Der LG 39GX950B OLED Gaming Monitor dürfte vermutlich das Gerät sein, worauf die Gaming-Szene seit Jahren gewartet hat. Ein 39 Zoll Curved Gerät im 21:9-Format mit einer 5K-Auflösung bzw. „5K2K-Feature“. Garniert wird das Ganze vom verbauten Tandem RGB-Panel, welches man bereits aus dem TV-Segment kennt und bis zu 1500 nits an Spitzenhelligkeit bieten soll. Wir haben das Gerät ausführlich im Detail getestet.
Das „5K2K-Display“ wurde Anfang des Jahres 2026 vorgestellt und ist jetzt final in den Handel gelangt. Mit den Grundzutaten eines RGB Tandem-OLED-Panels im 21:9 Format sowie einer nativen Auflösung von 5120 × 2160 Pixeln geht der Monitor fortan auf Kundenfang. Selbstredend darf auch eine Krümmung (1500R) nicht fehlen.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist der integrierte Dual-Mode. Hier sollen Nutzer zwischen der nativen 5K2K-Auflösung mit 165 Hz und einem schnelleren Modus mit 330 Hz bei reduzierter Auflösung umschalten können. Dadurch lässt sich der Monitor sowohl für grafikintensive AAA-Titel als auch für kompetitive Spiele mit besonders hohen Bildraten nutzen. Ergänzend unterstützt das Display AMD FreeSync Premium Pro sowie die NVIDIA G-SYNC-Kompatibilität zur Reduzierung von Tearing und Rucklern. Jenen Modus hatten wir schon in 2024 erstmals beim LG 32GS95UX-B vorgestellt, der bekanntlich ebenfalls ein OLED‑Panel verbaut hatte.
Ebenfalls neu ist die integrierte AI-Upscaling-Funktion. Diese soll Inhalte mit geringerer Ausgangsauflösung intern hochskalieren und dadurch die Anforderungen an die Grafikkarte reduzieren. Ergänzend stehen KI-gestützte Funktionen wie AI Scene Optimization und AI Sound zur Verfügung, die Bild- und Audioeinstellungen automatisch an den dargestellten Inhalt anpassen.
Das RGB Tandem OLED Panel der 4. Generation, oder besser gesagt die Art und Weise dieses Display-Aufbaus, kennen wir bereits aus den TV-Modellen, die seit 2025 und jetzt in 2026 damit ausgestattet wurden. Im TV-Segment spricht LG konkret sogar vom „Primary RGB Tandem“ OLED-Panel. Die 4. Generation wurde in den 2025er TV-Modelle verbaut und kam hauptsächlich beim Flaggschiff, dem LG OLED G5 zum Einsatz.
Im Kern handelt es sich dabei um ein 4‑schichtiges Stack-Panel, dem man einen zusätzlichen blauen Layer hinzugefügt hat. Theoretisch wäre es wohl möglich, damit Spitzenhelligkeiten von 4000 nits zu erzielen. Die Praxis sieht wie immer anders aus, bzw. was macht im Monitor-Umfeld überhaupt Sinn? Der 39GX950B ist mit bis zu 1500 nits (in HDR) angegeben, was aktuell mit zu dem Besten gehört, was man in diesem Segment kaufen kann.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt der zusätzlichen Farblayer-Schicht: Auch die grundlegende Farbdarstellung der jeweiligen Farbräume verspricht hier eine noch präzisere Darstellung, was letztlich der Bildqualität zugutekommt. Miteinher gehen auch die Zertifizierung für VESA DisplayHDR True Black 500 sowie eine Farbraumabdeckung von 99,5 Prozent im DCI-P3 Farbraum, die Reaktionszeit beträgt 0,03 ms (GtG) laut Hersteller
Neben dem Monitor selbst, packt LG in den Karton noch ein HDMI-, DisplayPort- und USB-Kabel (Typ-B-Stecker) mit dazu. Die Stromversorgung wird über ein recht großes, externes Netzteil gelöst. Die üblichen Beipackzettel befinden sich ebenfalls mit dabei.
