Menüsteuerung
So einfach die Umsetzung mittels Joystick LG die Steuerung im Menü gelungen ist, so simpel ist auch das Verständnis für das Menü selbst. Die Oberfläche für die elementaren Einstellungen des Monitors ist übersichtlich, verständlich und durch passende Symbole optisch hübsch aufbereitet. Dafür steht dem Nutzer ein mittig platziertes Menü für den Schnellzugriff zur Verfügung. Dieses enthält Abzweigungen in die einzelnen Bereiche wie Gaming-Presets, gewünschter Eingang und auch den Zugang zu den Einstellungen des Monitors findet man hier.

Hier können wichtige Funktionen wie Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe aber auch die G-Sync-Aktivierung und auch weitere Gaming-Presets für verschiedene Spiele-Genre wurden hier untergebracht. Aber auch die Features wodurch sich der Monitor auszeichnet findet man hier wieder. In den Spieleinstellungen kann der Nutzer z. B. auf die Funktionen Overclock, für eine Bildwiederholrate von bis zu 165Hz zugreifen, aber auch das Fadenkreuz oder der Schwarz-Stabilisator befinden sich hier.
Beleuchtung Sphere-Lightning
Als besondere Eigenschaft bringt der LG 32GK850G eine rückseitige Beleuchtung mit. Diese ringförmige Beleuchtung wurde in einem weiss-satinierten Kunststoffring untergebracht, verläuft einmal komplett um den Mittelpunkt des Monitors und wird von innerhalb angebrachter LEDs beleuchtet. Das von LG mit Sphere-Lightning getaufte Feature illuminiert die Rückseite in einem überschaubaren Farbspektrum, bietet aber auch individuelle Konfigurationsmöglichkeiten.
Mittels Drehrad kann die Helligkeit in den einzelnen Farben angepasst und durch Drücken des Rades auch durch die einzelnen Farbvariationen geswitcht werden. Wer es lieber bunt mag, dem steht auch eine Art „Regenbogen-Modus“ zur Verfügung, in dem der Ring alle Farben wellenartig selbständig durchwechselt. Zur besseren Veranschaulichung haben wir unser Video von der IFA letzten Jahres kurz verlinkt.
Gaming-Betrieb
Mit G-Sync bringt der Monitor das aktuelle Pendant zu AMDs FreeSync mit und die Technologie soll für ein nahezu ruckelfreies Gaming-Erlebnis sorgen. Wo "normale" Monitore bei über 60Hz Bildwiederholrate aussteigen, sorgt G-Sync für eine Synchronisation zwischen der Bildausgabe des Monitors und der Ausgabe der Grafikkarte und das auch bei höheren Frequenzen. Gerade Besitzer von leistungsfähigen Grafikkarten profitieren davon, da das sogenannte Tearing vermieden wird. Generiert die Grafikkarte mehr als 60 Bilder pro Sekunde, kann dies zum "Zerreißen" eines Bildes sorgen - hier setzt dann G-Sync ein und verhindert das.
Da uns für das Review nur eine Nvidia GTX 970 (ja wir arbeiten an einem Update, aber Grafikkarten müssen ja aktuell nur Geld verdienen) zur Verfügung stand, haben wir uns für weniger leistungshungrige Games entschieden, damit wir auch locker über die 60 FPS kommen. Dafür daddelten wir ein paar Runden CS:GO und Star Wars Battlefront (mittlere Einstellungen) und konnten somit auch eine hohe FPS-Rate gewährleisten. Das Erlebte ist ähnlich dem Spielerlebnis mit aktivierten FreeSync. Das Spielgeschehen ist flüssig in der Wiedergabe und wirkt deutlich angenehmer im Geschehen, als mit deaktivierter G-Sync-Funktion. Durch die geringe Reaktionszeit des Monitors, sind auch schnelle Manöver auf dem Bildschirm kein Problem und gerade Online-Shooter profitieren von der Reaktionsfähigkeit des Panels. Die maximale Bildwiederholrate von bis zu 144Hz erschafft ein homogenes Bild und lässt einem Games aus der Vergangenheit nochmal deutlich optimierter Erleben. Aber auch der „einfache“ Desktop-Betrieb gewinnt durch die G-Sync-Funktion an einer runderen Bedienung. Surfen, zwischen Dateiordnern wechseln oder eben die reine Windows-Oberfläche wird deutlich angenehmer in der Bedienung empfunden. Wer möchte, der kann mittels bekannter "Overdrive-Funktion", welche direkt im Monitor-Menü auswählbar ist, die Bildwiederholrate auf 166 Hz hochschrauben. Wir konnten im Rahmen unserer Tests keine Beinträchtigungen diesbezüglich beobachten.

