Praxistest & Saugleistung
Auch der P1 ist kein Leichtgewicht mit seinen 10 Kilogramm, im Vergleich zu anderen Modellen aber deutlich leichter. Das Design mit der hellen Farbgebung verpasst dem Gerät auch ein filigranes Antlitz. Im Alltag relativiert sich dieser Umstand allerdings schnell, da das Gerät dank seiner durchdachten Konstruktion komfortabel aus dem Becken entnommen werden kann.
Auch der P1 ist kein Leichtgewicht mit seinen 10 Kilogramm, im Vergleich zu anderen Modellen aber deutlich leichter. Das Design mit der hellen Farbgebung verpasst dem Gerät auch ein filigranes Antlitz. Im Alltag relativiert sich dieser Umstand allerdings schnell, da das Gerät dank seiner durchdachten Konstruktion komfortabel aus dem Becken entnommen werden kann.
Die Inbetriebnahme gestaltet sich angenehm unkompliziert. Nach der Kopplung mit der ECOVACS-Home-App wird der gewünschte Reinigungsmodus ausgewählt und der Roboter anschließend ins Wasser gesetzt. Nach einer kurzen Orientierungsphase beginnt das Gerät mit Reinigungsvorgang. Eine Kartierung findet nicht statt, die Eckdaten des zu reinigenden Beckens gibt man selbst ein.
Die Navigation erfolgt über das SmartNavi-System, das mehrere Sensoren mit intelligenten Bewegungsalgorithmen kombiniert. Statt zufälliger Fahrwege arbeitet der Ultramarine P1 mit einer klar strukturierten Reinigungsstrategie. Zunächst werden die Bodenflächen systematisch abgefahren, bevor – je nach gewähltem Programm – Wände und Wasserlinie in den Reinigungsprozess integriert werden. Eine Skimmer-Funktion bietet der Sauger nicht.
Im praktischen Einsatz überzeugt insbesondere die ruhige und kontrollierte Fahrweise. Der Roboter bewegt sich präzise entlang seiner berechneten Bahnen und wirkt deutlich souveräner als viele einfachere Poolreiniger, die häufig ohne erkennbare Systematik durch das Becken fahren. Etwas schade ist der Umstand, dass er nicht nach der Arbeit an die Wasserkante zur Entnahme fährt. Hier muss man eigenständig prüfen und mit einem Haken das Gerät aus dem Pool entnehmen. Analysedaten werden im Nachgang dann in der App bereitgestellt.
Für die eigentliche Schmutzaufnahme steht eine Förderleistung von bis zu 18 m³ pro Stunde zur Verfügung. Bei einer mittleren Poolgröße von 30–40 m³ – was vermutlich der Durchschnitt darstellt – wälzt der Sauger also innerhalb von zwei Stunden das Wasser ebenfalls zwei Mal komplett um. Grobe Verschmutzungen wie Blätter, Insekten oder kleine Äste werden ebenso zuverlässig aufgenommen wie feiner (Filter)-Sand, Staub oder Blütenpollen. Das zweistufige Filtersystem übernimmt dabei die eigentliche Trennung der Partikel. Während der äußere 180-µm-Filter gröbere Verschmutzungen zurückhält, übernimmt der innenliegende Feinfilter mit einer Filterfeinheit von bis zu 3 µm die Aufnahme feinster Schwebstoffe. Gerade bei feinem Staub oder Filtersand hinterlässt das System einen ausgesprochen gründlichen Eindruck.
Auch die Wandreinigung gelingt überzeugend. Der P1 erklimmt Poolwände sicher und reinigt diese gleichmäßig bis zur Wasserlinie. Treppen stellen auch für moderne Pool-Roboter weiterhin eine Herausforderung dar. Flache und ausreichend tiefe Stufen lassen sich grundsätzlich reinigen, bei sehr schmalen oder steilen Treppen stößt auch der P1 an physikalische Grenzen. Insgesamt zeigt sich das Gerät bei geraden Wandverläufen und großzügigen Poolgeometrien am stärksten.
App-Steuerung
Die Einrichtung über die ECOVACS-Home-App gelingt innerhalb weniger Minuten. Nach dem Anlegen beziehungsweise der Anmeldung am Benutzerkonto wird der Ultramarine P1 automatisch erkannt und kann unmittelbar in Betrieb genommen werden. Sämtliche Schritte werden verständlich erklärt, sodass auch Einsteiger schnell zum ersten Reinigungsvorgang gelangen.

Die Software bietet sämtliche Funktionen, die man von einem modernen Premium-Poolroboter erwarten darf. Neben verschiedenen Reinigungsprogrammen lassen sich individuelle Zeitpläne erstellen, Reinigungsbereiche verwalten sowie Status- und Wartungsinformationen abrufen. Je nach Bedarf können ausschließlich Boden, Wände oder komplette Reinigungsdurchgänge gestartet werden.

Nach jedem abgeschlossenen Reinigungsvorgang liefert die App eine übersichtliche Zusammenfassung mit Informationen zur Reinigungsdauer, zum Akkustand sowie zum abgeschlossenen Programm. Die App selbst macht, rein subjektiv empfunden, einen sehr angenehmen und leicht zu steuernden Eindruck. Da erscheinen andere Hersteller wie Beatbot, Aiper oder Mova etwas komplexer. Die ECOVACS-Ausführung wirkt etwas frischer und „lockerer“ in der Anwendung. Letztlich also sehr schnell zugänglich, für jeden Anwender versteht sich.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum finalen Fazit des Pool-Roboters.