Im Lieferumfang enthalten sind folgende Dinge
- Monitor inklusive Standfuß
- ein HDMI-Kabel
- ein DisplayPort-Kabel
- ein USB-B-auf USB-A Kabel
- ein Kaltgerätekabel + Netzteil
- Montagematerial und Quick-Start-Guide
| Monitor im Überblick | |
| Bezeichnung | LG 39GX950B |
| LCD-Größe | 39 Zoll, Flat (26,5 Zoll) |
| Panel | OLED, Anti-Glare |
| Curved | nein |
| Auflösung | 5120x2160 (WUHD), 21:9, 142ppi 2560x1080 (UWFHD) (Dual-Mode, 71ppi) - umschaltbar |
| Pixeldichte | 142 ppi - nativ |
| Bildformat | 21:9 |
| Blickwinkel | 178° vertikal |
| Helligkeit | 335 cd/m² 1500 cd/m² (Spitzenhelligkeit) |
| Kontrast | 1.850.000:1 |
| Bildwiederholrate | 165Hz (5120x2160), 330Hz (2560x1080) |
| Reaktionszeit | 0,03 ms GtG |
| Video-Anschlüsse | ▪ 1x DisplayPort 2.1 UHBR20 (165Hz@5120x2160) ▪ 2x HDMI 2.1 (165Hz@5120x2160) |
| USB-Anschlüsse | ▪ 2x USB-A 3.0 (5Gb/s) ▪ 1x USB-C 3.0 mit DisplayPort 2.1 (Upstream, 5Gb/s, PD-Out 90W, 165Hz@5120x2160) |
| Audio | ▪ Lautsprecher (2x 7 Watt) ▪ 1x 3.5mm Klinke Line-Out |
| Gewicht | 10,7 kg Panel inklusive Standfuß |
| Energieverbrauch | Standby: 0,5W - max: 25 kWh/1000h |
| Netzteil | extern |
| Vesa-Standard | 100 x 100mm |
| Sonstiges | ▪ DCI-P3-Farbraum 99,5 % ▪ sRGB-Farbprofil ▪ Vesa DisplayHDR 500 ▪ HDR10-Support ▪ Nvidia G-SYNC ▪ AMD FreeSync Premium ▪ Dual Mode (165 Hz / 330 Hz) ▪ Hexagon-Lighting an der Rückseite |
| Preis | 1899 EUR UVP |
| Garantie | 2 Jahre Garantie |
| Hersteller-Homepage | www.LG.com |
Auch bei der Konnektivität ist der 39GX950B zeitgemäß ausgestattet. Neben DisplayPort 2.1 (UHBR20) und HDMI 2.1 verfügt der Monitor über einen USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Alt-Mode und bis zu 90 Watt Power Delivery, wodurch sich Notebooks direkt anschließen und gleichzeitig laden lassen. Hinzu kommen weitere USB-Anschlüsse sowie integrierte Lautsprecher.
Wie abgebildet - per USB-C kann ein Notebook angeschlossen und native Auflösung dargestellt werden
Wer den Monitor als Workstation nutzen möchte, der kann ganz einfach sein Notebook anschließen. Hier in der Darstellung ein LG gram Pro 16 (16Z90P), welches sogar über eine dedizierte Grafikkarte verfügt. Weitere Details schauen wir uns auf der nächsten Seite an, ehe es dann zu den umfangreichen Messwerten übergeht.
Detailansicht
Wie inzwischen fast alle neuen Gaming-Ableger aus dem Monitor-Segment von LG, hat auch der 32GX950B den sehr flachen Standfuß mit dem flexiblen Ergonomie-Design erhalten. Der Vorteil liegt buchstäblich auf der Hand, das große, sperrige Dreibein, welches wir noch früheren Modellen kennen, wird hier nicht mehr verwendet. Unter dem Panel daher deutlich mehr Platz für andere Gegenstände vorhanden. Ein weiterer Nebeneffekt, der auch schon beim LG 32GS95UX umgesetzt wurde, man kann das Display jetzt noch dichter an die Wand positionieren.
Das Gehäusedesign ist grundlegend nicht neu und kennt man bereits von anderen LG-Monitoren. Darin befindet sich die charmante Ambiente-Beleuchtung mit dem markanten Namen „Hexagon Lighting“ die weiterhin frei definierbar ist und zahlreiche Effekte innehat. Zudem wird in sehr dunklen Räumen hinter dem Panel eine angenehme Leuchtatmosphäre erzeugt. Eine Kabelführung ist in Form einer Öffnung am Standfuß vorhanden. Das Gehäuse selbst ist in Grau gehalten und präsentiert sich farblich unaufgeregt.
Nicht nur beleuchtet - sondern auch flexibel drehbar das Panel
Auch bei der Konnektivität ist der 39GX950B zeitgemäß ausgestattet. Neben DisplayPort 2.1 (UHBR20) und HDMI 2.1 verfügt der Monitor über einen USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Alt-Mode und bis zu 90 Watt Power Delivery, wodurch sich Notebooks direkt anschließen und gleichzeitig laden lassen. Hinzu kommen weitere USB-Anschlüsse sowie integrierte Lautsprecher.
Das Panel ist wieder sehr gut und zugleich rahmenlos eingefasst und bietet bauart bedingt nur einen schmalen Rahmen innerhalb des Panels. Das sieht nicht nur schick aus und vermittelt Wertigkeit, sondern nutzt den verwendeten „Raum“ auch effektiv aus. Zudem hat man hier eine „Anti-Glare-Beschichtung“ aufgetragen, was Spiegelungen entgegenwirken oder besser gesagt, in hellen Räumen für deutlich mehr Nutzbarkeit sorgen soll. Helle Lichteinstrahlung wird sichtbar „geschluckt“. Wenn man jetzt den Umstand von einem anderen Standpunkt aus betrachtet, verlieren die selbstleuchtenden OLED-Pixel aber ein wenig ihre Brillanz, welche eben so einzigartig ist für Panel dieser Art. Hier kann man es je nach eigenem Anspruch betrachten.
