Luftkühlung

Test: Xilence Performance C Serie M403

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Geschrieben von Marcel Büttner
Veröffentlicht: 24. September 2015

Xilence M403 newsAuf der Cebit 2015 wurde das neue Budget-Kühler-Lineup von Xilence bereits vorgestellt. Primär richtet sich die Performance C-Serie natürlich an preisbewusste Käufer oder auch Integratoren. Der Hersteller verspricht mehr oder weniger, dass man für das Geld einen sehr potenten Kühler erhält, mit dem die meisten Systeme bedenkenlos gekühlt werden können. Dies wollten wir natürlich prüfen, ob der im Tower-Design konzipierte und mit einem 92mm großen Lüfter ausgestattete M403, auch im Stande ist die Vorgaben zu bestätigen.

Der Lieferumfang beschränkt sich logischer Weise auf das allernötigste. Die Namensgebung hat im Übrigen auch einen Hintergrund. Das „M“ im M403 steht für Multiplattform, weshalb unser Testmuster also auf AMD- und Intel-Sockel passt. Das dafür vorgesehene Montagematerial liegt samt Anleitung mit im Karton.

Xilence M403 1 Xilence M403 3 Xilence M403 2

Der mit bis zu 150 TDP spezifizierte Kühler kommt trotz aller preislichen Berücksichtigungen, mit einem guten Feature-Umfang daher. 6mm Kupfer-Heatpipes, Multi-Sockel-fähig, leichter Lüfterüberhang für die herausstehenden Heatpipes – wären die Eckdaten. Der 92mm (PWM) große Lüfter soll einen Schalldruck von 14 – 24 db(A) erzeugen und kann damit als „silent“ eingestuft werden. Die 405 Gramm des Kühlers fallen im Vergleich auch moderat aus.

 

Xilence M403
Kühler-Typ  Tower-Kühler
Abmessungen  101 x 72 x 137 mm (B x H x T) - Höhe inkl. Lüfter
Gewicht  405 g (inkl. Lüfter)
Sockel  Intel: 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3
 AMD: FM1, FM2(+), AM2(+) AM3(+)
Material
 Bodenplatte: Aluminium
 Finnen: Aluminium
 Heatpipes: Kupfer
Lüfter  1x 92 mm PWM
Lüftergeschwindigkeit  600 - 2200 U/min
Luftdurchsatz  65,4 CFM
Schalldruck  14,0 - 23,8 db(A)
 
Garantie  2 Jahre
Homepage  www.xilence.de
Straßenpreis  20,00 EUR

 


 

Detailansicht

Optisch reißt der Kühler keine Berge aus, was auch gar nicht beabsichtigt ist vom Hersteller. Der knallrote Lüfter setzt der Xilence-CI die passende farbliche Note auf, was als Kontrast sehr gut zur Geltung kommt. Der wirklich kompakte Tower-Kühler (101 x 72 x 137 mm (B x H x T) wurde mit sechs Primär-Heatpipes versehen, die auf das „Direct-Touch-Verfahren“ beruhen. Soll also heißen, sie liegen direkt auf dem Heatspreader CPU auf und nicht eine separate Bodenplatte.

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Der Lüfter kann auf beiden Seiten montiert werden. Schade an der Stelle allerdings: dass kein zweites Klammerset beiliegt. So wäre eine Montage des zweiten Lüfters nochmals leistungssteigern gewesen. Die allgemeine Verarbeitungsqualität kann als sehr solide bezeichnet werden. Gerade im Bereich der Bodenplatte weist der Kühler keinerlei Schwächen auf. Die Auflagefläche kommt sehr „plan“ daher. Die Montage des Kühlers ist vom Prinzip so einfach wie selten bei einem Tower-Kühler, wo wir auch schon beim nächsten Punkt angelangt wären.

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Die Haltebügel für den Sockel werden einfach mit vier Schrauben in die Bodenplatte gedreht. Zu Demonstrationszwecken haben wir hier einen „falsch herum“ aufgesetzt.

