Montage des Kühlers
Beim Lieferumfang hat sich Corsair sozusagen selbst übertroffen. Das Montagematerial ist getrennt und beschriftet in Tüten verpackt und auch die Qualität ist gut. Zudem ist ein Schraubendreher enthalten, welcher ein wenig an be quiet! erinnert und zum ersten mal überhaupt Kabelbinder.
Bei der Montage spricht man vom HoldFast System, das die Halterung der AiO-Kühgler imitieren soll. So ganz ist das nicht nachvollziehbar, denn weder Optik noch Mechanismus haben viel Ähnlichkeit. Vielleicht in Grundzügen, aber dann kann man es auch mit vielen anderen Kühlern gleichsetzen. Vorbereitungen an den Lüftern wie beim Zalman CNPS20X muss man nicht treffen, zudem können können sie die ganze Zeit am Külhler verweilen. Lediglich das Top muss entfernt werden um die letzten beiden Schrauben anzuziehen.
- Intel: LGA2066, LGA2011-v3, LGA2011, LGA1151, LGA1150, LGA1155, LGA1156
- AMD: AM4, AM3+, AM3, AM2+, AM2, FM2+, FM2, FM1
Damit man den Kühler auf diesen Sockeln auch ohne Probleme nutzen kann, hat sich Corsair ein Schienen-System ausgedacht, mit dem man die beiden Lüfter einfach hoch und runter schieben kann.
Montage auf Sockel AM4
Bei der Montage auf einem AMD Sockel wird die originale Backplate verwendet. Der erste Schritt besteht also darin, dass man die schwarzen Halter auf der Platine abschraubt. Danach legt man die schwarzen Abstandshalter über die Gewinde, legt die Montage-Streben auf und sichert diese mit den beiliegenden Schrauben. Das kann ggf. etwas fummelig sein, wenn man das Board nicht gerade demontiert hat. Es fällt aber auch schn leichter, wenn man das Gehäuse auf die Seite legt. Man muss dabei aber noch an die Rückseite kommen um die Backplate festzuhalten. Auf die Streben wird der Kühler dann direkt aufgeschraubt. Die Muttern sind am Kühler vormontiert und fallen nicht weg. Auch beim treffen der beiden Muttern fällt es leichter, wenn man das System auf die Seite legt. Insgesamt nicht kompliziert, aber etwas weniger gut als bei den Intel Sockeln. Wie man sehen kann, muss bei der Probe mit dem hohen Corsair Dominator Platinum RGB den vorderen Lüfter anlupfen. Schwerer zu erkennen ist, dass es beim ersten Slot extrem eng wird bzw. der Kühler diesen touchiert. Das MSI MEG X570 ACE hat hier einen M.2 Slot verbaut, die Schraube des SSD-Sockels gibt aber Auskunft über die Lage eines sonst vorhandenen PCIe-Steckplatzes.
Montage auf Sockel 2066
Wirklich einfach wird es mal wieder auf dem Sockel 2066 von Intel. Hier braucht man in den Rahmen des Sockels einfach nur die vier speziellen Abstandshalter eindrehen, die Brücken auflegen und diese mit den Muttern sichern. Das war es schon an Vorbereitungen. Aufgefallen ist an unserem Sample, dass eine der Muttern nicht geschlitzt ist, sodass man sie nur mit den Fingern anziehen kann. Auch beim MSI Creator X299 überragt der Kühler die RAM-Slots, hier natürlich auf beiden Seiten. Durch die Verstellung der Lüfter ab kein Problem. Bei diesem Board offenbart sich aber das, was beim Sockel AM4 vermutet wurde. Der erste Slot wird leicht überschnitten, sodass eine Grafikkarte hier nicht monitert werden kann.
Montage auf Sockel 115X
Bei den Intel-Mainstream-Sockeln kommt die beiligende Backplate zum Einsatz. Diese wird aufgelegt und mit den Stehbolzen fixiert. Auf diese kann man dann die Brücken auflegen, welche auch hier mit den Muttern gesichert werden. Danach kann man bereits den Kühler befestigen. In der Summe eine ähnliche Anzahl an Schritten wie beim Sockel AM4, allerdings etwas einfacher, da einem die Einzelteile bei vertikaler Montage nicht so schnell wegfallen. Das zur Demonstration eingesetzte ASUS ROG Maximus XI Gene ist an sich eher ein Spezialfall, aber hier wird deutlich, dass der Kühler den ersten RAM-Slot überragt, was nicht durch ein verschieben des Lüfters kompensiert werden kann. Hier braucht es dann entweder sehr flachen Speicher oder man verwendet nur den zweiten und vierten Slot. Die PCIe-Steckplätze sind allerdings nicht in Gefahr. Hier ist genügend Freiraum vorhanden.