Menüoberfläche
Als gelungen kann man auch die Menüführung beschreiben. Der Kontrast aus Schwarz/Grau/Weiß ist simpel aber sehr gut lesbar und die Oberfläche bringt alle Funktionen mit, die man benötigt. Gesteuert wird das Ganze mittels Joystick auf der Rückseite des Monitors welcher seitlich sitzt. Das kennt man in dieser Form auch zum Beispiel von MSI-Monitoren.
Der Druckpunkt des Joysticks ist okay, bietet ein gutes Feedback und man kann sich gezielt durch die schicke Oberfläche navigieren. Auf Spielereien oder Cheat-Hilfen wurde größtenteils verzichtet, nur ein einblendbares Fadenkreuz bringt der Monitor mit. In dem man den Joystick direkt in eine Richtung bewegt, gelangt man zum Schnellmenü. Hierüber sind direkt die Eingangswahl, die Lautstärke des Audioausgangs, die Helligkeit des Panels oder die verschiedenen Bildmodi erreichbar, ohne sich durch das Hauptmenü navigieren zu müssen.
Inputlag (Eingangsverzögerung)
Mit dem 4K HDMI Video Signal Lag Tester von Leo Bodnar wird die Verzögerung gemessen, die ein Videosignal benötigt, bis es vom Eingang auf dem Monitor angezeigt wird. Diese Verzögerung wird allgemein als Eingangsverzögerung bezeichnet. Die Eingangsverzögerung (Input Lag) ist ein Nebeneffekt der Signalverarbeitung durch den Skalierer im Monitor sowie der internen Elektronik des Bildschirms.
Mit unseren gemessenen 1,1ms (BtW) gehört der Corsair Xeneon 32UHD144 zu den schnellsten Modellen, welche wir, bis Stand heute, über unseren Testparcour gejagt haben und unterstreicht Corsairs Ambitionen ein schnelles Panel liefern zu wollen. Schon der Xeneon 32QHD165 überzeugte mit seinen 1.0ms.
Auch wenn die Messung am HDMI-Eingang vollzogen wurde, ist diese auch auf den Displayport übertragbar. Diese Messung folgt auch keinem Standard oder ist in irgendeiner weise mit anderen Messungen (Hochgeschwindigkeitskameras) vergleichbar. Im Alltag ist eine merkbare Verzögerung während des Spielbetriebs, wie die Messungen es unterstreichen, nicht spürbar.
Ghosting
Mittels der Testseite www.testufo.com habe ich mir auch das Ghosting des Corsair-Monitors genauer angesehen. Ein leichter Nachzieheffekt war sichtbar, nicht schlimm, aber mit dem bloßen Auge wahrnehmbar.
Gaming
Aufgrund der UHD-Auflösung in Kombination mit der 32 Zoll Diagonale, liefert der Monitor ein exzellent scharfes Bild. Dank der Vesa AdaptiveSync, G-Sync und FreeSync Premium-Kompatiblität wurde auch an die Syncronisation mit dem Pixelbeschleuniger gedacht, egal ob der Bildschirm an einer Nvidia oder AMD Grafikkarten betrieben wird. Wichtig zu nennen: Man kann die 144Hz zusammen mit der UHD-Auflösung nur ab einer Nvidia RTX 20xx oder AMD 5700XT aufwärts nutzen, da dies einen Displayport 1.4a vorraussetzt bzw. einen Displayport mit DSC-Unterstützung. Erst mittels "DSC" (Display Stream Compression) sind 144Hz möglich. Wer aber den Monitor im Grenzbereich bewegen möchte, muss eh über eine aktuelle Grafikkarte verfügen, da die Auflösung bei aktuellen Blockbuster-Titeln richtig Leistung benötigt.
Aber nicht nur für den PC-Betrieb ist der Monitor interessant. Gerade für Besitzer einer XBOX Series-X oder Playstation 5 könnte er eine Alternative darstellen, wenn man die Nutzung des PC zusammen mit der Konsole in einer Gaming-Ecke kombinieren möchte. Aufgrund der HDMI 2.1 Schnittstelle sind die vollen 120 Hz möglich, genauso wie VRR. Die Unterstützung dieser Modi ist auch noch nicht bei allen Spielen implementiert oder eben nur im Leistungsmodus nutzbar. Im Fall von Horizon Zero Dawn wurde die Bildwiederholrate erst freigegeben, nachdem ich im Game-Menü die Präferenz der Bildqualität von Optik auf Leistung umstellte.
Aber auch dann erreichte die PS5 nur zwischen 70-80 Fps bzw. Hz. Aber das Bild war deutlich smoother bei schnellen Bewegungen. Aber auch mit Spielen wie Red Dead Redemption 2, Spiderman Miles Morales oder Assassins Creed Valhalla zockte es sich wunderbar. Die Immersion aufgrund der Größe und Helligkeit machte richtig Bock auf dem Monitor und überzeugte mit einem sehr klaren Bild und sehr guten HDR-Effekten. Da der Monitor keine eigenen Lautsprecher mitbringt, muss man auf eine externe Audiolösung zurückgreifen, wie z. B. einem Kopfhörer oder dem Headset an der PS5 direkt.
Elgato Streamdeck und Corsair iCUE-Software
Neben der klassichen Menüführung über die Onscreen-Lösung, lässt sich der Monitor auch über Corsairs iCUE-Software bzw. über ein PlugIn auch über Elgatos Stream Deck steuern. Hier spielt Corsair die eigenen Karten voll aus und kombiniert ein weiteres Produkt mit dem Elgato-Produktportfolio, was den Monitor auf dem Markt einzigartig macht.
Die Einbindung in die hauseigene Software ist jetzt noch kein Highlight, die Möglichkeit die Funktionen des Monitors über eine Software-Lösung steuern zu können bieten auch Hersteller wie z. B. LG oder MSI bei den eigenen Modellen mit an. Praktisch ist hier, das der Nutzer keine Extra-Software aufspielen muss, sollte er schon ein Corsair-Produkt nutzen, denn über die iCUE-Software lassen sich alle Corsair-Produkte von einer Tastatur, über Wasserkühlung. Lüfter und jetzt eben auch ein Monitor steuern.
Als Alleinstellungsmerkmal ist die Nutzung in der Elgato-Oberfläche anzusehen. Mittels einem iCUE-PlugIn und eines Elgato Stream Deck, in meinem Fall das Stream Deck + (zum Testbericht), können Funktionen des Monitors auf Tasten gelegt werden und sind mit einem Druck erreichbar. Denkbar sind hier die verschiedenen Bildmodi, die Hertz-Anzeige oder eine definierte Helligkeit. Gerade für Gamer oder auch Streamer welche spezielle Bildmodi für unterschiedliche Tätigkeiten nutzen, eine wirklich sinnvolle Fähigkeit des Xeneon.

