Lichteinfall sumiliert mit großem Lichtschirm
Das Panel ist wieder sehr gut und zugleich rahmenlos eingefasst. Das sieht nicht nur schick aus und vermittelt Wertigkeit, sondern nutzt den verwendeten „Raum“ auch effektiv aus. Zudem hat man hier eine „Anti-Glare-Beschichtung“ aufgetragen, was Spiegelungen entgegenwirken oder besser gesagt, in hellen Räumen für deutlich mehr Nutzbarkeit sorgen soll. Bereits an dieser Stelle können wir sagen, dass man nicht mehr vom Konjunktiv spricht, sondern das Unterfangen des Herstellers als erfolgreich ansehen kann. Äußerer Lichteinfall wird merkbar reduziert. Wenn man jetzt den Umstand von einem anderen Standpunkt aus betrachtet, verlieren die selbstleuchtenden OLED-Pixel aber ein wenig ihre Brillanz, welche eben so einzigartig ist für Panel dieser Art. Hier kann man es je nach eigenem Anspruch betrachten.
Lichteinfall simuliert mit Punktquelle
Der Aufbau des Standfußes ist ein Kinderspiel, wie gehabt wird dieser in die Halterung eingeklickt. Der untere Sockel wird dann final mit einer Handschraube ohne Werkzeug festgedreht – einfacher geht es nicht. Am Fuß selbst gibt es rückwärtig noch eine kleine Öffnung zum Durchführen der Kabel. Einen dedizierte Halteclip gibt es leider nicht.
Wertige Metallfuß sorgt für sicheren Stand
Beim Thema Ergonomie ist der Monitor auch wieder gut aufgestellt. So lässt sich das Gerät dank des flexiblen Standfußes vielfältig verstellen. Er kann 120 mm in der Höhe verstellt werden und kann auch einen Neigungswinkel von 10° nach vorn bzw. 15° nach hinten darbieten. Der Aufbau selbst ist ein Kinderspiel, wie gehabt wird dieser in die Halterung eingeklickt. Der untere Sockel wird dann final mit einer Handschraube ohne Werkzeug festgedreht – einfacher geht es nicht. Am Fuß selbst gibt es rückwärtig noch einen kleinen Halter für die angeschlossenen Kabel, um jene besser leiten zu können.
Auch nach vorn neigbar - bis zu 15°
Zusätzlich lässt sich das Display um seine eigene Achse nach Links und Rechts drehen sowie auch nach hinten kippen. Exakte Angaben bleibt uns LG allerdings schuldig. Eine Pivot-Funktion ist ebenfalls nicht vorhanden, was konstruktionsbedingt auch gar nicht möglich wäre.
Flexibel in der Ausrichtung dank eigenem Drehgelenk am Monitorfuß
Das Anschlusspanel ist in diesem Fall nach unten ausgerichtet, was beim Anstecken der Kabel etwas ungünstig erscheint, in Summe aber Sinn ergibt. Eine Abdeckung ist ebenfalls vorhanden, die nach dem Anschließen diesen Bereich elegant überdeckt. Die USB-Ports stehen wie gewohnt als Hub- bzw. als Uplink zur Verfügung. Der USB-C-Port dient nicht nur als DisplayPort-Ersatz sondern bietet auch bis zu 90 Watt an Ladestrom (Power-Delivery). Den altmodischen USB‑Typ‑B‑Stecker findet man hier nicht mehr. Das Netzteil ist leider extern gelagert und wird mittels proprietärem Stecker am Monitor angeschlossen. Jenes ist zudem auch noch recht groß, sperrig und will auch verstaut werden.
Rückwärtig positionierte Display-Ausgänge mit Richtung nach unten
USB-C-Anschluss am Monitor
Wichtig zu erwähnen: Der Monitor bietet auch intern verbaute Lautsprecher. Allerdings fallen diese nicht so potent aus, wie man es noch beim 32GS95UX gesehen bzw. gehört hat. Die mit 2x 7 Watt bezifferten Membranen sollten eher als Grundbeschallung betrachtet werden. Effektvolle Klangwiedergabe sollte definitiv extern erfolgen.
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Betrachtung des Monitor-Menüs und deren Funktionsumfang.
Menüanzeige / Steuerung
Wie von vielen Iterationen zuvor auch bekannt, steuert man diesen LG Monitor ebenfalls mittels eines kleinen Joysticks an der Unterseite. Die grundlegende Handhabung hat sich auch schon bei vielen anderen Herstellern etabliert. Allerdings hat die Menüstruktur eine Fülle erhalten, dass sich mittlerweile wirklich eine Fernbedienung anbieten würde.
