Der ECOVACS Ultramarine P1 ist der erste Poolsauger vom genannten Hersteller, der bereits mit zahlreichen anderen Robotic-Produkten am Markt vertreten ist. Wie das Gerät mit einem Preis von rund 400 Euro in der Praxis abgeschnitten hat, klärt der nachfolgende Testbericht.
Nach zahlreichen erfolgreichen Produkten aus dem Bereich der Saug- und Mähroboter erweitert ECOVACS sein Portfolio nun um einen intelligenten Poolreiniger, der moderne Navigation, hohe Saugleistung und umfangreiche App-Funktionen miteinander kombinieren möchte. Preistechnisch bewegt sich dieser bei rund 400 Euro, was im Vergleich zu vielen anderen aktuell, noch human erscheint.
ECOVACS hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch seine Deebot-Saugroboter einen Namen gemacht und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich autonomer Reinigungssysteme. Mit dem Ultramarine P1 überträgt der Hersteller dieses Know-how nun auf die Poolreinigung.
In diesem Segment der Pool-Roboter trifft der Ultramarine P1 auf starke Konkurrenz. Herzstück ist die SmartNavi-Navigation, welche mithilfe mehrerer Sensoren und intelligenter Bewegungsalgorithmen systematische Reinigungsbahnen erstellt und unnötige Fahrwege vermeiden möchte. Ergänzt wird das Konzept durch die UltraPure-Saugtechnologie mit einer Förderleistung von bis zu 18m³ pro Stunde. Im direkten Vergleich sind das keine Spitzenwerte, wir denken hier bspw. an einen Mova Rover X10 oder einen Dreame Z1 – allerdings kostet der ECOVACS auch nur einen geringen Teil davon.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Pool-Roboter ein externes Netzteil, ein mehrstufiges Filtersystem, umfangreiche Dokumentationen sowie sämtliche Komponenten für die Inbetriebnahme. Darüber hinaus kann man auch das Walzensystem umrüsten, falls die Kletterfunktion nicht so gegeben ist, wie man es sich erhofft hat. Im Verlauf des Beitrags gehen wir nochmal detaillierter darauf ein. Anders als einige Konkurrenzmodelle verzichtet ECOVACS auf zusätzliche Bojen oder externe Steuerungsmodule. Sämtliche Einstellungen erfolgen komfortabel über die ECOVACS-App oder direkt am Gerät.
Die Navigation basiert auf dem SmartNavi-System, das mehrere Sensoren miteinander kombiniert und den Pool systematisch kartiert. Anders als bei deutlich teureren Modellen, verzichtet man bei Ultramarine auf komplexe Kamera-Erkennungssysteme.
Der Ultramarine P1 eignet sich für unterschiedlichste Pooltypen – darunter Beton-, GFK-, Vinyl- oder geflieste Becken – und kann sowohl rechteckige als auch komplexere Poolformen reinigen. Laut Hersteller sind Beckenflächen von bis zu 180 m² möglich. Die maximale Laufzeit beträgt bis zu drei Stunden im Eco-Modus, wodurch sich auch größere Privatpools in einem Arbeitsgang reinigen lassen.
Für die eigentliche Schmutzaufnahme setzt man auf ein zweistufiges Filtersystem. Ein äußerer 180-µm-Filter sammelt grobe Verschmutzungen wie Blätter oder Insekten, während ein zusätzlicher Feinfilter Partikel bis zu 3 µm zurückhält. Gerade feiner Staub, Sand oder Blütenpollen sollen dadurch wesentlich effektiver aus dem Wasser entfernt werden als bei klassischen Filtersystemen.
