Ersteinrichtung / App
Selbstverständlich gibt es auch eine App... Die Ersteinrichtung ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Nach dem Download der Whisker-App und dem Scan des QR-Codes am Gerät wird dieses mit dem WLAN verbunden. Allgemein lassen sich alle Funktionen, außer An/Aus, die direkt am Gerät möglich sind, auch in der App ansteuern. Über die App lassen sich Reinigungsintervalle, Gerätezustand und Aufzeichnungen, wann welche Katze das Klo genutzt hat, betrachten. Zudem informiert die App über den Füllstand des Abfallbehälters.
Besonders interessant ist der Statistikbereich. Wenn man seine Tiere anlegt, reicht es aus, ein ungefähres Gewicht zu hinterlegen, damit diese über die integrierte Waage unterschieden werden können. Über einen Algorithmus lernt die Waage innerhalb der ersten Wochen, die Tiere anhand des Gewichtes und der ersten eingetragenen Schätzung in der Statistik einzuordnen. In unserem Fall liegen die Werte gerade so weit auseinander (3,7kg und 3,1 kg), sodass eine Identifikation eindeutig noch möglich ist, aber das Gerät auch detailliert prüfen muss. Sollten die Werte sich noch weiter annähern, kann das Gerät die Katzen nicht mehr effizient auseinanderhalten. Wer sich für die Gesundheitsdaten seines Tieres interessiert, bekommt so ebenfalls eine Zeitersparnis: Es kann pro Tier eine Übersicht für die Woche oder den Monat aufgerufen werden.
Enthalten sind sowohl die Anzahl der Toilettengänge als auch die Entwicklung des Gewichtes von Katze oder Hund. Gerade letzteres hilft dabei, eine bessere Übersicht über den langfristigen Trend der Gewichtsentwicklung des Tieres zu erhalten. Ein separates Wiegen (mit dem entsprechenden Kampf) entfällt. Das ist praktisch für den nächsten Tierarztbesuch. Nach der Einrichtung ist es zu empfehlen, das Gerät einmal zu resetten, damit die Waage effizient arbeiten kann. Wie oben bereits erwähnt, ist es immer wichtig, nach einer Veränderung des Gerätes (beispielsweise Streu nachfüllen) einen Reset durchzuführen. Dazu kann einfach die Taste am Gerät selbst betätigt werden.
Ist alles eingerichtet, bietet die Anwendung für jedes hinterlegte Tier weitere Informationen und ein gewisses Protokoll des Nutzungsverhaltens. War ein Haustier auf dem WC, sendet das Gerät aktiv eine Push-Nachricht auf das Smart-Device.
Praxis und Sicherheit
Wie bereits eingangs erwähnt, haben wir nun sechs Tage lang den Litter Robot 4 im Praxistest gehabt. Auf der Herstellerseite gibt es Hinweise, für eine sanfte Umgewöhnung. Es empfiehlt sich, das bereits genutzte Streu aus der alten Toilette einzufüllen und parallel die alte Katzentoilette in Betrieb zu halten, um den Umstieg zu erleichtern. Das ist natürlich ein Standardprocedere, das alle Katzenhalter schon lange kennen, aber besser den Hinweis geben, als einen teuren Staubfänger in der Ecke stehen zu haben.