Die Menüstruktur an sich ist wirklich sehr gut und verständlich aufgemacht. Die optische Gestaltung des Menüs ist ganz klar als Gaming-Monitor-Ausführung zu erkennen. Sie beinhaltete alle Informationen, die man als Schnellanzeige, sowie aber auch zum Umstellen von Funktionen benötigt. Die Upscaling-Modi nehmen eine eigene Kategorie ein, deaktiviert man diese, ändert sich die Menüfarbe in Blau.

Speziell im Falle unseres OLED-Testgerätes gibt es im Bereich der Bildeinstellungen auch einen Reiter für „Peak-Helligkeit“, der in drei Unterstufen aufgeteilt ist. Wie sich das in der Praxis auswirkt findet sich auf den nächsten Seiten ausführlich dokumentiert bzw. wurde analysiert. In Kombination mit dem Profil „Gamer 1“ soll man laut LG auch das beste Bildergebnis beim Gaming erlangen. Dahinter hängt zudem auch eine Vesa HDR500-Zertifizierung.
Da wir zudem ein Display mit selbstleuchtenden Pixeln vor uns haben, hat LG natürlich auch die „Sicherheitsmechanismen“ eingebaut, die wir seit Jahren aus dem TV-Bereich kennen. Die Rede ist von einem Bildschirmschoner, der u. a. ein statisches Einbrennen entgegenwirken will, sowie aber auch die „OLED Image Cleaning“ Funktion. Ähnlich wie im TV-Segment, werden nach dem Ausschalten des Panels, die Pixel „neu geordnet“. Es ist daher dringend zu empfehlen und nicht mit einem Kippschalter zu arbeiten und den Monitor eben nicht "hart" vom Strom zu nehmen. Ein entsprechender Hinweis erfolgt dann, für den Nutzer ohnehin noch mal.
Wie schon von früheren Modellen bekannt, lassen sich kleine „Spielerein“ wie ein Fadenkreuz fest als Overlay einblenden. Der sogenannte Black Stabilizer will die Kontrastwerte justieren, sodass dunkle Bereiche besser ausgeleuchtet werden. Alles keine Neuheiten im LG-Universum, aber mitunter recht nützlich. In Summe alles super aufgebaut und nicht überladen.
Im Desktop-Betrieb mit anliegendem Bildsignal werden dann auch die wichtigsten Parameter angezeigt. Hier wäre zum einen die aktuelle Bildwiederholrate zu nennen und ob VRR oder HDR aktiviert sind.
Selbstredend lassen sich auch die Beleuchtungs-Modi des „Hexagon-Lighting“ ebenfalls ausführlich definieren, oder gar abschalten. Auf der nächsten Seite starten wir mit den Messwerten.
Monitortestsystem
Unser Monitortestsystem besteht aus einem Intel Core i9-12900K- auf einem MSI Z690 Uni-Fi und einer MSI RTX 3080 Ti Suprim X. Beim RAM setzen wir auf die Corsair Dominator Platinum DDR5.
Messequipment
Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kamen der VideoForge Pro Pattern Generator und der C6 HDR 2000 Colorimeter von Portrait Displays zum Einsatz. Damit ist es möglich, den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzise definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können. Als Analyse-Tool wird Calman Ultimate verwendet.
SDR-Messungen
Die Helligkeitswerte wurden in Calman Ultimate gemessen und dokumentiert. In der Vergangenheit war ein immer wiederkehrendes Muster zu erkennen: Fast alle OLED-Monitore konnten überschaubare SDR-Helligkeit vorweisen, mit aktiviertem HDR wird dann der Turbo gezündet. Der 39GX950B macht dies komplett anders und liefert sehr solide Werte. Im Bereich der OLED-Gaming-Monitore ist das Gerät mit im Spitzenfeld anzutreffen.
SDR ColourChecker (sRGB Profil) - 30% Helligkeit - Peak Brightness "Low"
Die SDR-Messwerte sind bereits als überdurchschnittlich gut einzustufen. Das ermittelte Delta E von 1,89 ist sehr gut. Zum Vergleich: Absolute Spitzen-OLED-TVs erreichen Werte im Bereich von 1,0, was zugleich aber schon extrem nahe an der Farbreferenz ist. Gemessen wurde auch hier mit dem sRGB-Profil bei 30% Helligkeit – ähnlich verfährt man auch im TV-Bereich. Wichtig zu wissen ist darüber hinaus auch, dass dieses und im Allgemeinen betrachtet, die "Gamer-Profile" von Monitoren immer farblich überzeichnet sind. Auf den folgenden Seiten haben wir auch eine ICC-Visualisierung des Farbprofils dargestellt. Mit einem sRGB-Farbprofil ist man hier sehr nahe an der Referenz unterwegs.
SDR ColourChecker (Gamer 1 Profil) - 100% Helligkeit - Peak Brightness "Uniform"
Verwendet man eines der „Gamer-Profile“ als Preset, bestätigt sich das Beschriebene und die Farben werden deutlich übersättigt dargestellt. Daraus ergibt sich eine Delta E Abweichung von 4,02 (Gamer 1).
