Fazit
Den RGB Luftkühlern sagt man oft nach, dass sie auf Grund einer erhöhten Priorität der Optik bei der Leistung auf der Strecke bleiben. Cooler Master versucht diesem Vorurteil beim MasterAir MA610P scheinbar durch eine doppelte Lüfterbestückung entgegenzuwirken. Der Single-Tower kann damit bei normaler Auslastung nahezu auf dem gleichen Level agieren, wie die größeren, unbeleuchteten Kontrahenten. Vor allem bei niedrigen Drehzahlen macht sich der verdoppelte Luftdurchsatz durch den zweiten Lüfter bemerkbar. Erhöht man jedoch die Last der CPU durch Übertakten deutlich, so verliert der Kühler etwas den Anschluss zur Konkurrenz, bleibt aber dennoch Herr der Lage. Wir können uns vorstellen, dass dies daran liegt, dass man auf eine Bodenplatte verzichtet. Die Geräuschkulisse ist dabei angenehm, und kann sogar von kaum hörbar bis hin zum Fön variiert werden. Die Montage fällt insgesamt einfacher aus als beim MA620P, auch wenn man die Lüfter entfernen muss.
Die Verarbeitung des Kühler ist insgesamt gut. Unser Testsmuster weist zwar eine verbogene Lamelle auf der Unterseite auf, dies soll laut dem Hersteller allerdings dem frühen Produktstatus geschuldet sein. Die Verblendung mit den integrierten Lüfterklammern könnte man als Neuheit bezeichnen und lässt den Kühler wie aus einem Guss erscheinen. Allerdings lassen sich die Lüfter somit auch nicht wechseln. Sie ist dabei so umfassend, dass man die unbeschichteten Kupfer-Heatpipes nicht zu Gesicht bekommt. Was wir wirklich cool finden, ist, dass man den hinteren Lüfter entgegengesetzt aufgehängt hat, damit die Optik nicht von Streben zerstört wird. Dass die Beleuchtung nicht nur auf die Lüfter beschränkt wurde, sagt uns auch zu. Mit den Elementen im Top hat man von der Beleuchtung vor allem bei Gehäusen mit Fenster noch mehr.
Mit einem Straßenpreis von etwa 55€ ist er etwas teurer als so mancher Kontrahent, wie bspw. der Thermalright Macho 120 Rev. B, welcher etwas performanter erscheint. Die Ausrichtung ist allerdings ja auch eine andere. Im Vergleich mit anderen RGB-Kühlern scheint der Preis okay zu sein. Es gibt günstigere, aber auch deutlich teurere. Wir verleihen dem Cooler Master MasterAir MA610P unter Vorbehalt daher den Silver-Award. Ob es zu mehr reicht, dürfte erst der Test weiterer RGB-Kühler zeigen.
Cooler Master MasterAir MA610P | ||
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| Pro | Contra | |
+ cooles Design | - bei hoher Last vergleichbar schwach | |

Beim Cooler Master MasterAir MA620P ist der Hersteller sozusagen etwas konservativer zu Werke gegangen. Die Beleuchtung wird hier einfach durch die beiden Lüfter erzeugt. Ansonsten erhält man theoretisch einen „normalen“ Dual-Tower mit Top-Blenden. Man könnte ihn daher auch als eher schlichten Vertreter dieser Zunft benennen. Die Leistung liegt bei wenig Last auf dem Level größerer Dual-Tower wobei die Geräuschkulisse auch hier als niedrig bezeichnet werden kann. Bei erhöhter Heizlast verliert aber auch er etwas den Anschluss zu den anderen Kühlern im Testfeld. Eng sollte es bei den Mainstream-CPUs aber auf keinen Fall werden, zumindest wenn man es mit OC nicht übertreibt.
Die Verarbeitung ist gut, aber auch sehr einfach gehalten. Die Kupfer-Heatpipes sind nicht beschichtet und bilden eine ebene Fläche als Kontakt zur CPU. Die Montage des Kühlers bei Intel Systemen fällt etwas fummelig aus, da die Gewinde zum Verschrauben deutlich abgedeckt werden. Fassen die Muttern, hilft der beiliegende Ringschlüssel aber zufriedenstellend. Was wir nicht so gut finden, ist, dass bei AMD Systemen nur eine vertikale Ausrichtung der Lüfter zulässig ist.
Um am Markt konkurrenzfähig zu werden, muss der Straßenpreis in unseren Augen noch deutlich fallen. Der Leistungsunterschied zum MA610P ist einfach zu gering. Vor allem sind andere Dual Tower deutlich performanter bei geringerem Preis. Die Optik macht dieses Defizit in unseren Augen nicht wieder wett. Die Leistung bleibt einfach hinter den Erwartungen zurück und der Preis ist zu hoch für das Gebotene.
Cooler Master MasterAir MA620P | ||
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| Pro | Contra | |
+ beleuchtete Lüfter | - Leistung vergleichbar schwach | |
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