Die CAM Software & der Praxis-Einsatz
Die CAM Software ohne den Einsatz des RGB & Fan Controllers und mit dem HUE 2 RGB Controller kann man im Artikel zur CAM 4 Software genau nachvollziehen. Durch den Wechsel ändern sich die Bereiche der Beleuchtung sowie Lüftersteuerung natürlich ein wenig.
Bei der Beleuchtung ändert sich natürlich die Anzahl der Kanäle von vier auf zwei. Die Funktion pro Kanal ist aber identisch gegeben. Soll heißen, die Anzahl der verbaubaren Komponenten ist gleich und auch der Umfang der Effekte fällt identisch aus. Wurde auf der vorherigen Seite noch gesagt, dass man sich selbst darum kümmern muss, wie viele Dioden man einsetzt, kann man das hier per Info-Ausgabe in Erfahrung bringen. Neben der Anzahl der Dioden spuckt die Software sogar die verbauten Komponenten korrekt aus. Die beiden Kanäle lassen sich getrennt voneinander steuern oder auch per Template gemeinsam mit anderen NZXT RGB Controllern synchronisieren. Hier wäre das die Beleuchtung der Kraken X62. Es lassen sich übrigens nicht nur HUE 2 Produkte anschließen, sondern auch HUE+ Komponenten. Gemischt werden können beide Generationen an einem Anschluss allerdings nicht.
Probleme haben sich bei der Beleuchtung nicht ergeben. Alle Einstellungen konnten wie gewohnt getroffen werden. Auch das adressieren der einzelnen LEDs funktioniert auf Anhieb. Dazu muss man nur den Slider "angepasste LED Farbe" betätigen und kann dann jede einzelne Diode mit einer anderen Farbe belegen. Man kann hier aus einer Vorauswahl wählen, oder aus einer Farbkarte inklusive Hex Code. Auch die interaktiven Effekte funktionieren wie vom HUE 2 Controller gewohnt. Einen Nachteil bildet der neue Controller an dieser Stelle also nicht, bis auf das weniger Kanäle zur Verfügung stehen. Aber eigentlich sollten die beiden ausreichend sein, wenn man bedenkt, dass man so schon bspw. fünf Lüfter und sechs LED-Streifen kombinieren kann. Interessant ist auch, dass der neue Controller mit zwei Kanälen in einem Gehäuse komplett aus Kunststoff sitzt, während im Hue 2 RGB Controller die Front-Platte zum Kühlen einer SMD Komponente verwendet wird. Diese ist hier nicht vorzufinden, dafür kommt der selbe SMT32 F0 Mikrocontroller zum Einsatz.
Im Kapitel "Kühlung" wird der Controller ebenfalls angezeigt und bietet hier die drei unabhängig voneinander kontrollierbaren Kanäle. An jeden kann man entweder Lüfter mit Spannungs- (3-Pin) oder PWM-(4-Pin)-Steuerung anschließen. Mischen sollte man sie an einem Kanal nicht, da automatisch erkannt wird, welcher Typ angeschlossen wurde. Hinterlegt sind hier, wie auch bei den Kraken-AiOs drei Profile: Silent, Performance und Fest, was 40% Leistung entspricht. Zudem lässt sich Custom-Profil eine Lüfterkurve erstellen. Alternativ kann man auch per Master-Profil alle NZXT einstellbaren Anschlüsse auf einmal festlegen.
Auch bei der Lüftersteuerung gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Die verwendeten Aer RGB 2 Lüfter ließen sich ohne Probleme ansteuern, was auch probeweise mit einem be quiet! Pure Wings 2 der Fall war, welcher per Spannung geregelt wird. Was etwas irritiert, ist, dass ein sogenanntes Abstrahlgeräusch angezeigt wird, was zuvor nicht der Fall war. Dieser Wert muss also durch den RGB & Fan Controller hinzugekommen sein. Es wird vom Hersteller allerdings nicht genannt, was es damit genau auf sich hat. Der Wert änderte sich zudem auch nicht wirklich und laute Geräusche haben ihn nicht weiter beeinflusst. Ein Blick auf das PCB brachte dann sogar ein vermeintliches Mikrofon zum Vorschein.
Fazit
Der NZXT RGB & Fan Controller wird seiner Bezeichnung in vollem Umfang gerecht. Beide Aufgaben kann die kleine Box ohne Fehler bewältigen. Dabei gibt es in Sachen RGB-Ansteuerung keine Abstriche gegenüber dem HUE 2 RGB Controller, außer, dass man nur zwei statt vier Kanäle bietet. Da man die NZXT-RGB-Komponenten auch in Reihe schalten kann, muss das kein Problem sein. Der Umfang an Effekten und Möglichkeiten ist identisch. So lässt sich nicht nur aus einer Vielzahl von interaktiven Effekten wählen, sondern auch die Dioden einzeln belegen. Damit liegt man auf einem ähnlichen Niveau wie Corsair bei der iCUE-Umgebung, auch wenn die Konkurrenz pro Kanal noch weitaus mehr Dioden zulässt. Gegenüber dem Cooler Master USB-RGB-Controller kann man sich aber deutlich behaupten, was die Software angeht. Schade ist aber, dass man durch die proprietären Stecker an NZXT gebunden ist und keine Adapter auf 3-Pin beiliegen. Denn eigentlich könnten auch beliebige andere Komponenten mit WS2812b Dioden (5V) angesteuert werden.
Auch die Lüftersteuerung macht keinerlei Probleme und konnte im Test sowohl PWM- als auch DC-Lüfter kontrollieren. Die Ausgangsleistung der drei Kanäle mit je 10W ist nicht sonderlich hoch, die meisten Mainboards bieten pro Header 1A, aber sollten für "normale" Gehäuse ausreichend sein. Denn nutzt man die beiliegenden Splitter voll aus, dürften die neun entstandenen Anschlüsse mehr als genug sein. Dass der Controller die Sound-Steuerung wie der Grid+ V3 nicht besitzt, ist verkraftbar. Die Ansteuerung über die Profile sowie benutzerdefinierte Kurven steht anderen Steuerungen in nichts nach. Das scheinbar ein Mikrofon verbaut ist, macht aber etwas stutzig, zumal es nicht dokumentiert ist.
Kommen wir zum Preis, überrascht der Controller eigentlich. Denn die aufgerufenen 25€ wirken fair in Anbetracht der Leistung. Controller wie der Corsair Commander Pro bieten noch einmal mehr Features, kostet aber auch mehr als das doppelte.
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