 

Montage

Zur Montage muss auf der Rückseite des Mainboards das beiliegende Retention-Modul angesetzt und im nächsten Schritt direkt der Kühler mit den vier Schrauben aufgesetzt werden. Handfestes Andrehen reicht in diese Fall. Abschließend kommt dann der Schraubendreher zum Einsatz. Auch Dank der sehr kompakten Maße ein sehr einfaches und unkompliziertes Unterfangen – außerdem spart man Zeit! Weiter geht es mit dem Testsystem sowie den ermittelten Testwerten.

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Testsystem vorgestellt: Hardware

Unser komplettes Testszenario haben wir im seperaten Artikel nochmals aufgelistet. Nachfolgend nochmal ein kurzer Abriss des Ganzen. Beginnen wir zuerst mit dem reinen Hardware-Part. Unsere Wahl beim Gehäuse fiel folgerichtig auf das Phanktes Enthoo Luxe, da diese eine schier unendliche Anzahl von Montagemöglichkeiten für Lüfter und Kühler bietet. Gestellt wurde das Gehäuse von unserem Partner Caseking. Als einer der wenigen ATX-Gehäuse am Markt, kann es im Auslieferungszustand und ohne weitere Anpassung, Radiatoren mit einer Größe von bis zu 360 Millimeter aufnehmen. Also genau richtig für kommende All-in-One-Kühlungen.

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Trotz der scheinbaren Größe wird mit dem Phanteks Luxe ein Gehäusetyp dargestellt, welcher als guter Richtwert für die meisten Leser angesehen werden kann. Neben all den praktikablen Funktionen, bietet das Gehäuse auch einiges fürs Auge. Im Inneren wurde alles auf maximale Flexibilität getrimmt, so dass der Kühlerwechsel ohne weiteres von Statten gehen kann. Das hervorragende Kabelmanagement tut sein Übriges dazu bei. 

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Die Steuerung aller Lüfter wird von einer Scythe Kazemaster übernommen. Die Lüfterumdrehungen sind ebenfalls fixiert, dazu aber später mehr. Für die erste Montage stand der Noctua NH-D15 Modell. CPU-Kühler können im Übrigen mit einer Gesamthöhe von bis zu 193 Millimeter verbaut werden – also mehr als genügend Platz.  Als Gehäuselüfter verwenden wir die ab Werk verbauten Phanteks Lüfter in der Front (200mm), auf der Rückseite (140mm) und im hinteren Top-Bereich (140mm).

 

 

Intel Z77 Lukü-Hardware Setup

lukue setup overview 1

lukue setup overview 2 Micro ATX Netzteil lukue setup overview 3
Prozessor:
Intel Core i5-2500K (Retail)
Mainboard: ASUS P8Z77-V LE
Storage: WD Caviar Blue 320GB (WD3200AAJS)
RAM:
8GB Kingston HyperX Genesis (KHX1866C9D3K3)
Netzteil: be quiet! Straight Power 10 - 700W
Grafikkarte:
ASUS HD 7970 DirectCU II
Betriebssystem: Windows 7 x64
Grafiktreiber: -

 

Testverfahren Hardware

Die Belastung des Prozessors übernimmt Prime 95 v27.6 (In-place large FFTs), ein forderndes Belastungsprogramm, welches eine recht gleichbleibende Belastung der CPU bietet. Der Prozessor wird 20 Minuten lang belastet, am Ende der Belastungszeit wird für 5 Minuten die Durchschnittstemperatur der CPU-Kerne eins bis vier durch AIDA64 5.20.3400 ermittelt. Die Steuerung der Lüfter realisieren wir mit einem Scythe Kazemaster. Die im Gehäuse beiden im Gehäuse verbauten 140mm Lüfter werden auf 600 U/min fixiert. Die am Kühler verbauten Lüfter regeln wir ebenfalls auf einen Festwert von 1000 U/min herunter.

