Praxis und Akkuleistung
Der Roboter ist in seiner Handhabung einfach zu bedienen und reinigt sich nach der Nutzung selbstständig, vorausgesetzt man hat die entsprechende Einstellung in der App hinterlegt. Seine Knöpfe für die manuelle Steuerung sind praktisch angelegt und der Bedienungszweck ergibt sich von selbst. Die gummierten Räder sind robust ausgelegt und weisen einen gewissen „Federweg“ auf. Die in der App gegebenen Hinweise leiten den Anwender zielgerichtet durch die Prozesse. Schauen wir mal, was das Gerät zu leisten im Stande ist.
Der Qrevo Curv 2 Pro zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Saugkraft von 25.000 pa im Maximalmodus aus. Er ist in der Lage, in geraden Bahnen zu fahren und dreht sich bei Richtungswechsel. Wände und Möbel kann er tadellos erkennen. In unserem Test stach er mit seiner Akkukapazität von 6400 mAh hervor, was ihn eine lange Reinigungsdauer ermöglicht. Weiterhin erkannte er Hindernisse, welche es zu erklimmen galt. Er navigierte sich sicher über die Stangen eines Wäscheständers. Es gelingt ihm, flache Teppiche ohne Einschränkungen zu überwinden, aber auch Hochfloorteppiche stellen mit dem anhebbaren Chassis eben keine Herausforderung dar. Das Einfahren des Lasers ermöglichte es sicher unter dem Sofa oder dem Bett zu gelangen. Damit ist ihm möglich, unter Möbelstücke von einer Höhe von bis 10 cm zu unterfahren.
Das Ausfahren der Wischmopps ist ein gelungenes Feature und zeigte nun im Test auch entsprechend sicher in seiner Anwendung.
Die schnelle Aufladezeit gibt der Hersteller mit einem Wert von 240 Minuten an. Im Maximalmodus gelang es dem Sauger, 72 m² Reinigungsfläche in 2 Stunden und 10 Minuten tadellos zu saugen und gleichzeitig zu wischen. Dabei wurde sein Akku gefordert, sodass er mit 14 Prozent Akkustand zur Ladestation fuhr. Sollte der Akku während der Reinigung leer werden, fährt unser Kollege selbstständig an die Ladestation und setzt die Reinigung nach dem Laden von allein fort. Mit diesem Ergebnis ist der Roborock Q Revo Curv 2 pro auch für Häuser/ Wohnungen für ca. 100 qm geeignet, wenn man ohne Zwischenladen reinigen möchte.
Der Mopp wurde nach der Einstellung in der App zwischengereinigt. Das Wischergebnis im niedrigen Wassereinstellungsbereich ist ausreichend nass und ist zufriedenstellend. Empfindsame Böden sollte man "sanft" wischen lassen. Die rotierenden Mopps vollbrachten eine sehr zufriedenstellende Arbeit für den täglichen Einsatz. Besonders ist hier im Ergebnis auch noch die Ecken-Kanten-Reinigung anzusprechen, welche sehr sanft am Rand entlangfuhr.
Innerhalb des Testes wurde die Sprachsteuerung von Roborock selbst („Hello Rocky“ getestet. Diese funktioniert, ohne irgendwelche Einstellungen zuvor tätigen zu müssen. Im Lieferumfang ist noch eine nicht allzu schöne, jedoch praktische Karte mit Anweisungen für die Sprachsteuerung. Sehr praktisch auch beim Stoppen während der Arbeit: Man benötigt nun keinen Zugriff auf die App oder das manuelle Drücken der Taste am Gerät selbst. Auch hier waren die Bedienbefehle „Hallo Rocky" Darauf antwortet das Gerät: „Wie geht’s?“. Anschließend können Befehle geäußert werden. „Pausieren“, „Fortsetzen“, „Mit dem Saubermachen beginnen“, „Bad reinigen“ und noch viel mehr Befehle können von der Karte abgelesen werden.
Die Lautstärke wurde in unserem Test im "leise Modus" mit ~54,5 dB(A) gemessen. Die weiteren Stufen zeigten ~58,5 db(A) (Normal), ~62,0 db(A) (Turbo), ~67,5 db(A) (Maximalmodus),bei der Messung an. Gemessen wurde, wie abgebildet, im Abstand von circa 1,2 m Entfernung. Bewegt man sich bspw. vom Sauger weg, wird die empfundene Lautstärke logischerweise deutlich weniger. Diese Ergebnisse machen Anwendung, Homeoffice und Familienleben, beispielsweise Ferien und Zuhause sein, komfortabel. Auch Haustiere reagieren nicht allzu geschockt von der Geräuschkulisse.
Die Absaugstation ist im Vergleich zu anderen Modellen ebenfalls keine „Schreihbüchse“, aber dennoch nicht flüsternd – auch für Haustiere ein beträchtlicher Nutzen. Während des Absaugens über die Station wurde eine Lautstärke von rund 69,5 db(A) im Abstand von 1,2 m gemessen. Das Moppwaschen dauert höchstens ein bis zwei Minuten und erreicht eine Lautstärke von 55 db(A). Des Weiteren erzeugen auch das Absaugen des Schmutzes sowie das Zuführen von Frischwasser weitere Geräusche. Ein leises „Rattern“ der Bürste, ein „Blubbern“ des Wassers bleibt nicht aus. Das Föhnen des Mopps mittels eines zarten Rauschens kann je nach Einstellung bis zu 3 h dauern und bei einem ruhigen Abend auch als störend empfunden werden. Alles in allem bleiben Geräusche bei einer „autonomen“ Station nicht aus und sollten daher in Kauf genommen werden.
Kamera: Wer möchte, der kann über sein Smartphone bzw. in der App auch ein Live-View aus der Kamera des Saugers erhalten.