SDR Greyscale - Multi - ebenfalls sehr gute Werte
Wie eine Seite zuvor aufgezeigt, bietet der Modi drei Abstufungen bei der Spitzenhelligkeit. High ist klar, Low ebenfalls und bei Uniform, wird der Max-Wert gedeckelt, sodass eine immer gleichbleibende Spitzenhelligkeit anzutreffen ist.
SDR Brightness High
SDR Brightness Low
SDR Brightness Uniform
Die Abweichungen bei der Panel-Ausleuchtung sind ebenfalls messbar. Zwischen „High“ und „Low“ bei der Peak-Brightness liegen hier im Test-Pattern von 1 bis 10% Ausschnitt rund 100 nits. Fullframe ist die Helligkeit identisch. Wer es „homologiert“ mag, der bekommt konstant 330 nits mit dem „Uniform“ Setting geboten.
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit den HDR-Messungen.
HDR-Messungen
Die Helligkeitswerte wurden in Calman Ultimate gemessen und dokumentiert. Wie nachfolgend zu sehen, verfolgen fast alle OLED-Monitore ein gleiches Muster: überschaubare SDR-Helligkeit, mit aktiviertem HDR wird dann der Turbo gezündet.
Messequipment
Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kamen der VideoForge Pro Pattern Generator und der C6 HDR 2000 Colorimeter von Portrait Displays zum Einsatz. Damit ist es möglich, den Monitor zu kalibrieren. Zusätzlich können auch unter präzise definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können. Als Analyse-Tool wird Calman Ultimate verwendet.
Die HDR-Darstellung ist, wie bereits schon angekündigt, ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau einzuordnen. Wir erinnern uns: Die Messungen erfolgen im Gamer-1-Profil – jenes ist für ein leicht und bewusst übersättigtes Farbsetting bekannt. Wie auch die Messskala erkennen lässt, hätte die Präzision etwas höher sein können. Die Messkurven untermauern entsprechendes mit sehr geringen Abweichungen, was auch für die EOTF-Skala zugleich gilt. Gemessen wurde mit „Gamer 1“ und Peak Helligkeit auf „max“ was letztlich diese Werte erzeugt.
HDR-Greyscale Tracking - Gamer 1 Profil
HDR ColourChecker - Gamer 1 Profil - "max Helligkeit"
HDR ColourChecker - Gamer 1 Profil - "max Low"
Variiert man hier und setzt den Reiter der Spitzenhelligkeit auf Low, wird die Farbdarstellung, selbst im Gamer 1 Profil, messbar präziser und überzeichnet weniger. Letztlich ergibt sich daraus eine Farbabweichung von 2,86 (AVG) im Vergleich zum Helligkeitssetting „max“. Dabei ließ sich der gemessenen Farbtreue eine Abweichung von 3,21 nach dem dE-Formular nachweisen, was vergleichsweise hoch ist. Die P3- und BT2020-Farbräume werden ebenfalls auf einem sehr hohen Skalenwert präsentiert, wie man sich momentan auch in aktuellen OLED-TV-Modellen vorfindet. Mehr geht aktuell in diesem Segment kaum.
DCI-P3-Farbraum wird zu 99,9% abgedeckt - besser geht es nicht
BT2020 Farbraum zu 78,5% abgedeckt
HDR-Spitzenhelligkeit
Bis hierhin ist dauernd die Rede von „Low, High und Uniform“. In Abhängigkeit von den Gaming-Profilen und einigen anderen, lässt sich ein weiterer Reiter ansteuern, der nochmals die Spitzenhelligkeit des Panels regelt. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind teilweise schon dokumentiert worden. Im Uniform Setting ist der Wert auf 330 nits gedeckelt, im SDR- und HDR-Modus gleichermaßen. Die High- und Low-Reiter unterscheiden sich in den Ergebnissen dahingehend, dass hier das maximal Mögliche herausgeholt wird.

Drei Modi für Spitzenhelligkeit zur Verfügung
Hat man alle Reiter auf max. gestellt, lässt sich dem Display ein Peak-Wert von 1375 nits (1% Fenster) entlocken. Im „gewöhnlichen“ 10%-Ausschnitt sind es dann immer noch sehr stattliche 591 nits, was in etwa auf dem Niveau eines LG OLED B5 (aus 2025) liegt.