Die vermeintliche "Spielerei" kann auch als Ambient-Beleuchtung des PC-Bereiches dienen
Mit einer Pixeldichte von fast 93ppi ist auch im Desktop- oder Office-Betrieb eine gute Schärfe der Schriften wahrzunehmen und durch den umfangreichen Farbraum (siehe Messungen), ist der Monitor auch für die einfache Aufgaben in der Bildbearbeitung gewappnet. Die Auflösung von 2560 x 1440 Pixel ist bei einer Größe von fast 32 Zoll nicht unbedingt die optimalste Konfiguration für textbasierende Tätigkeiten, aber die Symbiose aus wahrhaften Gaming-Monitor und guter Schriftschärfe sicherlich nah an der „eierlegenden Wollmilchsau“, auch wenn das Kerngeschäft der Gaming-Bereich bleibt. Die Auflösung wird beim „Zocken“ wie auch im Windows-Betrieb als angenehm empfunden, die Schnelligkeit des Panels überzeugt, so das auch im schlimmsten Chaos auf dem Bildschirm stets die Übersicht bewahrt wird. Die Farbdarstellung ist für ein VA-Panel typisch sehr neutral abgestimmt, wem das nicht zusagt findet in den Einstellungen genügend Einstellmöglichkeiten um dem Abhilfe zu schaffen. Gamer die, abseits jedes Klischees, auch tagsüber nicht ohne Daddeln auskommen, bietet das Panel ein helles und kontrastreiches Bild auch bei Tageslicht ähnlichen Umständen.

Vom Monitor eingeblendetes Crosshair - mehrere Motive auswählbar
Das erzeugte Bild besitzt die nötige Plastizität um heftige Materialschlachten oder eben Spiellandschaften mit der nötigen Ernsthaftigkeit darzustellen - eine sehr gelungene Vorstellung des LG 32GK850G! Die Symbiose aus 32 Zoll großen Display, ansprechender Auflösung, ausgewogenen VA-Panel und Nvidias G-Sync überzeugt. So bietet der Monitor ein rundes Paket für ambitionierte Gamer, die auch Wert auf eine gute tägliche Nutzung legen und nicht nur das Zocken präferieren.
Aber auch Funktionen wir der Black Stabilizer bieten einen brauchbaren Effekt, denn dunkle Bereiche werden sichtbar aufgehellt. Bedenken sollten man dabei aber, das der Monitor nicht wissen kann welche dunklen Bereiche jetzt spielentscheidend aufgehellt werden müssen und somit leidet das Kontrastverhältnis des kompletten Bildes unter dieser Funktion etwas. Viel wertvoller ist dagegen das einblendbare Fadenkreuz, auch wenn es ambitionierte Gamer sicherlich zum „Cheaten“ zählen. In dieser Einstellung kann ein genau mittig platziertes Fadenkreuz eingeblendet werden, welches in Farbe und Form variiert werden kann und so einem in Ego-Shootern ohne Fadenkreuz eine Überlegenheit zu den Mitspielern verschafft.
Interpolation
Wem die Auflösung zu hoch ist, aufgrund schwacher Grafikkarte oder der Bedarf an mehr Frameraten, der kann sich natürlich auch abseits der nativen Auflösung bewegen.

LG 32GK850G Auflösung 2560 x 1440 Pixel

LG 32GK850G Auflösung 1280 x 1024 Pixel
Dabei geht der LG Monitor auch recht solide zu Werke und stellt Auflösungen von z.B. 1280 x 1024 Pixel gut lesbar und mit ausreichender Schärfe dar. Ein leichter Schattenwurf abseits der nativen Auflösung ist zu erkennen, bleibt aber trotzdem gut im Alltag nutzbar. Die Schärfe des Monitors war auf 50 eingestellt, welche der Werkeinstellung des Monitors entspricht.
Betrachtungswinkel
Auch beim Betrachtungswinkel kann der LG 32GK850G punkten. Das VA-Panel zeigt auch bei seitlicher Betrachtung eine gute Farbwiedergabe, die sich minimal von der normalen Betrachtung unterscheidet. Die Helligkeit leidet minimal und der Kontrast reduziert sich leicht, aber trotzdem bietet der Monitor noch eine brauchbare Darstellung bei seitlicher Betrachtung. Die vom Hersteller angegebenen 178° können wir so subjektiv unterstreichen, ohne große sichtbare qualitative Einschränkungen. Wir haben versucht mit Hilfe der Animation die Blickwinkelqualität einzufangen.