| Funktionen im Überblick | |
| Bezeichnung | ECOVACS Ultramarine P1 |
| Maße | 46,6L x 39,4B x 24H cm |
| Saugleistung | 38 m³ / Stunde |
| Gewicht | 10 Kg |
| Schmutzbehälter | Ja / herausnehmbar - 3,5 L |
| Akkuleistung | 180 Minuten |
| Ladedauer | ca. 4 Stunden |
| Reinigungsfläche | bis zu 180 m² |
| Reinigungsbereiche | Boden, Poolwände, Wasserstandslinie, Flachbereich |
| Steuerung | ECOVACS App mit: • Reinigungsmodi wählbar • Poolart wählbar • Reinigungsplan / Zeitplan • Zeitplan |
| Pooltyp geeignet | • Fiberglas • Beton • Mosaikfliesen • Vinyl (Aufstellpool) |
| Preis | 599,- EUR (UVP) 614,- EUR (UVP) - Walzenpaket |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Hersteller-Homepage | https://www.ecovacs.com/ |
Weitere Detailansichten
Optisch verfolgt der Ultramarine P1 eine moderne und funktionale Designsprache. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet und verzichtet auf auffällige Designelemente zugunsten einer klaren Linienführung. Das eine Bedienelement in Form eines Schalters, ist gut erreichbar angeordnet und hat ein haptisches Feedback vorzuweisen. Der Farbmix aus Weiß und Schwarz sowie Blau steht dem Gerät, aus optischen Aspekten betrachtet, sehr gut – diese Farbkombi wird ohnehin gern in maritimem Zusammenhang verwendet.
Wie bei hochwertigen Poolrobotern üblich erfolgt der Antrieb über groß dimensionierte Gummiketten. Diese sorgen für ausreichend Traktion auf unterschiedlichsten Pooloberflächen und ermöglichen gleichzeitig eine sichere Wandreinigung. Ein Novum bislang: ECOVACS bietet hier entweder im Bundle oder als optionales Zubehör, ein Umrüstkit an, mit dem der Robi besser im eigenen Pool die Wände hochklettern können soll, wenn die eigene Gegebenheit es erfordert.
Wie gewohnt, befördern die großen Bürsten den Schmutz zur Einsaugöffnung an der Unterseite. Dank der hohen Förderleistung der UltraPure-Saugtechnologie werden sowohl größere Schmutzpartikel als auch feine Ablagerungen zuverlässig aufgenommen.
Vergleichsweise aufwendige Filterstruktur mit gewisser "Saugkraft"
Auf der Oberseite befinden sich der Power-Schalter, der zugleich auch Menüwahlpunkt ist. Mittels mehrmaligen Drückens wählt man eines der drei Programme aus. Eine LED-Indikation zeigt das gewählte Programm (Blau) sowie den Akkuzustand (Rot) an. Optional kann man natürlich auch per App den Sauger starten.
Der Zugriff auf den Filtereinsatz gelingt unkompliziert über die obere Gehäuseabdeckung. Der Filterkorb lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und anschließend bequem unter fließendem Wasser reinigen. Das zweistufige Filtersystem gehört zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen des Ultramarine P1, da neben grobem Schmutz auch feinste Partikel zuverlässig zurückgehalten werden. Geladen wird der Poolroboter über ein externes Netzteil, dass einen proprietären Anschluss am Sauger hat.
Im nächsten Abschnitt widmen wir uns der wichtigsten Disziplin eines Poolroboters – der Reinigungsleistung im praktischen Einsatz.
Praxistest & Saugleistung
Auch der P1 ist kein Leichtgewicht mit seinen 10 Kilogramm, im Vergleich zu anderen Modellen aber deutlich leichter. Das Design mit der hellen Farbgebung verpasst dem Gerät auch ein filigranes Antlitz. Im Alltag relativiert sich dieser Umstand allerdings schnell, da das Gerät dank seiner durchdachten Konstruktion komfortabel aus dem Becken entnommen werden kann.
Auch der P1 ist kein Leichtgewicht mit seinen 10 Kilogramm, im Vergleich zu anderen Modellen aber deutlich leichter. Das Design mit der hellen Farbgebung verpasst dem Gerät auch ein filigranes Antlitz. Im Alltag relativiert sich dieser Umstand allerdings schnell, da das Gerät dank seiner durchdachten Konstruktion komfortabel aus dem Becken entnommen werden kann.