HDR Brightness High
HDR Brightness Low
HDR Brightness Uniform
Nachfolgend finden sich noch einmal die gemessenen Abschnitte – mit Profil "Gamer 1" und alle Helligkeitsregler aufs Maximum gestellt.
| Peak Luminance | ||
| Peak Luminance Window | 1% | 1375 nits |
| Peak Luminance Window | 2% | 1258 nits |
| Peak Luminance Window | 5% | 752 nits |
| Peak Luminance Window | 10% | 591 nits |
| Peak Luminance Window | 25% | 430 nits |
| Peak Luminance Window | 50% | 375 nits |
| Peak Luminance Window | 75% | 342 nits |
| Peak Luminance Window | 100% | 316 nits |
Im Vergleich zu bisher getesteten Modellen setzt sich der LG 39GX950B natürlich an die Spitze unserer Übersicht:
Unterschiede Game 1 und Game 2 Profil
Wie zu sehen unterscheiden sich die dokumentierten EOTF-Verläufe merkbar. Also wie genau die Farbverläufe und Helligkeitsabstufungen vom Display dargestellt werden. Subjektiv empfunden sind die Unterschiede nur sehr schwer zu erkennen und eher nur mit dem Mess-Equipment einzufangen. Letztlich muss jeder selbst für sich ein wenig testen, welches Setting das „beste Bild“ ergibt. Tone Mapping war für die Messungen deaktiviert.
Game 1 Profil mit Helligkeits-Abstufungen
Game 2 Profil mit Helligkeits-Abstufungen
Farbraumabdeckung - visualisiert
Das Gaming-Profil hatten wir bereits thematisiert, aber wie sieht das Ganze dann letztlich visualisiert aus? Das kann von unseren 3D-Grafiken abgelesen werden. Die Messergebnisse werden dazu in einem sogenannten ICC-Profil abgespeichert, sodass wir mit einem entsprechenden Viewer (ICC-View) ein Modell dazu erstellen können. Es kommt wieder das bereits o.g. genannte Normlicht-Profil CIE Lichtart D65 bei 160cd/m² sowie eine Leuchtdichte nach ISO 3664 condition P2 zum Einsatz. Die Tonwertkorrektur wird mit dem 2.2 Gamma-Standardprofil versehen. Nachfolgend die Messung mit dem Monitor-Setting „Gamer 1“ erstellt wurde.
Gamer 1 Profil
Das Gaming-Profil neigt dazu, ein wenig übersättigt zu sein, was aber gar nicht verkehrt ist und dem Zocker mit schönen, knalligen Farben verwöhnen möchte. Das passt vollkommen und wirkt dann in Spielen auch keinesfalls künstlich, sondern sehr gut abgestimmt.
Aber auch einen sRGB-Modus hat der 39GX950B vorzuweisen. Dieser passt sehr gut in seinen Ergebnissen und setzt sich nahezu perfekt in die definierte Farbskala.
sRGB-Profil
Auf der nächsten gehen wir zur Blickwinkelstabilität und den Desktop-Fähigkeiten über.
Blickwinkel
Das Panel selbst ist matt und bietet eine gewohnt erstklassige Blickwinkelstabilität, wie man es von OLED-Derivaten nicht anders erwartet bzw. kennt.
Desktop-Betrieb
Der Monitor ist natürlich auch für Office-Tätigkeiten zu gebrauchen und dank der sehr guten Farbdarstellung, durchaus auch für Bild- und Videobearbeitung. Dank der sehr guten Farbdarstellung dürfte auch der Bild- oder Videobearbeitung nichts im Wege stehen. Aber auch Webanwendungen werden zu keiner Qual. Die 142 ppi sind auf dieser Displaygröße hervorragend und lassen das Bild knackscharf erscheinen. Die anfänglichen Probleme der OLED-Monitore mit einer unsauberen Textdarstellung gehören hier auch komplett der Vergangenheit an.
Pixelstruktur und mit verschiedenen Farbinhalten in der Darstellung
Kleiner subjektiver Eindruck: Dank der knalligen Farben sehen speziell Videos oder besser gesagt, generell Video-Inhalte wunderbar knackig aus. Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Darstellung der Feldhomogenität.
Weitere Impressionen mit einigen Testbildern / Videos
Eine der absoluten Spitzendisziplinen des Panels, oder besser gesagt der selbstleuchtenden OLED-Pixel, ist die Farbdarstellung von Bewegtmaterial. Schwarz oder schwarz, ohne Bleeding oder sonstiges. Die Farben und die Bewegungsdarstellung sind punktgenau und einfach überzeugend.
Wie schneidet das Gerät in der Homogenitätsdarstellung ab? Dieser Frage gehen wir auf der nächsten Seite auf den Grund.
Bildhomogenität
Die Bildhomogenität wird in drei Abstufungen (Weiß – 255, Grau- 128 und Dunkel-63) bei maximaler Helligkeit geprüft. Im Ergebnis werden dann etwaige Farbabweichungen in den jeweiligen Bereichen sichtbar. Hier kann aufgezeigt werden, ob das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Die Ausleuchtungswerte sind als ausgezeichnet zu bezeichnen und es gibt subjektiv empfunden, sowie messbar kaum Unterschiede in den verschiedenen Messtönen zu dokumentieren. Diese Disziplin absolviert der Monitor mit Bravour!
Leuchtdichte-Weiß
Leuchtdichte-Grau
Leuchtdichte-Dunkelgrau
Weitere Impressionen und Eindrücke / Bildqualität
Die grundlegende Bilddarstellung, siehe Messwerte oben, ist sehr exakt und sorgt für keine nennenswerten Abweichungen in den jeweiligen Messbereichen. Die Kontrast- und Gamma-Darstellung ist erstklassig.
