DDR4 und DDR3: Preissteigerungen von bis zu 50% erwartet

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Geschrieben von Sven Brückner
Veröffentlicht: 14. Juli 2026
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Die Preisentwicklung auf dem Speichermarkt bleibt angespannt. Nachdem zuletzt vor allem DDR5 und NAND-Flash von deutlichen Aufschlägen betroffen waren, geraten nun auch ältere Arbeitsspeicher-Standards unter Druck. Laut Berichten aus der Lieferkette könnten die Vertragspreise für DDR4 im dritten Quartal um mehr als 50 Prozent steigen. Auch DDR3 soll von der Entwicklung betroffen sein.

 

 

Nach Informationen von DigiTimes, über die unter anderem WCCFTech berichtet, fallen die erwarteten Preissteigerungen höher aus als bislang angenommen. Besonders betroffen sollen 8-Gigabit-DDR4-Speicherchips sein. Gleichzeitig steigen auch die Preise für DDR3-Bausteine, da sich das verfügbare Angebot weiter verringert.

DDR4 DDR3 Preisentwicklung

Bildquelle: Erstellt mit getimg.ai

Hintergrund ist die strategische Neuausrichtung der großen Speicherhersteller. Unternehmen wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Fertigung zunehmend auf DDR5, HBM und weitere Speicherlösungen für KI-Server. Die Produktion älterer DRAM-Generationen wird dagegen schrittweise reduziert. Dadurch übernehmen Hersteller wie Nanya und Winbond einen Großteil der DDR4-Fertigung, können die weltweite Nachfrage jedoch nicht vollständig decken.

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Bildquelle: Wccftech (Bearbeitet)

Als weiterer Preistreiber gilt der steigende Bedarf an Enterprise-SSDs für Rechenzentren. Viele dieser Speicherlösungen setzen weiterhin auf DRAM-Cache, um Latenzen zu reduzieren und die Leistung zu steigern. Mit dem wachsenden Ausbau von KI-Infrastrukturen erhöht sich deshalb auch die Nachfrage nach entsprechenden Speicherchips.

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Bildquelle: G.Skill

Marktforscher von TrendForce erwarten ebenfalls anhaltend steigende DRAM-Preise. Bereits zuvor hatte das Unternehmen auf eine deutliche Verknappung älterer Speicherstandards hingewiesen. Solange sich Angebot und Nachfrage nicht wieder annähern, dürfte sich die Entwicklung fortsetzen. Branchenbeobachter rechnen derzeit damit, dass die angespannte Versorgungslage noch bis mindestens 2028 anhält.

 

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