Die Inbetriebnahme gestaltet sich angenehm unkompliziert. Nach der Kopplung mit der ECOVACS-Home-App wird der gewünschte Reinigungsmodus ausgewählt und der Roboter anschließend ins Wasser gesetzt. Nach einer kurzen Orientierungsphase beginnt das Gerät mit Reinigungsvorgang. Eine Kartierung findet nicht statt, die Eckdaten des zu reinigenden Beckens gibt man selbst ein.
Die Navigation erfolgt über das SmartNavi-System, das mehrere Sensoren mit intelligenten Bewegungsalgorithmen kombiniert. Statt zufälliger Fahrwege arbeitet der Ultramarine P1 mit einer klar strukturierten Reinigungsstrategie. Zunächst werden die Bodenflächen systematisch abgefahren, bevor – je nach gewähltem Programm – Wände und Wasserlinie in den Reinigungsprozess integriert werden. Eine Skimmer-Funktion bietet der Sauger nicht.
Im praktischen Einsatz überzeugt insbesondere die ruhige und kontrollierte Fahrweise. Der Roboter bewegt sich präzise entlang seiner berechneten Bahnen und wirkt deutlich souveräner als viele einfachere Poolreiniger, die häufig ohne erkennbare Systematik durch das Becken fahren. Etwas schade ist der Umstand, dass er nicht nach der Arbeit an die Wasserkante zur Entnahme fährt. Hier muss man eigenständig prüfen und mit einem Haken das Gerät aus dem Pool entnehmen. Analysedaten werden im Nachgang dann in der App bereitgestellt.
Für die eigentliche Schmutzaufnahme steht eine Förderleistung von bis zu 18 m³ pro Stunde zur Verfügung. Bei einer mittleren Poolgröße von 30–40 m³ – was vermutlich der Durchschnitt darstellt – wälzt der Sauger also innerhalb von zwei Stunden das Wasser ebenfalls zwei Mal komplett um. Grobe Verschmutzungen wie Blätter, Insekten oder kleine Äste werden ebenso zuverlässig aufgenommen wie feiner (Filter)-Sand, Staub oder Blütenpollen. Das zweistufige Filtersystem übernimmt dabei die eigentliche Trennung der Partikel. Während der äußere 180-µm-Filter gröbere Verschmutzungen zurückhält, übernimmt der innenliegende Feinfilter mit einer Filterfeinheit von bis zu 3 µm die Aufnahme feinster Schwebstoffe. Gerade bei feinem Staub oder Filtersand hinterlässt das System einen ausgesprochen gründlichen Eindruck.
Auch die Wandreinigung gelingt überzeugend. Der P1 erklimmt Poolwände sicher und reinigt diese gleichmäßig bis zur Wasserlinie. Treppen stellen auch für moderne Pool-Roboter weiterhin eine Herausforderung dar. Flache und ausreichend tiefe Stufen lassen sich grundsätzlich reinigen, bei sehr schmalen oder steilen Treppen stößt auch der P1 an physikalische Grenzen. Insgesamt zeigt sich das Gerät bei geraden Wandverläufen und großzügigen Poolgeometrien am stärksten.
App-Steuerung
Die Einrichtung über die ECOVACS-Home-App gelingt innerhalb weniger Minuten. Nach dem Anlegen beziehungsweise der Anmeldung am Benutzerkonto wird der Ultramarine P1 automatisch erkannt und kann unmittelbar in Betrieb genommen werden. Sämtliche Schritte werden verständlich erklärt, sodass auch Einsteiger schnell zum ersten Reinigungsvorgang gelangen.

Die Software bietet sämtliche Funktionen, die man von einem modernen Premium-Poolroboter erwarten darf. Neben verschiedenen Reinigungsprogrammen lassen sich individuelle Zeitpläne erstellen, Reinigungsbereiche verwalten sowie Status- und Wartungsinformationen abrufen. Je nach Bedarf können ausschließlich Boden, Wände oder komplette Reinigungsdurchgänge gestartet werden.