Perfekte Schwarz- und Weißtrennung bei Inhalten
Auch die Darstellung von Inhalten im SDR-Modus kann positiv erwähnt werden. Das Bild ist mehr „catchy“ und dürfte, gerade bei Hi-Res-Demo-Content“ ins Auge stechen, dafür werden aber die erweiterten Farbräume nicht in der Art und Weise herausgearbeitet, wie man es von HDR erwartet. HDR spielt dann in Spieltiteln voll und ganz seine Stärken aus, wie wir auf der nächsten Seite gleich sehen werden. Insbesondere bei dunklen Szenen ist das eine Stärke dieses Features.
Auf der nächsten Seite gehen wir umfangreich auf das Thema Gaming ein.
Gaming
Die Paradedisziplin dieses Monitors liegt ganz klar im Gaming-Bereich. Kurz und direkt gesagt: Jeder Titel und die Darstellung dessen sind ein absoluter Augenschmaus, der gestochen scharf dargestellt wird. Rein aus dem Bauchgefühl heraus formuliert, gibt es hier keinerlei Anlass zur Kritik. Die 240 Hz in der Bilddarstellung (am PC) versüßen den bisherigen Gesamteindruck. Gerade Rennspiele profitieren von der flüssigen respektive empfundenen Darstellung enorm.
Forza Horizon 6 - perfekte Bilddarstellung
Wer jetzt auf die Dual-Modi-Einstellung zurückgreift, der kann das Display sogar mit bis zu 330 Hz betreiben. Dabei wird die Auflösung allerdings auf „WFHD“ heruntergestuft und der Bildausschnitt sichtbar verkleinert. Also im Klartext: Wer einen wenig potenten PC hat, ist bspw. mit 2560x1440 Pixel unterwegs und kann in Verbindung mit dem AI Upscaling hier nochmals bessere Ergebnisse erzielen.
Wer vor hat eine Konsole anzuschließen, der kann diese auch vollumfänglich nutzen. Allerdings mit einer kleinen visuellen Einschränkung, denn der Monitor muss in einen „Downscaling-Modi“ versetzt werden, sodass die jeweilige Konsole mit der 1440p-Auflösung darstellt. In diesem Fall wäre der „Off 16:9“ MODUS zu empfehlen. Zwar wird das Bild seitlich gecropt, allerdings kann eben das native Konsolenbild angezeigt bekommen.
XBOX bietet alle Modi - allerdings nicht die native Skalierung
Ehrlicherweise muss man sagen, dass die theoretisch möglichen 3840 x 2160 Pixel der jeweiligen Konsolen ohnehin nur hochskaliert sind. Aber zurück zum Thema: Schließt man seine genannte Xbox oder PS5 an den LG an, kann man in den Genuss einer 165 Hz Darstellung kommen, die entweder nativ oder auf das jeweilige Setting dargestellt wird.
Vergleich der verschiedenen Bildmodi
In Kombination mit einer Konsole ist die Darstellung mit Seitenrand sicher die empfehlenswerteste, sofern man unbedingt diese Kombination nutze möchte. Alternativ kann man auch die Werkseinstellung verwenden, das Level des „Stretchen“ des Bildes hält sich, ganz subjektiv betrachtet, sogar in Grenzen.
Inputlag (Eingangsverzögerung - BtW)
Mit dem 4K HDMI Video Signal Lag Tester von Leo Bodnar wird die Verzögerung gemessen, die ein Videosignal benötigt, bis es vom Eingang auf dem Monitor angezeigt wird. Diese Verzögerung wird allgemein als Eingangsverzögerung bezeichnet. Die Eingangsverzögerung (Input Lag) ist ein Nebeneffekt der Signalverarbeitung durch den Skalierer im Monitor sowie der internen Elektronik des Bildschirms.
Mit unseren gemessenen 1,8ms (BtW) in 4K rangiert sich der LG 39GX950B ganz vorn mit ein. Auch wenn die Messung am HDMI-Eingang vollzogen wurde, ist diese auch auf den DisplayPort übertragbar. Diese Messung folgt auch keinem Standard oder ist in irgendeiner Weise mit anderen Messungen (Hochgeschwindigkeitskameras) vergleichbar. Im Alltag ist eine merkbare Verzögerung während des Spielbetriebs, wie die Messungen es unterstreichen, nicht spürbar. Ehrlicherweise aber nicht messen konnten, da entsprechendes Equipment nicht vorhanden ist.
Leistungsaufnahme
Auch den Verbrauch des Monitors möchten wir unter die Lupe nehmen und die nachfolgend dokumentiert ausfallen. Gemessen wurde dabei im Vollbildmodus und mit einer Weißdarstellung.
