Blickwinkel
Das IPS-Panel selbst bietet eine gewohnt gute Blickwinkelstabilität. Auch bei seitlicher Betrachtung bleibt das Bild weitgehend stabil, wenngleich die Darstellung konstruktionsbedingt nicht mit den perfekten Blickwinkeln selbstleuchtender OLED-Pixel gleichgesetzt werden sollte.
Desktop-Betrieb
Der Monitor ist natürlich auch für Office-Tätigkeiten zu gebrauchen und dank der sehr sehr hohen Pixeldichte besonders interessant für produktive Anwendungen.Die 218 ppi auf dieser Displaygröße sind ein echter Vorteil. Texte, Menüs und feine grafische Elemente erscheinen ausgesprochen scharf und detailliert. Gerade im Vergleich zu klassischen 27-Zoll-WQHD-Monitoren ist der Unterschied deutlich sichtbar.


Kleiner subjektiver Eindruck: Dank der hohen Pixeldichte wirken speziell Videos und generell hochauflösende Inhalte sehr detailliert. Gerade bei entsprechendem Quellmaterial kann der Monitor seine 5K-Auflösung voll ausspielen.
Eine der großen Stärken des Panels ist die Darstellung von Bewegtmaterial. Durch die hohe Bildwiederholrate und die schnelle Reaktionszeit werden Bewegungen sauber dargestellt. Gerade bei 165 Hz in 5K entsteht eine sehr flüssige und farbprächtige Darstellung, wie sie vor einigen Jahren noch undenkbar war. Dual-Mode mit bis zu 330 Hz bei QHD ist besonders für „schnelle Spiele“ eine weitere interessante Option.
Farbraumabdeckung - visualisiert
Das Gaming-Profil hatten wir bereits thematisiert, aber wie sieht das Ganze dann letztlich visualisiert aus? Das kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert, sodass wir mit einem entsprechenden Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen können. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen. Nachfolgend die Messung mit dem Monitor-Setting „Gamer 1“ erstellt wurde.
sRGB-Profil
Gamer 1 Profil
Darstellung Nachtszenen / Grauabstufung
Wo viel Licht erzeugt und gleichzeitig mit vielen Dimming-Zonen gearbeitet wird, können konstruktionsbedingt auch typische Eigenschaften der Mini-LED-Technik auftreten. Wir erinnern uns, der LG 27GR95UM hatte mit teils extremen Halo-Effekten zu kämpfen. Beim 27GM950B-B will man dies jetzt in den Griff bekommen haben - und ganz offen gesprochen, das hat man auch! Das Ergebnis sieht wirklich sehr gut aus und der Darstellungsqualität eines OLED-Gerätes inzwischen ganz dicht auf den Fersen.
Dazu bedarf es zu wissen, dass man hier mit den Local-Dimming-Einstellungen selbst ein wenig testen muss. Die absolute Herausforderung stellt dabei der Sternenhimmel des Weltraums dar, was für OLED-Geräte natürlich eine Paradedisziplin ist. Das verlinkte Video soll hier darstellen, dass die Halo-Ringe um die Objekte nicht gänzlich weg sind, aber die besagten Settings deutlich dazu beitragen, diese zu reduzieren und sie nur noch ganz marginal erscheinen zu lassen. Die allermeisten Anwender werden hier ein nahezu perfektes Bild attestieren (jedenfalls das 2. Video u.a.). Zur Einordnung: Das Video zeigt auf Grund der Belichtungszeit der Kamera nicht ganz die perfekte Darstellung.
Ebenfalls kann dieser Effekt (ganz leicht) auftreten, wenn man im Desktop-Betrieb ein dunkles Schema verwendet und man den Mauszeiger darüber bewegt. Abhilfe schaffen hier die genannten Settings, um diesen Effekt deutlich zu veringern.

Die Grautondarstellung ist leider eine der weniger guten Disziplinen des Displays, was allerdings erst bei Messungen hervorsticht. Das subjektive Bild ist sehr gut und auf einem hohen Niveau einzuordnen. Das zweite Testbild (mit den Karos) zeigt gut auf, dass die Übergänge von Weiß auf Schwarz einen leichten „Milcheffekt“ aufweisen und auf die verwendete LCD-Technik zurückzuführen sind. Wie zuvor erwähnt, im Spielumfeld ließ sich das bewusst nicht oder nur sehr marginal ausmachen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Ausleuchtungsgüte des Displays.