Die Vierbeiner im Testhaushalt haben den neuen Gegenstand entdecken wollen. Bereits nach wenigen Minuten hat dann die neugierige, mutige Katze ihn auch benutzt. Anscheinend ist es besonders beliebt, sich während des Geschäfts umsehen zu können. Wer schon einmal eine Katze im Freien beobachtet hat – dort zeigt sie ebenfalls dieses Verhalten (Fluchttier etc.). Das ist also ein Pluspunkt, da die Katzentoilette mehr der Natur der Katze entgegenkommt, als die üblichen geschlossenen Boxen mit Klappe. Auch hier war der Spritzschutz nützlich. Unsere Jungtiere haben mit ihren noch nicht mal 3 Jahren keine Einstiegsprobleme. Jedoch verteilen sie etwas Streu bei einem sprunghaften Ausstieg. Ach ja – wie schön ist es dann, den Saugrobbi loszuschicken. Unsere beiden Katzen erfreuen sich nun der 3 Katzentoiletten, da unsere vorsichtige Holly noch immer die alte Toilette in der Nähe annimmt und den Litter Robot gelegentlich wählt, sobald sie mutig ist. Nach einigen Wochen der Nutzung haben die Tiere das Gerät ohne Bedenken angenommen und wird ohne Probleme genutzt.
Sehr angenehm ist die leise Geräuschentwicklung während der Reinigung, welche bei Mensch und Tier als hervorragend aufgenommen wurde. Spannend für alle Fellnasen ist der Selbstreinigungsmodus. Teils aufmerksam, teils kritisch wird die Rotation der Kabine genau beobachtet, immer mit einem Sicherheitsabstand. Als Halter ist das Wiegen eine sehr praktische Nebenfunktion, da eine unserer Katzen sehr, sehr ungern auf der Waage ist. So hat man immer (das teils zu hohe) Gewicht im Blick. Damit braucht es deutlich weniger Zeit durch den hohen Automatisierungsgrad des Gerätes.
Das Thema Sicherheit dürfte für jeden Halter wichtig sein. Natürlich geht man davon aus, dass das Gerät und seine Sensoren keinen Defekt erleiden. Sofern das gegeben ist, helfen die Einstellungen in der App zurzeit bis zur Selbstreinigung. Bereits erwähnt: Es lässt sich bis zu 30 Minuten nach Nutzung einstellen. Im Alltag wird auch der erwähnte Sicherheitsabstand immer eingehalten, sofern eine Katze nur mit den Vorderpfoten in die Toilette tritt, um sich umzusehen, passiert auch nichts.
Die Stufe hat eine Höhe von 17,5 cm und bis in die Öffnung sind es 30,5 cm. Die beiden jüngeren Katzen nutzen die Stufe gelegentlich oder springen auch mal schnell ohne hinein. Die Streublende blieb in der ersten Testphase für unsere vorsichtige Samtpfote ab. Dieser Spritzschutz zeigte sich für unsere abenteuerliche Ellie als nützlich und für sie nicht störend. Beide Testkatzen hatten mit ihrer Körpergröße (ja nur 3 – 4 kg ) reichlich Platz, genossen die Aussicht und auch das Licht bei Dunkelheit. Das Scharren war ihnen gut möglich. Die Sensoren haben ihre Arbeit stets zuversichtlich erfüllt und reagierten stets angemessen, sobald die Katze sich näherte.
Zu Beginn war es für uns Zweibeiner etwas gewöhnungsbedürftig, so ein großes „Katzenklomodell“ in unserem kleinen Gästebad zu integrieren. Aber nun wirkt die Toilette genauso angemessen mit ihrem dezenten Licht wie unsere „Schüssel“. Als Zweibeiner genießt man den Komfort nicht ständig reinigen zu müssen. Die Kontrolle des Gewichtes stellte für uns ein sehr wichtiger Faktor, da gerade bei Katzen Gewichtsveränderungen ein erstes Indiz für tierärztliche Untersuchung darstellen kann.
Im Bereich des Designs hat Litter Robot 4 mit seinem Licht bestens überzeugt. Und auch der abendliche Fernsehabend ist mit dem leichten Rauschen der Zyklusreinigung nicht gestört. Nach einer Woche gelang es unserer zurückhaltenden Katze, das Klo anzunehmen. Sie konnte nun sogar dreimal täglich daran gehen. Unsere alte Toilette wurde dennoch von ihr noch nicht ganz abgelegt. Diese wird höchstens nach zwei Wochen abgebaut.