Xilence M403 10

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die Temperatur der CPU in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Um realistische Werte "wie man es gewohnt ist" zu bekommen, wurden in den Tabellen jeweils 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur hinzugerechnet. Somit sind die Angaben in den Tabellen Grad Celsius Angaben. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind Schwankungen, im Bereich von 0,5 Grad Celsius bei den gemessenen Temperaturen möglich.

 


 

Messwerte: Hardware

Die ermittelten Testergebnisse entsprechen ausschließlich denen der Komponeten unseres Testsystems. Abweichende Konfigurationen dieser Hardware-Zusammenstellung haben unausweichlich Änderungen der von uns erzielten und dargestellten Messwerte zur Folge. Wir messen in zwei Szenarien:

 

Intel Core i5-2500K @ 3,40Ghz Case-Lüfter: 600 U/min, CPU-Lüfter 1000 U/min

Temps 3.4GHz

 

Intel Core i5-2500K @ 4,40Ghz Case-Lüfter: 600 U/min, CPU-Lüfter 1000 U/min

Temps 4.4GHz

 


 

Fazit

Die Performance C Serie von Xilence in Form des uns vorliegenden M403 will mit bestimmten Aspekten überzeugen. Vordergründig steht natürlich der sehr attraktive Anschaffungspreis, der vieles im Vorfeld schon rechtfertigen kann. Wer also einen Tower-Kühler sucht, der mehr als das Boxed-Modell zu leisten im Stande ist, der sollte sich unbedingt den Xilence M403 mit auf die Fahne schreiben. Dass dabei auch Abstriche gemacht werden müssen, sollte aber auch klar sein.

Overclocking-Versuche sind nicht zu empfehlen, da dem Kühler dazu die Leistung fehlt. Schade ist auch, dass ein weiteres Paar Halteklammern beim Lieferumfang fehlen. So wäre die Montage mit einem zweiten Lüfter möglich und der Kühler könnte nochmals mehr Leistung bereitstellen. Im regulierten Betrieb verrichtet der Lüfter angenehm ruhig seine Dienste. Überlässt die man die lastregulierte Steuerung das Ruder, dreht der 92mm-Fan richtig auf und ist gut zu hören. Dafür sind aber die Abmaße des Kühlblocks unschlagbar und gerade für kleine enge Gehäuse geeignet. In der Summe ist der Xilence M403 eine Empfehlung wert, wenn der Käufer im Vorfeld genau abwägen kann, ob die Vor- und Nachteile vereinbar sind. Der Xilence Performance C M430 ist aktuell für günstige 19,- EUR bei Amazon erhältlich.

 

Xilence Performance C Series - M403
gutes Leistungsverhältnis, wenn es darum geht den letzten Cent zu sparen, 24.09.2015

Luftkühlung Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufenhttp://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=hardwarejourn-21&l=ur2&o=3
Pro Contra Xilence M403 3 2

+ sehr faires Prei-Leistungsverhältnis
+ gute und solide Kühlleistung
+ im Normalbetrieb zu nicht zu hören -> silent


- für Overclocking ungeeignet
- keine Leistungsreserven
- keine Halteklammern für 2. Lüfter


 

Anmerkung zu den Testwerten:

Wir werden den Ergebnisbereich noch massiv erweitern und sind gerade dabei, die Datenbank mit Werten zu füttern. In Regelmäßigen Abständen wird es dazu von uns Updates geben, welche die neuen Messwerte beinhalten. Sollten Fragen, Feedback oder Kritik bestehen, steht die Kommentarfunktion zur Verfügung. Aus diesem Grund haben wir aktuell noch auf eine Übersicht der Lautstärke verzichtet, wird aber in Kürze hier nachgepflegt.

 

Weitere interessante Testberichte:

▪ Luftkühlung Testsystem vorgestellt

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