Nach jedem abgeschlossenen Reinigungsvorgang liefert die App eine übersichtliche Zusammenfassung mit Informationen zur Reinigungsdauer, zum Akkustand sowie zum abgeschlossenen Programm. Die App selbst macht, rein subjektiv empfunden, einen sehr angenehmen und leicht zu steuernden Eindruck. Da erscheinen andere Hersteller wie Beatbot, Aiper oder Mova etwas komplexer. Die ECOVACS-Ausführung wirkt etwas frischer und „lockerer“ in der Anwendung. Letztlich also sehr schnell zugänglich, für jeden Anwender versteht sich.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum finalen Fazit des Pool-Roboters.
Fazit
Mit dem ECOVACS Ultramarine P1 gelingt dem Hersteller ein überzeugender Einstieg in das Premiumsegment der kabellosen Pool-Roboter. Das Gerät kombiniert eine moderne Navigation mit einer hohen Reinigungsleistung und richtet sich in erster Linie an Besitzer mittelgroßer bis größerer Privatpools, die Wert auf einen möglichst hohen Automatisierungsgrad legen.
Besonders positiv ist der Mix aus einfacher Anwendung, schickem, schlichtem Design sowie dem sehr effizienten Filtersystem. Mit einer Förderleistung von bis zu 18m³ bekommt man hier genügend Leistung an die Hand, den eigenen Pool innerhalb kurzer Zeit zu reinigen.
Die App ist übersichtlich aufgebaut, die Einrichtung gelingt unkompliziert und die verschiedenen Reinigungsprogramme (es sind nur drei vorhanden) decken die wichtigsten Einsatzszenarien ab. Positiv hervorzuheben ist außerdem die zuverlässige Wand- und Wasserlinienreinigung, wodurch sich der manuelle Reinigungsaufwand spürbar reduziert.
Natürlich gibt es auch beim Ultramarine P1 Grenzen. Wie nahezu alle Pool-Roboter seiner Klasse stößt er bei sehr schmalen oder steilen Treppen an physikalische Grenzen. Ebenso profitiert das Gerät von einer möglichst freien Poolgeometrie, da größere zusammenhängende Flächen seine systematische Navigation optimal unterstützen. Für kleine Aufstellpools wirkt der Roboter aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und Dimensionierung mitunter etwas überqualifiziert. Etwas schade ist nur, dass er nach Abschluss der Reinigung am Beckenboden stehenbleibt und nicht nach oben hin „aufschwimmt“. Aufpassen muss man allerdings auch dann, wenn sich noch Gegenstände im Pool vom Planschen befinden. Eine Taucherbrille oder Ähnliches wird dem Sauger gern mal schnell zum Verhängnis. Hier kommt dann das Fehlen einer optischen Hindernisserkennung zum Tragen.
Preislich positioniert ECOVACS den Ultramarine P1 klar im gehobenen Preissegment. Verglichen mit anderen Modellen, die teils deutlich teurer sind und wesentlich mehr als die von ECOVACS aufgerufenen 600 Euro kosten, scheint der P1 schon als Preis-Empfehlung durchzugehen. Im Detail betrachtet ist er das dann letztlich auch! Denn im Preisvergleich ist dieser bereits unter 500 Euro gelistet.
Kaufen kann man das Gerät unter anderem bei Amazon - hier gilt es wie immer, auch auf Angebotsphasen zu warten.
ECOVACS Ultramarine P1 Pool-Sauger
- große und weiche Laufwalzen sowie Ketten
- umfangreiche App-Steuerung + zahlreiche Modi
- arbeitet sehr präzise
- meldet selbstständig Betriebsstatus nach Arbeit
- für alle Pool-Arten geeignet
- Grundlegende Reinigungsleistung sehr gut
- hohe Filterleistung
- gutes PL-Verhältnis
- proprietärer Ladeanschluss
- bleibt nach Reinigung am Beckenboden
- kaum Hindernisserkennung
