Fazit
Der be quiet! Dark Rock 4 geht ingesamt eher als Refresh als Neuentwicklung durch. Macht aber nichts, denn die Modifikationen scheinen zu wirken bzw. schienen schon lange überfällig gewesen zu sein - Die Rede ist von der Montage. Dark Rock 3 und vor allem auch Dark Rock Pro 3 waren wirklich umständlich zu montieren, was nicht nur in Fingerakrobatik überging, sondern auch teilweise in die Demontage von MOSFET-Kühler ausuferte. Hier hat der Hersteller mit der Übernahme des Kits des Pure Rock also alles richtig gemacht. Es sind zwar immer noch ein paar Schritte erforderlich, diese gehen allerdings sehr einfach von der Hand.
Die Verarbeitung wollen wir nicht wirklich kritisieren, denn grundsätzlich ist sie gut. Jedoch sind kleine Mankos doch zu entdecken. Zum Beispiel sieht man das Kupfer der Heatpipes zwischen den Finnen etwas herausblitzen und die Lackkante am Boden ist etwas unsauber. Dies ist aber eher Meckern auf hohem Niveau und beim Anblick der lackierten Montage-Teile schnell vergessen. Ansonsten macht vor allem das Dicke Aluminium-Top-Cover einen extrem wertigen Eindruck.
Das weite Update ist durch die Lackierung gegeben. Einen Vergleich ob die Keramikbeschichtung wirklich Wirkung zeigt, können wir leider nicht anbieten, allerdings glauben wir nicht, dass es sich dabei um Marketinggewäsch handelt. Arctic wendet beim Freezer 33 TR bspw. ein ähnliches Prinzip an. Insgesamt ist die Performance des Dark Rock 4 als gut einzustufen. Der Abstand zum Dark Rock Pro 3 bleibt erstaunlich gering, wobei der Dark Rock 4 hier durch die Geräuschkulisse punkten kann. Rein subjektiv bleibt er leiser. Das Strömungskonzept scheint also ebenfalls zu fruchten.
Ganz frei bleibt der Kühler aber nicht vor Kritik. Nicht gut haben uns die Lüfterklammern gefallen. Diese sitzen extrem stramm, was eher positiv ist, allerdings ist das Entfernen extrem umständlich. Bei unserem Exemplar mussten wir daher auch leichte Lackablösungen genau an diesen Stellen feststellen. Ebenfalls nicht so gut finden wir, dass zwar ein zweiter Lüfter montiert werden könnte, was wieder positiv ist, dieser aber nicht entkoppelt werden würde. Im Endeffekt ist es schade, dass man diese Punkte beim Refresh nicht beachtet hat. Nichtsdestotrotz bleibt das stimmige Gesamtbild positiv. Gerade für edle Systeme mit dezenter Optik bleibt der Dark Rock 4 der Tipp. Noch mehr Leistung wird man zwar mit dem Dark Rock Pro 4 erzielen können, allerdings baut dieser in allen Belangen etwas größer. Was wir generell bei den be quiet! Kühlern anmerken wollen, ist, dass immer etwas wenig Wärmeleitpaste enthalten ist. Gerade bei diesen hochwertigen Kühlern könnten wir uns vorstellen, dass man sie über System-Generationen behält. Die beiliegende Tube reicht allerdings nur für einen Wechsel. Preismäßig muss mal wohl auf die "Regelungen des Marktes" setzen. Denn mit einer UVP von 72,90 EUR scheint der Dark Rock 4 aktuell noch etwas teuer zu sein.
be quiet! Dark Rock 4 | ||
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| Pro | Contra | |
+ (endlich) einfache Montage möglich | - Lüfterklammern sehr eng | |

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