Fazit
Das ASUS Prime B350-Plus wirkt insgesamt etwas abgespeckt, was nicht nur am verbauten AMD B350 Chipsatz liegt. Die Kühler sind recht günstig ausgeführt und die Anschlussvielfalt ist teilweise etwas angestaubt. Die Performance im Serienzustand ergab insgesamt kaum Unterschiede zum zuvor getesteten MSI X370 XPower Gaming Titanium. Gerade für Gamer dürfte die Platine sehr interessant sein, da sie sogar mit unserem AMD Ryzen 7 1700X eine Übertaktung zuließ. Mit einem Ryzen 5 kann sich demnach eine gute Kombination ergeben, welcher durch OC auch noch etwas mehr Leistung entlockt werden könnte. Das BIOS ist dafür mit sehr vielen Overclocking Eigenschaften vcllgestopft, was wiederrum, gerade bei der guten, aber kleinen Spannungsversorgung etwas übertrieben wirkt. Etwas simpler und grundlegender hätte uns hier besser gefallen.
Auch die I/O-Performance fällt insgesamt gut aus. Der M.2 Steckplatz konnte allerdings nicht ganz die Leseraten erreichen, wie auf dem MSI X370 XPower Gaming Titanium. Auch der USB 3.1 Gen2 Anschluss konnte hier nicht ganz mithalten. Das liegt aber eger am B350 CHipsatz, über welchen die Anschlüsse realisiert werden. Der AsMedia ASM2142 zeigt hier sehr gut, dass noch mehr Leistung in diesem Anschluss verborgen liegt. Schade ist auch, dass ASUS weder Typ-C Ports verlötet hat, noch die Möglichkeit eines Front USB 3.1 Gen2 Anschlusses ermöglicht. Am Backpanel stören wir uns auch noch etwas am VGA Anschluss. So langsam dürfte dieser eingespart werden bzw. für andere Anschlüsse platz machen. Ein Displayport Anschluss wäre nicht nur aktueller, sondern hätte auch den Wandler erspart. Gleiches gilt für die PCI Steckplätze. Jegliche PCI Hardware dürfte mittlerweile deutlich überholt sein und darf so langsam auch in Rente geschickt werden.
Das Design der Platine ist insgesamt gelungen. Damit meinen wir nicht unbedingt die Farbkombination, sondern vielmehr die Platzierung der Anschlüsse. Alles ist gut erreichbar und bedacht ausgerichtet. Besonders gut hat uns hier gefallen, dass der RGB Header direkt am Sockel platziert wurde. Damit kann bspw. der AMD Wraith Spire (CPU-Kühler) mit RGB Beleuchtung direkt angepasst werden kann. Die optische und räumliche Trennung der Chipsatz und CPU-SATA Anschlüsse erscheint auch sehr sinnvoll, jedoch hätte man die unteren Anschlüsse auch gerne gewinkelt ausführen dürfen.
Insgesamt erhält man eine grundsolide Platine mit hochwertigen Komponenten. Die Grundperformacne braucht sich nicht zu verstecken und man kann sogar noch etwas mehr aus dem Mainboard bzw. dem Prozessor herausholen. Dabei muss man beachten, dass das ASUS Prime B350-Plus bereits für rund 85 EUR erhältlich ist. Wer sich also ein günstiges Gaming-System aufbauen möchte, erhält mit diesem Mainboard eine gute Basis zu einem fairen Preis. Erhältlich ist es u.a. bei Amazon.
ASUS Prime B350-Plus | ||
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+ gutes Preis/Leistungs-Verhältnis | - Bios etwas unübersichtlich | |

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