Neben dem Standby-Verbrauch wird der maximale Verbrauch (max. Helligkeit, FreeSync bzw. G-Sync an) ermittelt. Des Weiteren loggen wir die Leistungsaufnahme in einer üblichen Arbeitsumgebung (Helligkeit bei 160cd/m²) und auch eventuelle Sonderfunktionen, wie zum Beispiel eine zusätzliche Beleuchtung oder eine vorhandene Quick-Charge-Funktion werden, falls vorhanden, mit in die Ergebnisse einfließen.
Kostenauflistung
| Kostenaufstellung - LG 39GX950B | |
| Monitor mit einem Verbrauch von: | 35 Watt |
| Dauer: | 4 Stunden am Tag |
| Dieser Verbrauch findet an: | 5 Tagen in der Woche statt |
| Strompreis: | 0,33 € pro kWh |
| Zeitperiode | Stromverbrauch | Stromkosten |
| pro Tag: | 0,14 kWh | 0,12€ |
| in der Woche: | 0,70 kWh | 0,60€ |
| in 4 Wochen: | 2,80 kWh | 2,40 € |
| im Jahr: | 36,40 kWh | 31,32€ |
| in 5 Jahren: | 182,00 kWh | 312,31€ |
Fazit
Mit dem LG 32GX950-B haben die Koreaner jetzt einen Monitor auf den Markt gebracht, auf den viele in der Gaming-Community lange gewartet haben. Dieses Gerät ist vollgepackt mit der aktuellsten Technologie, bietet mit dem verbauten Primary RGB Tandem OLED Panel die Technologie, welche LG schon lange im TV-Bereich verwendet hat, zudem in zahlreichen Richtungen für Gamer, alles Erdenkliche implementiert.
Vordergründig steht natürlich der Aspekt des „5K2K“ Grundgedankens, bei dem man, sofern ein leistungsmäßiger PC vorhanden ist, mit einer nativen 5K-Auflösung seine Lieblingstitel genießen kann. Ist das nicht direkt gegeben, bietet das Gerät die Möglichkeit, die Auflösung zu reduzieren und mittels intelligenter Upscaler zu optimieren. Ebenfalls der Dual-Modus soll eine große Rolle spielen. Nativ wird das Panel mit 165 Hz angesteuert, reduziert man auf geringere Auflösungen, sind 330 Hz möglich. Da das Bild allerdings einskaliert, muss man genau den Anwendungsfall prüfen.
Grundsätzlich muss man wissen, dass das Gerät für die PC- und Konsolennutzung gleichermaßen geeignet ist – bei den Konsolen allerdings mit der Einschränkung, dass hier der Modus gewechselt werden muss und man seitliche, schwarze Rahmen erhält. Im Bereich der Farbtreue, Bildqualität und der Spitzenhelligkeit finden wir bekannte Zutaten: Eine hervorragende Bildtreue, egal ob nun im SDR- oder HDR-Bereich, spricht klar für das LG-Gerät. Bei der reinen SDR-Nutzung bekommt der Anwender einen Grundwert von rund 335 nits an die Hand, was vergleichsweise wenig darstellt.
Richtig interessant wird es daher auch erst mit aktiviertem HDR, egal ob nun bei der Film- oder Spieledarstellung – erst jetzt kann der Monitor richtig glänzen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ließ sich ein Peak-Spitzenwert von beeindruckenden 1375 nits erfassen. Aber selbst im 25%-Ausschnitt werden immer noch 430 Nits geboten. Im Umkehrschluss bekommt man also eine erstklassige HDR-Farbdarstellung bei entsprechenden Bildinhalten geboten.
Aber auch die Punkte der Ergonomie, der Software-Ausstattung und zahlreiche weitere Ausstattungsdetails lassen das Gerät im rechten Licht dastehen. Dank der hohen Pixeldichte von 142 ppi sieht auch die Desktop-Darstellung mit viel Text hervorragend aus, sodass sich das Display auch als Produktivbegleiter eignet.
Der LG 32GX950B kommt mit einem stolzen Preisschild von 1899,- Euro als UVP daher. Große Preisnachlässe gibt es zurzeit nicht – aktuell laufen die LG Member Days, bei denen der Monitor ggf. rabattiert zu erhalten sein wird.
In Summe kann dem Monitor eine absolute Kaufempfehlung ausgesprochen werden – bildtechnisch die aktuelle Referenz!
LG UltraGear 39GX950B - OLED
- hohe Verarbeitungsqualität
- Standfuß bietet einige flexible Einstellungen
- schicke, moderne Optik
- Hervorragende Bildpräzision / Farbtreue
- sehr hohe Helligkeitswerte
- Farbwiedergabe / sRGB-Farbräume
- schickes Menü / Umfang
- Nvidia G-Sync / AMD FreeSync
- Dual-Mode: 165 Hz / 330 Hz
- USB-C mit PD 90 Watt
- Vergleichsweise teuer
- externes Netzteil









































