritte oder Bomben verstärken um sich auf den gewünschten Sound besser konzentrieren zu können. Das Radar kann selbstverständlich Benutzerfreundlich verstellt werden. So ist es z.B. möglich, dass Radar auf Full-Range oder nur auf Bass-, Mitten- oder Tiefenfrequenzen anzupassen und die Empfindlichkeit einzustellen.
Wer andere Radartexturen oder schönere Farben wünscht, kann diese ganz simpel in den Optionen ändern sowie Shortcuts festlegen. Das Radar selbst wird mit dem Spiel in den Einstellungen verlinkt und funktioniert, nachdem man die Audioeinstellungen im Game selbst ebenfalls geändert hat, sehr gut. Uns fiel es relativ schwer auf das Spiel, die eigentliche Map sowie das extra Radar zu konzentrieren. Wem das jedoch gelingthat hier sicher einige Vorteile und hier ein sinnvolles Tool zur Hand. Ob man hier dann schon vom "Cheaten" sprechen kann, muss an anderer Stelle geklärt werden.
Dolby Home Theater v4
Da das Xonar U7 Echelon auch mit der Home-Cinema Anlage verbunden werden kann, bietet ASUS zu den schon genannten Programmen zusätzlich das Dolby Home Theater v4 an. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit sich seinen Dolby-Surround-Klang auf seine Bedürfnisse anzupassen und Presets zu erstellen. Sei es für den Rundum Musik-, Film- oder Gaminggenuss. Ein weiterer Equalizer gesellt sich dazu und bietet neben den üblichen Einstellungen den Dialog Enhancer, der Dialoge noch deutlicher heraushebt sowie die Möglichkeit einen "Intelligent EQ" zu aktivieren der mit verschiedenen Voreinstellungen aufwartet.
Ist das Dolby Home Theater v4 aktiviert kann man dem generell schon guten Klang erstaunlicherweise noch etwas mehr herauskitzeln.
Fazit
Das ASUS Xonar U7 ist in der Echelon Variante ein echter Hingucker. Die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten machen das handliche Interface zum Allround-Talent für die Jackentasche. Die Anbringung der Anschlüsse ist sehr gut durchdacht und vor allem die gesonderten Sound- und Mikrofonregler lassen sicher das ein odere Gamer-Herz höher schlagen. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und schon die Verpackung hat uns Lust auf dieses Produkt gemacht. Die mitgelieferten Programme sorgen für den Rundum-Komfort des Klangbildes und bieten sowohl die Anpassung für das Zocken, als auch für Musik und Filme. Das angepriesene Sonic Radar empfanden wir eher störend als das es uns wirklich hilft.
Die kleine externe Soundkarte mit viel Softwarebasierten Einstellungsmöglichkeiten reiht sich gut in die Echelon-Serie von ASUS ein und ist den Kauf durchaus Wert. Wer auf die Optischen Verzierungen verzichten mag, kann auch zum normalen Xonar U7 greifen, welches technisch identisch ist und lediglich in der Software mit einer älteren Version aufwartet. Preislich herrscht hier jedoch nur ein minimaler Unterschied. Eine ganz andere Alternative stellt auch die von uns bereits getestete Creative Sound Blaster Omni 5.1 dar. Mit circa 87,- Euro reiht sich das Produkt preislich hinter der o.g. Creative ein. Alternativ ist die Soundkarte auch bei Amazon erhältlich.
ASUS Xonar U7 Echelon | ||
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| Pro | Contra | |
+ Viele Anschlussmöglichkeiten | - leichte Probleme bei der Treiberinstallation | |
Für das ASUS Xonar U7 Echelon vergeben wir auf Grund der Vielseitigkeit des Produktes, der sauberen Umsetzung und der sehr umfangreichen Software unseren Hardware-Journal Gold-Award.

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